Freya Stülpnagel

 5 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von Wo finde ich dich?, Ohne dich und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Freya Stülpnagel

Freya StülpnagelWo finde ich dich?
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Wo finde ich dich?
Wo finde ich dich?
 (1)
Erschienen am 06.10.2014
Freya StülpnagelOhne dich
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Ohne dich
Ohne dich
 (1)
Erschienen am 02.04.2012
Freya StülpnagelWarum nur?
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Warum nur?
Warum nur?
 (0)
Erschienen am 25.02.2013
Freya StülpnagelUnd immer wieder - zurück ins Leben
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Und immer wieder - zurück ins Leben
Und immer wieder - zurück ins Leben
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Erschienen am 05.03.2018
Freya StülpnagelOhne dich
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Ohne dich
Ohne dich
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Erschienen am 02.04.2012
Freya StülpnagelOhne dich
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Ohne dich
Ohne dich
 (0)
Erschienen am 03.10.2012

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Rezension zu "Wo finde ich dich?" von Freya Stülpnagel

Für eine konstruktive Trauerarbeit
michael_lehmann-papevor 4 Jahren

Für eine konstruktive Trauerarbeit

Wen die Trauer ins Leben tritt, „zuschlägt“ manchmal, wenn ein naher Mensch stirbt, dann ist das „tiefe Loch“ nicht weit, in der man fast endlos fallen kann.

Der Tod als zwar „gewusstes“, aber kaum zu begreifendes Geschehen wirft ein Vielfaches an Fragen und emotionalen Zuständen bei den Hinterbliebenen auf, für die oft händeringend nach Antworten gesucht wird. Und gerade die Frage nach einem möglichen „Danach“ steht zentral im Raum.

Für diese schweren Momente im Leben bietet Freya von Stülpnagel in sensibler Weise Gedanken und Möglichkeiten, seine Trauer zumindest ein stückweit aktiv anzugehen. Antworten auf die existenziellen Fragen des Lebens zu suchen, die sicherlich auf der diesseitigen Seite des Todes keine abschließende Antwort finden werden, die aber mit den ruhigen Gedanken im Buch das spirituelle Fragen des Menschen angesichts des Todes wohltuend aufnehmen und anleiten.

Dabei geht es bei Weitem nicht um eine Form der „Geisterbeschwörung“, um den oder die Verstorbene „zu finden“, sondern ganz grundlegend im Fragen des Glaubens und der Möglichkeit einer anderen Existenz außerhalb der rein leiblichen.

„Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit“ (Prediger 3).

Dies ist nicht nur ein wichtiges Motto der Arbeit von Freya von Stülpnagel, sondern auch ein im Buch spürbares Fundament, auf dem sie ihre Arbeit mit Trauernden aufbaut.

Trauer darf sein und gehört dazu, die Fragen, die in solchen Momenten angesichts der Endlichkeit des Lebens auftauchen sind wichtige Fragen, die gerade in der Zeit der Trauer bloß liegen und dort aufgenommen werden wollen. Hierzu gehört auch der Verweis darauf, dies nicht alleine und einsam zu vollziehen und sich auch nicht mit der reinen Lektüre eines Buches zufrieden zu geben, sondern sich den vielfach existierenden Trauergruppen zu nähern, so schwer das zunächst auch fallen kann.

„Glaube ist nicht wissen, aber hoffen dürfen wir immer“. Nicht esoterische Heilsversprechen finden sich im Buch, sondern ein ernst nehmen der Trauer und der Fragen der Trauernden, ohne steile Sätze, die ein Wissen nur vorgaukeln würden.

„Ich bin nicht fest davon überzeugt, dass ich unseren Sohn Benni wiedersehen werde, aber ich glaube es zumeist“. Und für diesen Glauben gibt es Gründe. Anhaltspunkte, an denen persönliche Erfahrungen sich anknüpfen und entstehen können.

Wege zum Glauben werden dabei aus christlicher Sicht im Buch ebenso benannt, wie mögliche und hilfreiche Zeichen und Rituale hin zu einem möglichen Vertrauen in die Kraft der Seele und wie dieses wachsen kann.

Ob dann kleine Ereignisse, Begegnungen, Zeichen als direkter „Kontakt“ bewertet wird, ob in einem Vogel, einem anderen Geschehen „Zeichen des Verstorbenen“ zu finden wären, wie es manche Trauernde empfinden, auch hier bleibt Freya von Stülpnagel angenehm distanziert und verweist auf das „Eigentliche“, was solchen Ereignissen und Deutungen inne liegt:

Als Wahrnehmungen von Hinterbliebenen sind solche Erfahrungen sensibel ernst zu nehmen, Außenstehende können dies einfach nicht beurteilen. Aber für Gespräche auch über solche Erfahrungen offen sein und bleiben.

Ein im Tonfall ruhiges, in den Inhalten differenziertes und in der Emotion hilfreich nahekommendes Buch, das eine Stütze in der Trauer bietet und damit einen Teil Seelsorge vielleicht schon leistet, zumindest den Weg für eine solche bereitet. 

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Rezension zu "Ohne dich" von Freya Stülpnagel

Die beste Hilfe für "Tage, an denen die Trauer besonders schmerzt"
Sophia!vor 5 Jahren

„Deine Tränen sammle ich in einer Schale,

berge Sie für dich in einem Schrein,

eines Tages wirst du diese Schale erben

und sie wird voll schöner Perlen sein.“

[Unbekannter Verfasser]

_

Der Verlust eines geliebten Menschen ist durch nichts in der Welt wiedergutzumachen. Trauer, die bis an den Rand der Verzweiflung treibt, unaussprechlicher Kummer und eine quälende Leere bleiben oftmals bei den Hinterbliebenen zurück. Der Tod kann nicht rückgängig, die Wunden auch durch die Zeit nicht geheilt werden. Der Schmerz bleibt dauerhaft! Er wird nie vergehen.

Nun stellt sich die Frage, wie man mit diesem Schmerz, ausgelöst durch den Tod eines Menschen, überhaupt noch weiterleben kann …

_

Solche Gefühle und Gedankenspiele sind es, die immer wieder auftauchen an Tagen – wie der Untertitel des Buches so treffend beschreibt – „an denen die Trauer besonders schmerzt.“ Die Autorin des Buches, deren Leben durch den frühen Tod ihres Sohnes selbst tief erschüttert wurde, setzt sich auf einfühlsame Weise mit dem Thema Trauer auseinander und spricht darin auch über eigene Erfahrungen und ihren Weg der Trauerbewältigung. Freya von Stülpnagel, Anwältin und Juristin, wird nach dem Tod ihres Kindes derart aus der Bahn geworfen, dass es für sie nicht mehr möglich ist, in ihrem bisherigen Beruf zu arbeiten. Von nun an widmet sie ihre ganze Aufmerksamkeit der Trauer, ihrer eignen und schließlich auch der von Leidensgenossen. Nach vielfältigen Ausbildungen, etwa im Bereich der Themenzentrierten Interaktion, begleitet die nun verschiedene Trauer- und Suizidgruppen, wobei die Arbeit im Verein „Verwaiste Eltern München e.V“ besonderes Anliegen geblieben ist.

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Ihren Leserinnen und Lesern schenkt sie ein Buch, das endlich auf fromme Sprüche und theoretisches Wissen, man denke an die klassischen Phasen der Trauer, dankenswerterweise verzichtet. Denn die reine Theorie ist während der Zeit der Trauer reichlich unbrauchbar. Stattdessen präsentiert sie neben eigenen authentischen Erfahrungen, eine Sammlung ausgewählter Texte, Kurzgeschichten, Anekdoten, Gedichten und ansprechenden Landschaftsaufnahmen in Schwarz-Weiß, die das Wesen der Trauer in Worte fassen, die überaus hilfreich sind.

So vermag es diese Zusammenstellung, Impulse zu geben, die eine ebenso tröstende wie Mut zusprechende Wirkung entfalten. Der beschwerliche Weg, mit dem Verlust eines geliebten Menschen zu leben, wird auf wunderbare Weise unterstützt. Und so führen einige Texte und die durch sie ausgelösten Reflexionen vielfach zu dem Gefühl aufrichtig empfundener Dankbarkeit, das sich mit dem jeweiligen Verlust verbinden lässt und so dem Tod im besten Fall, wenigstens ein stückweit, den Stachel nimmt.

_

Fazit: Eine Perle unter der Flut an Sachbüchern zum Thema Verlust und Trauer. 5 Sterne drücken bei weitem nicht aus, wie hilfreich und dankbar Betroffene dank dieser Lektüre sein können!

 

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