Mein Fazit:
Zitat: „Er kann mit dir machen, was er will...Dir ins Gesicht spucken, dich erwürgen, das ist sein Recht. Er ist hier der Herr! In seinen Augen war ich weniger wert als ein Hund – ein Insekt, das jeder ohne Konsequenzen zertreten kann."
Am 30. November 1941 wurden etwa 14.000 einheimische Juden des Ghettos und ca. 1050 Berliner Juden in ausgehobenen Gruben in den nahen Wäldern von Rumbula unter Mitwirkung von 500 Hilfspolizisten und 300 deutschen Polizeikräften und SS-Männern erschossen. Hitler befahl, das Ghetto zu " säubern" und alle Juden zu vernichten. Frida und 5 weitere Juden überlebten das Massaker, sie konnten sich in den nahe gelegten Wald retten. In diesem Buch erzählt Frida ihre tragische Lebensgeschichte, die mich sehr erschüttert hat. Von den Deutschen grausam gefoltert, gejagt wie ein Stück Vieh, hat sie auf ihrem Weg in die Freiheit auch warmherzige Menschen kennengelernt, die ihr eigenes Leben riskiert haben und Frida das Leben gerettet haben. Was für eine traurige Geschichte …
Frida ist ein starker Mensch, der an das Gute in jedem Menschen glaubt... Ihr tiefer Glauben an Gott und die Güte vereinzelter Deutscher, retten ihr am Ende das Leben. Wie oft sie gerettet wird, kann sie nicht mehr bestimmen, aber ihr Leidensweg ist sehr erschütternd und sehr berührend. Eindrucksvoll schildert sie alle Stationen in ihrem Leben, und die Kraft die sie durch den Glauben an Gott schöpft, ist erstaunlich.
" Ich überlebte Rumbala " ist eines der emotionalsten Bücher, das ich dieses Jahr lesen durfte. Zeitzeugen die ihre Geschichte erzählen, sind so wichtig, denn die Straftäter und ihre grausamen Taten dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Auch nicht nach so vielen Jahren müssen die nachfolgenden Generationen die Wahrheit erfahren. Der Schreibstil der Autorin ist brillant, voller Emotionen, Dramatik und sehr tiefgründiger Hintergrundinformationen. Sehe emotional und es rührt zu Tränen.


