Frida Skybäck

 4.3 Sterne bei 83 Bewertungen

Lebenslauf von Frida Skybäck

Frida Skybäck, geboren 1980 in Göteryd, ist eine schwedische Autorin. Sie zog von Skåne nach London und entdeckte dort ihre Leidenschaft für englische Literatur und große Gefühle. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in Lund. Die kleine Buchhandlung am Ufer der Themse ist ihr erster Roman in deutscher Übersetzung.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Frida Skybäck

Cover des Buches Die kleine Buchhandlung am Ufer der Themse (ISBN:9783458364405)

Die kleine Buchhandlung am Ufer der Themse

 (83)
Erschienen am 29.09.2019

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Rezension zu "Die kleine Buchhandlung am Ufer der Themse" von Frida Skybäck

Die Liebe zu Büchern
Jasikavor einem Tag

Zum Inhalt:


Charlotte Rydberg, eine junge Geschäftsfrau aus Schweden hat kürzlich ihren Mann verloren, als sie erfährt, dass ihre Tante Sara aus London ihr eine Buchhandlung mit zwei über dem Geschäft liegenden Wohnungen vererbt hat. Aber Charlotte kannte diese Verwandte gar nicht. Warum hat ihre Mutter nichts erwähnt und warum soll ausgerechnet sie das Geschäft erben? Charlotte beschließt sich auf den Weg nach London zu machen, um alles schnell zu regeln, doch dann kommt es anders...




Meine Meinung:




Charlotte ist zunächst skeptisch und möchte den "Riverside Bookshop" schnell über ihren Anwalt verkaufen bzw. vermieten lassen und anschließend schnell wieder nach Schweden zurückkehren. 




Aber kaum betritt sie das Geschäft, fühlt sie sich auf eigenartige Weise mit der kleinen charmanten Buchhandlung verbunden, die über 100 Jahre alt ist, gemütlich eingerichtet mit Kamin und mit dem Geruch nach vielen Büchern. Sie meint in einer anderen Welt zu sein, draußen auf der Straße die Hektik Londons und drinnen Ruhe und Gemütlichkeit. 




"Sie hatte das Gefühl, als wäre die Buchhandlung ein geheimer Ort, der den Blicken anderer verborgen war, und diese Vorstellung ließ ihr Herz schneller schlagen." (Zitat S. 41)




Sie lernt nach und nach die liebeswerten Mitarbeiter/-innen mit ihren charmanten Ecken und Kanten besser kennen, findet Freunde und fühlt sich sehr wohl in London in der Wohnung ihrer Tante, in der auch Katze Tennyson sein Zuhause hat. Allerdings bereitet der sinkende Geschäftsumsatz Charlotte Kopfzerbrechen, sie möchte helfen, aber sie ist auch Inhaberin eines kleinen Kosmetikgeschäfts in Schweden... 




Der "Riverside Bookshop" ist wunderschön beschrieben und man hat als Leser alles sehr gut vor Augen und nimmt förmlich den Geruch der vielen Bücher wahr. Die verschiedenen Charaktere sind wunderbar dargestellt und man fühlt mit ihnen mit. Durch Rückblenden in die Jahre 1982 bis 84 erfährt man auch viel über Charlottes Mutter, Kristina und deren Schwester Sara. Eben jene Tante, die Charlotte das Geschäft vererbt hat. 




Ein absolutes Wohlfühlbuch mit spannender Familiengeschichte zum Wegträumen. Dazu liebenswürdige Charaktere und eine zauberhafte Katze! Es sind keine Längen entstanden, der Leser bangt mit den Figuren mit und die Seiten fliegen nur so dahin. Natürlich sind hier und da auch Buchtipps eingestreut, wie es sich für einen Roman um eine Buchhandlung gehört :-)




Genau so eine entzückend gemütliche Buchhandlung (und nicht nur die üblichen, ziemlich unpersönlichen Ketten) wünscht sich doch jeder Vielleser an seinem Wohnort!




Fazit:


Diesen Roman habe ich innerhalb weniger Tage verschlungen und habe es geliebt!


Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und 5 Sterne! 

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Rezension zu "Die kleine Buchhandlung am Ufer der Themse" von Frida Skybäck

Zauberhaft
Abibliophobiavor einem Tag

Das Cover ist schon klasse, mit Katze und Lesesessel, so stelle ich mir eine gemütliche Buchhandlung vor. Die Ausgangssituation berührt den Leser sehr. Martinique kümmert sich um die Buchhandlung inkl. Streunerkatze ihrer verstorbenen Freundinnen, die ihr nie gesagt hat, wie krank sie wirklich ist. Dann taucht Saras Nichte Charlotte auf, die die Buchhandlung geerbt hat.
Die Buchhandlung kann man sich bildlich vorstellen, jedes Einrichtungsstück hat seine eigene Geschichte. So müssen Buchhandlungen sein! Und auch die Charaktere haben ihre eigene Geschichte, der man im Verlauf des Buches immer näher kommt.
Charlotte ist jung Witwe geworden und diesen Verlust hat sie lange nicht verarbeiten können. Martinique und die anderen Mitarbeiter der Buchhandlung helfen ihr langsam dabei, ohne überhaupt von ihrem Schicksal zu wissen. Alles ist etwas chaotisch, dennoch übermittelt die Autorin sehr gut das Zuhausegefühl, das man in dieser Buchhandlung empfindet. Zur eigentlichen Geschichte kommt noch die spannende Tatsache, dass Charlotte ihre Nichte gar nicht kannte, da die beiden Schwestern schon lange zerstritten sind und sich vor ihrem Tod nicht mehr aussprechen konnten. Man taucht tief in die Lebensgeschichte der beiden Schwestern ein und wartet mit Spannung darauf, dass die Wahrheit ans Licht kommt.
In diesem Buch geht es um viel mehr als "nur" eine Buchhandlung. Sie erzählt die Flucht nach England. Es geht um die Verarbeitung von Verlusten, um die Rettung der Buchhandlung und Freundschaft und Liebe. Alle ziehen an einem Strang. Man begleitet ein wundervolles Projekt, bei dem alle hochmotiviert sind, da die Buchhandlung ihr Lebensinhalt ist.
Dieses Buch ist nicht nur ein Buch für Liebhaber von Buchhandlungen, sondern für Fans von Familiengeschichten, Freundschaften und Liebe. Natürlich mit einem erwarteten Happy End, das dem Leser nach der letzten Seite ein schönes Gefühl im Herzen zurücklässt.

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Rezension zu "Die kleine Buchhandlung am Ufer der Themse" von Frida Skybäck

Feelgood-Literatur ohne große Ansprüche
Zauberberggastvor 3 Tagen

Ja, dieses Buch ist absolut vorhersehbar und voller Frauenroman-Klischees. Wir haben eine skandinavisch nüchterne Protagonistin mit einer Phobie vor Keimen, Thirtysomething, attraktiv. Sie, Charlotte, ist eine erfolgreiche Selfmade-Geschäftsfrau, aber ihr Herz ist verschlossen, seit die Liebe ihres Lebens, Alex, verstorben ist.

Dann bekommt sie von einer Tante, über die sie bisher nichts wusste, eine Buchhandlung in Londoner Bestlage vererbt. Diese Buchhandlung hat auch zwei Wohnungen, von denen sie die eine bewohnen könnte - wenn sie das in Erwägung zöge - und die andere wird von einem sehr gut aussehenden, alleinstehenden und scheinbar mürrischen Schriftsteller mit Schreibblockade bewohnt (wäre Hugh Grant nicht schon zu alt, würde er natürlich die Rolle in der Verfilmung spielen). Es gibt auch noch eine Buchhandlungs-Katze mit Schriftstellernamen (Tennyson), die warmherzige langjährige Angestellte Martinique, die nicht “Nein” sagen kann und die vorlaut-schlagfertige junge Teilzeitangestellte Sam. Dem Setting Leben einhauchende Randfiguren (Kunden) wie der alte, aber adrett gekleidete Herbert, "Opfer" einer ihn mit Essen "stalkenden" Altersgenossin, das Mädchen Calliope oder die ewig krächzende Parnella, lassen dieses Buch vollends zu einem literarischen Wohlfühl-Accessoire werden.

Obwohl Bücher und Literatur eigentlich gar nicht ihr Metier sind, kommt die kühle Schwedin langsam auf den Geschmack dieses "hyggeligen" - wenn auch wenig hygienischen - Lebens in der britischen Metropole. Auch William - wer hätte das gedacht - übt eine gewisse Anziehungskraft auf sie aus. Es könnte alles so schön sein, wären da nicht die finanziellen Probleme der Buchhandlung und die Frage, warum ihre ihr unbekannte Tante ihr diese vererbt hat.

Die Gegenwartshandlung (ohne Jahresangabe) wird durch alternierend erzählte Ereignisse aus den Jahren 1982-1983 durchbrochen. In diesen Vergangenheitskapiteln geht es um die Geschichte der Schwestern Kristina und Sara, Charlottes Mutter bzw. Tante. Nach und nach wird das Geheimnis gelüftet, was deren Erlebnisse im London der Achtziger Jahre mit Charlottes Gegenwart zu tun haben.

Die Rückblenden sind tatsächlich sehr spannend. Man kann sich zwar schon früh ein wenig denken, was das große "Geheimnis" um Charlottes Existenz ist, aber die Innenwelt sowohl Kristinas als auch Saras wird hier sehr transparent und man bleibt als Leser dadurch an der Handlung dran.

Charlotte finde ich für eine Protagonistin aber dann doch wieder eher flach, an manchen Stellen sogar naiv. Die Nebenfiguren und auch die Figuren der Vergangenheitshandlung sind weitaus differenzierter ausgearbeitet worden.

Was die Bekehrung Charlottes zum “Büchermenschen” betrifft: auch das ist ganz nett gemacht. Literarische Referenzen sind geschickt eingebaut worden, nur die Geschichte mit J.K. Rowling wirkt sehr finde ich dann doch sehr unglaubwürdig - selbst für einen “Wohlfühl-Frauenroman”.

Nichtsdestotrotz:: Das Buch hat mir als Ganzes sehr gut gefallen. So wie einem ein alter Pulli oder ein bequemes Sofa gefällt mit einer heißen Tasse Tee daneben: einfach, nichts Neues, aber warm und kuschelig. Echte "Feelgood-Literatur" eben, wie sie im Buch auch an einer Stelle erwähnt wird. 





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