Frido Mann

 3.6 Sterne bei 21 Bewertungen
Autor von Hexenkinder, Achterbahn und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Frido Mann

Spross einer berühmten Schriftstellerfamilie: Frido Mann stammt aus einer bekannten Schriftstellerfamilie: Sein Großvater ist der deutsche Literaturnobelpreisträger Thomas Mann, der seinen Enkel Frido sogar in der Figur des Nepomuk Schneidewein im „Doktor Faustus“ verewigte. Frido Mann, geboren 1940, wurde hauptsächlich von seiner Großmutter Katia Mann erzogen und hatte eine innige Beziehung zu seinen Großeltern. Nach dem Abitur begann für Frido Mann eine lange Zeit des Studiums und der Weiterbildung. Zunächst absolvierte er ein Musikstudium, auf das ein weiteres Studium der Katholischen Theologie und anschließend ein Psychologiestudium folgte. 1986 wurde Frido Mann, der mit Christine Mann, der Tochter des berühmten Physikers Heisenberg verheiratet ist, zum Professor der Psychologie ernannt. Seine literarisches Werk ist neben belletristischen Ausflügen wie „Der Infant“ geprägt von wissenschaftlichen und philosophischen Studien wie seiner Doktorarbeit „Das Abendmahl des jungen Martin Luther“ oder auch der psychologischen Schrift „Psychiatrie ohne Mauern. Zu einer neuen psychosozialen Praxis“. Ein weiterer Aspekt seines Schaffens ist die Auseinandersetzung mit der Geschichte seiner Familie, die zu den beiden Werken "Achterbahn. Ein Lebensweg" und „Mutterland. Die Familie Mann und Brasilien“ führte. 2017 erschien das gemeinsam mit seiner Frau verfasste Buch „Es werde Licht. Die Einheit von Geist und Materie in der Quantenphysik“.

Neue Bücher

Es werde Licht

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Neu erschienen am 28.11.2018 als Taschenbuch bei FISCHER Taschenbuch.

An die Musik

Neu erschienen am 12.11.2018 als Hörbuch bei Der Hörverlag.

Babylon

Neu erschienen am 21.09.2018 als Taschenbuch bei ROWOHLT Repertoire.

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Achterbahn

Achterbahn

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Erschienen am 01.07.2009
Es werde Licht

Es werde Licht

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Erschienen am 28.11.2018
Mein Nidden

Mein Nidden

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Erschienen am 13.03.2012
Babylon

Babylon

 (2)
Erschienen am 19.08.2008
Das Weiße Haus des Exils

Das Weiße Haus des Exils

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Erschienen am 22.08.2018
Das Versagen der Religion

Das Versagen der Religion

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Erschienen am 01.04.2013
Der Infant

Der Infant

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Erschienen am 01.01.1992

Neue Rezensionen zu Frido Mann

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M

Rezension zu "Das Weiße Haus des Exils" von Frido Mann

Persönliche Erinnerungen
michael_lehmann-papevor 3 Monaten

Persönliche Erinnerungen

Themas Manns Haus „Pacific Palisades“ in Kalifornien war Ort seines Exils, ebenso der Ort, an dem sein Alterswerk entstand (Dr. Faustus, Der Erwählte etc.), durchaus aber auch jenes Ort, den Mann selbst lange als sein „schönstes Zu Hause“ empfand. Und doch auch der Ort zunehmender Bedrängung, familiärer Sorge (vor allem um Erika, die sich politisch weniger und weniger Freunde in der „neuen Heimat“ machte).

Die Bundesregierung hat dieses Haus erworben aus der privaten Hand der damaligen Käufer nach der Rückkehr Manns nach Europa und es zu einem Ort des Nachdenkens und der Begegnung gestaltet.

Kurz vor der Eröffnung war der Enkel Thomas Manns, Frido Mann, vor Ort und lässt eine Woche lang Erinnerungen und Gedanken frei fließen. An seinen Geburtsdort, seine Kinderjahre, an seinen persönlichen Abschied vom Haus, aber auch an Thomas Manns Stimmungen, seiner Enttäuschung über die politische Entwicklung der USA in der McCarthy Ära und, das vor allem, Frido Mann legt das Augenmerk des Lesers fast unbewusst sehr auf die „Fühligkeit“ des Nobelpreisträgers.

Wie sehr Thomas Mann auch körperlich die Zustände des Umfeldes erlebt, immer öfter deprimiert, aber auch mit Angst vor der Frage, wohin, auch mit einer starken, inneren Verbundenheit zum Haus, die lange die Spannung zwischen Kopf und Gefühl in den Raum stellt, eben nicht dem Verstand nach klar entscheiden zu können, Amerika wieder zu verlassen (und später, als das Gefühl des „Weg-Wollens“ klar war, dann mit dem Verstand noch aus Sicherheitsgründen abzuwarten), dass liest sich durchaus interessant in diesen Betrachtungen Frido Manns.

Die mit persönlichen Erinnerungen (auch an Heinrich Mann), an Nachmittage als „Vorlesezeit“ im Arbeitszimmer Manns, wie auch an regelmäßige Spaziergänge von Großvater und Enkel ebenso versehen sind, wie Frido Mann dem Leser gestattet, Einblick u nehmen in die Nervosität der letzten Jahre im Haus, an illustre Gesellschaften und politisches Äußerungen.

Auch im Übrigen die letzte Lebenszeit Manns in Zürich ist Teil dieser Erinnerungen zum Ende hin und bietet so im Gesamten dem Leser einen Einblick in die Phase des alternden und alten Thomas Manns mitsamt seiner Stärken, aber auch der schwächer werdenden Kraft an Körper und Nervenkostüm.

Eine anregende Lektüre für jene Leser, die an Thomas Mann und seinem Gedanken der Demokratie als beste Staatsform interessiert sind.

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Rezension zu "Es werde Licht" von Frido Mann

Konnte mich nicht faszinieren...
Weltensuchervor 10 Monaten

Physik trifft auf Philosophie, so versprach mir der Titel. Das Ehepaar Frido und Christine Mann, beide Theologen und Psychologen, mit einer besonderen Verbindung zu der Physik durch ihren Vater bzw. Schwiegervater Werner Heisenberg, der die moderne Quantenphysik entscheidend prägte, beleuchten in ihrem Sachbuch "Es werde Licht" die besondere Verbindung zwischen Naturwissenschaft und Glaube, Materie und Geist. Dabei handelt es sich nicht um die allbekannte Diskussion der ewig streitenden Wissenschaftler und Theologen in ihren eingeschweißten Rollen, ganz im Gegenteil. Frido und Christine Mann stellen dar, wie sie selbst die Faszination für die Idee der modernen Quantenphysik erlebten, was für erstaunliche Aussagen diese nicht nur im Bereich der Wissenschaft, sondern in allen Bereichen des Lebens, den Menschen direkt betreffend macht. Der Fokus liegt vor allem auf dieser vergleichsweise jungen, aber doch so überaus wichtigen Neuerkenntnis in der Physik, die nicht nur die alten Dinge auf den Kopf stellt, sondern noch viel verwunderlichere, abstraktere Dinge in Aussicht stellt...

Das Buch führt den Leser als Vorbereitung auf diese Wende jedoch erst einmal durch eine knappe Zusammenfassung der Wissenschaftsgeschichte, der Fokus liegt hierbei vor allem auf der Entwicklung der Beziehung zwischen der Physik und der Religion. Die berühmtesten Vertreter tauchen natürlich auf, Galileo Galilei, Newton und Einstein.
Schließlich wird die Quantenphysik in ihrer groben Idee vorgestellt und daraus Resultate gezogen, die das Leben, wie wir es kennen, in ein gänzlich neues Licht stellen. Christine und Frido Mann zeigen also auf, wie sich vor dem Hintergrund der Quantenphysik das Konzept der Materie, das Denken und der Glaube auf eine andere Weise bewerten lassen...

Obwohl der Inhalt thematisch eigentlich hochinteressant ist, konnte mich das Buch als solches nicht unbedingt fesseln. Es ist ein anspruchsvolles Sachbuch, welches nicht unbedingt als Einführung dient. Da natürlich einiges an Konzentration vom Leser gefordert ist, griff ich nicht häufig dazu, sodass mein Leseprozess sich leider lange hinzog und sich große Lücken auftaten. "Es werde Licht" konnte mich also nicht so sehr fesseln und faszinieren, wie ich es mir eigentlich erhofft hatte. Ich habe zwar einiges dazugelernt, doch um die Thematik voll auszuschöpfen reicht es eigentlich nicht, das Buch nebenbei zu lesen - man muss sich richtig einarbeiten. Vielleicht war es deshalb einfach meinerseits ein Fehlgriff.

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M

Rezension zu "Es werde Licht" von Frido Mann

Familiärer Ausflug in die Quantenphysik
michael_lehmann-papevor 2 Jahren

Familiärer Ausflug in die Quantenphysik

Man denkt zunächst, ein Tisch ist einfach ein Tisch. Ein festes Objekt, das vielleicht im Laufe der Jahre, so er aus Holz gefertigt ist, ein wenig die Farbe ändert, aber doch massiv.

Wenn man dann ausführlich in der Schule gelernt hat, weiß man (abstrakt mit dem Verstand), dass das beileibe kein „fester Block ist“, dieser Tisch, sondern sich herunterbrechen lässt auf einzelne Atome. Von denen man lange dachte, dies seien die kleinsten Teile des Universums. Atome, die sich in dauerhafter Form genau in dieser Konstellation „anziehen“ und damit als Gesamtes den Tisch ergeben.

Ist das schon gegen jede Haptik und nur abstrakt sich zu erschließen, sind die weiteren Erkenntnisse der Physik, dass Atome eben nicht die kleinsten möglichen Teile sind, sondern in diesen Positronen, Neutronen und einige andere Elementarteilchen ihr Wesen treiben dann schon fast an der Grenze der Vorstellbarkeit des „normalen Verstandes“.

Wenn dann noch die Quantenphysik hinzutritt mit ihrem Postulat der „immerwährenden Möglichkeiten“ und der „Gleichzeitigkeit“ von Dingen, die einander eigentlich ausschließen sollten und Werner Heisenberg, einer der Vordenker der Quantenphysik diese ganz Mikro-Welt tatsächlich auf der Ebene der „Informationen“ und damit der „geistigen Eben“ gesehen hat, dann kommt es tatsächlich zu einer Verschmelzung und Gleichheit von „Materie“ und „Geist“.

Frido, Enkel von Thomas Mann, Psychologe und seine Frau Christine, ebenfalls Psychologin (beide mit anderen geisteswissenschaftlichen Studiengängen noch versehen) sind in diesem Thema einerseits familiär vorbelastet (Christine Mann ist die Tochter Werner Heisenbergs) und andererseits als Denker grundlegend an der „Quelle des Lebens“, der „Herkunft des Seins“ interessiert.

Und gehen in diesem Buch gegen die rein materialistische Anschauung der Existenz, des Seins, des Universums an und folgen damit Werner Heisenberg, der eben nicht die Materie als Grundalge unserer Welt postuliert, sondern „dass unsere Materie letztlich aus Geistigem, aus wunderschönen mathematischen Strukturen besteht. Und damit kein „Dualismus“ zwischen Materie und Geist vorherrscht, sondern beides in eines fließt, Materie aus dem Geistigen hervorgeht und das Geistige durch die Materie beeinfluss wird.

Die Autoren gehen dabei zunächst chronologisch darstellend vor und zeichnen die Erkenntnisgeschichte der Physik komprimiert nach, bevor sie sich einer ausführlichen Erläuterung der Quantenphysik („Kopenhagener Deutung“, „Vielfalt von Möglichkeiten“, Nutzung und Perspektiven in Bezug auf die Quantenphysik) zuwenden.

Auch wenn die beiden Autoren dies in einfacher Weise versuchen, vorzulegen, eine einfache Lektüre ist dies bei Weitem nicht, der Abstraktionsgrad, dem Gegenstand der Erläuterungen geschuldet, ist schon gerade in diesem Teil des Buches sehr hoch.

Die Ableitungen aber sind überaus bedenkenswert, denn in der Auflösung der Gegensätze und der „Konkurrenz“ der Wissenschaftsfelder, in der inhärent starken Kritik an der zunehmend rein „materialistischen Ausrichtung“ der Menschheit, in ihren Einlassungen zum „Leben nach dem Tod“ (in dem Informationen nicht verloren gehen) und ihrem Verweis auf die nächste Entwicklungsstufe des Menschen zum „Homo Empathicus“ folgen beide strikt den Grundlagen der Quantenphysik, die, recht verstanden, ein ganz anders, neues Weltbild in die Mitte der Überlegungen stellt.

Das „Materie nicht aus Materie“ entstanden ist und im Kern auch nicht aus dieser besteht und damit klare Voraussagen nicht möglich sind („Unschärferelation“) wie auch der Stellenwert der „Information“, des Geistigen eben, nicht hoch genug angesetzt werden kann, hat der „weltlich geprägte“ Leser doch Mühe, zu folgen.

Auch wenn am Ende doch ein „esoterischer Nachgeschmack“ bleibt (den die beiden Manns in der Einleitung verwehren wollen) und auch wenn religiöse Aspekte (die eben ein „Nicht-Wissen“ beinhalten und damit Spekulation sind) einen immer stärkeren Anteil gerade im letzten Teil des Buches erhalten, interessant ist es einfach, die Quantenphysik aus philosophisch-psychologischer-religiöser Sicht erläutert zu bekommen und sich, zumindest einfach als Experiment, einmal auf die im Buch vorgelegte Gedankenwelt einzulassen. Die vieles an Selbstverständlichkeiten nicht nur physikalisch, sondern auch an Einstellung und Haltung nachdrücklich in Frage stellen,

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Frido Mann wurde am 31. Juli 1940 in Monterey (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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