Fridtjof Nansen In Nacht und Eis

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Inhaltsangabe zu „In Nacht und Eis“ von Fridtjof Nansen

In den Jahren 1895/96 unternimmt Fridtjof Nansen eine waghalsige Expedition zum Nordpol. Nach ein paar Monaten droht der Proviant auszugehen. Bei dem Versuch, einen Seehund zu harpunieren, kentert beinahe der Kajak, und die Jäger erleiden ein eiskaltes Bad. Jeden Abend schreibt Nansen seine Erlebnisse zitternd vor Kälte im Zelt sitzend auf – besessen von dem Gedanken, den Pol zu erreichen. Johannes Steck liest die Aufzeichnungen packend und mitreißend - eine Empfehlung nicht nur für Freunde klassischer Reiseberichte.

Etwas enttäuschend, da hier nur der erste Teil der Nordpolexpedition geschildert wird - das gleichnamige Buch schildert die ganze Reise...

— parden
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  • Nur das halbe Vergnügen...

    In Nacht und Eis

    parden

    02. October 2017 um 22:29

    NUR DAS HALBE VERGNÜGEN...Er war einer der ungewöhnlichsten Forschungsreisenden seiner Zeit, der sich nicht allein durch seine Entdeckungsfahrten einen Namen machte: Fridtjof Nansen ging als ruhmreicher Polarforscher, Zoologe, Philanthrop und internationaler Staatsmann in die Geschichte ein. Im Jahr 1893 brach er zu jener kühnen Expedition auf, die ihn über Nacht weit über die Grenzen seines Landes hinaus bekannt machen sollte: der Eroberung des Nordpols. Nansens Arktisexpedition dauerte mehr als drei Jahre, nach deren Ablauf der Norweger in die Heimat zurückkehrte, ohne den Nordpol je betreten zu haben. Das autobiographische Zeugnis dieser Unternehmung, das den Leser durch die Ehrlichkeit und den kompromisslosen Mut seines Verfassers besticht, dokumentiert die einzelnen Stationen der Exkursion auf packende, in ihrer Intensität schmerzlich ergreifenden Weise: die Verfehlung des Nordpols mit dem Schiff, Nansens Entschluss, das ewige Eis mit Hundeschlitten zu durchqueren und den Nordpol auf Schneeschuhen zu erreichen, der Abbruch der Expedition 450 Kilometer vor dem Ziel und der Rückweg zur Fram, der zum nackten Überlebenskampf gegen Eisbärattacken, Stürzen ins Meer und die unerbittliche arktische Kälte wird.Um es gleich vorwegzunehmen - dieses Hörbuch war nur das halbe Vergnügen. Denn im Gegensatz zur Printausgabe, der obiger Klappentext zugeordnet werden kann, beschränkt sich das gerade einmal 73minütige Hörbuch auf den Abschnitt der Reise, der im arktischen Sommer bewältigt wurde, also auf die Expedition per Schlitten und Kajak von der Fram bis zum späteren Winterlager. Der Abbruch der Expedition, der lange, unvorstellbar entbehrungsreiche Rückweg, das Überwintern in der Polarnacht und schließlich die Rückkehr in die Zivilisation fehlt hier leider vollkommen. Auch eine Fortsetzung des Hörbuchs scheint nicht in Sicht, und insofern ist dies in meinen Augen eine Mogelpackung.Trotz allem ist dieser historische Reisebericht, der auf der Grundlage von Tagebucheintragungen des späteren Friedensnobelpreisträgers Fridtjof Nansens entstand, durchaus faszinierend. Das ewige Weiß und die unsagbare Kälte sind ebenso greifbar wie die zahlreichen ständigen Kämpfe ums Weitermachen, wenn die Expedition immer wieder in Sackgassen aus unüberwindlichen Eisfeldern oder Wasserrinnen gelangt. Spannung kommt hier auch auf, da es zu gefährlichen Begegnungen mit Eisbären kommt, die Kajaks zu kentern drohen oder die Nahrungsmittel knapper werden. Durch den tagebuchartigen Charakter ist der Hörer mitten im Geschehen und nimmt vom sicheren Kaminplatz aus am Abenteuer teil. Der Sprecher Johannes Steck nimmt unaufdringlich Nansens Rolle als Erzähler ein und schildert dessen Erlebnisse nüchtern und authentisch, ohne der Gefahr der Monotonie zu verfallen. Bis auf den Abschnitt von Nansens Abgleich von erwarteter und tatsächlicher geografischer Position, der für mich ohne anschauliches Kartenmaterial in seiner wohl enormen Bedeutung nicht wirklich fassbar war, ist das Hörbuch durchaus kurzweilig, spannend und auch informativ. Der Kampf mit den Naturgewalten, die Dramatik des Geschehens werden hier gut vermittelt. Das Ende kommt dann allerdings überraschend und ärgerlich, wie oben bereits geschildert.Ein Reisebericht, der mich mit gemischten Gefühlen zurücklässt...© Parden

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