Friedemann Karig Wie wir lieben

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Inhaltsangabe zu „Wie wir lieben“ von Friedemann Karig

Ein neues Zeitalter der Liebe. Die Monogamie scheint am Ende, jede zweite Ehe wird geschieden. Brauchen wir ein neues Wort für Liebe? Friedemann Karig hat ein offenes und zärtliches Buch geschrieben über Menschen, die die Erfüllung in einer Liebe suchen, die anders ist und frei. Mit allem Schmerz. Mit allem Glück. Mit oder ohne Kinder. Mit oder ohne Happy End. Ein packendes Buch darüber, wie wir heute lieben wollen. »Friedemann Karig nimmt der Liebe ihre Schwere, ihre Bedrohung, ihre Konventionen. Mit zauberhaften Geschichten und klugen Kommentaren gibt er zurück, was uns genommen wurde: die Leichtigkeit.« Ronja von Rönne

Informativ und anregend. Ein gelungenes Sachbuch über Liebe, Eifersucht, Treue und Sex.

— ulrikerabe
ulrikerabe

Äußerst interessant, aber auch sehr informativ! Definitiv ein überraschendes Buch.. :)

— Nepomurks
Nepomurks

hat mir besser gefallen als gedacht.kein buch nur über polygamie, sondern über liebe und beziehungen an sich.

— ju_theTrue
ju_theTrue

Ein scharfzüngiges, provokantes und unkonventionelles Sachbuch über die polygame Beziehungsform, die die Monogamie nicht vom Thron stoßt.

— aspecialkate
aspecialkate

Kurzweilig, lehrreich und brandaktuell! Eine klare Leseempfehlung zum Thema Polyamorie.

— mermeoth
mermeoth

Schade, dass dieses Buch nicht schon vor dreißig Jahren geschrieben wurde. Und schade, dass ich es deshalb nicht damals schon lesen konnte.

— Claddy
Claddy

Edler Gedanke, schlechte Umsetzung. Leider stellenweise belehrend und unsachlich.

— erinrosewell
erinrosewell

Interessantes Sachbuch mit vielen Geschichten und wissenschaftlichen Studien

— JosBuecherblog
JosBuecherblog

Ein sehr gut recherchiertes Buch, das zum Nachdenken anregt und Toleranz und Offenheit fordert

— katrin297
katrin297

Friedemann Karig hat mich mit seinen Thesen nicht überzeugt.

— frenx1
frenx1

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  • Ein Buch über die Vielfalt der Liebe

    Wie wir lieben
    Nika89

    Nika89

    31. May 2017 um 17:42

    InhaltDas Buch beschäftigt sich mit verschiedenen Themen, rund um Sexualität und Beziehungen. Dabei liegt der Fokus vor allem auf dem Beziehungsmodell der "Monogamie". Der Autor schafft es mit Witz und Lockerheit dieses Thema zugänglich zu machen, selbst wenn man dieses Modell bisher für das einzig Wahre betrachtet hat. Mit einem Mix aus Zitaten von Forschern und anderen Autoren und Geschichten aus dem Leben, wird dem Leser eine vielleicht völlig unbekannte Weise der Beziehung vorgestellt.Ich selbst war der Polygamie nie abgeneigt und habe mich mit diesem Thema schon vorher auseinander gesetzt. Das Buch von Herrn Karig hat es nur nochmal bestätigt, was ich vorher schon als Argumente für die Polygamie kannte. Dabei werden nicht nur die rein biologischen und evolutionsbedingten Rahmen erörtert, sondern auch die von der Gesellschaft vorgegebenen.Friedemann Karig schafft es bei seinem Plädoyer immer wieder die Monogamie nicht als etwas Schlechtes darzustellen. Er zeigt lediglich auf, warum man die Polygamie nicht verteufeln sollte. Und das ganze auf eine sehr schöne Art und Weise.Einige Schwächen offenbaren sich erst später im Buch, da es gegen Ende mehr und mehr von Zitaten anderer Autoren überquillt. Wo sich am Anfang noch gut die Waage gehalten hat, wird gegen Ende ein wenig einseitig.Wirklich gut fand ich auch die Einblicke in die Beziehungen mancher Menschen. Dabei sind die Beziehungen vielseitig und überhaupt sehr spannend. Vor allem für jemanden wie mich, der immer monogam gelebt hat, aber polygam nie ausschließen würde.SchreibstilDer Autor schafft es das Sachbuch mit Witz und Lebensgeschichten aufzupeppen. Es liest sich nicht wie eine einfache Eröterung, sondern wird aufgelockert. Belege führt er direkt im Text mit ein und bezieht sich auch direkt darauf, ohne wirklich steif zu wirken. Gegen Ende - wie schon erwähnt - wurden die Zitate etwas zu viel, für meinen Geschmack. Die Beziehungsgeschichten fand ich sehr authentisch beschrieben. Die haben auch schon das Zeug zu einem Roman, wie ich finde.FazitGegen Ende hat mich das Buch etwas verloren und ich hatte das Gefühl, manche Sachen bereits vorher im Buch gelesen zu haben. Jedoch schafft es die Mischung in diesem Buch generell zu begeistern und ist deswegen eine Empfehlung wert. Schaut euch auch ruhig mal auf der Seite von Friedemann Karig um. Da gibt es noch mehr zu dem Thema!Für Fans von ...... polygamen Beziehungen und Interessierten.... Liebe und ihren verschiedenen Facetten.

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  • Was ist Treue wirklich?

    Wie wir lieben
    mermeoth

    mermeoth

    19. April 2017 um 20:20

    „Wie wir lieben“ ist ein sehr interessantes Buch über das zwangsläufige Scheitern der Monogamie. Mit vielen geschichtlich und wissenschaftlich belegten Hintergründen warum dies so ist, aus biologischer Sicht regelrecht so sein muss. Humorvoll liefert Friedemann Karig Beweise dafür, warum wir Menschen für diese Art der Beziehung nicht geschaffen sind. Unbestritten sind die wenigsten Paare auf Dauer mit ihrer gemeinsamen Sexualität zufrieden (geschweige denn glücklich), doch wie geht man im Fall des Falles mit so einer Situation um? Allzu oft bricht einer der Beteiligten irgendwann aus, und zwar heimlich. Lügt, betrügt und verletzt, sofern es rauskommt. Aber wie sieht die Alternative in Zeiten unbegrenzter Möglichkeiten aus? Gehen sogenannte offene Beziehungen auf Dauer gut? Sind diese Menschen soviel glücklicher als jene, die sich – zumindest offiziell – der Monogamie verschrieben haben und auf ewige Treue schwören? Karig hat für sein Buch einige solcher Paare interviewt und gewährt dem Leser auf diese Weise Einblick in gänzlich andere Lebensmodelle, und das völlig wertfrei. Interessanterweise läuft es aber auch in derartigen Partnerschaften nicht so rund, wie man nach all den vielen guten Gründen für die freie Liebe meinen möchte. Auch hier gibt es die großen und kleinen Probleme des Alltags, Eifersucht trotz aller guter Vorsätze, neue Lieben, die eigentlich so nicht geplant waren und letzten Endes schmerzhafte Trennungen, weil man sich auseinander gelebt hat. Führt sich dieser Lebensentwurf also direkt wieder ad absurdum, oder ist er vielleicht schlicht und einfach gar nicht so viel anders, als das allgemein akzeptierte Modell, nur eben ehrlicher? Denn was ist Treue wirklich? Der Autor beantwortet diese Frage folgendermaßen: „Treue bedeutet, einem Menschen gegenüber verlässlich zu sein. Ein Versprechen über einen langen Zeitraum zu halten. Sich so zu benehmen, wie man es angekündigt hat. Demjenigen, dem man treu ist, nicht mit abweichenden Verhalten zu hintergehen.“ Muss man dieses Wort ausschließlich mit sexuellen Handlungen in Verbindung bringen, oder kann man es auch umfassender betrachten und somit „entspannter“ mit diesem Thema umgehen? Lässt die Erziehung das überhaupt zu, oder wird diese Sicht in unseren Breiten niemals gesellschaftsfähig sein? So viele Argumente aber auch gegen ein dauerhaftes Funktionieren der Monogamie gebracht werden, hatte ich beim Lesen nie das Gefühl, man wollte mir die einzig wahre Form einer Beziehung, nämlich die Polyamorie, aufdrängen. Hier geht es vielmehr darum, dass jeder Mensch die Möglichkeit haben sollte, frei zu entscheiden, wie er sein Liebesleben gestalten möchte und mit wem, ohne dass ihm die Gesellschaft deswegen einen Stempel aufdrückt. Es geht nicht um die vermeintliche Lösung aller partnerschaftlichen Probleme (das dem nicht so ist zeigen die Beispiele ohnehin), sondern um das Erweitern des Blickwinkels, das Lockern starrer Regeln und die Option, das Beziehungsgefüge anzupassen, wenn sich die Bedürfnisse der jeweiligen Partner verändern, gerade um einen weiteren gemeinsamen Weg zu finden. Mich hat dieses Buch so manches Mal amüsiert, aber auch in vielerlei Hinsicht zum Nachdenken angeregt, es ist kurzweilig zu lesen und keines dieser trockenen Sachbücher, durch die man sich nur allzu oft mühsamst quält, von daher vergebe ich gerne fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung – es ist eine Bereicherung, wie auch immer man seine Beziehung letztlich selbst gestalten möchte.

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  • (K)ein Lobgesang auf die polygame Lebensform!

    Wie wir lieben
    aspecialkate

    aspecialkate

    19. April 2017 um 11:26

    Polygam zu l(i)eben ist ein brisantes Thema, das auf den ersten Blick etwas Geheimnisvolles, Abenteuerliches und Unbeschwertes in sich birgt. Polygamie ist ein Beziehungsmodell, das in unserer modernen Zeit leise an so manche Schlafzimmertür klopft und die Frage aufwirft, wie man selbst lieben möchte. In seinem Buch „Wie wir lieben – Vom Ende der Monogamie“ beschwört Friedemann Karig das Ende der Monogamie herauf und beleuchtet die Polygamie scharfsinnig mit all ihren Ecken und Kanten. Das eher unangepasste Sachbuch ist eine gelungene Kombination aus sachlich-fundierten, wissenschaftlich gestützten Recherchen über Liebe, Sex, Treue und Eifersucht und praxisbezogenen Einblicken in das Leben von Menschen, die polygam leben. Das menschliche, aber oftmals schmuddelig behandelte Thema Sex und Beziehung stellt Friedemann Karig gestochen scharfzüngig dar, untermalt es mit humorvollen Anekdoten, ohne dabei den sachlichen, ernsten Hintergrund aus den Augen zu verlieren. Die praktischen Beispiele sind informativ und spannend erzählt, denn sie vermitteln einen ehrlichen, offenen Einblick in das Beziehungsmodell Polygamie. Weiters zeigen sie auf, dass es trotz der unbegrenzten Möglichkeiten nicht diese Unbeschwertheit ausstrahlt, die man als monogam lebender Mensch zu erhoffen wagt. Das Buch gibt zwar genügend Denkanstöße für ein polygames Leben, verliert sich jedoch zu sehr darin und vergisst dabei auf das klassische Modell der Monogamie. Auch wenn manche dem Grundsatz folgen „Gegessen wird zuhause“, ermöglicht dieses Sachbuch einen Blick über den monogamen Tellerrand. Manchmal schleicht sich zwar das Gefühl ein, es würde ein Lobgesang für diese Liebesform angestimmt, jedoch sei es den Überzeugungen des Lesers selbst überlassen, ob die gelebte Monogamie ein Auslaufmodell unserer modernen Zeit ist. Ob diese Form der Beziehung wirklich glücklich macht, mag ich persönlich zu bezweifeln. Dem Autor ist es zwar gelungen, das Thema vielfältig, logisch nachvollziehbar und gut recherchiert aufzuarbeiten, jedoch haben die praktischen Einblicke ein sehr befremdliches Gefühl in mir hervorgerufen. Mit „Wie wir lieben – Vom Ende der Monogamie“ lässt Friedemann Karig hinter die Kulissen der Polygamie blicken, doch so ganz ist der Vorhang für mich nicht gefallen, denn was fehlt, ist die Gegenüberstellung zum klassischen, viel gelebten Beziehungsmodell Monogamie.

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  • Ein wichtiges, ein revolutionäres Buch

    Wie wir lieben
    Claddy

    Claddy

    09. April 2017 um 21:41

    „Die Liebe bleibt auch, oder vielleicht besonders dem ein Rätsel, der sie erforscht. … Man kann Liebe nicht können oder verstehen. Man kann nur versuchen, glücklich zu sein, glücklich zu lieben.“ Das schreibt Friedemann Karig im Epilog zu seinem Buch, in welchem er gründlich und klug über viele Aspekte polyamorer Beziehungen nachdenkt und Vergleiche zur tradierten Form des Zusammenlebens, der Monogamie, zieht. Dabei gelingt es ihm, ruhig und souverän ein ganzes Weltbild auf den Kopf zu stellen. Faszinierend ist nicht nur das Thema an sich, sondern auch der Schreibstil. Der Autor überzeugt als exzellenter Rhetoriker, der seine Thesen bestechend logisch untermauert, mit interessanten Zitaten anreichert und einer angenehmen Prise Humor würzt. Im Wechsel mit den sachlichen Hintergründen, die jeweils unter verschiedensten Aspekten wie soziologischen, biologischen, historischen oder politischen eingehend beleuchtet werden, kommen Menschen zu Wort, die über ihre Beziehungen sprechen. Gerade diese sehr offenen Erfahrungsberichte bewirken eine große Nähe und Authentizität.  Themen wie Sex, Liebe, Eifersucht, Treue und Freiheit werden durchleuchtet, die Begriffe definiert, erklärt, neu entdeckt. Das gelingt gleichermaßen behutsam wie radikal und ist geeignet, neue Einsichten zu eröffnen. Wer sich ohne Vorurteile auf diesen Lesestoff einlassen kann, wird nicht umhin kommen, Beweggründe für eine konventionelle Bindung sehr kritisch zu hinterfragen. Karig verspricht keineswegs Menschen, die diesen Weg der Polyamorie beschreiten oder ihn als Möglichkeit auszuloten versuchen, ein leichteres Leben. Aber er sieht darin die Chance auf ein glücklicheres. Als Grundvoraussetzung nennt er immer wieder die Bereitschaft zum Gespräch sowie den Willen, offen, ehrlich und sensibel miteinander umzugehen. Gelingen kann „… eine bewusste Liebe. Eine Liebe, die sich selbst in Frage stellt und dabei neue Antworten findet. Eine Liebe, die mehr will. Vielleicht sogar alles.“ Ein ebenso beunruhigendes wie ermutigendes Buch, das sicher den Leser ein Stück weit verändert und ihn nachdenklich entlässt.

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  • Durchwachsen

    Wie wir lieben
    JokersLaugh

    JokersLaugh

    08. April 2017 um 12:45

    Also erstmal: Ich kann und will die einzelnen Geschichten der Paare in diesem Buch nicht bewerten. Das sind einfach individuelle Erfahrungen und subjektive Meinungen, die natürlich nicht immer meinem Bild von Liebe, Ethik usw. entsprechen (und dies auch gar nicht sollen).Trotz meiner eigenen polygamen/polyamorösen Tendenzen, habe ich mehrfach den Kopf schütteln müssen - zu viele Seitensprünge und Lügen, während es bei mir immer um Ehrlichkeit, Respekt und einen offenen Umgang (alle Beteiligten müssen immer wissen, worauf sie sich einlassen) geht. Aber das müssen die Leute eben selber wissen. Interessant zu lesen waren die Geschichten jedenfalls und ich kann jedem nur empfehlen, mit einem offenem Herzen mal über den Tellerrand zu schauen.Kommen wir stattdessen zu den "Zwischensequenzen" und zum Autor bzw. dessen Schreibstil... und hier auch gleich zum ersten Punkt, der mir mal wieder richtig doll aufgefallen ist:Friedemann Karig wirft mit Studien und Experimenten nur so um sich - allerdings ohne einen einzigen anständigen Quellennachweis. In den meisten Fällen heißt es "Studien besagen" oder "mittlerweile ist bekannt" etc. Ab und zu werden Forscher mal namentlich erwähnt aber das war's dann auch schon. Vielleicht liegt es daran, dass ich vor nicht allzu langer Zeit Margarete Stokowskis wunderbares Buch Untenrum frei gelesen habe und diese einen riesigen Anhang mit all ihren Quellen und unzählige Fußnoten mit reingepackt hat. So etwas hätte ich hier auch gut gefunden. Aber Frauen stehen ja generell immer stärker in der Beweispflicht, wenn sie irgendetwas äußern. Den Schreibstil fand ich okay. Nicht überragend gut aber auch nicht grottenschlecht. Ein paar Kleinigkeiten haben mich immer mal wieder ein bisschen gestört, z.B. Zwischensätze in den Stories á la "ihre blauen Augen blitzen" - so was mochte ich noch nie, denn wie soll das denn bitte gehen? Würden bei meinem Gegenüber plötzlich die Augen blitzen, würde ich schreiend weglaufen. Irgendwie stelle ich mir da immer den Hypnotiseur aus Asterix erobert Rom vor. :DAber das ist halt auch wieder alles subjektiv und andere Leser mag das überhaupt nicht stören. So schlimm ist es ja nicht.Sehr viel mehr gestört haben mich die ganzen Verallgemeinerungen: Es gibt viel zu viel die Frauen™ und die Männer™ und so sind sie halt alle, ohne Ausnahme. So habe ich mich selbst z.B. überhaupt nicht wiedererkannt, wenn Karig mal wieder von den Frauen™ schreibt. So einigen Männern wird es da sicherlich ähnlich gehen. Leider führt das dann wahrscheinlich wieder zu einer Defensivhaltung der Monogamie-Verfechter, die ja allgemein schon sehr allergisch und ängstlich reagieren, wenn man nur erwähnt, dass man körperliche Treue für nicht so wichtig hält und eine etwas andere Auffassung von Liebe, als die Allgemeinheit hat. Den Titel "Wie wir lieben" finde ich übrigens etwas irreführend. Es sollte meiner Meinung nach "Wie wir Sex haben" heißen, denn genau darum geht es primär. Platonische (romantische) Liebe und Asexualität werden wenig bis gar nicht bedacht. Allerdings muss ich auch die positiven Dinge erwähnen: Den geschichtlichen Teil über beispielsweise Paarbeziehungen fand ich sehr interessant, das Thema Slut-Shaming und Unterdrückung der Frau (und ihrer Sexualität) wurde ausnahmsweise mal nicht totgeschwiegen und die unterschiedlichen Stories der Menschen waren wie bereits oben erwähnt wirklich lesenswert. Vor allem den letzten Abschnitt, der sich mit Kommentaren und Reaktionen auf eine der Geschichten, die bereits vorab veröffentlicht wurde, auseinander setzt, fand ich toll. Hier sieht man mal wieder wie ablehnend Menschen reagieren, wenn etwas aus der (eigenen) Norm fällt. Dass da (neben Beleidigungen) gerne mal aus der Ferne psychische Krankheiten diagnostiziert werden, ist genauso dumm wie erschreckend. Mein Fazit ist also eher durchwachsen. Ich kann Wie wir lieben weder empfehlen, noch davon abraten. Mein Schlusswort deshalb: Reinlesen und ein eigenes Bild machen.(Ach übrigens: Sex and the City mag unterhaltsam sein, repräsentiert aber nicht die Allgemeinheit der Frauen. Deswegen haben mich die ständigen Zitate aus dieser Serie auch eher genervt.)   

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  • "Wie wir lieben" von Friedemann Karig

    Wie wir lieben
    erinrosewell

    erinrosewell

    06. April 2017 um 22:59

    Autor: Friedemann KarigTitel: Wie wir liebenGattung: Sachbuch, ErfahrungsberichtErschienen: 2017Gelesene Ausgabe: Blumenbar, 2017ISBN: 978-3-351-05038-2Gelesen auf: DeutschGelesen im: Februar 2017   Zum Buch:Friedemann Karig ist eigentlich Journalist. Für die Zeit, die Süddeutsche, den Focus - große Namen, kleinere Texte. Nun erschien sein erstes Buch. Er tobt sich hier im Sachbuchgenre aus, zumindest fast und schreibt über Polyamorie.Eingeteilt in Kapitel über Liebe, Treue, Ehe, Sexualität oder Eifersucht erzählt er im munteren Journlistenton von wissenschaftlichen Erkenntnissen, seiner eigenen Meinung oder zitiert Philosophen, Sozialforscher oder auch mal einen vergangenen amerikanischen Präsidenten. Zwischendurch erzählen immer wieder polyamore Paare von ihrem Alltag und die Geschichten ihrer Liebe. Zwar hegt der Autor gleich am Anfang den Wunsch nicht belehrend zu sein, allerdings gelingt ihm das leider nicht. Die wissenschaftlichen Teile, sind leider genau eines nicht: wissenschaftlich. Die Literaturangaben sind ungenau, die persönliche Meinung wird vermischt, Statistiken werden aus dem Hut gezaubert - all dies macht es leider schwierig, die teils seriösen Erkenntnisse ernst zu nehmen. Oft generalisiert Karig und erklärt die Ehe generell als obsolet und unglücklich machend, die Monogamie als unnatürlich und die Eifersucht als erlernt. Das mag alles seinen wahren Kern machen, aber leider wird nur ungenau aufgedröselt wo dieser liegen soll.Umso netter sind die Textabschnitte, in denen die Geschichten polygamer Paare erzählt werden. Hier  ist der Tonfall einfühlsam und berührend und vermittelt dem Leser einen guten und realistischen Einblick in diese Liebesform. Insgesamt ein Buch das Toleranz zwar fordert aber selber nicht liefert.   Eine der LieblingsstellenZitat: "Allein sein ist inakzeptabel. Schließlich hat man ja heute alle Möglichkeiten. Wieso sie nicht nutzen? Es ist das Joghurtregal im Supermarkt: So viele Sorten! Nun liebe gefälligst eine!"[1] Stil und Sprache: Weder sachlich noch poetisch. Liest sich wie ein bento-Artikel.Zitat: "Für keine Sache hat der Mensch mehr Kühnheit und Raffinesse, mehr Schläue und Bosheit, mehr falsche Moral und Lüge investiert als für die Verdrängung des Eros. Für keine hat er schöne Kathedralen gebaut, tiefere Philosophien entworfen und grausamere Gesetze erlassen. Keine Sünde hat er brutaler, sadistischer, geiler und ausführlicher bestraft als die 'Sünden ' des Fleisches", schreibt Dieter Duhm."[2] Sachlichkeit und Neuigkeit der Informationen: Neuigkeit, ja, aktuelles Thema, aktuelle Erkenntnisse. Leider sachlich ungenau. Das hat mir gefallen: Der Versuch Toleranz zu schaffen und das Thema der breiten Masse zugänglich zu machen.Das hat mir nicht gefallen:  Die Unsachlichkeit. In One Sentence: Edler Gedanke, schlechte Umsetzung. Leider stellenweise belehrend und unsachlich.Sterne: 3 [1] S.154[2] S.78

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  • Sehr interessant, leider Schwächen in Arbeitsweise und Argumentation

    Wie wir lieben
    Eva-Maria_Obermann

    Eva-Maria_Obermann

    06. April 2017 um 17:01

    Als Rahmen für sein Werk greift der Autor auf Paul und Jelena zurück, deren Geschichte in einer Reportage erzählt wurde. Ihr Versuch einer offenen Beziehung wird begründet, in Etappen betrachtet, mit den Geschichten um andere Paare und ihre Lebensentwürfe erweitert. Dazwischen zeigt Karig Fakten, Zahlen, Daten. Er geht das biologische Prinzip von Partnerschaften an, lässt Studien sprechen, zeigt Probleme auf. Ein guter Ansatz, der wackelt, weil er vor allem eines will: provozieren. Karig stützt die These, dass die Monogamie am Ende wäre mit Untersuchungen zu Fremdgehen und sexueller Erregbarkeit. Die Biologie spreche für sich. Heterosexuelle Frauen würden beispielsweise durch pornografische Bilder erregt und würden es einfach nicht zugeben. Mehr sogar als heterosexuelle Männer. Was Karig hier absolut ausklammert ist die gesellschaftliche Einbettung der Frauen. Er behauptet, dass wenn eine Erregung messbar ist, sie auch tatsächlich so empfunden wird. Damit reiht er sich ein in all jene, die behaupten, Opfer von Vergewaltigung würde Lust empfinden, nur weil ihr Körper reagiere. Die Körper-Geist-Problematik aber wird in Wie wir lieben nie angesprochen. Wirklich nie. Und dabei will der Autor doch ausgerechnet behaupten, dass unsere Biologie konträr unserer gesellschaftlichen Normierung funktioniert. Statt dazwischen aber eine Verbindung aufzubauen, werden beide Felder getrennt. Natur oder Kultur, Baby, du kannst nicht beides haben, nicht beides sein. In weiten Abschnitten seines Buches reduziert er den Menschen zum reinen Triebwesen. Dabei wäre gerade eine Betrachtung der Verbindung hoch interessant und könnte Abhilfe schaffen. Warum ist der Mensch monogam geworden? Weil er sesshaft wurde. Aus ökonomischer Sicht, wenn man so will. Kulturen, die sesshaft sind, aber nicht monogam, werden nur am Rande erwähnt. Die ominösen Eingeborenenstämme, die immer hervorgeholt werden, wenn wir „an unsere Wurzeln zurück wollen“, dürfen mal wieder herhalten. Dass die Tatsache, dass diese Stämme, die ein anderes Verständnis von Familie haben, als wir, der Ursprungsthese von Monogamie als Begleiterscheinung der Sesshaftigkeit als Notwendigkeit widersprechen, kommt überhaupt nicht zu Sprache. Biegt Karig am Ende seine Argumentation auf sein Thema zurecht? Traurig, denn eigentlich nutzt er immer wieder gute Belege und baut die Struktur seiner Thesen gelungen auf. Diese Kinderkrankheiten nerven da nur und erwecken den Anschein, der Autor würde seinem eigenen Buch nicht trauen. Besonders schockiert war ich davon, welches Bild Karig von Beziehungen allgemein zeichnet. Wie dieses Buch behauptet, Seitensprünge wären die Regel, jede Beziehung aufgrund der sinkenden Erregung im Alltag zum Scheitern verurteilt. Da ist er wieder, der Mensch als Triebwesen. So fokussiert ist der Autor dabei, Beispiele von offenen Beziehungen zu zeigen, dass er gleich mehrere Dinge außer Acht lässt. Zum einen, dass Monogamie nie ein allumfassende gelebtes Prinzip war, sondern lediglich immer wieder als ein solches forciert wurde. Zum anderen, dass es auch immer wieder sehr viele Paare gibt, die gemeinsam alt werden und dabei nicht unglücklich. Gerade diese, die Beispiele einer gelungenen Zweierbeziehung, lässt Karig unerwähnt. Statt Lebensentwürfe zu zeigen, die auch funktionieren und unseren Horizont zu erweitern, grenzt er damit aus. Das ist unheimlich schade. Denn das Buch ist einem so lockeren, herrlich komischen Stil geschrieben, dass es mir großen Spaß gemacht hat, es zu lesen. Es war unheimlich interessant die Fakten kennenzulernen, die Karig nutzt. Denn auch wenn seine wissenschaftliche Arbeitsweise hier weder repräsentativ noch zureichend ist, wirft er interessante Fragen dabei auf. Das Denken um unsere Beziehungsstrukturen, ihre Gründe und Auswirkungen ist es, was mir dieses Buch immer wieder schmackhaft gemacht hat. Allein das Nachdenken darüber, warum viele von uns monogam leben, was Treue eigentlich bedeutet und was Toleranz in diesem Bereich heißt, war unheimlich spannend und lohnenswert. Wie wir lieben – Vom Ende der Monogamie ist ein wirklich interessantes Buch zu einem Thema, das mit unserer Gesellschaftsstruktur erschreckend elementar verbunden ist. Es hat leider einige Schwächen in der Arbeitsweise und Argumentation. Lesenswert fand ich für mich es trotzdem, da es meine eigenen Überlegungen angeregt hat.

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  • Eine Abwechslung von Geschichten und Studien

    Wie wir lieben
    JosBuecherblog

    JosBuecherblog

    05. April 2017 um 15:33

    Zuerst war ich etwas skeptisch, als ich dieses Buch von Lovelybooks zugeschickt bekommen habe. Dieses Buch war nämlich mein erstes richtiges Sachbuch.Natürlich lässt sich ein Sachbuch nicht so gut hintereinander weglesen, wie ein Roman. Das habe ich auch ziemlich schnell gemerkt, da ich eher schleppend voran kam. Allerdings war es sehr interessant, aber durch die viele wissenschaftlichen Fakten, konnte ich nur wenige Seiten am Stück lesen. Der Autor argumentiert sehr entschlossen und zerlegt auch öfter Aussagen aus anderen Sachbüchern. Dies hat mir eigentlich gut gefallen, doch manchmal wirkte es auch etwas zu aggressiv. Er folgt immer einem klaren Schema: Thema, These, Beispiel. Dadurch wurde seine Meinung deutlich und ich konnte es gut nachvollziehen, auch wenn er öfter nicht meiner Meinung war. Er spricht oft vom Ende der Monogamie und einer freien Liebe zu mehreren Partnern. Das ist nichts Ungewöhnliches in der heutigen Zeit und doch finde ich, dass es jedem selbst überlassen werden sollte. Wer sich allerdings noch nicht wirklich mit der Polygamie auseinander gesetzt hat, könnte mit diesem Buch ein paar Probleme bekommen, da es hier sehr häufig darum geht. Das Buch wechselt immer zwischen wissenschaftlichen Studien und Geschichten über spezielle Menschen. Das hat mir sehr gefallen, da es so nie langweilig wird. Außerdem geht es auch auf die heutige Zeit und ihre Methoden ein, wie zum Beispiel auf Dating-Plattformen, wie Tinder. Durch diese Geschichten wird das Buch locker und humorvoll, doch es bleibt trotzdem interessant und auch sehr wissenschaftlich. 

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  • Ist die Monogamie überholt ?

    Wie wir lieben
    AnnaMagareta

    AnnaMagareta

    04. April 2017 um 22:45

    Das Buch „Wie wir lieben – Vom Ende der Monogamie“    von Friedemann Karig ist ein dieses unkonventionelles und informatives Sachbuch über die Themen Liebe und Sex. Es handelt sich nicht um einen Ratgeber, der Autor regt vielmehr dazu an, Dinge zu überdenken und toleranter an andere Beziehungsformen heranzugehen. Dabei hat er eine Menge recherchiert und hinterlegt seine Thesen immer mit einer Menge Zitate aus verschiedensten Bereichen.  Neben diesen zum Teil sehr theoretischen Abschnitten gibt es immer wieder  Geschichten einzelner Paare, die anders leben als der Mainstream. Ihre kurze Vorstellungen und Ansichten gemischt mit den sachlichen Abschnitten finde ich sehr gelungen, da sich das Buch dadurch sehr angenehm und interessant lesen ließ.  Für mich gab es eine Menge Denkanstöße aber zum Teil weiß ich noch nicht so richtig, was ich damit machen werde. Es fehl mir fehlte die Alternative. Ich lese immer wieder aus diesem Buch heraus, dass Monogamie nicht funktioniert, dass wir irgendwann nach einer längeren Beziehung unglücklich werden, aufgrund der Routine und dass wir uns deswegen früher oder später nach etwas Neuem umschauen werden. Mit seinen Beispielen und Zitaten untermauert der Autor diese These und ging mir dabei zu wenig darauf ein, dass es eine Menge Paare gibt, die mit diesem klassischen Lebensmodell glücklich sind und sich dies auch nicht absprechen lassen möchten. Das Buch ist interessant und informativ, grenzt aber das klassische Lebens- bzw. Beziehungsmodell eher aus, öffnet dafür aber die Sichtweise und das Verständnis für Paare die polygam leben. Aber egal ob polygam oder monogam, Liebe ist kompliziert.

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  • Vom Ende der Monogamie: wie wir lieben

    Wie wir lieben
    Janinasmind

    Janinasmind

    04. April 2017 um 11:11

    'Wie wir lieben: Vom Ende der Monogamie' ist ein Sachbuch von Friedemann Karig über die Liebe, Sexualität und die verschiedenen Formen wie man diese beiden miteinander verbindet. COVER: Das Cover ist wunderschön, die Farben sind gut gewählt und sehr viel weniger grell und neon als es auf den Fotos den Anschein erweckt hat. Die Platzierungen des Titels und des Autoren sind perfekt, es ergibt ein schönes Gesamtbild. Auch die sonstige Aufmachung des Buches gefällt mir sehr; die Kapitelübersicht, die persönlichen Geschichten zwischen den sachlichen Abschnitten, dass jedes Sachkapitel mit einer Überschrift und einem passenden Zitat begonnen hat. Nach den ersten zwei Kapiteln habe ich angefangen mir Notizen zu machen, Zeilen zu markieren bzw. unterstreichen und Illustrationen hinzuzufügen, damit ich besser mit dem Buch arbeiten konnte bzw. damit mir das Lesen einfacher fiel bzw. das Informationen in mich aufnehmen und verinnerlichen. INHALT: In 'Wie wir lieben' werden etliche Themen rund um Liebe und Sex angesprochen. Die Sexualität in früherer Zeit, Sex als Sünde, Mythologie (Hera und Zeus), biblische Vorbilder (Adam und Eva & Lilith), Sex in Büchern (Feuchtgebiete, Generation Beziehungsunfähig), Filmen (Pretty Woman, The Lobster), Serien (Bachelor, Sex and the City) und im Internet (Tinder, Parship). Sex als Mittel zum Zweck, Eifersucht, Sex und Liebe im Zusammenhang mit Technologie etc etc etc. UMSETZUNG: Ich muss wohl damit anfangen zu sagen, dass ich Team #Pro-Tu-was-immer-du-willst-solange-du-damit-niemandem-schadest-bin. Ansonsten lässt sich sagen, dass ich bis jetzt in der Monogamie-Schublade einzuordnen bin, wobei ich nicht weiß, was eventuell ist, wenn ich 30 oder 35 Jahre alt bin. Grundsätzlich kam mir das Buch sehr wie aneinandergereihte Essays vor; was mich einerseits interessiert hat (der Zusammenhang zur heutigen Gesellschaft), hat mich gleichzeitig auch jedes Mal gestört, wenn schon wieder andere Schriftsteller im gleichen Bereich, Dichter und Philosophen zitiert wurden nur um darauf Bezug zu nehmen, was sie in irgendeinem ihrer Werke einmal gesagt haben. Der Schreibstil war größtenteils flüssig, obwohl es sich nach einer Weile langgezogen hat und vor Fachbegriffen und Zitaten nur so überquoll. Auch die Wortwahl war meiner Meinung nach relativ problematisch - oder besser gesagt: nicht optimal ausgedrückt. So kam es zum Beispiel, dass es desöfteren so klang, als würde er die Polygamie über die Monogamie stellen und nicht beide gleichrangig ansehen, obwohl er zwischenzeitlich explizit sagt, dass es um eine Gleichstellung der beiden Formen geht, nicht um die Erniedrigung der einen und Verherrlichung der anderen. Trotzdem hat es so gewirkt. Auch Wiederholungen oder das Verallgemeinern seiner Aussagen hat mich zwischenzeitlich gestört. Während des Lesens habe ich immer wieder daran gedacht, wie das Buch meiner Meinung nach 'Vom Ende der Monogamie: wie wir lieben' heißen sollte anstatt 'Wie wir lieben: vom Ende der Monogamie', da das Augenmerk erst ab über der Hälfte des Buches wirklich auf die Liebe gerichtet wird und selbst dann immer noch der Hauptfokus auf dem Beziehungsmodell Polygamie liegt. Alles in allem ist WIE WIR LIEBEN etwas in die Länge gezogen. Ich habe mich nach den ersten 170 Seiten etwas schwergetan, weil ich auf den Abschluss gewartet habe. Die Grundmessage: 'tu, was du willst und lass andere tun, was sie wollen' oder auch: 'jeder definiert Liebe anders, ob polygam oder monogam - Hauptsache glücklich mit der Entscheidung' ist oft nicht wirklich für mich herüber gekommen, obwohl ich mir sicher bin, dass der Autor das eigentlich ausdrücken wollte. Sein Ausschweifen hat oft dazu geführt, dass ich drüber nachdenken musste, was jetzt sein Standpunkt ist bzw. was er jetzt eigentlich mit diesem Zitat + Zitat + Argument aussagen wollte. Manchmal ist weniger mehr. FAZIT: Pro-Monogamie, Pro-Polygamie, Pro-Liebe, Pro-Sex. Das ist mein Standpunkt und war er auch vor dem Buch. Jetzt weiß ich nur sehr viel mehr über die Geschichte von Sex und warum wir Eifersucht empfinden. "Was uns schwer fällt, ist nicht die Liebe. Was uns schwer fällt, ist das alltägliche Leben."

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  • Die Widersprüche der modernen Liebe

    Wie wir lieben
    katrin297

    katrin297

    01. April 2017 um 19:15

    Das Buch " Wie wir lieben / Vom Ende der Monogamie", von Friedemann Karig, handelt von der modernen Liebe und alles was sie mit sich trägt.Das Buch fängt mit einer Geschichte an von einem Paar, die die offene Beziehung versucht haben. Es gibt mehrere unterschiedliche Geschichten und Eindrücke von Paaren, die versucht haben offen zu sein und ihre Sexualität auszuleben. Diese Geshcichten aus dem wahrem Leben frischen das Buch auf und verdeutlichen wie kompex und kompliziert die Liebe ist. Jedes Paar und jeder Mensch geht mit Liebe anders um, jeder definiert Liebe anders, denn schließlich wollen nicht alle das Gleiche. Eifersucht, Treue, Offenheit und Ehrlichkeit spielen eine große Rolle und werden in diesem Buch ausführlich beschrieben. Mit Hilfe der Geschichte der Sexualität versucht der Auor dem Leser zu zeigen, dass die Monogamie ein Konzept ist, dass von der Gesellschaft erstellt wurde, ob es gut oder schlecht ist soll jeder für sich entscheiden.Der Autor, Friedemann Karig, hat erstaunlich gut recherchiert und liefert viele Zitate und Belege, die für oder gegen die Monogamie sprechen, ob aus Büchern, Liedern, Filmen oder Serien. Jedoch wird es hier und da etwas zu theoretisch, von daher wäre manchmal vielleicht weniger mehr.Dieses Buch ist kein Ratgeber, regt aber den Leser an anders zu denken, Dinge zu überdenken, tolerante zu werden und offener zu sein. Liebe ist und bleibt kompliziert ob polygam oder monogam.

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  • Plädoyer für das Ende der Monogamie

    Wie wir lieben
    frenx1

    frenx1

    30. March 2017 um 15:45

    Friedemann Karigs Sachbuch ist ein Plädoyer. Ein Plädoyer für mehr Ehrlichkeit und für mehr Offenheit in den Beziehungen, die wir leben. Und so wird der Buchtitel „Wie wir leben. Vom Ende der Monogamie“ dem Charakter des Buches nicht gerecht. Es ist kein Buch, in dem ausschließlich über die Liebe und ihre Verwirklichung als Beziehung gesprochen wird. Es ist kein Kinsey Report über das Sexualverhalten der Deutschen. Wenn Karig den Umgang mit Sexualität in unserer Zeit beschreibt, tut er dies mit klarer Absicht: er will auf etwas aufmerksam machen, er will etwas verändern. Eine Streitschrift, ein Plädoyer ist es also. Wofür, wogegen? Zunächst einmal sieht Karig die Ehe als Auslaufmodell. Ja, es gibt Stellen in dem Buch, in denen eine monogame Ehe nicht abgelehnt wird. Viele sind es freilich nicht. Zu sehr ist Karig damit beschäftigt, die sexuelle Unterdrückung, die es seit Jahrtausenden gebe, aufzuzeigen und anzukreiden. Denn Monogamie ist quasi automatisch mit Unterdrückung gleichzusetzen. Sie bewirke sexuelle Unzufriedenheit, der Beziehungskiller Nummer 1, entspreche nicht dem, was die Natur von uns will. Denn Fremdes, sagt Karig, ist immer attraktiver als Altbekanntes. Wer dies nicht wahrhaben will, lasse sich von seinen Ängsten, nicht von seinen Wünschen leiten. So plädiert Karig im letzten Teil seines Buches für Ehrlichkeit und Offenheit in Beziehungen, wie auch für eine größere Akzeptanz von „ungewöhnlichen“ Beziehungen, wie etwa polygamen. „Wir sollten sexuelle Pragmatiker werden. Und unser Glück maximieren“, fordert Karig. Wie schwierig dies ist, zeigen die Geschichten einzelner Paare und Beziehungen, die der Autor beschreibt (größtenteils entstammen sie Artikeln des Autors im SZ-Magazin). Konfliktfrei sind diese Beziehungsmodelle genauso wenig wie die Ehe. Glück ist und bleibt ein schwer zu haltendes Gut. Oder um es mit Marie zu sagen:  „Verlieben, Lieben, Entlieben. So geht das ständig. Unter allen Umständen.“ Mit Karigs Buch habe ich mich etwas schwer getan. Vor allem, weil ich mit seinem extrem kritischen Blick auf die Ehe nichts anfangen kann. Natürlich lässt es sich kritisieren, wenn die Ehe zum Zwang wird, wenn Beziehungsformen neben der Ehe nicht existieren dürfen. Aber warum es einfacher sein soll, zu dritt eine lebbare Beziehung aufzubauen als zu zweit – es leuchtet mir nicht ein. Was Karig als „Mogel-Monogamie“ oder als „serielle Monogamie“ bezeichnet – „die lauwarme Badewanne an Kompromissen und gepflegter Langeweile“ – es ist und bleibt die Form der Beziehung, die vielleicht nicht am meisten Glück, aber dennoch am meisten Geborgenheit und Zufriedenheit verheißt. Karig, so scheint mir, denkt in der Zweierbeziehung immer auch das Ideal der Treue mit, an dem wir nach Karig scheitern müssen. Bei Karig liegt meines Erachtens aber der Denkfehler darin, dass er dieses Scheitern so kategorial auffasst, dass dagegen die zugefügten Schmerzen in einer anderen Beziehung fast schon belanglos erscheinen. Das Buch liest sich streckenweise sehr flüssig, aber dennoch gelehrt; anderes hingegen wiederholt sich immer wieder und die eingefügten Geschichten fand ich nicht immer weiterführend. Insgesamt ist Karig ein Meister im Zitieren. Hier wird etwas angefügt, da wird ein Zitat eingefügt, dort etwas belegt – an manchen Stellen braucht es etwas Zeit, um sich klar zu werden, was nun Karigs Position ist und was er nur zitiert.

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  • Monogamie die einzige Lebensform?

    Wie wir lieben
    RebekkaT

    RebekkaT

    29. March 2017 um 12:48

    "Wie wir lieben" von Friedmann Karig oder "warum Monogam leben?" Karig hat hier mehr als ein reines Sachbuch geschrieben. Anhand von echten Menschen, die "anders lieben und leben", zeigt er, wie es gehen kann. Die Grundbotschaft für mich ist, das "anders sein" der Anderen zu akzeptieren und eben nicht gleich zu verurteilen, schlecht zu reden oder schlimmeres, sondern sich einfach mal damit auseinander setzten.Cover: Drei Personen im Kreis, das passt, ich hätte mir aber durchaus auch andere Cover vorstellen können. Schreibstil: Die Sachbuchinhalte werden sehr gut aufgelockert, schwierige Situationen leicht verständlich erklärt oder eben ganz anders nahe gebracht, auf Ängste wird eingegangen. In sechs Kapiteln (im Buch stehen 7, aber die 6 wurde wohl vergessen) werden die Ehe, die ewige Liebe und deren Entstehung, deren Mythos beschrieben - wie wurden wir zu dem, was wir sind, warum ist das so schwer und warum ist da immer das Gefühl, mehr haben zu wollen, zu verpassen, andere Haut zu spüren. Das Buch beginnt gleich mit dem Kennenlernen von Paul und Jelena, die im Buch immer wieder zu Wort kommen und die "anders leben". Sie haben sich und auch andere Menschen in ihr Leben gelassen. Wieviel jemand "erträgt", weiß man erst, wenn man es ausprobiert - nur trauen sich das die wenigsten: ausprobieren und offen und ehrlich über ein mehr in der Beziehung zu reden, immer aus Angst, wie man vor dem Partner dann dasteht ... nur denken das heutzutage auch immer mehr Frauen, denn die gehen in Wirklichkeit fast genauso oft fremd wie Männer. Niemand soll mit dem Buch missioniert werden, niemand wird gezwungen, frei zu leben und Karig zieht auch nicht über die Monogamie her! Er regt zum langen Nachdenken und vielleicht auch Umdenken an, denn heute kann man vieles teilen, das macht Spaß, bringt jedem Freude und ist besser, als immer gleich alles wegzuschmeißen, nur weil eine Seite enttäuscht wurde!

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  • Leider eine Enttäuschung!

    Wie wir lieben
    Herbstmädchen

    Herbstmädchen

    26. March 2017 um 16:46

    Friedemann Karig schrieb mit “Wie wir Lieben - Vom Ende der Monogamie”, erschienen im Blümenbar-Verlag ein Sachbuch. Das Buch ist im Hardcover und hat 303 Seiten. Preis: 20€, Erscheinungsjahr: 2017In “Wie wir Lieben - Vom Ende der Monogamie” geht es, wie der Titel schon verrät um offene Beziehungen. Gedacht ist das Buch wohl für Menschen, die da sehr offen sind, vielleicht nicht abgeneigt von einer offenen Beziehung. Ich hatte allerdings das Gefühl, als würde der Autor mir klar machen wollen, warum nur offene Beziehungen funktionieren können, auch wenn er das sicherlich nicht beabsichtigt hat, bringt das für mich aber genau so rüber. Das Sachbuch besteht teils aus für mich zu langezogenen und immer wiederholenden Sachtexten, beinhaltet aber auch immer wieder zwischen den einzelnen Abschnitten wahre Geschichten von Personen, die über ihre offenen Beziehungen reden. Das fand ich auch am interessantesten. Mir haben diese Geschichten einfach doch ein Stück gezeigt, dass die Monogamie doch noch nicht am Ende ist. Viele Paare wirkten auf mich nicht wirklich glücklich und nicht sehr zufrieden sondern an versteckten Stellen hat man schon rauslesen können, dass hier und da doch Eifersucht vorhanden war, dass gewisse Dinge wehtaten und das alle Paare nicht gern mit dem Partner über den Sex, den sie mit anderen hatten sprachen. Teilweise hatten viele Paare auch ein schlechtes Gewissen, obwohl es ja in Ordnung und so abgemacht war. Friedemann Karig beschönigte es meiner Meinung nach schon sehr. Fasste zum größten Teil auch einfach Texte aus anderen Büchern und Artikeln zusammen, die er in seinen eigenen Worten umschrieb. Hier und da ein Textauszug, gut und schön, macht ein Sachbuch vielleicht auch aus, aber nicht über die ganzen 303 Seiten. Ein Buch, was mich lange beansprucht hat, zwei Sterne von mir, für die wirklich gelungenen Geschichten der Paare. 

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  • #jungwildblumenbar mit "Wie wir lieben" von Friedemann Karig

    Wie wir lieben
    TanjaMaFi

    TanjaMaFi

    Ein neues Zeitalter der Liebe? Was bedeutet Liebe heute? Sind etablierte Beziehungsmodelle noch zeitgemäß und nützlich? Oder brauchen wir neue Definitionen, die offener und freier sind, die sich dem Geist der Zeit anpassen? "Wie wir lieben" erzählt Geschichten von Menschen, die sich nicht an Konventionen binden und voran gehen auf einem Weg, zu einem neuen Verständnis von Liebe. Habt ihr Lust mit Friedemann Karigs Buch "Wie wir lieben" anders denkende Menschen kennzulernen und ein packendes Buch über die Liebe zu lesen? Dann macht gleich mit bei unserer Leserunde – dem Auftakt zu #jungwildblumenbar ! Mehr zum Inhalt Ein neues Zeitalter der Liebe. Die Monogamie ist ein Desaster. Jede zweite Ehe in Deutschland wird geschieden, Tendenz steigend. Monogamer Alltag: lügen, betrügen, verletzen, verlassen. Wie wollen wir also heute lieben, in einer Zeit, in der alles erlaubt ist? In der Liebe kein politisches Projekt und kein Zufall mehr ist, sondern Labor individueller Glücksforschung zu sein scheint? Friedemann Karig hat ein offenes und zärtliches Buch geschrieben über Menschen, die die Erfüllung in einer Liebe suchen, die anders ist und frei. Mit allem Schmerz. Mit allem Glück. Mit oder ohne Kinder. Mit oder ohne Happy End. Die Liebe in Zeiten unbegrenzter Möglichkeiten scheint theoretisch wohl untersucht. Doch was machen die Menschen da draußen wirklich?  Mehr zum Autor Friedemann Karig wurde 1982 bei Freiburg geboren und wuchs im Schwarzwald auf. Er studierte unter anderem Medienwissenschaften, Soziologie, Politik und VWL in Passau und Köln. Karig veröffentlichte für die Süddeutsche Zeitung, das SZ-Magazin, die ZEIT, Focus, Deutschlandfunk und viele mehr. Außerdem hält er Vorträge, konzentriert sich jedoch aufs Lesen, Schreiben und Reden. Heute lebt er in Berlin und München. Gemeinsam mit dem Blumenbar Verlag verlosen wir 25 Exemplare von "Wie wir lieben" . Bewerbt euch für dieses einfühlsam-packende Buch bis zum 22.02.2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und beantwortet folgende Frage: Friedemann Karig geht auf Menschen zu, die sich mit dem Begriff Liebe auseinander setzen. Was bedeutet Liebe für euch im 21. Jahrhundert? Ich drücke euch die Daumen! Noch mehr #jungwildblumenbar! Weitere Titel aus dem Blumenbar und dem Aufbau Verlag findet ihr auch auf unserer Aktionsseite zu #jungwildblumenbar. Schaut doch mal vorbei!  * Bitte beachtet auch unsere Richtlinien zur Teilnahme an Leserunden und Buchverlosungen.

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