Friederike Haerter

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Lebenslauf

Friederike Haerter, 1989 geboren in Schwedt/Oder, lebt in Paris. Sie studierte Romanistik, Germanistik und Interkulturelle Kommunikation u.a. in Rostock, Aix-en-Provence und Saarbrücken. Ihre Gedichte erschienen in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien, zuletzt im Jahrbuch der Lyrik 2022. Sie war Preisträgerin beim Jungen Literaturforum Hessen-Thüringen 2015 und gewann den Jurypreis für Lyrik beim poetbewegt-Wettbewerb für junge Literatur 2016. Für die Arbeit an ihrem Debüt wurde sie mit dem Künstlerstipendium des Landes Mecklenburg-Vorpommern gefördert.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Friederike Haerter

Cover des Buches Im Zugwind flüchtender Tage (Mitlesebuch 149) (ISBN: 9783946574262)
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Rezension zu "Im Zugwind flüchtender Tage (Mitlesebuch 149)" von Friederike Haerter

Co_Winterstein
Im Zugwind flüchtender Tage

Die Gedichte in Friederike Haerters Debüt "Im Zugwind flüchtender Tage" handeln von den Kindertagen in der Uckermark, dem Pausenspiel in der Schule, dem Verlassen des Elternhauses und der Landflucht der Jugend. Sie schreibt über die Natur, das Vergehen im Herbst, über Buche und Kastanie, über Wespen und den Wind, der aus dem Zug aussteigt und über Schwangerschaft. Besonders schön fand ich auch:

am Ende des Jahres


hungert die Erde

die Mägen sind leer

und es knurrt und es knarrt

in den Stämmen


die Seen verzehrn sich

das Eis hält sie dicht

sie ringen um Himmel

und spiegeln ihn nicht


(S.43)

Die Autorin berichtet im Nachwort, dass viele ihrer Gedichte einen offenen biographischen Bezug haben. Obwohl konkrete Dinge wie eine Glasscherbe Haerter oft Anlass zum Schreiben geben, interessiert sie nicht die realistische Abbildung, sondern vielmehr „... wie die Erinnerung Dinge und Szenen fortlaufend verwandelt. Beim Nachspüren von Erinnerungen entfesselt sich ein schöpferischer Prozess des Assoziierens, bei dem sich das ursprüngliche Motiv mit fiktiven und intertextuellen Elementen anreichert, verändert (S 69)."

Eine Leichtigkeit liegt in ihrer Sprache, die doch virtous und verdichtet ist, dabei wechseln sich nicht reimende und reimende Verse ab. Bin sehr beeindruckt. 

Schon der dritte Gedichtband, den ich aus dem Aphaia Verlag gelesen habe und der in wunderschöner Aufmachung und mit großartigen Texten daherkommt! 

Leseempfehlung besonders für Naturlyrik-Liebende und Traklfans!

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