Friederike Mayröcker études

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Inhaltsangabe zu „études“ von Friederike Mayröcker

Etüden nennt Friederike Mayröcker ihre prosaischen Gedichte und lyrischen Prosastücke, Studien also, »Fetzchen« auch, wie sie sagt, splitternd, brüchig und aufs höchste konzentriert, die Sprache zugespitzt aufs Wesentliche allein, der Entgrenzung von Raum und Zeit, der Transposition des gelebten Augenblicks in ein ewiges Hier und Jetzt. Allesamt sind es Variationen auf die Vergänglichkeit des Irdischen – ein Motiv, das längst zum beherrschenden im sich unaufhörlich radikalisierenden Alterswerk der Wiener »poeta magica« geworden ist. Übung für Übung wird der Skandal der Endlichkeit des Lebens einem unwiderstehlichen Verwandlungszauber unterzogen, der das beschwerlich Profane in der Losgelöstheit der Poesie zum Verschwinden bringt. Friederike Mayröckers Etüden sind Texte in betörendem Moll, melancholisch, verletzlich, aber voll des Lebens und prall der Abwehr des Todes: »NEIN keinen Tod keine Wandlung kein Verderben kein Hinscheiden kein Abschied kein unisono«. Kompromisslos einzig dem Schreiben verpflichtet zeigt sich die große Dichterin, von unüberbietbarer sprachlicher Kühnheit ist ihre Poesie.
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    études

    Alira

    >>habe fast den ganzen Tag mit / BUBI im Garten verschwelgt und / finden Blume und Blindschleiche, / feierlich in Dickicht Distelhain /......<< (12.1.12) Vielleicht bin ich ein Banause, aber obiges Gedicht(?) könnte von der Satzkonstruktion her genauso gut von Meister Yoda sein... Gleichzeitig rezensiert DIE ZEIT mit ihrer pingeligen Kolumne “Fehlerlesen” (http://www.zeit.de/serie/fehlerlesen): »Friederike Mayröcker verzaubert, weil sie Sprache und Leben verbindet.« Frage an den Suhrkamp Verlag: Sind Ihnen die “ß” knapp geworden, oder warum sonst wird stattdessen immer “sz” geschrieben? Optisch ist das Buch – zumindest von außen - sehr schön. Drinnen, im Text, sind dann (neben krakeligen Zeichnungen) immer wieder einzelne Wörter unterstrichen, und das kann ich überhaupt nicht leiden ... Dem geschenkten Gaul (Christkind) soll man ja nicht ins Maul schauen, aber zu diesem Buch drängt sich mir leider nur die Metapher “Des Kaisers neue Kleider” auf. PS: Die Rezension zu "cahier" erspare ich mir und meinen Lesern. PPS: Brief an das Christkind: Der letzte Teil dieser Trilogie muss aber nicht unbedingt sein. ;)

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    Arun

    29. December 2014 um 22:45
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