Friederike Mayröcker Und ich schüttelte einen Liebling

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Inhaltsangabe zu „Und ich schüttelte einen Liebling“ von Friederike Mayröcker

Friederike Mayröcker hat nach dem Tod ihres Schreib- und Lebensgefährten Ernst Jandl Erinnerungen und Träume, Gespräche und Zitate, Eindrücke und Beobachtungen auf Notizzetteln gesammelt, hat ihren Text geschüttelt und den fruchtbaren Augenblick abgepaßt, da Schreiben und Ernten in eins und die Wörter und Sätze wie reife Früchte zu Papier fallen. Entstanden ist eine poetische »Ausschweifung des Gedächtnisses«, die noch die armseligsten und vergänglichsten Dinge in »Magie Partikelchen« verwandelt und sie so bewahrt: »herzhermetisch« geborgen im Innern der Sprache. Und ich schüttelte einen Liebling ist ein bewegendes Buch über die Kraft der Trauer, der Liebe und der Dichtung: Abschied und Wiederkunft in einem.

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  • Friederike Mayröcker | UND ICH SCHÜTTELTE EINEN LIEBLING

    Und ich schüttelte einen Liebling

    Bookster_HRO

    26. September 2017 um 14:28

    So, nun habe ich das Buch relativ schnell ausgelesen, weil ich gestern viel Zeit hatte, denn eigentlich wollte ich in eine Ausstellung historischer Karten Mecklenburgs in einem Museum unserer Stadt, aber die haben montags geschlossen, also bin ich ziemlich früh in ein Gasthaus, das ich gerne zum Lesen aufsuche, aber das hatte wegen Umbau ebenfalls geschlossen, also stromerte ich durch die Altstadt und fand ein paar Straszen weiter ein gemütliches Café, in das ich mich setzte, mir einen Milchkaffee und später ein Bier zu bestellen, was ich beim ersten Schluck schon bereute, weil es furchtbar schmeckte, weil es alkoholfrei war, weil ich dieses Jahr die Fastenzeit über ohne Alkohol auskommen möchte, was erstaunlich schwierig ist und ich jetzt erst merke, wie viel ich eigentlich so trinke, jedenfalls zog ich Mayröckers »Und ich schüttelte einen Liebling« aus der Tasche und masz die verbleibenden Seiten (einhundertzwanzig) und schaute auf die Uhr und errechnete, dasz ich das Buch schaffen könnte, wenn ich mich ranhielte, und nach kurzer Zeit war ich wie im Rausch und flog über die Seiten, denn Mayröckers Schreibe zog mich in ihren Bann, obwohl die erste Hälfte arge Schwierigkeiten mit dem Text hatte, aber wie das eben manchmal so ist : da stimmt der Ort die Zeit die Atmosphäre und dann platzt der Knoten und man taucht in eine Welt, die einem vorher verschlossen war, obwohl ich jetzt nach der Lektüre nicht wirklich weisz, worum es eigentlich ging, denn eine richtige Story wird hier nicht vermittelt, eher eine Ansammlung von Gedankenschnipseln die Mayröcker nach dem Tode ihres Gatten EJ (Ernst Jandl) zusammengesammelt und zu einem langen, mäandernden Text zusammengesetzt hat, mit ganz eigener Orthographie, zum Beispiel das ß immer als sz zu schreiben, so dasz Sätze entstehen wie : »[…] und ich sah wie jemand in der Straszenbahn von einem groszen Apfel abbisz.«, was nicht immer leicht zu lesen ist, aber im tranceartigen Lesetunnel kaum noch ins Gewicht fällt, oder alleinstehende Doppelpunkte oder das Wiederholen einzelner Sentenzen, weil das Bier furchtbar war, weil es alkoholfrei war, oder Zeitsprünge innerhalb weniger Zeilen von mehreren Jahrzehnten, was aber alles im Tunnel einen literarischen Sinn ergibt, denn ich denke, dasz man dieses Buch nur in einem solchen Zustand lesen kann, in einem Fluss einem Ritt einem Rausch liest man wie Mayröcker denkt, fast ein joycescher Bewusstseinsstrom, aber nur fast, denn zwischen allen Gedanken Fetzen Erinnerungen erkennt man immer noch eine Richtung ein Ziel einen Erzähler, der mir etwas, ja was eigentlich? vermitteln will, und am Ende weisz ich gar nicht, finde ich das alles nun gut oder schlecht, komme ich da mit oder fehlen mir ein paar Hirnwindungen, muss ich nun einen Stern vergeben, weil mich das Erzählte gar nicht juckt, oder fünf Sterne, weil mich der Schreibstil so übermannt hat, oder gebe ich drei Sterne als Mittelwert, was ich zu wenig finde, aber vier drückt es auch nicht aus, verbleibe ich dieses eine Mal ausnahmsweise bei einer Enthaltung, weil ich denke, dasz dieser Text, zumindest für mich, unbewertbar ist, also klappte ich das Buch wieder zu und zahlte die Rechnung und trat aus dem Café »und es florte um mich herum und ich schüttelte einen Liebling«… (Keine Sterne darf ich hier nicht vergeben, bleibt's bei neutralen drei.) *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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  • Rezension zu "Und ich schüttelte einen Liebling" von Friederike Mayröcker

    Und ich schüttelte einen Liebling

    giulianna

    31. May 2009 um 09:40

    Vorab: dies ist mein erstes Buch von Frau Mayröcker. als unbedarfter Leser wird man zuerst einmal von der Sprache erschlagen. sie ist rastlos, poetisch, atemlos, schwer zu beschreiben, frei von Regeln der Punktierung und Kommasetzung, befindet sich irgendwo außerhalb der konventionellen Orthographie und zieht einen damit in einen Sog. man muss sich fallen lassen in die Gedanken der Autorin um mit dem Text etwas anfangen zu können. es geht weniger um einen Plot, vielmehr um Notizen, Fragmente, den Alltag, Aufzählungen, Wiederholungen, Wortschöpfungen. vor allem bedarf es des richtigen Moments um dieses Buch lieben zu können. an manchen Tagen wird einem dieser Stil leicht zu viel. dann reißt er einen nicht mit, sondern scheint einen auszuschließen. deshalb brauchte ich auch zwei Anläufe um mich in dem Gedankenstrudel fallen lassen zu können, um von den Worten absorbiert werden zu können, der Atemlosigkeit, den Gedankensprüngen. ja, man wird beinahe geschüttelt, so wie der Liebling im Titel. man muss sich nur schütteln lassen.

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  • Rezension zu "Und ich schüttelte einen Liebling" von Friederike Mayröcker

    Und ich schüttelte einen Liebling

    Wolkenatlas

    30. December 2008 um 19:22

    "Und ich schüttelte einen Liebling"... Friedericke Mayröcker hat mit "Und ich schüttelte einen Liebling" ein wunderbares Buch über die Liebe geschrieben, ein zärtlicher Nachruf auf ihren Lebensgefährten Ernst Jandl, ein sehr intimes Requiem. Prosa, die einen ganz magischen Sog hat. Prosa, die einen ganz eigenen Sprachrhythmus hat. Immer wiederkehrende Einschübe, wie ...und ich schüttelte einen Liebling... werden in jeweils neuem Kontext gesetzt und gewinnen durch diese neue Beleuchtung eine besondere, fast leitmotivartige Funktion. Friedericke Mayröcker erzählt aus ihrem Leben mit Ernst Jandl, springt dabei durch die Jahrzehnte, sie holt ihre Mutter, ihre Ärztin, Gertrude Stein und viel andere in ihr Buch, sie spielt verspielt und kockett mit dem schon längst faszinierten Leser. Dadurch entsteht ein Kaleidoskop ihres Lebens, vor allem aber eine der zärtlichsten und schönsten Liebesgeständnisse, die ich je gelesen habe. Ein Buch, das auf jeder Seite nur so von Wahrheiten, von unvergesslichen Sätzen, Phrasen, Wortspielen strotzt, dass man (mir geht es so) es sehr bald wieder lesen möchte.

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  • Rezension zu "Und ich schüttelte einen Liebling" von Friederike Mayröcker

    Und ich schüttelte einen Liebling

    MiaMarone

    25. June 2008 um 20:19

    wunderschöne, trauernde prosa, die man an jeder stelle anfangen kann zu lesen.

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