Friederike Otto

 3.9 Sterne bei 12 Bewertungen

Lebenslauf von Friederike Otto

Friederike Otto, geb. 1982 in Kiel, ist Klimaforscherin, Physikerin und promovierte Philosophin. Als amtierende Direktorin leitet sie das Environmental Change Institute an der Universität Oxford und hat das neue Feld der Zuordnungswissenschaft (Attribution Science) mitentwickelt. Sie zählt zu einer Handvoll Wissenschaftlern weltweit, die in Echtzeit berechnen können, wie viel Klimawandel in unserem Wetter steckt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Friederike Otto

Cover des Buches Wütendes Wetter (ISBN: 9783548062556)

Wütendes Wetter

 (11)
Erschienen am 03.08.2020
Cover des Buches Wütendes Wetter (ISBN: 9783748400639)

Wütendes Wetter

 (1)
Erschienen am 11.09.2019

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Rezension zu "Wütendes Wetter" von Friederike Otto

‚Es liegt in unserer Hand, für das Wetter zu sorgen, das wir in Zukunft haben wollen'
sabatayn76vor einem Jahr

‚Es liegt in unserer Hand, für das Wetter zu sorgen, das wir in Zukunft haben wollen, aber vor allem, das wir denjenigen in unserer globalen Welt zumuten wollen, die sich nicht ausreichend vor wütendem Wetter schützen können. Mit jedem CO2-Molekül, das aus den Schloten der Kohlekraftwerke aufsteigt, aus den Auspuffrohren der Autos oder den Schornsteinen der Containerschiffe, verändern wir Dürren, Überschwemmungen und Hurrikans. Und bei jedem Gang zur Wahlurne, jeder Entscheidung über Stromanbieter, Fortbewegungsmittel oder das Menü für die nächste Familienfeier entscheiden wir, wie wütend es wird.‘ (Track 27)

Die Physikerin, Klimatologin und promovierte Philosophin Friederike Otto erzählt in ‚Wütendes Wetter‘ von ihrer Arbeit im Bereich der Attributionsforschung: Otto gehört zu den wenigen Wissenschaftlern weltweit, die in Echtzeit berechnen können, wie hoch der Anteil des Klimawandels am aktuellen Wettergeschehen ist.

Otto berichtet u.a. von Klima und Wetter, Ursachen für den Klimawandel, James Watt und Treibhausgasen, Dürren und Fluten, Klimawandelleugnern, Wetteraufzeichnung und Satelliten, Hitzewellen und Ausbleiben von Kältewellen, Protestbewegung und Aktivismus.

Mir hat das Hörbuch inhaltlich sehr gut gefallen: Otto beschäftigt sich auf komplexe Weise mit Wettergeschehen und Klimaveränderungen, beschreibt Phänomene auf verständliche Weise und informiert nicht nur, sondern unterhält zudem.

Weniger gut gefallen haben mir zwei Aspekte des Hörbuch selbst: Zum einen hat mich die inkorrekte Aussprache mancher Begriffe gestört, z.B. ‚Peer Review‘, auch wenn Knud Fehlauer das Hörbuch ansonsten sehr gelungen und überzeugend liest. Zum anderen hat mich gestört, dass im Hörbuch durchweg die weibliche Form verwendet wird. Zwar verstehe ich die Beweggründe hierfür, aber das Resultat ist einfach nicht rund.

Abgesehen von diesen kleineren Kritikpunkten habe ich durch das Hörbuch viel Neues gelernt und kann ‚Wütendes Wetter‘ deshalb jedem ans Herz legen, auch wenn genau diejenigen, die das Buch am dringendsten lesen oder das Hörbuch am dringendsten hören sollten, genau dies nicht tun werden, da sie die Brisanz des Themas nicht erkennen wollen und die Relevanz des Themas verleugnen.

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Rezension zu "Wütendes Wetter" von Friederike Otto

Informativ & verständlich
BuecherwurmNZvor 2 Jahren

Hitzewellen, heftige Stürme und Unwetter. Sind diese Ereignisse dem Klimawandel geschuldet und könnten sie in Zukunft öfters auftreten?

 
Die Physikerin Frederike Otto hat die Attributionswissenschaft mitentwickelt, anhand derer festgestellt werden kann, wie wahrscheinlich ein Wetterereignis aufgrund des Klimawandels geworden ist. Auf diese Weise ist es nun möglich, das veränderte Klima mit dem Wetter zu verknüpfen. 

In „Wütendes Wetter“ zeigt die Autorin auf, wie schwierig es war, die Frage zu beantworten, ob der Klimawandel für ein Extremwetterereignis verantwortlich ist. Mit Hilfe von Attributionsstudien kann sie nun berechnen, ob die Häufigkeit eines konkreten Extremwetters aufgrund der Erderwärmung zugenommen hat und wie diese das Wetter in Zukunft beeinflussen wird. Anhand des Hurrikans Harvey, der 2017 über Houston wütete, erklärt sie, wie sie bei der Attribution vorgeht und möglichst zeitnah ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentieren kann, bevor das Wetterereignis aus dem Interesse der Menschen verschwindet. 

Ihre Arbeitsweise und die meteorologischen Hintergründe beschreibt sie so, dass sie auch für einen Laien verständlich sind. Deshalb ist das Buch leicht zu lesen, bis auf die Tatsache, dass sie die geschlechtergerechte Schreibweise benutzt. Vor allem zu Beginn des Buches ist das störend, da „*innen“ sehr oft vorkommt und ich jedes Mal beim Lesen darüber gestolpert bin. 
 
Fazit
Die Wissenschaftlerin liefert hier ein informatives und verständliches Buch über die Auswirkungen des Klimawandels auf das heutige Wetter und gibt einen Ausblick, wie sich dieses weiter verändern wird, wenn die Erwärmung um 2°C oder mehr Realität wird. Daher kann ich dieses Sachbuch jedem empfehlen, der sich für das Wetter, den Klimawandel und dessen Folgen für die Menschen oder Extremwetterereignisse interessiert.

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Rezension zu "Wütendes Wetter" von Friederike Otto

Leicht verständliches Buch über Attributionsforschung
Galladanvor 2 Jahren

Wütendes Wetter: Auf der Suche nach den Schuldigen für Hitzewellen, Hochwasser und Stürme von Friederike Otto, erschienen im Ullstein eBooks Verlag am 15. April 2019.

Dieses Buch ist hervorragend geeignet um endlich mehr als ein Bauchgefühl zu haben, dass der Klimawandel nicht nur da ist, sondern auch von uns Menschen gemacht wurde. Die Autorin beschreibt anhand ihrer Forschungen was die Wissenschaft klar sagen kann und wo uns noch Daten fehlen um umfassend eine Bestandsaufnahme abgeben zu können welches Wetter wahrscheinlicher wird durch den Klimawandel und welches einfach nur Wetter ist, welches man eigentlich nicht wirklich brauchen kann.


Anhand verschiedener Wetterereignisse auf verschiedenen Kontinenten lässt sie uns an ihrem Zweig der Forschung, der Attributions- oder Zuordnungsforschung teilnehmen. Zuerst erklärt sie uns, wie man berechnet welches Wetter einfach Wetter ist, und wie man darauf kommt, dass die Wahrscheinlichkeit und Häufigkeit eines Wetterphänomens durch den Klimawandel prozentual angestiegen ist.

Ich habe leider viel länger gebraucht um dieses hervorragend für den Laien geschriebene Werk zu lesen als ich das normalerweise brauchen würde. Die Autorin hat leider den Genderwahnsinn in ihr Werk einfließen lassen und ich bin ziemlich am Anfang auf so eine Anhäufung an *innen gestoßen, dass ich das Buch erst einmal weggelegt hatte. Mein E-Reader hat das Ganze dann eigentlich noch unleserlicher gemacht und ich habe dafür einen Stern der Gesamtwertung abgezogen. Frauen werden kein bisschen mehr angesprochen oder akzeptiert, wenn wir da ein *innen an alles hängen was sich nicht wehren kann. Ich befürchte schon fast, dass viele Leute, die dieses Buch unbedingt lesen sollten weil sie ja so unbedingt „schönes Wetter“ haben wollen, recht früh aufgeben werden, weil dieses Genderzeug eine andere Baustelle ist und einen es hier nur von dem ablenkt was wichtig ist.

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