Friederike Schmöe Bisduvergisst

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Inhaltsangabe zu „Bisduvergisst“ von Friederike Schmöe

Landshut im Sommer 2009. Während in der Stadt Hunderttausende die „Landshuter Hochzeit“ feiern, wird die 82-jährige Irma Schwand mit einer niederschmetternden Diagnose konfrontiert: Alzheimer-Demenz. Irma, die um ihre Erinnerungen fürchtet, beauftragt die Münchner Ghostwriterin Kea Laverde, ihre Autobiografie zu schreiben. Diese soll für ihre Enkelin Julika sein. Doch kurz nachdem Kea alle Informationen für das schmale Buch über Irmas Lebensgeschichte beisammen hat, wird das Mädchen ermordet aufgefunden. Die Kriminalbeamten finden bei Julika, die als Spielfrau an der „Landshuter Hochzeit“ teilnahm, eine verdächtige CD mit einer unbekannten Computersoftware. Aber auch Kea macht ein verstörende Entdeckung: Irma deckt seit Jahrzehnten einen Mord - eine Tat, die in den letzten Wochen des 2. Weltkriegs geschah. Und der Kokon des Vergessens schließt sich immer enger um die alte Dame …

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  • Kea Laverdes dritter Fall

    Bisduvergisst
    odenwaldcollies

    odenwaldcollies

    19. August 2013 um 21:03

    Sommer 2009, während der "Landshuter Hochzeit": die Münchner Ghostwriterin Kea Laverde bekommt den Auftrag, die Erinnerungen der 82-jährigen Irma Schwand an die letzten Kriegstage 1945 aufzuschreiben. Diese Autobiografie ist für Irmas Enkelin Julika bestimmt. Erschwert wird dieser Auftrag durch den Umstand, daß bei Irma Alzheimer diagnostiziert wird. Kurz nach dem letzten Interview wird Julika jedoch ermordet aufgefunden. Kea stellt selbst Nachforschungen an und es kristalliert sich immer mehr heraus, daß der Mord mit den Ereignissen aus 1945 zusammenhängen. "Bisduvergisst" ist das dritte Buch um die Ghostwriterin Kea Laverde. Die beiden vorigen Bände habe ich auch gelesen.   Was mir in dem dritten Band aufgefallen ist (und an anderer Stelle schon geschrieben habe): weder die Person Kea Laverde noch ihre Beziehung zu Nero Keller, einem LKA-Beamten, entwickelt sich weiter und tritt irgendwie auf der Stelle. Auch die Lösung der Kriminalfälle und die damit verbundenen Schwierigkeiten ähneln sich von Band zu Band. Wobei ich sagen muß, wer der Mörder ist, war mir bis fast zum Schluß nicht klar und die Auflösung war dann doch recht überraschend. Weit besser gefallen aber mir die Biografien, die Kea für ihre Kunden schreibt: die Erinnerungen der Irma Schwand an 1945 sind deutlich spannender als die ganze Story um den Mordfall. Das hat mir schon im zweiten Band sehr gut gefallen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich noch weitere Bände um Kea Laverde lesen werden ... obwohl, als Urlaubslektüre sind sie ganz nett.

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  • Rezension zu "Bisduvergisst" von Friederike Schmöe

    Bisduvergisst
    sabisteb

    sabisteb

    01. February 2011 um 12:45

    Kurz vor der Landshuter Hochzeit 2009. Die letzten Vorbereitungen zu diesem historischen, jährlich wiederkehrenden Großereignis laufen gerade als Lea Kaverde ihren neuen Auftrag antritt. Die 82-jährige Irma Schwand möchte, dass Lea eine Episode ihrer Vergangenheit für ihre Enkelin Julika aufzeichnet, bevor diese im Nebel der Alzheimer-Demenz für immer verschwindet. Doch bevor Kea ihren Auftrag erfüllen kann wird Julika ermordet. Die Polizei findet bei der Leiche eine CD mit einer Schadsoftware. Hängt dieser Mord vielleicht mit einem lange zurückliegenden Ereignis gegen Ende des 2. Weltkriegs zusammen, in welches Irma Schwand verwickelt war? Die Autorin ist habilitierte Germanistin und lehrt als Privatdozentin an der Universität Bamberg und der Universität des Saarlandes. Sie kann somit mit der deutschen Sprache hervorragend umgehen und ist zudem auch noch eine ausgezeichnete Krimiautorin. Zum Schreiben eines Buches gehört jedoch mehr als nur das Beherrschen der deutschen Sprache, man braucht Ideen und besonders bei Krimis sind saubere Ermittlungen und innovative Plots. Friederike Schmöe ist keine Unbekannte mehr. Lea Kaverde ist nach der Privatdetektivin Katinka Palfy bereits ihre zweite Ermittlerin. Lea Kaverde ist eine ehemalige Reisereporterin die, nach einem traumatischen Erlebnis, das sie beinahe ihr Leben kostete und sie für den Rest ihres Lebens zeichnete, ihren Unterhalt nun als Ghostwriterin verdient. Dieser dritte Fall ist ähnlich aufgebaut wir der zweite Fall. Neben dem aktuellen Mordfall gibt es erneut einen fast schon ein historischer Krimi, der den Leser diesmal in die letzten Wochen vor dem Ende des zweiten Weltkriegs führt. Wieder teilen sich Kea Laverde und ihr Freund, der Münchner Kommissar Nero Keller und einige Kollegen vor Ort, die Ermittlungen. Lea ermittelt wie gewohnt die Vergangenheit und Nero die Ereignisse der Gegenwart. Die verschiedenen Handlungs- und Ermittlungsstränge werden auch in diesem Buch in gewohnter Weise sprachlich voneinander unterschieden. Leas Ermittlungen und Erlebnisse, werden aus ihrer Perspektive als Ich- Erzählung geschildert. Neros Ermittlungen von einem Allwissenden Erzähler in neutralerer, sachlicher Art und Weise, die auch den Charakter dieses Kommissars widerspiegelt. Dazwischen eingewoben wird die Geschichte, die Lea für ihre Auftraggeberin schreibt. Leas Schreibstil ist gänzlich anders, sie schildert die Erlebnisse unmittelbar und als wenn ihr Auftraggeber sie gerade erleben würde. Die aktuellen Recherchen werden diesmal jedoch zeitlich genau definiert und spielen etwa ein dreiviertel Jahr nach dem zweiten Band der Reihe. Der Fall oder besser die Fälle sind wie gewohnt sauber ermittelt, wenn auch teils eher nur am Rande miteinander verwoben, so dass man beim Lesen schon sehr aufpassen muss. Wie auch in den Vorgängerbänden erlebt der Leser die Recherchen unmittelbar mit und kann so miträtseln. Dabei lernt man diesmal einiges über das Ende des zweiten Weltkriegs in München und Umgebung. Während die Erzählweise mir bei meinem ersten Lea Kaverde Buch noch neu und innovativ erschien, ist dieses Buch vielleicht umso enttäuschender, da es doch sehr analog aufgebaut ist. Zweiter Weltkrieg als Thema für Biografien ist an sich schon ein wenig ausgelutscht, und der Fall an sich eher unspektakulär genau wie sein aktuelles Gegenstück. Fazit: Sehr gelungen. Ein Krimi voller sprachlicher Finesse mit sauberer, nachvollziehbarer Ermittlung aber einem schon recht ausgelutschten historischen Thema. Bayrischer Regionalkrimi mit Lokalkolorit. Jedoch nicht wirklich packend. Auch wenn der Fall in sich abgeschlossen ist und es keine Bezüge zu allten Fällen gibt, können sich beim Quereinstieg in die Reihe Lücken beim Verständnis von Keas und Neros Beziehung ergeben. Die Reihe: Schweigfeinstill: Kea Laverdes erster Fall Fliehganzleis: Kea Laverdes zweiter Fall Bisduvergisst: Kea Laverdes dritter Fall Wieweitdugehst: Kea Laverdes vierter Fall

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  • Rezension zu "Bisduvergisst" von Friederike Schmöe

    Bisduvergisst
    Zabou1964

    Zabou1964

    07. September 2010 um 19:25

    Ihr dritter Fall führt die Ghostwriterin Kea Laverde nach Landshut, wo gerade die Vorbereitungen für das Volksfest Landshuter Hochzeit auf vollen Touren laufen. Die 82-jährige Irma Schwand hat sie zu sich bestellt, nachdem sie die erschütternde Diagnose Alzheimer erhielt. Für deren Enkelin Julika soll Kea Irmas Erlebnisse der letzten Tage des Zweiten Weltkriegs aufschreiben, bevor sie vergisst, was sich damals zugetragen hat. Während Kea die alte Dame interviewt, wird Julika tot aufgefunden, ertrunken in einer Pfütze. Die Landshuter Polizei nimmt die Ermittlungen auf. Keas Freund Nero Keller, Ermittler beim Landeskriminalamt München, wird als Spezialist für Computerkriminalität hinzugezogen. Aber Kea taucht immer tiefer in die Geschichte ein und ermittelt zusammen mit Magnus Kreuzkamp, einem Landshuter Journalisten, ebenfalls. Wer kommt dem Geheimnis der Geschehnisse im April 1945 auf die Spur? Und was haben die mit dem Mord an Julika zu tun? Der Roman ist gegliedert in einzelne Tage, beginnend mit dem 24. Juni 2009. Unter jedem Datum befindet sich ein Zitat, das mit dem Vergessen zu tun hat. Die Tage sind unterteilt in relativ kurze Kapitel, die jeweils aus einer anderen Sicht erzählt werden. Die Erzählungen Keas und Irmas Erinnerungen sind in der Ichform verfasst, alle anderen in der dritten Person aus der Sicht der anderen Protagonisten. Diese Form machte es mir sehr gut möglich, die Charaktere kennenzulernen und mich in sie hineinzuversetzen. Voller Spannung begleitete ich die Figuren, bis am Ende alle Fäden zu einem logischen Ende zusammenliefen. Mit Kea Laverde hat die Autorin eine interessante Protagonistin erschaffen. Sie ist eine selbstbewusste und starke Frau, die sich ihren Lebensunterhalt als Autorin fremder Geschichten verdient. Immer wieder trifft sie auf außergewöhnliche Erzähler, die ihr ihre Lebensgeschichte anvertrauen. In einem Nachwort erklärt Frau Schmöe, dass die Erlebnisse Irmas zum Teil auf einer wahren Geschichte beruhen. Die Autorin ist Germanistin, was man der Sprache in ihren Romanen deutlich anmerkt. Es ist eine wahre Freude, ihren Erzählungen zu folgen. Obwohl die Bücher um Kea Laverde eine Reihe sind, kann man sie auch unabhängig voneinander lesen. Wobei sich die Hauptfigur natürlich im Laufe der Serie entwickelt. Dies kann man besser nachvollziehen, wenn man die Reihenfolge einhält. Der Gmeiner Verlag hat sich auch zu diesem Krimi wieder ein schönes und originelles Cover einfallen lassen: Auf einem Kopfsteinpflaster sieht man ein Pfütze, in der sich ein Mann spiegelt. Das Wasser ist glänzend dargestellt, der Rest des Bildes matt. Die gute Qualität des Papiers und die hochwertige Verarbeitung der Bücher sind ein weiteres Schmankerl, das mir das Lesen versüßt hat. Fazit: „Bisduvergisst“ ist ein spannender dritter Fall für Kea Laverde, der mir nicht nur die Landshuter Hochzeit näher gebracht hat, sondern auch die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs und die Krankheit Alzheimer gefühlvoll beschreibt.

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  • Rezension zu "Bisduvergisst" von Friederike Schmöe

    Bisduvergisst
    HarryF

    HarryF

    25. August 2010 um 19:03

    Keav Laverdes dritter Einsatz und Friederike Schmöe hat sich wieder ihrer großen Stärken erinnert: Gut gezeichnete Figuren, mit denen man sich identifizieren kann, eine glaubhafte Story und ein spannender Plot. Ich mag "leise" Krimis, die in ländlichen Gegenden spielen und deshalb habe ich auch dieses Buch wieder sehr genossen.

  • Rezension zu "Bisduvergisst" von Friederike Schmöe

    Bisduvergisst
    roseF

    roseF

    26. July 2010 um 16:19

    Auch in diesem dritten Teil geht es wieder spannend zur Sache. Kea bekommt einen Anruf von einer älteren Dame, die sie beauftragt, ihre Biografie zu schreiben. Bei dieser älteren Dame handelt es sich um Irma Schwand aus Landshut, die die Diagnose Alzheimer-Demenz bekommen hat und nun für ihre über alles Geliebte Enkelin Julika ihr Leben schriftlich festhalten will. Doch dazu kommt es nicht mehr, denn schon kurz nachdem Kea in Landhut bei Frau Schwand angekommen ist, wird Julika tot aufgefunden. Scheinbar ertrunken in einer Pfütze. Doch schon bald stellt sich heraus, dass es Mord war und das dieses Verbrechen eng mit den Geschehnissen in Irma Schwands Vergangenheit zusammenhängen. Und schon bald ist Kea und ihr Freund Nero vom LKA wieder unmittelbar im Fall drin. Die Autorin Friedericke Schmöe hat mit ihrer Figur Kea Laverde eine sehr sympathische und realistische Figur geschaffen, mit der sich sicher eine Menge Frauen identifizieren können oder die gerne so sein möchten wie sie. Schon durch einen heftigen Schicksalsschlag geprägt, entwickelt Kea in jedem Buch eine für sie eigene Stärke, die sie bewundernswert macht. Der Spannungsaufbau ist auch wieder super gelungen. Gerade zum Ende hin wo die Spannung fast unerträglich wird, werden die Kapitel und die Perspektivwechsel immer schneller und kürzer. Der Leser ist somit gezwungen immer wieter zu lesen. Wirklich wieder ein super Fall, der aber auch die Schrecken am Ende des 2. Weltkrieges gut beleuchtet und einmal aus einer eher unbekannten Sichtweise darstellt. Somit kann der Leser neben einem spannenden Krimi auch noch etwas lernen.

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  • Rezension zu "Bisduvergisst" von Friederike Schmöe

    Bisduvergisst
    sueorange

    sueorange

    02. April 2010 um 11:19

    Da die Ghostwriterin Kea Laverde im Moment keine interessanten Projekte in Aussicht hat, kommt ihr die Anfrage einer älteren Dame aus Landshut sehr gelegen. Die 82 jährige Irma Schwand hat vor kurzem eine erschreckende Diagnose erhalten: Alzheimer- Demenz. Darum bittet sie Kea ihre Biographie zu schreiben, jedoch nur eine einzelne Geschichte, ca. 50 Seiten solle das Büchlein haben und dieses möchte sie gerne ihrer Enkelin Julika schenken. Doch noch während der biographischen Arbeit wird Julika ermordet aufgefunden. Wird sich Irma lange genug erinnern können, um Kea von einem Ereignis erzählen zu können, das zum Ende des zweiten Weltkrieges geschah und sie bis heute belastet? Kea fängt auf eigene Faust an Nachforschungen zu betreiben. Bei der toten Julika, die als Spielmannsfrau bei der Landshuter Hochzeit auftreten sollte wird eine verdächtige CD mit unbekannter Computersoftware sicher gestellt, deswegen wird Nero Keller in seiner Funktion als Experte für Internetkriminalität beim LKA herangezogen. Mal wieder sind Nero und Kea in dasselbe Geschehen verstrickt, wie sich das wohl auf ihre Beziehung auswirkt? Kea ist mir schon längst ans Herz gewachsen und gerade ihre besondere Perspektive (als Ghostwriterin) auf das jeweilige Geschehen hat einen eigenen Reiz. Mir hat der dritte Teil der Krimireihe bis jetzt am besten gefallen, vielleicht, da Irmas Einblick in die Zeit des Krieges so spannend war. Es ist ja nach wie vor selten, dass jemand davon erzählt. Auch der Blick auf Irmas Krankheit war sehr interessant. Wie auch schon in den Romanen davor ist es der Autorin gelungen, den Leser lange rätseln zu lassen, was wohl wirklich geschah und wer der Täter war. Nun erwarte ich schon wieder sehnsüchtig Keas nächste Geschichte.

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  • Rezension zu "Bisduvergisst" von Friederike Schmöe

    Bisduvergisst
    schlumeline

    schlumeline

    10. March 2010 um 19:00

    Bissduvergisst ist der dritte Kriminalroman der Autorin Friederike Schmöe rund um die Münchner Ghostwriterin Kea Laverde. Im Sommer 2009 erhält Kea den Auftrag die Erinnerungen der 82-jährigen Irma Schwand aufzuschreiben. Irma leidet an Alzheimer und möchte ihre eigenen Erinnerungen für ihre geliebte Enkelin Julika in Worte fassen lassen. Die alte Dame ist nicht nur krank, sondern ihr scheint auch ein Erlebnis aus der Vergangenheit auf der Seele zu liegen. Während Kea noch mitten in den Gesprächen mit Irma steckt, wird deren Enkelin Julika tot aufgefunden und das mitten in den Vorbereitungen zur alle 4 Jahre stattfindenden Landshuter Hochzeit, an der auch Irma in der Vergangenheit meist maßgeblich beteiligt war. Bei der Leiche wird eine CD mit Daten gefunden. Schnell steht fest, dass Julika ermordet wurde. Sie ist ertrunken, in einer Pfütze. Mit der Aufklärung des Falles ist unter anderem Kea’ s Lebensabschnittsgefährte Nero Keller beschäftigt und so kommt es, dass sowohl Kea als auch Nero unbeabsichtigt auf den Spuren der Vergangenheit der „Schwandschen Famile“ wandeln, jeder auf seine Art. Der Roman Bisduvergisst verknüpft hier Vergangenheit und Gegenwart miteinander. Besonders gut gelingt dies durch Irmas gedankliche Rückblicke auf die Kriegszeit. Irma und ihre Freundin Lisa hatten in den Kriegsjahren mit manchen Problemen zu kämpfen. Die Autorin schafft es durch die Einflechtung von Irmas Gedanken den Leser langsam zu Irmas verborgener Schuld zu führen. Diese hängt wohl mit ihrer Freundin zusammen. Aber was geschah damals wirklich? Und: Hängt dieses Geschehen mit dem jetzigen Tod von Julika zusammen? Die Suche nach dem oder den Täter/n gestaltet sich recht schwierig, denn es gibt so viele Ansätze. Wo liegt das Motiv? Hat der Tod von Julika etwas mit der gefundenen CD zu tun, oder mit der Landshuter Hochzeit? Ein Nebenschauplatz des Buches ist selbstverständlich die Beziehung zwischen Kea und Nero. Beide zweifeln hier und da an ihrer Partnerschaft und werden auf eine harte Probe gestellt. Nicht nur sie selbst fragen sich mehr als einmal, ob sie überhaupt zusammen gehören. Die unterschiedlichen Handlungsstränge sind jeder für sich ausgezeichnet ausgearbeitet. Am ausdrucksstarksten ist hier Irmas Gefühlswelt. Unter welchen Anstrengungen und mit welcher Kraft aber auch Angst und Verzweiflung haben Lisa und Irma die letzten Kriegstage verbracht. Der Leser erlebt diese Gefühle hier förmlich selbst. Aber auch Irmas heutige familiäre Beziehungen werden sehr genau unter die Lupe genommen. Bisduvergisst ist mehr als ein Kriminalroman. Jedes einzelne Kapitel des Romans geht unter die Haut, nicht mit atemberaubender Spannung, aber durchgängig mit der Frage nach dem wie und warum. Die kurzen Kapitel halten den Leser so gefangen, dass das Buch einfach weiter gelesen werden muss.

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  • Rezension zu "Bisduvergisst" von Friederike Schmöe

    Bisduvergisst
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. March 2010 um 03:25

    Mit Kea Laverdes drittem Fall ist Friedrike Schmöe ihr bislang bestes Buch um die eigensinnige Ghostwriterin gelungen. Waren die Vorgänger schon spannend und mitreißend, ist "Bisduvergisst" nun der bisherige Höhepunkt. Bereits nach den ersten Sätzen ist Kea einem wieder nah und man wird von der Intensität des Textes mitgerissen. Mittlerweile hat sie sich zu einer guten Bekannten, fast schon Freundin entwickelt, deren Leben man gern verfolgt. Natürlich freut man sich auch auf ein Wiedersehen mit Nero Keller und Juliane, doch Keas und Neros Ermittlungen stehen eher im Vordergrund. Ohne es anfangs zu wissen, sind sie an der selben Geschichte dran, nur starten sie von völlig unterschiedlichen Seiten. Geschickt hat die Autorin ihre Wege miteinander verwebt, und lässt es am Ende noch mal ordentlich krachen. Besonders berührend sind die Passagen aus Irmas Sicht. Erkrankt an Alzheimer muss sie um jede Erinnerung kämpfen. Ihre Unsicherheit und Hilflosigkeit sind spürbar, aber auch der Wille, sich (noch) nicht unterkriegen zu lassen. Genauso intensiv sind Irmas Erinnerungen an den 2. Weltkrieg, die letzten Tage, die sie mit ihrer besten Freundin Lisa verbrachte. Die Bedrückung und Verzweiflung, die Stärke der Mädchen und ihre Hoffnung, ihre Anspannung überträgt sich direkt auf den Leser. Dazu kommt noch das Geheimnis Irmas, die damals eine große Schuld auf sich nahm, über die sie nie sprechen konnte. Es entsteht eine großartige Atmosphäre, die diesen Krimi zu etwas Besonderem macht. Friederike Schmöe hat das Talent, mit ihrem entspannten und ausdrucksvollen Schreibstil nicht nur Spannung, sondern auch viel Gefühl vermitteln. Eine Mischung, der man sich nicht entziehen kann... Bis zum dramatischen, tragischen aber vollkommen passenden Ende wird eine Lesepause fast unmöglich. Gewohnt kurze Kapitel mit offenen Enden gewährleisten einen durchgehenden Spannungsanstieg und aufregende Lesestunden. Perfekte Krimiunterhaltung, die süchtig macht.

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