Friederike Schmöe Fliehganzleis

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Inhaltsangabe zu „Fliehganzleis“ von Friederike Schmöe

Larissa Gräfin Rothenstayn, die in der DDR aufwuchs und 1975 in den Westen fliehen konnte, bittet Ghostwriterin Kea Laverde, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Dann wird sie in ihrem Schloss in Unterfranken von einem Unbekannten schwer verletzt. Die Polizei spricht von versuchtem Mord und fahndet nach dem geheimnisvollen Täter. Kea arbeitet sich unterdessen durch das Archiv der Familie und steht vor einem Rätsel: Warum sammelte die Gräfin Berichte über ein Mädchen, das im Sommer 1968 in einem kleinen See auf der Insel Usedom ertrank? Wie es scheint, ist das Unglück fast 20 Jahre nach dem Mauerfall noch nicht geklärt, und Larissas Angreifer streckt auch nach Kea die Finger aus.

bin schon soooo gespannt!!!

— BOBBL
BOBBL

Friederike Schmöe hat mich noch nicht enttäuscht, mir hat bisher jedes ihrer Bücher gefallen. Auch dieses Buch hat mich gefesselt.

— büchersüchtig
büchersüchtig

Ein fesselnder und gut recherchierter Krimi, der einem ein vielleicht schon vergessenes und spannendes Kapitel der deutsch-deutschen Geschichte näher bringt.

— kfir
kfir

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  • Rezension zu "Fliehganzleis" von Friederike Schmöe

    Fliehganzleis
    Birkhenne

    Birkhenne

    31. August 2011 um 11:36

    Ich schließe mich der Rezension von Matthias Brömmelhaus an. Besser kann man den zweiten Fall der Kea Laverde nicht beschreiben. Besonders möchte ich noch hervorheben, dass man in diesem Kea Laverde Krimi sehr viel über den Arbeitsalltag von Autoren erfährt. Auch das weniger bekannte zeithistorische Thema hat mich fasziniert. Obwohl ich in der DDR aufgewachsen bin waren mir viele Fakten neu oder besser gesagt, wenn man selbst als Kind oder Jugendlicher nur einige Brocken von der damaligen Situation aufgeschnappt hat, hielt man sich mit Äußerungen zu dem Thema lieber zurück. Wenn man nicht beabsichtigte zu flüchten, hat man sich mit dem Thema einfach nicht befasst.

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  • Rezension zu "Fliehganzleis" von Friederike Schmöe

    Fliehganzleis
    sabisteb

    sabisteb

    01. February 2011 um 12:05

    Kea Laverdes zweiter Fall. Diesmal soll die Ghostwriterin Kea Laverde die Lebensgeschichte der Gräfin Larissa Rothenstayn zu Papier bringen. Der Ärztin gelang es 1975 auf abenteuerlichem Wege, aus der damaligen DDR zu fliehen. Kea zieht während ihrer Recherchen in das unterfränkische Schloss der Gräfin und wird so zur Zeugin eines Mordanschlags auf ihre Auftraggeberin. Kea findet diese eines Morgens schwer verletzt an einem Bach und erhält so ihren letzten Auftrag: Finde Katjas Mörder! Die Autorin ist habilitierte Germanistin und lehrt als Privatdozentin an der Universität Bamberg und der Universität des Saarlandes. Sie kann somit mit der deutschen Sprache hervorragend umgehen und ist zudem auch noch eine ausgezeichnete Krimiautorin. Zum Schreiben eines Buches gehört jedoch mehr als nur das Beherrschen der deutschen Sprache, man braucht Ideen und besonders bei Krimis sind saubere Ermittlungen und innovative Plots. Friederike Schmöe ist keine Unbekannte mehr. Lea Kaverde ist nach der Privatdetektivin Katinka Palfy bereits ihre zweite Ermittlerin. Lea Kaverde ist eine ehemalige Reisereporterin die, nach einem traumatischen Erlebnis, das sie beinahe ihr Leben kostete und sie für den Rest ihres Lebens zeichnete, ihren Unterhalt nun als Ghostwriterin verdient. Dieser Krimi ist fast schon ein historischer Krimi, denn es geht neben den aktuellen Ermittlungen auch und vor allem um die deutsch-deutsche Vergangenheit. Kea Laverde und ihr Freund, der Münchner Kommissar Nero Keller, teilen sich hierbei die Ermittlungen. Lea ermittelt die Vergangenheit und Nero die Ereignisse der Gegenwart. Die verschiedenen Handlungs- und Ermittlungsstränge werden in diesem Buch Sprachlich voneinander unterschieden. Leas Ermittlungen und Erlebnisse, werden aus ihrer Perspektive als Ich- Erzählung geschildert. Neros Ermittlungen von einem Allwissenden Erzähler in neutralerer, sachlicher Art und Weise, die auch den Charakter dieses Kommissars widerspiegelt. Dazwischen eingewoben wird die Geschichte, die Lea für ihre Auftraggeberin schreibt. Leas Schreibstil ist gänzlich anders, sie schildert die Erlebnisse unmittelbar und als wenn ihr Auftraggeber sie gerade erleben würde. Dieser Stilbruch zum Rest des Buches ist zunächst unerwartet und gewöhnungsbedürftig, aber diese stilistische Abgrenzung zu den aktuellen Ereignissen ist sehr gelungen. Der Fall an sich ist sauber ermittelt, der Leser erlebt die Recherchen unmittelbar mit und kann so miträtseln. Dabei lernt man ganz nebenbei viel über die deutsch-deutsche Geschichte, über den Bau der Berliner Mauer, die Fluchthilfe und wie diese auch mit Hilfe der Amerikaner organisiert wurde. Aber auch aktuelle Themen wie die Ehrenrenten für ehemalige DDR Funktionäre werden nicht ausgespart. Dabei verschmelzen mehrere historische Persönlichkeiten zu den fiktiven Figuren des Buches, jedoch wird in Anhang auf die historischen Fakten eingegangen und genannt, wer als historisches Vorbild diente incl. Quellenangaben. Fazit: Sehr gelungen. Ein Krimi voller sprachlicher Finesse mit sauberer, nachvollziehbarer Ermittlung und einem grünlich recherchierten historischen Thema. Lehrreicher und unterhaltsamer bayrischer Regionalkrimi. Auch wenn es sich um den zweiten Band einer Reihe handelt ist ein Quereinstieg in die Reihe möglich. Der Fall ist in sich abgeschlossen und es werden nur sehr wenige Bezüge zum ersten Fall hergestellt. Die Reihe: Schweigfeinstill: Kea Laverdes erster Fall Fliehganzleis: Kea Laverdes zweiter Fall Bisduvergisst: Kea Laverdes dritter Fall Wieweitdugehst: Kea Laverdes vierter Fall

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  • Rezension zu "Fliehganzleis" von Friederike Schmöe

    Fliehganzleis
    Zabou1964

    Zabou1964

    07. September 2010 um 19:22

    Aufmerksam geworden auf diesen Krimi von Friederike Schmöe, bin ich durch das Thema. Ich bin sehr interessiert an der deutsch-deutschen Vergangenheit. Das ansprechende Äußere des Paperbacks zeigt einen Kieselstrand. Die Verarbeitung des Buches ist sehr gut und die Papierstärke angenehm dick, was den verhältnismäßig hohen Preis von € 11,90 für mich rechtfertigte. Im Prolog wird das Ertrinken eines Mädchens im Juli 1968 geschildert. Das neunjährige Kind ist in einem Ferienlager und hat große Angst vor dem Betreuer. Er hatte es gezwungen, ein verlorenes Ruder im See zu finden. Als ein Unwetter hereinbricht, hat das Mädchen keine Chance mehr, sich ans Ufer zu retten. Diese kurze Vorgeschichte scheint zunächst nichts mit dem eigentlichen Fall zu tun zu haben. Kea Laverde, eigentlich Reisejournalistin, hat keine Lust mehr, dauernd unterwegs zu sein. Deshalb hat sie sich entschlossen, als Ghostwriterin ihr Geld zu verdienen. In dieser Eigenschaft ist die üppige Enddreißigerin zu Gast bei Larissa Gräfin Rothenstayn, um deren Memoiren zu Papier zu bringen. Larissa lebte einst in der DDR, aus der ihr 1975 die Flucht gelang. Eines Morgens findet Kea ihre Auftraggeberin schwer verletzt im Park. Sie wurde niedergeschlagen und hat lebensbedrohliche Kopfverletzungen davongetragen. Schon bald fühlt sich auch Kea in dem Schloss der Gräfin bedroht. Zusammen mit ihrem Freund, dem Münchner Kommissar Nero Keller, begibt sie sich auf Spurensuche und deckt dabei Stückchen für Stückchen die Ereignisse in den 70er Jahren in der DDR auf. Gelingt es ihr, den Attentäter zu finden, bevor sie selbst zum Opfer wird? Auffallend an diesem Roman von Friederike Schmöe ist die Sprache. Die habilitierte Germanistin nutzt sie, um die charakterlichen Eigenschaften der Protagonisten zu unterstreichen. Die Sicht von Kea Laverde ist als Icherzählung in der Vergangenheit beschrieben. Sie ist geprägt von kurzen Sätzen, die darauf schließen lassen, dass die Journalistin gestresst ist. Zum Teil werden originelle Wortschöpfungen eingebaut – wie z.B. die Bezeichnung „Indianer der WWW-Prärie“ für den Kommissar Keller, der sich auf Internetkriminalität spezialisiert hat. Dies soll wohl unterstreichen, dass es sich bei Kea Laverde um ein Mitglied der schreibenden Zunft handelt. Einige dieser kreativen Formulierungen waren mir jedoch zu krampfhaft um Originalität bemüht. Die Sicht von Nero Keller wird in der personellen Perspektive beschrieben. Hier ist der Schreibstil wesentlich ruhiger und bedachter, so wie der Kommissar auch der ruhende Pol in der Beziehung ist. Ereignisse aus der ehemaligen DDR werden in der Gegenwartsform geschildert. Das hat mich etwas verwirrt. Aber ich habe mich recht schnell an diesen Stil gewöhnt. „Fliehganzleis“ ist bereits der zweite Teil der Kea-Laverde-Reihe. Obwohl ich den ersten Teil noch nicht kannte, bin ich schnell mit den Figuren und deren Lebensumständen vertraut geworden. Mir hat besonders die Idee gefallen, eine Ghostwriterin als ermittelnde Hauptfigur einzusetzen. Das war für mich ganz neu in diesem Genre. Anfangs war ich, genau wie Kea, verwirrt von der Vielzahl der Figuren. Im Gegensatz zu ihr hatte ich als Leserin jedoch Einblick in die Ereignisse vor fünfunddreißig Jahren in der DDR. So konnte ich miträtseln, war der Journalistin jedoch immer einen winzigen Schritt voraus. Dieser kleine Vorteil des Lesers hat die Spannung nicht beeinträchtigt, im Gegenteil, ich fragte mich stets, wann Kea die Geschehnisse von damals aufdeckt. Meine Lieblingsfigur in diesem Krimi ist eindeutig Juliane, die 77-jährige Freundin Keas, die ihr mit Weitsicht und absoluter Ehrlichkeit des Öfteren einen Schubs in die richtige Richtung gibt. Alle Nebenfiguren sind anschaulich beschrieben. Am Ende laufen alle Fäden der Geschichte zusammen und im Epilog klärt die Autorin die noch verbleibenden Fragen auf. Im Nachwort erläutert die Autorin die historischen Zusammenhänge und nennt Quellenangabe ihrer Recherche. Einige Figuren sind real existierenden Personen nachempfunden. Ich bin sehr gespannt auf weitere Fälle mit Kea Laverde. Zunächst werde ich mir jetzt aber den ersten Teil der Reihe, Schweigfeinstill, besorgen. Fazit: Fliehganzleis ist ein ungewöhnlicher Krimi auf hohem sprachlichen Niveau, zu dem ich allerdings nicht sofort Zugang fand. Der Roman hat mir interessante Einblicke in die deutsch-deutsche Geschichte verschafft.

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  • Rezension zu "Fliehganzleis" von Friederike Schmöe

    Fliehganzleis
    Matthias Brömmelhaus

    Matthias Brömmelhaus

    16. December 2009 um 16:31

    Lesen Polizeibeamte eigentlich Krimis? Ich weiß es nicht. Vielleicht sollte ich mal den Münsteraner Oberkommissar fragen, der den gleichen Namen trägt wie ich und Doku-Soap-Star bei RTL ist. Wahrscheinlich geht es Polizisten oft wie mir, als ich das erste Mal einen Kea-Laverde-Krimi las.KLea was? Stimmt, der Name ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig, ansonsten aber ist die Heldin in Friederike Schmöes neuer Krimireihe eine durchaus sympathische Ghostwriterin. Im Gegensatz zum ersten Roman „Schweigfeinstill“ erfährt man im aktuellen Buch „Fliehganzleis“ auch mehr über den Arbeitsalltag einer Biografin. Hier zeigt die Autorin, dass sie gut recherchiert hat. Oder hat sie vielleicht selbst schon einmal als Auftragsbiografin die Lebensgeschichte eines Menschen festgehalten? Manche Schriftsteller bekennen sich ja nicht gerne zu ihren Brot-Schreib-Jobs, als ob eine Arbeit als Ghostwriter und Auftragsschreiber für einen „ernsthaften“ Autor anrüchiger sei, als Taxi zu fahren, zu kellnern oder bei Aldi an der Kasse zu sitzen. Wie dem auch sei, Friederike Schmöe gelingt eine dichte und stimmige Beschreibung der komplexen Beziehung zwischen der Auftraggeberin, einer gewissen Larissa Gräfin Rothenstayn und ihrer Biografin - eben jener Kea Laverde. Jede Kollegin und jeder Kollege kennt das besondere Spannungsverhältnis, in dem sich unsere Arbeit als Biografen abspielt. Zum einen braucht es Nähe, damit sich ein Erzähler öffnet. Schließlich gibt er dem ihm bis dato meistens völlig Unbekannten einen tieferen Einblick in sein Leben, als vielen ihm nahe stehenden Menschen. Zugleich verlangt der biografische Prozess auch Distanz, ohne die es dem Autor nicht gelingt, ein interessantes und lesbares Buch zu schreiben. Wie Friederike Schmöe diesen Prozess der Annäherung und Distanzierung beschreibt, ist mindestens so fesselnd wie die Krimihandlung rund um Fluchthilfe aus der ehemaligen DDR. Wobei auch die zeitgeschichtlichen Fakten außerordentlich genau recherchiert und zudem sprachlich geschickt verwoben sind. So entsteht ein Kriminalroman um ein weitgehend unbekanntes, zeithistorisches Thema. Im Gegensatz zu manch anderem Krimi mit Amateurermittlern ist „Fliehganzleis“ auch glaubwürdig, denn Kea Laverde bleibt immer Ghostwriterin und mutiert nicht auf einmal zur Superheldin. Sie recherchiert weitgehend so, wie wir es im echten Biografenleben häufig tun müssen. Nun gut, ganz so spannend und aufregend geht es bei mir nicht zu, aber für die harte kriminalistische Arbeit hat Kea ja auch ihren Freund Nero. (Die Autorin liebt in der Tat eigenartige Namen.) Die Liebesgeschichte der beiden schwierigen Individuen ist das Salz in der Suppe dieses Krimis, der hoffentlich unter manchem Weihnachtsbaum liegen wird - nicht nur bei Biografinnen und Biografen.

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  • Rezension zu "Fliehganzleis" von Friederike Schmöe

    Fliehganzleis
    Melli2505

    Melli2505

    02. December 2009 um 20:40

    Ein gut recherchierter und spannend geschriebener Krimi, der sich um die ehemalige DDR, Flüchtlinge, Fluchthelfer und die Stasi dreht. Die Protagonisten sind gut beschrieben und sehr sympathisch. Nur eines hat mich gestört: Das Wort "Ghostwriter". Kea, die Protagonistin, ist so eine Geisterschreiberin. Das wurde so oft erwähnt und dieses Wort "Ghostwriterin" war bei jedem lesen wie eine Wand, gegen die ich mit Vollgas gelaufen bin. "Fliehgnazleis" ist Kea Laverdes zweiter Fall, den ersten "Schweigfeinstill" werde ich mit Sicherheit auch noch lesen, genau so wie die folgenden.

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  • Rezension zu "Fliehganzleis" von Friederike Schmöe

    Fliehganzleis
    literat

    literat

    01. December 2009 um 11:44

    In dem Buch geht es um eine Ghostwriterin, Kea Laverde, die im Auftrag einer Gräfin, deren Lebensgeschichte aufschreiben soll. Schon am Anfang ihrer Zusammenarbeit wird die Gräfin jedoch in ihrem Schloss überfallen, zusammengeschlagen und liegt dann im Koma. Kea weiß eigentlich noch gar nicht, ob sie noch den Auftrag zum Schreiben hat, aber sie recherchiert über die Vergangenheit der Gräfin, deren Flucht aus der DDR und ihr Leben in der DDR. Dabei kommt sie dem Mörder verdammt nahe. Das Buch ist einfach klasse. Es enthält sehr viele interessante Fakten über die DDR, die STasi und dem Thema Flucht aus der DDR. Ich mag den Schreibstil sehr, er ist klar, anschaulich - schön. Und es gibt ein Überraschendes Ende, daß nochmal klar macht, wie perfide die Stasi gearbeitet hat.

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  • Rezension zu "Fliehganzleis" von Friederike Schmöe

    Fliehganzleis
    roseF

    roseF

    02. August 2009 um 13:59

    Auch im zweiten Teil der Reihe hat mich die starke, vom Leben gebeutelte und dadurch sehr sympathische Ghostwriterin Kea Laverde mitgenommen in einen Kriminalfall der besonderen Art. Als Ghostwritern soll sie diesmal für die Gräfin Larissa von Rothenstayn arbeiten, welche in 60er Jahren auf abenteuerlichem und gefährlichem Weg aus der DDR in den Westen geflohen ist. Doch bereits nach wenigen Tagen Aufenthalt auf der Gräfin ihrem Schloss, findet Kea Larissa lebensgefährlich verletzt am Bach im Garten vor. Von nun an schwebt die Gräfin in Lebensgefahr und es ist nicht sicher, ob sie überleben wird. Aber wer ist für dieses Verbrechen verantwortlich? Wie es nun aber Keas Art ist (und wie sie es auch schon im 1. Teil der Reihe getan hat), macht sie sich selbst daran, diesen Fall aufzuklären und begibt sich so auf eine gefährliche Reise in Larissas Vergangenheit. Wie auch im ersten Teil steht ihr dabei Nero Keller zur Seite, ein freundlicher und umsichtiger Polizeibeamter, dessen Beziehung zu Kea sich in diesem Band vertieft. Wie auch schon im ersten Buch konnte ich mich auch diesmal super mit Kea identifieren und mich absolut gut in sie hineinversetzen. Ich habe das ganze Buch wieder mit ihr mitgefiebert, was wirklich förderlich für den Lauf der Geschichte ist. Kea wird nicht als eine aalglatte Persönlichkeit dargestellt ohne Ecken und Kanten dargestellt, sondern eher als eine, die schon figurlich keine Traummaße besitzt und zudem ein verzwacktes Seelenleben hat. In diesem Buch entwickelt sich auch die Beziehung von Kea und Nero weiter, was mir besonders gut gefiel. Denn beide sind für mich sehr spannende und nette Personen, denen man von Herzen eine schöne Beziehung wünscht. Besonders interessant fand ich diesmal an dem Fall die geschichtliche Aufarbeitung des Themas "Fluchthilfe aus der DDR". Da ich nur 5 Jahre in der DDR gelebt habe, hab ich damals nicht wirklich viel davon mitbekommen und habe nun durch die Lektüre auch etwas dazugelernt. Das ist mir an Büchern auch oft wichtig. Zusammenfassend war es für mich wieder eine sehr bereichernde, teilweise lustige, teilweise traurige Lektüre über Kea Laverde, die sympathische Ghostwriterin!!!

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  • Rezension zu "Fliehganzleis" von Friederike Schmöe

    Fliehganzleis
    kfir

    kfir

    24. July 2009 um 08:42

    Die Ghostwriterin Kea Laverde soll in der fränkischen Provinz die Lebensgeschichte von Larissa Gräfin Rothenstayn niederschreiben, der in den 1970er Jahren unter dramatischen Umständen die Flucht aus der damaligen DDR gelang. Doch bevor sie ihre Geschichte zu Ende erzählen kann, wird sie Opfer eines Überfalls und liegt seitdem im Koma. Kea Laverde stellt darauf hin mit tatkräftiger Unterstützung des Kommissars Nero Keller in Eigenregie weitere Nachforschungen an, nicht wissend, an welcher Vergangenheit sie rührt. Denn auch 20 Jahre nach Ende der DDR ist so manches weder vergeben noch vergessen ... Friederike Schmöe lässt uns in dem zweiten Krimi rund um Kea Laverde und Nero Keller an einem Kapitel der deutsch-deutschen Geschichte teilhaben, das entweder schon wieder vergessen ist oder einem nie so recht zu Bewusstsein gekommen ist. An Hand einiger Beispiele wird geschildert, wie westdeutschen Fluchthelfer versuchten DDR-Bürgern einen Weg in den Westen zu ermöglichen. Es trägt sehr zur Glaubwürdigkeit dieses Buches bei, dass hier nicht große und spektakuläre Coups von sogenannten Helden geschildert werden, sondern relativ einfache und doch ausgeklügelte Methoden, die leider ab und an auch einmal fehl schlugen. Dabei werden sehr eindrucksvoll Gefühle mancher Bürger der damaligen DDR geschildert, wie deren ständige Angst vor Bespitzelung und Denunziation. Gefühle, die sie auch heute nicht loslassen und mit einem Ruf nach Gerechtigkeit oder Rache nicht enden. Ähnlich gut nachvollziehbar beschreibt Friederike Schmöe die Beziehung zwischen Kea und Nero. Die Berührung zweier nicht einfacher Menschen, beide mit ihren eigenen Vergangenheiten, die es sich nicht einfach machen, sich einander zu öffnen. In dem komplexen Plot dieses Buches sind es gerade die einfachen und nachvollziehbaren Elemente, die den Unterschied machen. Eine Geschichte, der man Glauben schenken mag, weil sie alltäglich erscheint und weil einem die Charaktere greifbar bleiben. Das alles gespickt mit ein paar wohl dosierten Knalleffekten ergibt einen guten und spannenden deutschen Krimi, der schon wieder Lust auf eine Fortsetzung des Ermittlerpaares macht. Ein fesselnder und gut recherchierter Krimi, der einem ein vielleicht schon vergessenes und spannendes Kapitel der deutsch-deutschen Geschichte näher bringt.

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  • Rezension zu "Fliehganzleis" von Friederike Schmöe

    Fliehganzleis
    jess020

    jess020

    15. July 2009 um 22:29

    "Fliehganzleis" ist der zweite Band aus der Reihe um Ghostwriterin Kea Laverde. Laverde ist gerade dabei, die Biografie der Gräfin Larissa von Rosenthayn zu schreiben, als sie die Gräfin schwer verletzt in ihrem Garten findet. Es stellt sich die Frage, wer und warum derjenige die Gräfin töten wollte. Kea macht sich gemeinsam mit ihrer Freundn Juliane und ihrem (fast) Freund Nero Keller, der Polizist ist, auf die Suche nach möglichen Motiven und Tätern. Dabei stoßen sie auf Ereignisse in der Vergangenheit - um 1968 rum - als es noch die DDR gab. Damals haben sogenannte Fluchthelfer Flüchtlingen geholfen, die DDR zu verlassen, um im Westen ein neues Leben aufbauen zu können. Die Stasi beobachtete jedoch jeden einzelnen sehr genau und so wurde damals vieles erfolgreich vertuscht. Auch Morde... "Fliehganzleis" ist ein Krimi, zusätzlich mit zeitgeschichtlichen Aspekten. Manchmal ist es ein wenig kompliziert, die verschiedenen Zusammenhänge zu erkennen, da man dies nicht von früher kennt. Doch gerade deswegen erscheint das Buch einigermaßen interessant - ohne dies wäre es ein recht langweiliger Krimi geworden. Der Schreibstil ist relativ einfach und leider kommt so gar keine Spannung auf. Doch ich denke, es ist ein interessantes Buch, da man eben vieles über die damalige Situation in der DDR erfährt und so sich in die Personen hineinversetzen kann.

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