Friederike Schmöe Käfersterben

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 0 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(0)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Käfersterben“ von Friederike Schmöe

Eine spektakuläre Verbrechensserie im kalten Bamberger Frühsommer: VW-Käfer werden rituell 'erdolcht' und in der Stadt 'ausgestellt'. Die Polizei glaubt an einen Spinner, doch Privatdetektivin Katinka Palfy hat schlimmere Sorgen: Warum verschwindet ihre Freundin, die Wiener Bildhauerin Dani Zanini, kurz vor einer wichtigen Ausstellung? Und wer stellte den 'erdolchten' Spielzeug-Käfer vor Danis Haustür ab? Als Katinka einen Hilferuf von Dani erhält, sucht sie Rat bei ihrem kunstverständigen Vater. Doch Ignaz Palfy verheimlicht seiner Tochter etwas und bringt sie damit in größte Gefahr …

Stöbern in Krimi & Thriller

Todesreigen

Wie alle Bücher der Reihe ein absolutes Muss für alle Thrillerfans.

Tina06

Ermordung des Glücks

Der Autor überzeugt mit guter Beobachtungsgabe und Einfühlungsvermögen.

NeriFee

Totenstille im Watt

Interessante Perspektive, kurzweilig und ein sehr angenehmer Schreibstil. Leider nicht so fesselnd, wie man bei der Perspektive erwartet.

AreadelletheBookmaid

Nachts am Brenner

Grauner und Saltapepe ermitteln in der Vergangenheit. Solider Krimi am dunklen Brennerpass.

oztrail

Verfolgung

So toll wie der vierte Teil. Auch mit dem neuen Autor ist die Story um Mikael und Lisbeth spannend

Rahel1102

Durst

Durst hat einen guten Spannungsbogen, einen guten Fall an sich, eine schlüssige Auflösung und einen durchaus gelungen Effekt am Ende.

AenHen

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Unblutig, charmant beschaulich: ein Krimi wie ein Sommercocktail

    Käfersterben
    WolfgangB

    WolfgangB

    10. December 2013 um 22:02

    Eine Reihe von VW-Käfern, die mit Samurai-Schwertern aufgespießt regelrecht hingerichtet wurden, markiert den Ausgangspunkt des mittlerweile vierten Falles der sympathischen Privatdetektivin Katinka Palfy. Kurz darauf wird sie von ihrer Freundin, der Wiener Bildhauerin Dani Zanini kontaktiert, die begeistert von ihren neuen Projekten berichtet. Als Dani nach einem telephonischen Hilferuf spurlos verschwindet, schellen bei Katinka sämtliche Alarmglocken. Besteht etwa ein Zusammenhang zu den ermordeten Automobilen? Ihre Ermittlungen führen sie sowohl zu einem Treffen von Liebhabern zeitgenössischer Automobile, den Newtimern, als auch in eine Bamberger Künstlerenklave, deren Mitglieder sich mit ihren Aktionen am Rande der Legalität bewegen. Schließlich muß Katinka auf die Expertise ihres Vaters, eines renomierten Architekten zurückgreifen, der auf irgendeine Weise in den Fall verwickelt scheint ... Handelt es sich bei "Käfersterben" um einen Krimi oder nicht? Immer wieder drängt sich diese Frage beim Hören auf, und erst gegen Ende will man sie zaghaft mit Jein beantworten. Die Geschichte beginnt nicht wie für das blutige Genre typisch mit einem gewaltsam zu Tode gekommenen Menschen, sondern mit einem Delikt, das unter Sachbeschädigung rangiert. Folglich entspricht der Ezählduktus eher einer Detektivgeschichte für Jugendliche als einer Mordermittlung. Viel eher diesem Genre zuzuordnen ist auch eine Szene, in der Katinka mit einer befreundeten Reporterin unbemerkt in das Haus der Künstlergemeinschaft eindringt und eine Festplatte aus einem Laptop stiehlt, ohne auch nur einen Gedanken an die möglichen Konsequenzen zu verschwenden. Natürlich kommen die beiden ungeschoren davon, die Aktion wird als harmloser Jugendstreich verbucht. Als endlich doch eine Leiche gefunden wird, sind bereits gut zwei Drittel der Erzählzeit absolviert. Der Eindruck, alibihalber einem Etikett gerecht werden zu müssen, wird dadurch verstärkt, daß nach einem - zugegeben feurigen - Showdown der Ausklang der Geschichte bei einem ausführlich geschilderten Grillfest begangen wird ... beinahe so, als müsse sich die Autorin für ihren Mut selbst noch einmal belohnen. Man mag dem Roman also unterstellen, er plätschere viel zu lange belanglos vor sich hin. Andererseits bietet sich auch jene Lesart an, nach der die Befindlichkeiten der Protagonisten seine eigentliche Stärke darstellen. Viel Zeit und Energie verwendet die Autorin nämich darauf, die alltäglichen Aktivitäten akribisch detailliert auszugestalten. So etwa darf man Katinka beim Schlottern nach einem kalten Regenguß beobachten, beim Zähneputzen oder, wenn sie ihre Brille verliert. Mindestens ebenso viel Mühe ist auch in die liebevolle Zeichnung origineller Figuren geflossen. Harduin Uttenreuther etwa ist gewiß kein Allerweltsname, den bei Friederike Schmöe der ermittelnde Kommissar trägt. Wenn sich aus ermittlungstechnischer Sicht der Ausflug zu den "Youngtimern", einer Gruppe von Autoliebhabern als Sackgasse erweist, so lohnt sich der Umweg doch, wenn man auf schrullige Mechaniker stößt. Auch die Mitglieder der Künstler-WG wirken nicht mit kreativer Freiheit ersonnen, sondern als mit spitzer Feder entworfene Karikaturen real existierender Vorbilder. Allerdings Die Sprecherin Saskia Kästner besticht durch ihre angenehm warme Erzählstimme, der dem Ton der Erzählung überaus gerecht wird. Allerdings sollte sie Akzente wohl besser meiden. Kann man ihr den Versuch eine französischen Einschlags noch nachsehen, ist ihre Imitation des Wienerischen unerträglich. Wenn sie in der Rolle von Katinkas Freundin Dani oder ihres Vaters Ignaz Palfy spricht, schmerzt dies nicht nur in den Ohren, er ist zudem auch falsch angelegt. Die Verschleppung des Schwa-Lautes bei Suffixen (etwa im Verb kommen) ist in Deutschland gebräuchig, nicht jedoch für Österreich. Gleiches gilt für ein -g am Wortende, das als -ch ausgesprochen wird. Einen Wiener wird man also relativ selten von "Bamber-CH" sprechen hören ... Fazit: Eine in der Leichtigkeit einer sommerlichen Cocktailparty vorgetragene Detektivgeschichte mit Krimielementen und liebevoll gezeichneten Figuren.

    Mehr