Friederike Steiner Folge den Kängurus: 17.354 KM durch Down Under

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Inhaltsangabe zu „Folge den Kängurus: 17.354 KM durch Down Under“ von Friederike Steiner

Alles fing mit drei Monaten an, die ich zu meiner Referendariats Zeit in Sydney bei einer Kanzlei verbrachte. Die Stadt, das Lebensgefühl und die Menschen, die ich auf ihren Reisen getroffen habe, musste ich mir genauer ansehen. Ich wollte wissen, wie es sich anfühlt, sich auf mehr oder weniger unbegrenzte Zeit in ein Abenteuer zu stürzen, bei dem man an keinem Tag voraussagen kann, wo man aufwacht, wen man trifft und was man erlebt. Einmal herauszufinden, was einem wirklich wichtig ist, worauf man, wenn der Reiz groß genug ist, verzichten kann (wie Wasser, Nahrung, ein Zuhause). Dass man sich, wenn man sich selbst in der Wildnis aussetzt, trotz fehlender Sanitäranlagen und drei cm dicker Salzkruste auf der Haut so wohl fühlen kann, dass man erst wieder Richtung Zivilisation aufbricht, wenn nach Tagen der letzte Tropfen Wasser getrunken ist. Ich wollte sehen, wie man in einem Meer von Versuchungen diejenigen findet, die einem persönlich am besten schmecken und herausfinden, welche Vielfalt an Persönlichkeiten, Lebewesen, Pflanzen und Farben die Welt zu bieten hat, um festzustellen, wie einfach man sich in ihr zurecht finden kann, wenn man das tut, was einem gefällt. Bei meinen Berichten über dieses Jahr in Australien, bei dem man vielleicht anmerken muss, dass es weniger work und mehr travel war, handelt es sich nicht so sehr um einen Reiseführer, der alle Orte die man in Australien bereisen kann genau beschreibt, sondern um die Beschreibung einer individuellen Reiseroute, die zeigt, wie unvorhersehbar das Leben in Australien ist und wie schnell sich Pläne ändern, so dass man auf einmal im Zickzack Kreuz und Quer über Land fährt. Die einzelnen Einträge spiegeln meine subjektive Meinung und mein Wesen wieder, von den Texten über die für Australien so typischen Surfer am Bondi Beach und dem Opera House, bis hin zu solchen über kalte, kristallklare Bäche an Orten, die nicht viele Menschen vorher gesehen haben. Von Canyons und Salzseen, versteckt in der roten Mitte des Kontinents und dem weltbekannten Ayers Rock. Darüber, wie es sich anfühlt, ihn majestätisch vor sich aufragen zu sehen und dem Zauber, den ich hierbei verspürt habe, aber auch von 18-jährigen Mädels, die es fertiggebracht haben, während des gesamten Sonnenuntergangs, der den Koloss in leuchtendes Licht getaucht hat, hysterisch auf und ab zu springen, um ein neues Profilbild für Facebook zu bekommen. In einem ganzen Jahr habe ich hundertundein Dinge erlebt und noch mal so viele bezaubernde und verzauberte Orte gesehen. Ich bin aufgewacht mit dem Blick auf den unendlichen Ozean, der in den ersten Strahlen des Tages geglänzt hat. Ich habe Kängurus, Koalas und Emus in ihrem natürlichen Lebensraum gesehen. Delphine, gigantische Wasser-Schildkröten und Blauwale. Ich bin mit Tausenden der buntesten Fische geschwommen, mit Manta Rochen getaucht und habe den Atem angehalten, weil die Haie so nah an mir vorbei geschwommen sind. Ich habe brennende Zuckerrohrfelder gesehen und bin bei 34 Grad und gefühlten hundert Prozent Luftfeuchtigkeit auf Berge gestiegen, um mir Felsmalereien anzusehen. Ich wurde von wildfremden Menschen zum Frühstück eingeladen und habe mit Hippies am Lagerfeuer gesessen. Ich habe bei 7 Grad im Freien mit kaltem Wasser geduscht und festgestellt, wie klein die Welt ist und wie absurd glücklich man über ein Getränk aus dem Kühlschrank sein kann. Auf der Suche nach Abenteuern und Wellen ging es kreuz und quer durch New South Wales, Victoria, South Australia und Queensland, 'Van Halen' - ein äußerst widerspenstiger Mitsubishi Starwagon - immer dabei. Auf einer Farm im hohen Norden von Queensland gab es einen kurzen Zwischenstopp, um die Reisekasse etwas aufzufüllen und schon ging es weiter ins Red Centre, um danach die West Coast näher in Augenschein zu nehmen. Ein Interview zum Buch und der Autorin gibt es im Travelmagazin unter http://www.auslandsjob.de/magazin/work-and-travellerin-australien.html - schaut gerne mal rein!
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    Folge den Kängurus: 17.354 KM durch Down Under

    SonnenBlume

    01. July 2015 um 14:45

    Wie die Autorin bereits selbst sagt, ist das Büchlein kein Reiseführer durch Down Under, aber trotzdem darf man sie mit allen möglichen Leuten zu wunderschönen Plätzen überall auf dem roten Kontinent begleiten. Der Schreibstil ist ungemein beschreibend, sodass man schon meint, die salzige Luft am Meer riechen oder das weiche Fell der Wallabies zu spüren. Für jemanden, der noch nie in Australien war, ist das Buch vielleicht nicht unbedingt geeignet, obwohl zu Beginn die Reiseroute anhand einer Karte dargestellt wird. Aber ich finde, es macht viel mehr Spaß das Buch zu lesen, wenn man sagen kann: „Da war ich auch! Und da, da ist es totaaaaal schön!“ Ich war ebenfalls auf der Suche ein paar schönen Ecken, die es im Urlaub zu entdecken gibt, habe aber leider festgestellt, dass es nicht ganz so einfach ist, wenn man kein Mietauto oder sonstige hat. Trotzdem, es hat irrsinnig Spaß gemacht, wieder in das Reisefeeling zu kommen, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass die Leute ein wenig vorgestellt werden, die nach und nach auftauchen. Als jemand, der die Autorin nicht persönlich kennt, war es für mich etwas schwierig, einen Überblick zu behalten …

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