Friedmar Apel

 2.5 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Nanettes Gedächtnis, Das Buch Fritze und weiteren Büchern.

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Nanettes Gedächtnis

Nanettes Gedächtnis

 (5)
Erschienen am 23.02.2009
Das Buch Fritze

Das Buch Fritze

 (3)
Erschienen am 26.05.2003
Literarische Übersetzung

Literarische Übersetzung

 (1)
Erschienen am 11.09.2003
Himmelssehnsucht

Himmelssehnsucht

 (0)
Erschienen am 19.04.2001
Hugo von Hofmannsthal

Hugo von Hofmannsthal

 (0)
Erschienen am 15.12.2012
Feenmärchen

Feenmärchen

 (0)
Erschienen am 01.01.2005

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wlatatas avatar

Rezension zu "Nanettes Gedächtnis" von Friedmar Apel

Wirres Namedropping
wlatatavor 3 Jahren

Zum Inhalt: Tja... das steht man vorm ersten Problem. Was passiert in diesem Buch überhaupt?
Es handelt sich hauptsächlich um die Aufzeichnungen von Nanette, die offensichtlich in einer psychatrischen Einrichtung weilt, weil sie auf Grund ihrer Synästhesie (alles ist bei ihr mit Farben verknüpft  - Zahlen, Wörter, Gefühle usw.) einen Mord begangen haben soll und der ominöse Dr. Luria untersuchen soll, ob sie überhaupt schuldfähig ist. Gleich zu Anfang sagt Nanette selbst, dass ihre Erzählungen selten chronologisch geordent oder zusammenhängend sind. Und da kann man ihr als Leser nur Rechte geben..

Fazit: Da es sich um die Aufzeichnunen einer psychisch offenbar labilen Frau handelt, ist die Erzählung dementsprechend serh verwirrend und konfus. Immer wieder werden ganz kurze Episoden erzählt, die Sinn machen und Ereignisse erzählen, die meiste Zeit geht es aber um die Gedanken der Protagonistin. Sie benutzt von Anfang an viele verschiedene Namen, bei denen man teilweise erst im letzten Drittel des Buch wirklich weiß, um wen es sich dabei handelt. Das ist die eine Seite des Namedropping. Die andere Seite ist vermutlich der Tatsache geschuldet, dass es sich bei dem Autor um einen Literaturwissenschaftler handelt. Dementsprechend wimmelt es nur so von berühmten Philosophen und Autoren bzw. Literaturwissenschaftlern im Buch. Mir war das alles viel zu umständlich, gewollt anspruchsvoll und literarisch.
Allein dem Ende verdankt der roman seine zwei Sterne: Dort wird klar, dass alles, was man zuvor als wahr angenommen hat, genauso gut nur Schein gewesen sein kann.
Hätte das Buch mehr Seiten gehabt, hätte ich mich wahrscheinlich nicht bis zum Ende durchgebissen. Ich fand die Lektüre sehr anstrengend und ermüdend.
Schade! Das Thema ist sicherlich sehr interessant aber für mich war das Buch nichts!

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GräfinDraculas avatar

Rezension zu "Nanettes Gedächtnis" von Friedmar Apel

Rezension zu "Nanettes Gedächtnis" von Friedmar Apel
GräfinDraculavor 7 Jahren

Im Rahmen eines Seminars musste ich Friedmar Apels Roman »Nanettes Gedächtnis« lesen. Ich kannte weder den Autor, noch den Titel und sprang ins kalte Wasser. Das Eintauchen in die Welt der Synästhetikerin Nanette, die in einer Psychiatrie sitzt und versucht, sich an ihre Vergangenheit zu erinnern, hat sich gelohnt.

In ihrem Elternhaus erlebt sie die Streitigkeiten ihrer Eltern mit. Nanettes Mutter hasst sie und lässt den Frust an ihrem Vater aus, der als Geisteswissenschaftler in ihren Augen nichts wert ist. Nanette beschreibt, wie sie ihre Kindheit in Berlin erlebt; wie ihre Fähigkeit, Worte, Zahlen, Buchstaben und alle Sinneswahrnehmungen farblich wahrzunehmen, sie in der Grundschule beeinflusst und wie sie sich während ihrer Ausbildungszeit als Buchhändlerin sämtlich Buchtitel merken kann. Der Leser springt mit ihr von einem Berliner Lokal zur nächsten Szene-Kneipe, erlebt mit ihr die Prominenten und die gesamte Kulturschickeria (von Max Frisch bis Udo Waltz) und lernt auch Nanettes ausschweifendes Liebesleben kennen. Sie lernt Dutschke kennen, der sich in sie verliebt. Sie fährt nach Frankfurt, wo ihr Vater eine Kunstausstellung organisiert hat, und ab hier fängt vielleicht der ganze Schlamassel an. Vielleicht auch schon früher.

Zwischen den Rückblenden (sie muss ihre Erinnerungen aufschreiben) analysiert Nanette gemeinsam mit dem russischen Psychiater Professor Luria ihren körperlichen und seelischen Zustand. Nach und nach kommt heraus, dass Nanette wegen eines Verbrechens in der Klinik sitzt, an das sie sich nur langsam erinnert.

Das Buch ist spannend aufgebaut – aus vielerlei Hinsicht. Das Thema Synästhetik ist exotisch, das Berlin der 80er/90er Jahre mit all ihren schillernden Persönlichkeiten und Anekdoten ist reizvoll. Es ist eine Reise in die Vergangenheit, eine Reise zu verschiedenen Szene-Kneipen, Bars, Literatursalons und zu berühmten Persönlichkeiten aus dem realen Leben. Das ganze Lebensgefühl wird in Nanettes Schilderungen lebendig.

Die Geschichte lebt aber vor allem durch die Hauptfigur Nanette. Sie ist undurchschaubar, bleibt zugleich authentisch. Interessant ist vor allem die Frage, wie zuverlässig Nanette als Erzählfigur ist – schließlich hat sie nach dem mysteriösen Unfall im Wachkoma gelegen, ist in einer psychiatrischen Klinik, nimmt Medikamente und wird wegen nicht identifizierten Störungen, Psychosen, Traumas therapiert. Wie klar und echt sind ihre Schlüsse, die sie am Ende zieht und zu radikalen Handlungen treibt? Einzig ihre ab und an sehr kindliche und einfache Sprache passen an einigen Stellen nicht zu dieser ansonsten intelligenten Gedächtniskünstlerin.

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yokos avatar

Rezension zu "Nanettes Gedächtnis" von Friedmar Apel

Rezension zu "Nanettes Gedächtnis" von Friedmar Apel
yokovor 9 Jahren

Ich hätte der SZ vertrauen sollen, weil mich das Cover und die Inhaltsangabe von diesem Buch mehr in den Bann gezogen haben. Es war eine große Täuschung. Über das Buch eine Rezension zu schreiben, wäre vergeudete Zeit. Wer etwas Schönes als Zierde für sein Bücherregal sucht, bitte das Buch eignet sich bestens dazu, zu mehr jedoch nicht.

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