Friedrich Ani nimmt uns mit zurück zu seinen Wurzeln nach Kochel am See. Dort wird ein Kind geboren, dessen Start ins Leben von Gegensätzen geprägt ist, die kaum größer sein könnten: Die Mutter ist eine Schlesierin, eine „Heimatvertriebene“, die im bayerischen Dorf Zuflucht fand. Der Vater, ein Medizinstudent aus Syrien, kam dorthin, um am Goethe-Institut Deutsch zu lernen. Das Faszinierende und zugleich Herzzerreißende: Als die beiden sich kennenlernten, besaßen sie keine gemeinsame Sprache. Zeit ihres Lebens blieb ihre Kommunikation gespalten, ein Mosaik aus Brocken und Gesten. Inmitten dieser Sprachlosigkeit wuchs das Kind auf – ein stiller Beobachter zwischen der schlesischen Wehmut, der syrischen Fremde und der bayerischen Dorfarealität. Wie schwer muss es für diesen Jungen gewesen sein, seinen Platz zu finden? Da es im Außen keine einheitliche Sprache gab, suchte er sie im Inneren. Er baute sich „Schlupfwinkel“ und fand schließlich den Weg zur Literatur. Das Buch legt offen, wie dieses Kind sich seinen Weg ganz alleine suchen musste – und wie bravourös ihm das gelang. Friedrich Ani, den viele als eine fast mystische Erscheinung wahrnehmen, zeigt sich hier von einer ganz anderen Seite. Er öffnet die Tür zu seiner Seele und lässt uns an der Fluchtgeschichte seiner Familie und dem harten Prozess des „Ankommens“ teilhaben. In einem kleinen bayerischen Dorf Anschluss zu finden, während man die Last zweier unterschiedlicher Vergangenheiten trägt, erfordert enormen Mut. Die Schreibweise von Friedrich Ani ist, wie man es von ihm kennt, auf einem enorm hohen Niveau, doch in diesem Werk wirkt sie noch intensiver. Trotz der schmerzhaften Themen bewahrt er eine menschliche Wärme. Es ist ein Buch, bei dem einem unweigerlich ein Tränchen die Wange herunterläuft, weil die Sehnsucht der kleinen Familie nach Geborgenheit so greifbar ist. Das einfach gehaltene Cover passt hervorragend dazu – es drängt sich nicht auf, genau wie der Autor selbst, der trotz seines riesigen Erfolgs als „Fritz Ani“ ein freundlicher Zeitgenosse mit viel Humor geblieben ist. Wer verstehen will, was „Heimat“ wirklich bedeutet und wie die Literatur Leben retten kann, muss dieses Buch lesen. Ein Meisterwerk, das lange nachklingt! Vielen Dank. lieber Fritz.
Friedrich Ani

Lebenslauf
Neue Bücher
Tatort Alpen - 11 Kurzkrimis
Alle Bücher von Friedrich Ani
Der namenlose Tag
Letzte Ehre
Die unterirdische Sonne
All die unbewohnten Zimmer
Ermordung des Glücks
Bullauge
Lichtjahre im Dunkel
Süden
Neue Rezensionen zu Friedrich Ani
Außerordentlich realistischer Thriller: Nazis entführen eine Deutsche, um so die Ausweisung ihres nigerianischen Verlobten und dessen 14jähriger krimineller Tochter zu erzwingen. Es entsteht ein Medienrummel ohnegleichen. Ich musste das Buch immer wieder weglegen, weil es einfach unerträglich ist. Zu diesem Buch gibt es eine Menge Verrisse: Hauptvorwurf: zu klischeebeladen. Meiner Meinung können diese Leute es lediglich nicht akzeptieren, dass ihnen ein Spiegel vorgehalten wird, der ihnen nur zu deutlich zeigt, wie weit verbreitet Fremdenfeindlichkeit und Rassismus in unseren Landen noch ist.
Rezension (kann Spoiler enthalten) :
Wie Licht schmeckt von Friedrich Ani
Standalone bei dtv
Handlung :
Der 14-jährige Lukas will zu seinem Geburtstag kein Geschenk außer 3 Tage alleine in der Stadt rumlaufen. Und obwohl seine Eltern strikt dagegen sind macht er sich auf den Weg. Ziemlich schnell lernt er Sonja kennen, ein blindes Mädchen, dass ihm dem Kopf verdreht.
Meinung :
Das Buch umfasst gar nicht so viel Handlung, weswegen es sich gar nicht so gut zusammenfassen lässt ohne zu spoilern. Die recht hohe Seitenanzahl für den wenigen Inhalt hat das Buch vor allem der Zeitdehnung zutun, mit der Friedrich Ani sehr viel arbeitet. Ich bin ehrlich und sage,, dass ich das Buch gar nicht mochte. Sehr wenig Inhalt, der sehr lange erzählt wurde, es konnte mich nicht mitnehmen. Ich habe mich etwas durchgequält und zum Schluss bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass Sonja Lukas ausnutzt. Ich musste es in der Schule lesen, und habe da schon echt gute Bücher entdeckt, die mich auch echt begeistert haben, es liegt also nicht am Zwang einer Schullektüre .
Besonders das Ende hat einfach keinen Sinn ergeben und meiner Meinung nach, ist das Buch weder zeitgemäß noch als Schullektüre geeignet.
Fazit :
Leider nicht empfehlenswert
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Zusätzliche Informationen
Friedrich Ani wurde am 06. Januar 1959 in Kochel am See (Deutschland) geboren.
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