Friedrich Ani

 3.6 Sterne bei 939 Bewertungen
Autor von Der namenlose Tag, Die unterirdische Sonne und weiteren Büchern.
Friedrich Ani

Lebenslauf von Friedrich Ani

Vielseitig und erfolgreich in Literatur und Film: Friedrich Ani, 1959 in Kochel am See geboren, ist vor allem für seine Kriminalromane um den Kommissar Tabor Süden bekannt. Seine ersten Stücke verfasste er bereits nach dem Abitur, bevor er an der HFF München angenommen wurde. Neben der Tabor-Süden-Serie, für die er mehrmals mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet wurde, publizierte Ani auch Lyrikbände und Jugendromane und verfasst Drehbücher für Fernsehserien. Ani lebt und arbeitet in München.

Neue Bücher

Der Narr und seine Maschine

 (42)
Neu erschienen am 02.10.2018 als Hardcover bei Suhrkamp. Es ist der 21. Band der Reihe "Tabor Süden".

L'omicidio della felicità

Neu erschienen am 20.09.2018 als Taschenbuch bei Emons Verlag.

Alle Bücher von Friedrich Ani

Sortieren:
Buchformat:
Der namenlose Tag

Der namenlose Tag

 (93)
Erschienen am 29.10.2016
Die unterirdische Sonne

Die unterirdische Sonne

 (91)
Erschienen am 14.12.2015
Ermordung des Glücks

Ermordung des Glücks

 (62)
Erschienen am 11.09.2017
Süden

Süden

 (49)
Erschienen am 02.05.2012
Der Narr und seine Maschine

Der Narr und seine Maschine

 (42)
Erschienen am 02.10.2018
Wie Licht schmeckt

Wie Licht schmeckt

 (54)
Erschienen am 22.10.2009
M

M

 (31)
Erschienen am 02.03.2015
Idylle der Hyänen

Idylle der Hyänen

 (35)
Erschienen am 01.02.2010

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Friedrich Ani

Neu
M

Rezension zu "Der Narr und seine Maschine" von Friedrich Ani

Mit Melancholie erzählt
michael_lehmann-papevor 12 Tagen

Mit Melancholie erzählt

Nahtlos reiht sich dieser neue Kriminalroman von Friedrich Ani in das „Tabor-Süden-Universum“ ein. Auch wenn harte Dinge geschehen sind zuvor, auch wenn die Privatdetektei, die mehr noch Familie für den ehemaligen Polizisten Süden gewesen ist, vor ihren Trümmern steht. Und auch wenn Tabor Süden selbst, eine starke Szene, die Ani direkt zu Anfang in den Raum setzt, wie gelähmt auf einem Bahnsteig steht.

Ein Bild für das „Verfangen sein“ seines und in seinem Leben. Das nicht von Optimismus und großer Hoffnung geprägt ist, sondern die dunklen Seiten, die Eintönigkeit, die Verzweiflung viele eher im herzen trägt als es die vielen anderen, lockeren, heldenhaften, teils trotz Gebrochenheit ins ich stimmigen Ermittlerfiguren der vielfachen anderen Thriller und Romane in sich tragen.

Wozu in diesem neuen Fall eine andere Hauptfigur, ein verschwundener Schriftsteller, ebenso beiträgt. Denn wenn man dessen Geschichte vor Augen geführt bekommt, dieses Leben im Hotel mit der Mutter, bis diese starb, diese Verlorenheit in der Welt, die Einsamkeit in der Masse Mensch auf den Straßen, dann ist und bleibt klar, dass Friedrich Ani es emotional dicht versteht, das Gescheiterte, das Dunkle, das Traurige, das Melancholische Seite für Seite in den Raum des Buches zu setzten und darin verankert zu lassen.

„Ein neuer Gedanke beschäftigte ihn. Dass sie seinen Rucksack durchwühlen und die in ein Frotteehandtuch eingewickelte Pistole finden würden“.

Und was hätte eine solche Pistole im Besitz eines Mannes zu bedeuten, der offiziell nur ein paar Tage allein unterwegs ist, um sich Gedanken über ein neues Buch zu machen?

„Nein, dachte Süden wieder und hatte keine Erklärung für seine Zuversicht, dieser Mann habe seinen Weg noch nicht beendet, er sei noch unterwegs“.

Wenn es aber einer „im Blut hat“, seiner Intuition zu vertrauen, dann eben Tabor Süden, der sein ganzes erwachsenes Leben lang ja schon seine Fähigkeiten darauf konzentriert, verschwundene Personen zu finden.

Konsequent, hartnäckig, belastet von den Toden seines Lebens, der Trauer seines Daseins und dem trüben Blick auf die Welt, geht Süden ohne abzulassen, den Dingen des Verschwundenen nach, macht interessante Feststellungen bei zwei der Hotelangestellten und sieht Spuren da, wo andere noch nicht einmal genau hinsehen würden.

Sprachlich genau passend setzt Ani seinen Tabor Süden auf den nächsten Fall an und zeigt wiederum eindrucksvoll auf, dass er nicht nur einen Blick für die Tiefen der Personen hat, sondern diese auch auf den Punkt darzustellen versteht.

Kommentieren0
2
Teilen
OliverBaiers avatar

Rezension zu "Der Narr und seine Maschine" von Friedrich Ani

Tabor Süden ermittelt
OliverBaiervor 16 Tagen

Band 21 der Tabor Süden Reihe und es ist mein Erster. War ich doch sehr überrascht über das handliche Format und die geringe Seitenanzahl, war ich sehr gespannt auf den Inhalt. Ich mag die Art, wie Friedrich Ani sich ausdrückt und muss ganz ehrlich sagen, viele Sätze haben mich formal und von den Worten so gefesselt, das ich hin und wieder das warum verloren habe. Es ist nicht viel passiert auf diesen Seiten und doch habe ich sprachlich dies sehr genossen. Ich bin gespannt, wie die anderen Tabor Süden Ermittlungen aussehen und ob es ( wie ich es nun schon mitbekommen habe) eine ganz spezielle Art ist, wie Friedrich Ani formuliert. Er wirkt für mich nah bei den Personen, melancholisch, aber auch tief. es geht nicht um Effekte, zumindest nicht in plakativer Art. Da es ein kostenfreies Exemplar über vorablesen war, stört mich der Preis für das kleine Büchlein nicht- normalerweise wäre es mir zu teuer.

Kommentieren0
1
Teilen
Buecherschmauss avatar

Rezension zu "Der Narr und seine Maschine" von Friedrich Ani

Rabenschwarz
Buecherschmausvor einem Monat

Nach langen Jahren, in denen er Menschen aufzuspüren versuchte, die spurlos verschwunden waren, möchte Tabor Süden jetzt selbst einfach verschwinden. Er hat seine Wohnung aufgelöst, das Handy zurückgelassen.

Seine langjährige Chefin in der Detektei Liebergesell hat aber den richtigen Riecher und passt ihn am Bahnhof ab, ja, kann ihn sogar für einen neuen Fall, den sie übernommen hat, zurückgewinnen.
Es geht um den ehemals sehr bekannten Kriminalschriftsteller Georg Ulrich, einen Meister des Crime Noir, etliche Male verfilmt, prämiert, übersetzt, um den es aber seit vielen Jahren sehr still geworden ist. Zu Beginn seines Ruhms ist er mit seiner Mutter, die ihn als einfache Schneiderin allein und unter erheblichen finanziellen Mühen großgezogen hat, in ein Hotel gezogen. Hier lebte er bis zuletzt, ruhig und völlig zurückgezogen nach dem Tod der Mutter. Seine Biografie wurde unlängst geschrieben und nun ist der Autor verschwunden. Der Hotelbesitzer und seine Angestellten, die sich Cornelius Hallig, so der wahre Name des Autors, freundschaftlich verbunden fühlen und sich sorgen, haben Liebergesell mit der Suche nach ihm beauftragt. Nicht unbegründet befürchten sie, dass hier ein Suizid geplant sein könnte.
Tabor Süden fühlt sich von Beginn an verwandt mit Hallig und der absoluten Dunkelheit, die ihn zu umgeben scheint. Beide sind Menschen, die irgendwie nicht wissen, wohin mit sich in dieser Welt, beide schwer erschüttert, beide ohne enge Bindungen. „Rabenschwarz“ könnte man die Stimmung im Buch nennen und ein wenig bangt man sogleich auch um sie Seelenlage des Autors Ani, der hier ja immerhin von einem Schriftsteller-Kollegen erzählt. 

Gewohnt intuitiv lässt sich Tabor Süden durch seine Ermittlungen, falls man das überhaupt so nennen kann, treiben. Es wird sehr viel geraucht und getrunken und man verrät kein Geheimnis, wenn man erzählt, dass die beiden Männer sich am Ende tatsächlich begegnen. Auch wenn es natürlich kein Happy-End gibt. Das gibt es bei Ani in diesem Sinne nie.
Eine absolut dunkle, bedrückende Stimmung herrscht, eine tiefe existenziellen Erschütterung bleibt auch beim Lesen.

Kommentieren0
42
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
Diamants avatar
Kann mir jemand die Reihenfolge der Krimis von Friedrich Ani mit Tabor Süden sagen? Ich blicke nicht durch, habe jetzt auf dem Flohmarkt "Süden und das verkehrte Kind" erstanden und weiß gar nicht, wo ich mit dem Lesen anfangen muss...
Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Jahren
Hallo Diamant, hier: http://www.krimi-couch.de/krimis/friedrich-ani.html kannst Du die Reihenfolge der Bücher nachlesen. Demnach müsste es sich um den achten Band handeln. Viele Grüße.
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Friedrich Ani wurde am 06. Januar 1959 in Kochel am See (Deutschland) geboren.

Friedrich Ani im Netz:

Community-Statistik

in 988 Bibliotheken

auf 162 Wunschlisten

von 34 Lesern aktuell gelesen

von 16 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks