Friedrich Ani Der einsame Engel

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Inhaltsangabe zu „Der einsame Engel“ von Friedrich Ani

Tabor Süden ermittelt zum 20. Mal. Nach dem Brandanschlag auf die Münchner Detektei Liebergesell ist deren Zukunft ungewiss. Gegen den Willen seiner Chefin nimmt Tabor Süden dennoch den Auftrag an, einen Geschäftsmann zu suchen. Bei seinen Ermittlungen stößt er auf Affären und Lügen, auf Menschen, die geübt sind im Wegschauen und Schweigen. Auf Menschen, die nicht mehr an das Glück und an die Gerechtigkeit glauben – so wie es Tabor Süden selbst lange Zeit ergangen ist. Erneut übertrifft Bestseller-Autor Friedrich Ani in diesem Süden-Roman sich selbst. "Der einsame Engel" ist ein scharfsinniger und gefühlvoller Krimi über das Fremdsein in der Liebe und im Leben an sich. »Friedrich Anis Romane sind deutsche Gegenwartsliteratur, deren eminente literarische Qualität sie nicht daran hindert, richtige Geschichten aus diesem Land zu erzählen. Konkret, auf den Punkt, pragmatisch und poetisch.« Thomas Wörtche

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    Der einsame Engel
    Lienz

    Lienz

    Inhalt: „Denn“, sagte ich zu Patrizia, „das Glück, das haben wir doch gelernt, es existiert.“ Nach dem Brandanschlag auf die Detektei Liebergesell ist deren Zukunft ungewiss. Dennoch nimmt Tabor Süden den Auftrag an, einen Geschäftsmann zu suchen. Aus Sorge, so seine Mitarbeiterin, habe sie sein Verschwinden gemeldet. Bei seinen Ermittlungen stößt Süden schließlich auf eine Wahrheit, die jedes Glück unmöglich macht. (Klappentext) Leseerlebnis: Im sehr besonderen Stadtcafé in München prallt der Leser unversehens auf Tabor Süden. Besonders, wer ihn (wie ich) noch nicht kennt, erhält auf der Stelle einen starken Eindruck. Zitat Seite 7: „Wie war dein Wochenende“, fragte sie, und obwohl sie keine Antwort erwartete, schaute sie mich an wie jemand, der am Wortetropf hing. Ich sagte: „Ich war monumental bebiert.“ Oha, was ist das denn für einer, formt sich der Leserin Gedanke. Das kommst du nicht umhin und liest weiter. Unbedingt. Der ehemalige Kriminalbeamte Tabor Süden, nun Privatdetektiv, versteht die Kunst des Fragens, in die Leute zu dringen und sie zum Reden zu bringen. Ob diese dabei die Wahrheit sagen, das steht auf einem anderen Blatt. Die Kraft der Gespräche findet sich in treffsicher gesetzten Worten, in der Macht Tabor Südens unbarmherzigen Schweigens den Gesprächspartnerinnen gegenüber. Was diese wiederum zum Weiterplappern animiert, sodass sie sich tiefer in seinen Lügen verstricken. Tabor Süden ist ein Zuhörer, dem nichts entgeht, auch nicht der leiseste Zwischenton. Der Roman ist in der Ich-Form erzählt, weshalb die Figur des Tabor Süden den Roman zu hundert Prozent trägt. Süden ist ein sehr viriler Typ mit harter Schale und einer weichen Seele, mit vielen Gefühlen. Die er lieber mit Bier zukippt, als sie zu zeigen. Die Gefühle aber wollen raus – sie finden einen Weg. In „Der Einsame Engel“ zeigt sich Südens weiche Seele durch Einwirkung einer Frau. Zurück zum Fall: Wort um Wort geht er erlogenen Wahrheiten auf den Grund und greift, als es nottut, ungeniert zur List. Auch politische Münchener Wahrheiten fließen in die Gespräche und Tabor Südens Gedanken ein. Der Krimi ist damit ein starker München-Roman, ein Soziogramm der Stadt. Lieblingspassage: Heißer Kräutertee Tabor Süden im Gespräch mit der Frau Kargus an einem Stehtisch am Hauptbahnhof. So viel Wärme so ur-münchnerisch zu vermitteln, das kann, glaube ich, nur ein Friedrich Ani. Zitat Seite 66: … Darf ich Sie was fragen? Wie heißen Sie? Sie müssen nicht antworten.“ – „Tabor Süden.“ – „Wie?“ – „Tabor Süden.“ – „Ist das ein Wort?“ – „Tabor ist der Vorname.“ – „Und Süden der Nachname?“ – „Ja.“ – „Sie schwindeln mich an.“ – „Ich schwindele Sie doch nicht an.“ – „Doch.“ – „Ich heiße so.“ – „So heißt niemand.“… Nicht nur ist dieser Dialog mein Highlight, auch die Wärme, mit der Tabor Süden der Frau Kargus begegnet, ist einzigartig. Whodunnit der subtilen Art: Diesen Krimi tragen die handelnden Figuren, nicht eine von Cliffhanger zu Cliffhanger rasende Handlung. Womit sich ein an Letzteres gewöhnte Leser anfreunden wollen muss. Obwohl sich im Roman selbst keiner umbringt, erschießt, gefoltert und so weiter wird, lässt der Text nicht los. Faszination und Sog entstehen durch die Kraft der Dialoge, mit denen sich die Figuren in ihren falschen Wahrheiten verheddern. Bis bloßliegt, wer’s war und warum. Zwei Dinge haben mich an diesem Roman ein wenig gestört: An manchen Stellen wird die Figur Tabor Süden zu groß und vergisst die Mündigkeit des Lesers. Das führt zum zweiten kleinen Störfaktor, der sachlich nicht korrekten juristischen Einschätzung der begangenen Tat. Das hätte getrost unterbleiben können und erinnert an so manchen schalen deutschen Fernsehkrimi. Der Autor: Friedrich Ani wurde 1959 in Kochel am See geboren. Er schreibt Romane, Kinderbücher, Gedichte, Hörspiele, Drehbücher und Kurzgeschichten. Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet: Als bisher einziger Autor erhielt Ani den Deutschen Krimipreis in einem Jahr für drei Süden-Titel gleichzeitig. 2010 folgte der Adolf-Grimme-Preis für das Drehbuch nach seinem Roman "Süden und der Luftgitarrist". 2011 wurde der Roman "Süden" mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet, ebenso wie 2014 sein Roman "M", der wochenlang auf der KrimiZEIT-Bestenliste stand. Friedrich Ani ist Mitglied des Internationalen PEN-Clubs und lebt in München. (von der Website des Droemer Knaur Verlags) Gesamtbewertung: 4,5 Sterne von 5 Friedrich Anis Tabor-Süden-Romane sind allein wegen der Sprache und Figuren etwas Besonderes. Einen sollte man zumindest gelesen haben. (Ich selbst habe nach dem neuesten jetzt den erstenTabor-Süden-Krimi begonnen).

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    Floh

    Floh

    22. May 2016 um 04:30
  • Der einsame Engel

    Der einsame Engel
    Kleine8310

    Kleine8310

    08. April 2016 um 21:56

    "Der einsame Engel" ist der zwanzigste Band der Buchreihe um Tabor Süden. Geschrieben ist er von Friedrich Ani. Für mich ist es das erste Buch des Autors und ich war sehr neugierig darauf. Das Buch ist mit seinen 208 Seiten wirklich dünn und ich war gespannt, wie sich das auf die Handlung auswirken würde. In dieser Geschichte bekommt es Tabor Süden mit einem schwierigen Fall zu tun. Nachdem auf die Detektei Liebergesell ein Brandanschlag verübt wurde ist unklar, ob die Angestellten überhaupt weiterarbeiten können. Tabor Süden übernimmt die Ermittlungen bezüglich des Verschwindens eines Geschäftsmanns. Seine Mitarbeiterin hat sich gemeldet, da ihr Chef plötzlich verschwunden ist und sie sich Sorgen macht.     Tabor Süden findet heraus, dass der Vermisst gemeldete mehrere Affären hat und es sich zudem auch noch um Minderjährige handelt. Bei den weiteren Ermittlungen stößt Süden nicht nur auf Lügen und fiese Machtspiele, sondern zudem auch noch auf eine Menge Ungerechtigkeiten, die mit Intrigen einhergehen ... Der Einstieg in die Geschichte ist mir gut gelungen, aber mir ist sogleich der besondere, besonders im Krimibereich, sehr poetische und bildhafte Schreibstil von Friedrich Ani aufgefallen. Ich war nicht sicher, ob mir das in diesem Genre gefallen könnte, aber wundersamer Weise war es irgendwie passend, vorallem auch zum dem Protagonisten Tabor Süden. Manches war mir ein wenig zu überzogen und zu schwulstig, aber das war der geringere Teil.  Die Handlung ist interessant und die Ermittlungen von Tabor Süden gestalten sich weitestgehend spannend. Dennoch hatte ich manchmal das Gefühl, dass dem Buch ein paar Seiten mehr nicht geschadet hätte. Für mich war es sehr ungewohnt relativ viel an Handlung so komprimiert zu lesen. Weitestgehend war es aber passend und wirkte auch nicht überladen auf mich.  Bei der Spannung hätte ich mir etwas mehr gewünscht, da der Fall, in dem Tabor Süden ermittelt, doch einiges an Potenzial bietet. Die Charaktere haben mich nicht komplett überzeugen können, da mir häufig der Tiefgang gefehlt hat. Und auch die Handlung hat dies leider nicht komplett herausgerissen!  "Der einsame Engel" ist ein poetischer, krimiähnlicher Roman, der mich teilweise gut unterhalten, aber nicht wirklich gefesselt hat!

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  • Man kann es eigentlich nicht in Worte fassen, als abschließend zu sagen: Schön!

    Der einsame Engel
    detlef_knut

    detlef_knut

    07. March 2016 um 19:11

    Ich muss gleich zu Beginn gestehen, dass dieser Roman ein ganz besonderes Gefühl beim Lesen in mir hervorrief. Ein Gefühl, welches sich nicht bei jedem Buch einstellt, auch wenn es mit der höchsten Punktzahl meinerseits bewertet wird. Doch worum geht es? Tabor Süden arbeitet als Detektiv in der Detektei bei Edith Liebergesell. Der Detektei geht es finanziell nicht besonders, außerdem müssen alle den Tod eines Kollegen verarbeiten. Die Firma bekommt den Auftrag zur Suche eines verschwundenen Geschäftsmannes. Die Ex-Freundin und Noch-Angestellte des Gemüsehändlers hat sich nach zwölf Tagen aufgerafft und die Detektei beauftragt. Ihren Worten nach war sie zuvor bei der Polizei, doch da der Mann sein eigenes Leben führte, außerdem eine neue Partnerin hatte, war das für die Polizei keine Vermissung. Er könne jederzeit wieder auftauchen. So gelang der Fall an Tabor Süden. Dieser ermittelt akribisch, er befragt zunächst die Auftraggeberin, danach noch weitere Personen. Er hat jedoch immer das Gefühl, nie die Wahrheit zu hören. Hier zeichnet sich der besondere Stil von Friedrich Ani ab. Er ist ein ausgesprochen guter Beobachter und dringt tief in die Köpfe der Menschen, um ihr Innerstes nach oben zu führen. In ungemein sanfter Weise lässt er auch seinen Ermittler Tabor Süden seine Fragen stellen, Recherchen durchführen und über sich und das Leben nachdenken. Der Fragestil Südens, der mehr auf Feststellungen denn aus Fragen besteht, ist eine ganz besondere Methode. Als Leser wird man dabei dem Gedankengang des Protagonisten folgen können. Krimileser sind häufig darauf bedacht, mit denen Ermittlern "mitzuermitteln". Dabei versuchen sie meist, mehr zu erfahren, als die Ermittler wissen. Ani hingegen zeigt dem Leser eine (sympathische) Nase. Mit der Fragetechnik Südens wird dem Leser immer wieder aufgezeigt, dass Süden mehr weiß bzw. ahnt, als der Leser zu vermuten vermag. Das erzeugt einen ganz besonderen Reiz, eine ganz besondere Spannung beim Lesen. Ein anderer Charme bei der Lektüre dieses Romans liegt in der Sinnlichkeit, in der Gemütlichkeit des Geschehens. Es gibt keine überbordende Hektik und Aktion, die die Handlung treibt. Es sind vielmehr die leisen Töne, die Gedanken des Protagonisten, die für den Genuss beim Lesen sorgen. Das schafft bei weitem nicht jeder Roman, eher wird man einen solchen Roman vielleicht alle zwei Jahre in die Hände bekommen. Diese besondere Ruhe, die ich verspürte, erinnerte mich ganz stark an die Romane von Siegfried Lenz. Man kann es eigentlich nicht in Worte fassen, als abschließend zu sagen: Schön! Ich gebe gerne eine volle Punktzahl für diese Geschichte und bin gespannt auf den weiteren Lebensweg von Tabor Süden. © Detlef Knut, Düsseldorf 2016

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  • Anspruchsvolle Literatur voller Poesie und Kraft von höchster Qualität

    Der einsame Engel
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    18. February 2016 um 09:19

    Friedrich Ani ist ein rastloser Schreiber. Kaum hat er mit einem neuen, seinen ehemaligen Kommissar Tabor Süden in vielem ähnlichen  Ermittler in „der namenlose Tag“ (Suhrkamp) zum wiederholten Mal den Deutschen Krimipreis gewonnen, legt er bei seinem Stammverlag Droemer auch schon den nächsten, den insgesamt zwanzigsten Roman seines schwermütigen und seinem Autor ans Herz gewachsenen Tabor Süden vor. Dazwischen fand er noch Zeit für die Vorlage eines hervorragendes, gleichermaßen preiswürdigen Drehbuches, das vor einiger Zeit für das Fernsehen in dem Drama „Operation Zucker: Jagdgesellschaft“ verfilmt wurde. Der neue Roman knüpft an die Story des letzten („M“) und nimmt besonders zu Beginn Beug darauf. Dort war die Detektei Liebergesell, für die Tabor Süden arbeitet, nachdem er vor Jahren auf der Suche nach seinem verschollenen (!) Vater nach einer Zeit de Kellnerns in Köln wieder nach München zurückgelehrt ist, mit ihren Nachforschungen nicht nur auf die Spuren des verschwundenen Sohns von Edith Liebergesell gestoßen und hatte seinen Tod geklärt, sondern in der Auseinandersetzung mit Neonazis ist auch der Kollege Leonard Kreutzer ums Leben gekommen. Nun haben eben jene Neonazis in der Detektei Feuer gelegt und die Einrichtung vollständig zerstört. Nicht nur Tabor Süden, sondern auch seine Chefin Edith Liebergesell und seine Kollegin Patricia Roos stehen vor einem Scherbenhaufen ihrer beruflichen und persönlichen Existenz. Niemand weiß, wie es weitergehen soll, alles steht in Frage und insbesondere Tabor Süden versinkt in eine schier bodenlose Trauer um Leonard Kreutzer, an dessen Tod er sich die Schuld gibt und um alles andere, was er verloren glaubt. Der einzige Ausweg aus dieser, auch mit viel Alkohol getränkten Schwermut ist seine Arbeit, Ermittlungsarbeit, Suche nach Verschwundenen. Als Emma Fink, Angestellte des Münchnern Obst- und Gemüsehändlers Justus Greve, diesen bei der Detektei als vermisst anzeigt, und die Detektei mit der Suche nach ihm beauftragen will, nimmt Tabor Süden seine Arbeit wieder auf. Mit der ihm eigenen Methode von Intuition, einer überbordenden Empathie und einer ganz besonderen Fragetechnik, mit der er die Geheimnisse seiner Gesprächspartner und deren Seelen erkundet, such er sich der vermissten Person wieder so anzunähern, dass er stellenweise fast eins mit ihr wird. Und am Ende kommt Tabor Süden nicht nur seiner Kollegin Patricia Roos näher, sondern auch den Rätseln des Vermissten und der Auftraggeberin. Und die Zukunft der Detektei bleibt offen. Und die die von Anis Serie auch. In einer Zeitungsrezension war einmal über Anis Bücher folgender Satz zu lesen: "Wer Anis Geschichten liest, lernt anders denken". Das trifft auch und erst recht auf das neue Buch zu. Aber ich möchte ergänzen: er lernt auch anders mitfühlen und anders über Menschen urteilen, die die Gesellschaft längst abgeschrieben hat, die lebendig tot sind, und schon lange, bevor sie abtauchen, längst in sich selbst verschwunden sind, in "leeren Zimmern" leben. Reich an intensiver Sprache mit starken und ausdruckskräftigen Bildern nimmt Friedrich Ani seine Leser wieder mit auf eine spannende Reise durch Bereiche unserer Gesellschaft, die er seinen Tabor Süden erkunden lässt wie kaum ein anderer Krimiautor der Gegenwart. Anspruchsvolle Literatur voller Poesie und Kraft von höchster Qualität.  

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  • Rundherum genial ...

    Der einsame Engel
    HEIDIZ

    HEIDIZ

    13. February 2016 um 18:04

    ·  Gebundene Ausgabe: 208 Seiten ·  Verlag: Droemer HC (1. Februar 2016) ·  Sprache: Deutsch ·  ISBN-10: 3426281473 ·  ISBN-13: 978-3426281475 ·  Größe und/oder Gewicht: 12,8 x 2,2 x 20,8 cm   PREIS: 18,00 Euro  ist halt kein Taschen- sondern ein gebundenes Buch.   Tabor Süden ermittelt wieder einmal – ich gestehe – nicht genau zu wissen, der wievielte Roman mit diesem Charakter es ist. Einige davon habe ich gelesen, lange nicht alle …   Auf die Dektektei Liebergesell wird ein Brandanschlag verübt – ob man weiterarbeiten kann ist noch nicht klar. Tabor Süden übernimmt die Ermittlungen nach einem Geschäftsmann. Seine Mitarbeiterin hat gemeldet, dass er verschwunden ist. Sie macht sich Sorgen um ihren Chef.   Was Süden herausfindet, ist geradezu perfide. Naja, der Vermisste hatte mehrere Affären – auch mit Minderjährigen hat Greve dahingehend zu tun. Lügen, Machtspielchen und Intrigen, Schweigen und Ungerechtigkeiten: all das schlägt Tabor Süden entgegen und natürlich so auch den Lesern.   Literarisch perfekt für meine Begriffe schreibt der Autor seine Geschichte für den Leser, man spürt, dass er sich in seine Leser hinein versetzt, sie zu verstehen versucht, daher kann man sich in die Geschichte eindenken – bekommt diese zu 100 Prozent authentisch serviert, kurzweilig verfasst und verständlich präsentiert.   Die Charaktere sind bildhaft detailliert geschildert. Auch die Szenen habe ich sehr dicht und bildhaft empfunden und konnte mich von Beginn bis Ende in die kurzweilig spannende Handlung hinein versetzen.   Leseprobe: ========   Kapitel 5 Heißer Kräutertee   „Aus seinem Schatte, das lernen Sie schon als Kind, tritt niemand heraus.“ Sie blickte durchs Restaurant zur Halle, zu Gleis 11. „Alles, was Ihnen jemand erzählt, glauben Sie blindlings. Sie glauben sogar, dass Sie nie alt werden. Sie schauen so skeptisch. Haben Sie das nicht geglaubt? Nein? Seien Sie ehrlich. Ach, junger Mann. Das gefällt mir, dass sie Bier trinken und nicht viel reden. Reicht schon, wenn die Weiber dauernd quatschen. …       100 von 100 Punkten

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