Friedrich Ani Die Erfindung des Abschieds

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Inhaltsangabe zu „Die Erfindung des Abschieds“ von Friedrich Ani

Nach dem Tod seines geliebten Großvaters ist der neunjährige Raphael Vogel spurlos verschwunden. Die zerstrittenen Eltern – und bald auch die Öffentlichkeit und Medien – sind in höchstem Alarmzustand. Friedrich Anis erster Roman mit Vermisstenfahnder Tabor Süden. „Ani ist ein diskreter Erzähler, deutet oft nur mit knappsten Mitteln an. Das verleiht seinen Romanen Dichte und Spannung.“ Der Spiegel „Einzigartig im deutschen Sprachraum. Wer seine Geschichten liest, lernt anders denken.“ Hamburger Abendblatt „Friedrich Ani zieht seinen Figuren den Boden unter den Füßen weg und lässt sie schmerzhaft die eigene Machtlosigkeit spüren. Er erzählt von ihnen in einer Sprache, die in ihrer verführerischen Mischung aus Poesie und Sachlichkeit hierzulande ohne Vorbild sein dürfte.“ Literarische Welt

Friedrich Ani schreibt einfach fantastisch und wie er die Handlung entwickelt, macht es Spannend und einzigartig.

— Weltenwandler
Weltenwandler

Nicht blutig, nicht reißerisch...aber unglaublich spannend

— patrick2804
patrick2804

Bisher mein bester Süden! ;-)

— Janine2610
Janine2610

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    Die Erfindung des Abschieds
    Weltenwandler

    Weltenwandler

    06. July 2017 um 11:17

    Rezension zu »Erfindung des Abschieds«von Friedrich Ani( Tabor Süden Roman Reihe Teil 1)Genre: Krimi/ ThrillerVerlag: Droemer KnaurErscheinungsdatum: 13.07.2011Beschreibung: Nach dem Tod seines geliebten Großvaters ist der neunjährige Raphael Vogel spurlos verschwunden. Die zerstrittenen Eltern – und bald auch die Öffentlichkeit und Medien – sind in höchstem Alarmzustand.Quelle: Verlag Droemer KnaurAuch ein Buch, das ich mir schon länger vorgenommen habe, nachdem ich »Der namenlose Tag« von Friedrich Ani, schon vor einiger Zeit, gelesen hatte.Mich interessierte diese Reihe, da ich wissen wollte, ob der Autor auch hier so toll mit Sprache umgeht, und wurde nicht enttäuscht. Also war mein Schottland Urlaub die richtige Gelegenheit, und ich habe dieses Buch an einem Tag in den Highlands, in Kenmore am Loch Tay, durchgelesen.Zu Beginn ist man natürlich gespannt auf den Fall und aber auch auf den Haupt-Protagonisten. Nur da kam erst mal nichts Eindeutiges von Tabor Süden (dachte ich), und ich fragte mich, ob ich das richtige Buch gekauft hatte ;). Aber Ani ist ein Fuchs, er lies erst mal den Leser im Dunklem, und erzeugte damit schon Spannung. Der Fall des verschwundenen Raphael wird sehr tragisch und dramatisch dargestellt und Mitgefühl stellt sich beim Leser ein, da Ani mit seiner Art zu Schreiben dieses sehr stark erzeugt. Man fühlt sich zunächst in einer sehr realen Welt, denn Friedrich Ani betreibt keine Effekt-Hascherei, man hat fast das Gefühl die Geschichte beruht auf wahren Tatsachen.Doch dann kommt Tabor Süden in das Spiel , und es wird auch spirituell. Denn dieser wird nicht umsonst von der Presse »Seher« genannt, da seine Methoden nicht immer der klassischen Polizei-Arbeit gleichen. Das seine Mitmenschen, oft, damit nicht zurechtkommen, wundert mich nicht, denn gerade die deutsche Gesellschaft ist nicht sehr offen, was es angeht, andere Wege zu gehen, als die der üblichen Vorgaben und Regeln. Aber hier muss man auch keine Bedenken haben, denn es wird mit der Spiritualität nicht übertrieben, es hat mehr was von Philosophie des Lebens zu tun, Erfahrungen und Weiterentwicklung unseres Geistes. Was Ängste in uns auslösen und der Vorstellung und Erwartungen vom Glück. Und da sind wir Menschen halt alle verschieden, so wir Friedrich Ani es hier so überzeugend darstellt.Die Geschichte ist sehr flüssig zu lesen und erfreut mit der Wort- und Satzwahl. Nie war es mir langweilig, obwohl es nicht so vor Spannung im Sinne von Thrill protzt. Die Spannung erzeugt der Autor durch die Entwicklung der einzelnen Protagonisten und deren Reaktionen auf Ereignisse. Und an einigen Stellen kann man sich selbst auch gut mal fragen, was hätte ich an seiner/ihrer Stelle getan oder gedacht. Tabor Süden funktioniert nicht nur als Ermittler sehr gut, sondern auch als Lehrer für das Leben.Fazit: Friedrich Ani ist einzigartig unter den deutschsprachigen Autoren. Er regt zum Nachdenken an, und verwöhnt mit seinem feinen Schreib- und Erzählstil. Er verwendet seine Krimis nicht nur für Spannung, sondern gibt uns viel mehr. Anstöße uns selbst zu reflektieren.Bei mir ist es angekommen, und es wird nicht mein letzter Tabor Süden sein.Gerne 5 Sterne für diesen weiteren GenussLG Euer Weltenwandler

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    Die Erfindung des Abschieds
    eskimo81

    eskimo81

    07. December 2016 um 07:00

    Der neunjährige Raphael Vogel verschwindet spurlos, nachdem sein Grossvater verstorben ist. Die zerstrittenen Eltern und die Medien geraten in einen Ausnahmezustand - und Schuld und unfähig ist natürlich die Polizei.Der erste Roman mit Tabor Süden Ich kann mich den Bemerkungen auf dem Rückentext nur anschliessen. Ani ist ein diskreter Erzähler, deutet oft nur mit knappsten Mitteln an... (der Spiegel)Einzigartig im deutschen Sprachraum... (Hamburger Abendblatt)Ein spezieller, eigener Schreibstil, aber so fantastisch. Klar, man muss sehr bewusst lesen, man muss sehr viel mitdenken und dabei sein aber das macht die Spannung aus. Es braucht viel Können, um ein unblutiger Krimi spannend und fesselnd da stehen zu lassen und das ist dem Autor hervorragend gelungen. Es gab kleinere Unstimmigkeiten und Fehler, aber für den ersten Band kann man das getrost übersehen. Die einzige Kritik die ich auch anbringen möchte / muss. Nirgends findet man ne klare Liste, welche Reihenfolge mit Tabor Süden die richtige ist. Auf Krimicouch ist es eine andere Liste als bei Lovelybooks und das verwirrt mich sehr. Das finde ich allgemein eine falsche Wendung, dass nicht mehr bei den Büchern ersichtlich ist, wie die Reihe aufgebaut ist. Schade - ein Eigengoal der Verlage und Autoren - meiner Meinung nach. Tabor Süden, ein sehr spezieller Charakter, noch werde ich nicht warm mit ihm und dem Team. Etwas übertrieben dargestellt vielleicht. Aber ich werde auf jeden Fall noch weitere Bücher von ihm lesen - denn die Spannung und die Fesselung sind so was von - WOW - sprachlos machend.Fazit: der erste Tabor Süden Roman. Spannend, fesselnd, hervorragend. Einfach ein genialer, neuer, anderer Schreibstil der mich überzeugt hat und immer und immer wieder animiert hat, zum Buch zu greifen.

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  • Rezension zu "Die Erfindung des Abschieds" von Friedrich Ani

    Die Erfindung des Abschieds
    Ellen-Dunne

    Ellen-Dunne

    29. January 2013 um 19:18

    "Die Erfindung des Abschieds" ist der erste von Friedrich Anis Krimis mit dem äußerst eigenwilligen Kommissar Tabor Süden im Mittelpunkt. Der Fall des 9jährigen Raphael, der nach dem Tod seines Opas von seinem desolaten Zuhause davonläuft und dadurch mehrere Tragödien auslöst, brach mir mit seiner traurigen Grundkonstellation geradezu das Herz. Das ist kein Krimi für Leser, die nach ständigem "Thrill" und einem Pageturner suchen, sondern für jene, die vielschichtige Charaktere schätzen - und die emotionale Wucht, die aus der scheinbar nüchternen Betrachtung entsteht. "Die Erfindung des Abschieds" ist langsam, bedächtig, lässt sich Zeit mit der Einführung und Entwicklung der ermittelnden Figuren, nimmt sie über viele Strecken wichtiger als den Fall selbst. Der Roman ist düster und bedrückend, denn nur zu gut weiß man, wie viele Kinder in verzweifelten Verhältnissen so wie Raphael leben müssen. Und zu Tabor Süden kann ich nur sagen - ein seltsamerer Ermittler ist mir bisher nicht untergekommen. Und er interessiert mich jetzt natürlich brennend. Manche überlangen Monologe mancher Figuren hätte ich vielleicht nicht so gebraucht, und die Figur von Raphaels prügelndem Vater Thomas war meiner Ansicht nach arg schwarz-weiß gemalt, doch das sind Kleinigkeiten. "Die Erfindung des Abschieds" hat mich sehr getroffen und betroffen gemacht. Nicht mit brutaler Gewalt, sondern mit Substanz und leisem, alltäglichem Horror.

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  • Rezension zu "Die Erfindung des Abschieds" von Friedrich Ani

    Die Erfindung des Abschieds
    Ritja

    Ritja

    Für mich bisher der beste Friedrich Ani. Traurig, beklemmend, wütend, spannend und mittendrin Tabor Süden. Ein kleiner Junge reißt von zu Hause aus, nachdem sein Großvater gestorben ist. Für ihn ist eine Welt zusammengebrochen. Seine Mutter ist labil und ängstlich, sein Vater ein aggressiver Schläger. Er flüchtet vor den Eltern, vor der Polizei und wird doch eingefangen. Aber er gibt nicht auf und flüchtet wieder. Tabor Süden versucht derweil zu sich zu finden und lebt wie ein Waldschrat in einer einsamen Hütte. Doch seine "Selbstfindungs-" Zeit ist abgelaufen. Er muss wieder in den Dienst und wird auf den Fall des kleinen Jungen angesetzt. Aber nicht nur das Leben des Jungen erschüttert, sondern auch der Selbstmord eines Polizisten, die hohe Alkoholquote (jedoch typisch für die Ani-Bücher) und die Aggressivität der Menschen untereinander. Regt zum Nachdenken an.

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  • Rezension zu "Die Erfindung des Abschieds" von Friedrich Ani

    Die Erfindung des Abschieds
    dyke

    dyke

    16. October 2009 um 15:15

    Kein Krimi wie gewohnt. Die Ermittler sind keine „Superbullen“, keine Polizisten aus Überzeugung, sondern Menschen, die einfach einen Job machen und den, so gut sie können. Entsprechend spinnt sich die Handlung nicht nur am roten Faden der Suche nach Raphael entlang, sondern gleichwertig stehen hier die Nöte, Sorgen, Gefühle der beteiligten Personen. Sonja Feyerabend, die eine Beinahe-Ehe mit dem Dezernats-Leiter Karl Funkel zu Gunsten der Freundschaft mit Tabor Süden aufgegeben hat und nun plötzlich alleine in einem 38 Quadratmeter-Appartement lebt. Paul Weber, der seit dem Tod seiner Frau immer tiefer in Depression versinkt und nur an Tabor Süden noch halt findet. Martin Heuer, dem Tabor einmal das Leben gerettet hat, der seine Fassade, hinter der sich Lebensangst verbirgt, nur mühsam aufrecht hält. Sie alle werden vom Weglaufen des Kindes Raphael Vogel aus ihrer eingefahrenen Lethargie und festgefahrenen Einsamkeit gerissen und in einen Wirbel von Ereignissen und Gefühlen katapultiert, der trotz allem oder gerade deswegen spannender ist, als viele Psychopathenjagden. Mit bewegender Klarheit werden Leben und Stimmungen der einzelnen Personen, sowie die Schattenseiten unserer Gesellschaft, geschildert. Friedrich Ani vermag mit wenigen Worten ganze Bilder und Stimmungen hervorzurufen, fast wie ein chinesischer Tuschemaler; einfühlsam, aber auch in aller Härte und ohne Kompromisse, mit einem kleinem Lichtblick auf Hoffnung vielleicht, jedoch ohne unglaubwürdiges „Ende gut, alles gut“. Wäre dieser Roman nicht (fälschlicherweise?) der Kategorie Kriminalroman zugeordnet, man müsste darüber nachdenken, ob er nicht zu den großen Deutschen der letzen Jahren zählt.

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