Friedrich Ani Die unterirdische Sonne

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Inhaltsangabe zu „Die unterirdische Sonne“ von Friedrich Ani

Eine Insel. Ein Haus. Ein Keller. Fünf Jugendliche, die mit Gewalt darin festgehalten werden. Kein Tageslicht. Und täglich wird einer von ihnen nach oben geholt. Doch niemand spricht über das, was dort geschieht. Denn wer spricht, stirbt, bekommen sie gesagt. Die Lage scheint aussichtlos, und Angst, Wut, Schmerz, Verzweiflung und Sehnsucht lassen die Jugendlichen beinahe verrückt werden. Doch nichts kann sie retten vor den schrecklichen Dingen, die geschehen. Bis ein neuer Junge zu ihnen gebracht wird, der nicht bereit ist, die Gewalt zu akzeptieren.

Ist mir zu wage gehalten und konnte mich nicht wirklich mitreissen

— Miichele
Miichele

Sehr speziell. Sehr verstörend. Irgendwie fesselnd.

— SitataTirulala
SitataTirulala

100 Seiten weniger hätten dem Buch auch gut getan. Verworren, langatmig und blass. Gibt emotionaleres 2,5/5 Sternen

— Cubey
Cubey

.. Spannend und verstörend zugleich!

— lovelylibrarian
lovelylibrarian

Verstörend, belastend und irgendwie schräg. Ich kann es immer noch nicht einordnen

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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diebuchrezension

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  • Ein bisschen zu wage

    Die unterirdische Sonne
    Miichele

    Miichele

    25. April 2017 um 21:19

    Das Buch ist eigentlich gut geschrieben, es gibt einen auktorialen Erzähler und man weiss über alle Figuren Bescheid. Na ja, eigentlich nicht wirklich, denn was oberhalb des Kellers passiert, weiss der Leser nicht. Man kann es sich denken, aber mir genügt das nicht und die ständigen Andeutungen haben mich doch eher genervt irgendwann. Die Charaktere sind mir auch nicht wirklich ans Herz gewachsen, ich kann auch nicht genau sagen wieso. Der Teil mit den Märchen hat mich so sehr gelangweilt, dass ich ihn übersprungen habe. Dieser Teil ist mir zu sehr in Jugendsprache gehalten gewesen, ist das ganze Buch, aber da war es mir zu extrem.

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  • Der Keller für den Rest deines Lebens

    Die unterirdische Sonne
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. January 2016 um 05:12

    5 Jugendliche, ein Keller und eine Anweisung: sprich nie über das, was du oben erlebst. An diese Vorgabe halten sich die Mädchen und Jungen auch, bis Noah zu ihnen stößt. Denn Noah sind die Regeln egal. Wie gefährlich ist eine Neugierde? "Die unterirdische Sonne" war mein erster Roman von Friedrich Ani und lässt mich zwiegespalten zurück. Auf der einen Seite fängt der Autor außergewöhnlich gut die Beklemmung im Keller ein, auf der anderen Seite ist eine Story nicht wirklich existent. Die Geschichte wird von einem auktorialen Erzähler berichtet, wobei dieser nicht sonderlich zuverlässig ist. Denn er passt sich den Gedanken der Jugendlichen stark an, nimmt ihre Sprache und somit auch ihren sehr laxen Erzählstil an. So kommen einem die Umstände zwar beängstigend nah, auf der anderen Seite schwirrte mir gerade zu Beginn der Kopf, da ich innerhalb kürzester Zeit allen Jugendlichen zugehört habe und ihren Gedanken folgen konnte. Hier musste ich mich wirklich konzentrieren, was an sich nicht schlecht ist, mir hier aber Durchhaltevermögen abverlangte, da die Sprache sehr einfach und geradezu primitiv gehalten wurde. Die Figuren blieben mir während der Lektüre fern. Zwar ist ihr Schicksal beängstigend, jedoch erfährt man als Leser eben so wenig über die Taten oberhalb des Kellers wie die anderen Mitgefangenen. Auch wirken die Jugendlichen nicht individuell, sondern alle gleichermaßen verstört und verwirrt. Zwar kommt so die wirklich bedrückende Stimmung im Keller und die Wirkung einer Entführung sehr gut rüber, jedoch war mir im Verlauf des Buches das Schicksal der Gruppe egal, denn keiner der Charaktere hat mich berührt. Die Story selbst ist sehr eigen. Denn man verbringt einfach nur Zeit im Keller. Es werden immer wieder Jugendliche rausgeführt und zurückgebracht. Ihr teilweise sehr abstruses Verhalten stellt Friedrich Ani verstörend gut dar. Aber einen roten Faden konnte ich nicht entdecken. Jedes Kapitel ist ähnlich, es gibt keine "Highlights" oder Twists. Und das Ende, auf das ich setzte, war für mich nicht nachvollziehbar und auch nicht logisch erklärbar. Ich war bei der kompletten Lektüre wankelmütig. Mal wollte ich abbrechen, 2 Seiten später hatte mich ein Satz so in den Bann gezogen, dass ich weiterlesen musste. Dies war für mich eine vollkommen neue Leseerfahrung. Insgesamt lässt mich der Roman aber unbefriedigt zurück. Der Stil von Friedrich Ani gut, wenn auch nicht immer flüssig zu lesen. Seine Erzählweise orientiert sich extrem an der einfachen Ausdrucksweise seiner Protagonisten, zeigt auf der anderen Seite aber auch eine Tiefe, die mich umgehauen hat. Fazit: puh, ich kann nicht mal eine Empfehlung geben. Und das ist mir noch nie passiert!

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  • Die unterirdische Sonne

    Die unterirdische Sonne
    Silber15

    Silber15

    Die unterirdische Sonne ist ein sehr interessantes Buch. Es geht um fünf Kinder/Jugendliche die in einem Keller gefangen gehalten werden und misshandelt werden. Auf welche Art geht nicht klar hervor. Doch genau das ist so spannend. Es werden immer wieder Andeutungen gemacht und Hinweise gegeben, sodass man immer schneller umblättert um zu erfahren was ihnen angetan wird. Doch in erster Linie geht es gar nicht so um die Misshandlung, sondern wie die Jugendlichen damit umgehen, wie sie reagieren und versuchen sie zu wehren. Sie halten zusammen und versuchen nicht verrückt zu werden. Man erlebt hautnah ihre Gefühle,  ihre Wut und ihre Ängste, die oft gar nicht mit der Gefangenschaft zu tun haben. Aber dann kommt Noah. Laut dem Klappentext ist seine Auftauchen der Wendepunkt, durch ihn verbunden sie sich und schlagen zurück. Doch mir kam es mehr so vor, als ob er Zwietracht säht und die Jugendlichen gegeneinander aufstachelt. Er kommt mir generell einfach nicht so echt vor, was seltsam ist, da alle anderen Figuren sehr gekonnt umschrieben worden sind und man sich gut vorstellen kann. Am besten gefiel mit Leon Alles in allem ein sehr gutes Buch mit einem heiklem Thema das sonst oft einfach nur tot geschwiegen wird. Es gibt interessante Charaktere deren Geschichten einem einfach nicht mehr los lassen wollen. Nur das Ende ist etwas enttäuschend. Aber trotzdem kann ich das Buch nur weiter empfehlen.

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    • 2
  • Verwirrend und … berührend.

    Die unterirdische Sonne
    Krimifee86

    Krimifee86

    08. December 2015 um 14:02

    Klappentext: Eine Insel. Ein Haus. Ein Keller. Fünf Jugendliche, die mit Gewalt darin festgehalten werden. Kein Tageslicht. Und täglich wird einer von ihnen nach oben geholt. Doch niemand spricht über das, was dort geschieht. Denn wer spricht, stirbt, bekommen sie gesagt. Die Lage scheint aussichtlos, und Angst, Wut, Schmerz, Verzweiflung und Sehnsucht lassen die Jugendlichen beinahe verrückt werden. Doch nichts kann sie retten vor den schrecklichen Dingen, die geschehen. Bis ein neuer Junge zu ihnen gebracht wird, der nicht bereit ist, die Gewalt zu akzeptieren. Cover: Das Cover gefällt mir sehr gut, auch wenn es im ersten Anschein überhaupt nichts mit dem Buch zu tun hat. Ich mag die leuchtenden und intensiven Farben des Rots, das stellenweise von dunkleren Stellen übertüncht wird. Der Schmetterling erfährt im Verlaufe des Buchs noch eine wichtige Bedeutung, sodass auch er Sinn macht. Schreibstil: Ich habe das Buch bereits vor einem Monat gelesen, weiß aber auch nicht mit dem Abstand dazu, was ich davon halten soll. Es ist beklemmend und berührend geschrieben, aber auf der anderen Seite arbeitet der Autor auch sehr viel mit Andeutungen, was mir irgendwann tierisch auf den Keks gegangen ist. Ich wollte mit Sicherheit nicht alle grausigen Details wissen, was mit den Kindern passiert, aber wenigstens mal eine klare Ansage wäre schön gewesen. Insgesamt würde ich den Schreibstil einfach mal als „interessant“ bezeichnen, denn es ist einfach mal etwas völlig anderes. Der Autor schafft es auf sehr raffinierte Weise Realität, Träume und Märchen / Geschichten miteinander zu verweben. In Bezug auf die Charaktere muss ich sagen, dass ich diese nicht immer ganz so realistisch fand. Ich denke, dass viele Kinder nicht so besonnen und „cool“ in den beschriebenen Situationen reagiert hätten, wie es hier den Anschein macht. Vieles wirkte auf mich irgendwie realitätsfremd, auch wenn sich sicherlich niemand die Situation in der diese Kinder waren, ausmalen kann. Die Story: Die eigentliche Story gibt es irgendwie nicht. Es geht um fünf / sechs Kinder / Jugendliche, die in einem Haus gefangen gehalten werden und denen dort „schreckliche Dinge“ angetan werden. Diese fünf sitzen im Keller und kommunizieren wenig miteinander, denn vieles wird bestraft. So werden die Gedanken und Gefühle der einzelnen Jugendlichen beschrieben, was sie so tun (fernsehen, schlafen) und manchmal eben auch das, was sie sich gegenseitig erzählen. Deutlich wird auch, dass die Erwachsenen die Jugendlichen zu einem bestimmten Zweck festhalten – sie wollen sie in irgendeiner Art und Weise erziehen. Leider bleibt auch hier offen, zu was genau und wie genau und warum genau. Überraschend ist durchaus das Ende des Romans, für den es sich lohnt, lange durchzuhalten. Ansonsten habe ich mich ein wenig schwer getan. Zwar wird alles auf eine sehr bewegende Art und Weise erzählt, der Sinn bleibt jedoch unklar. Fazit: Ich tue mich ein wenig schwer mit „Die unterirdische Sonne“. Das Buch hat mich durchaus und ohne Frage sehr berührt. Und ich war dankbar, nicht in allen grausigen Details erfahren zu müssen, was den Kindern angetan wurde. Allerdings fühlte ich mich dann stellenweise doch etwas zu sehr im Dunkeln gelassen. Ich habe mir quasi meine eigene Geschichte zusammengesponnen, habe aber keine Ahnung, ob das die Geschichte ist, die der Autor erzählen wollte. Überraschend und unerwartet kam sicherlich das Ende, das ich an dieser Stelle positiv hervorheben möchte. Insgesamt kann ich meine Punkte nur im Mittelfeld vergeben – damit drei.

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  • Eine Geschichte, die bewegt, schockiert und noch lange nachhallt

    Die unterirdische Sonne
    chuma

    chuma

    20. May 2015 um 18:02

    Ein Keller ohne Fenster in einem Haus auf einer Insel - dort eingesperrt fünf Kinder und Jugendliche im Alter von elf bis sechzehn Jahren, beobachtet durch Kameras und belauscht durch Mikrofone. Immer wieder werden sie einzeln oder zu mehreren nach "oben" geholt. Wer flüstert, schreit oder über das spricht, was "oben" passiert, wird bestraft oder gar getötet. Angst, Wut und Verzweiflung beherrschen das Denken und Fühlen von Eike, Sophia, Maren, Conrad und Leon. Sie alle gehen täglich durch die Hölle ohne Aussicht auf Rettung - bis Noah zu ihnen gebracht wird. Noah ist anders als sie alle, er kennt die Hölle bereits. Kann er dem Grauen die Stirn bieten und neue Hoffnung bringen? Gestaltung, Stil, Leseeindruck (Gebundene Ausgabe, ISBN-13: 978-3570162613, 2014 cbt Verlag): Das Cover des Buches vermittelt auf den ersten Blick einen harmlosen Eindruck, ein Schmetterling lässt zunächst nichts Schreckliches vermuten und doch wird schnell klar, dass es sich hier um ein Symbol handeln muss. Gepaart mit dem Titel "Die unterirdische Sonne" und dem Spritzfleck in Rot/Schwarz, der sehr an Blut erinnert, kommt man dem zutiefst schockierenden Inhalt langsam näher. Der Klappentext und auch der Hinweis auf das empfohlene Lesealter ab 16 Jahren räumen dann schließlich jeden weiteren Zweifel aus. Dieses Buch zu rezensieren fällt mir sehr schwer, was vor allem an der beklemmenden und verzweifelten Atmosphäre, die Friedrich Ani durchgehend geschaffen hat, liegt. Der Schreibstil ist ungewöhnlich aber flüssig und bereits die Abschnittsbezeichnung lässt mich an ein Drama denken. Ani teilt seine Handlung wie beim klassischen Drama in drei Akte auf, nummeriert die Szenen aber stetig durch. Der zweite Akt trägt die Kernhandlung und ist auch am längsten. Ich denke, es ist schwer seine Meinung zu diesem Buch zu begründen, zu viel würde man dann vom Inhalt preisgeben müssen. Deshalb belasse ich es bei meiner Rezension bei der Wiedergabe meines Eindrucks. Die Geschichte beginnt unmittelbar ohne Einleitung oder Vorwort, der Leser ist sofort bei den Kindern und liest die Gedanken und spärlichen Gespräche. Erst nach und nach erfährt man einige Details, wie zum Beispiel wie die Kinder entführt wurden oder wie ihr Leben vorher ausgesehen hat. Eine Beziehung zu den Kindern aufzubauen fällt schwer, da sie sich bereits zu sehr abschotten und in sich gekehrt zu überleben versuchen. Erst im zweiten Akt kommt man ihnen als Leser etwas näher - wodurch möchte ich an dieser Stelle nicht vorwegnehmen. Generell denke ich, dass man dieses Buch nur erleben kann und ob man es nun mag oder nicht, es wird einen beschäftigen und so schnell nicht wieder loslassen. Wer sich nicht sicher ist, ob er die Thematik des Buches "aushält", sollte sich auf jeden Fall zunächst an die Leseprobe wagen, denn die Beklemmung, die die Lektüre des Buches mit sich bringt, ist von Anfang an vorhanden. Ob das empfohlene Lesealter gerechtfertigt ist? Nun ja, ich denke, das kommt auf die jeweilige Reife an. Für zartbesaitete mag die Lektüre jedoch nicht geeignet sein. Es gibt einige Fragen, die für mich bei der Lektüre nur unzureichend beantwortet wurden. Der Spannungsbogen ist ein wenig unrund für meinen Geschmack, obwohl ich zügig und flüssig lesen konnte, wurde mir das Ende zu hastig herbeigeführt. Auch fehlte mir die Nähe zu den Charakteren, was aber möglicherweise vom Autor so gewollt sein mag. Man kann nicht immer die Handlungen der Kindern nachvollziehen, weil es unmöglich ist, sich in deren Lage zu versetzen. Automatisch rückt man als Leser vom Geschehen ein wenig ab, zu grausam ist das indirekt Miterlebte. Zitat: S. 195: "Sie taugte nichts mehr als Freundin, dachte sie, sie war zu nichts mehr nutze außer zum Benutztwerden. Sie war bloß noch ein Lumpen in der Dunkelheit." Noch eines zum Abschluss: Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen und die Meinungen zu diesem Buch gingen weit auseinander. Auffällig war jedoch, dass es keine Grauzone zu geben schien - entweder war man schlichtweg gefesselt, schockiert und angerührt oder aber man kam mit Schreibstil und der Art und Weise wie der Autor die Thematik verpackt hat, nicht zurecht. Fazit: Ein ernstes und leider auch immer wieder präsentes Thema, gekonnt und einzigartig durch Friedrich Ani verarbeitet - ein Buch, das schockiert, bewegt und fassungslos macht und damit seine Wirkung gezielt entfaltet. Dieses Buch gefällt oder gefällt nicht, doch eines bewirkt es ganz sicher - es hinterlässt eine deutliche Spur.

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  • Andauernde Spannung, aber trotzdem ausbaufähig!

    Die unterirdische Sonne
    nadiiine

    nadiiine

    14. March 2015 um 16:29

    Zum Inhalt: Am Rand der Nacht, in der Stille der Nacht allein Eine Insel. Ein Haus. Ein Keller. Fünf Jugendliche, die mit Gewalt darin festgehalten werden. Kein Tageslicht. Und täglich wird einer von ihnen nach oben geholt. Doch niemand spricht über das, was dort geschieht. Denn wer spricht, stirbt, bekommen sie gesagt. Die Lage scheint aussichtlos, und Angst, Wut, Schmerz, Verzweiflung und Sehnsucht lassen die Jugendlichen beinahe verrückt werden. Doch nichts kann sie retten vor den schrecklichen Dingen, die geschehen. Bis ein neuer Junge zu ihnen gebracht wird, der nicht bereit ist, die Gewalt zu akzeptieren. Das Cover: Nicht so überzeugend, da zu dieser Geschichte eher dunkle Töne passen würden, aber vielleicht versteh ich auch einfach die aussage darin nicht! Meine Meinung: Eine packende Geschichte! Eine lange Zeit werden die Jugendlichen festgehalten und langsam wird es immer schwerer mit der Psyche... Ani beschreibt 300 Seiten lang die Gefühle und das Verhalten der Kinder und es passiert nichts plötzliches, trotzdem schafft es der Autor eine dauerhafte Spannung aufzubauen, sodass man das Buch nicht mehr aus den Händen legen kann! Man kann die Geschichte leicht mitverfolgen und man weis nie was als nächstes geschieht. Die Idee ist wirklich super für ein Buch, und der Autor hat sich auch gut ausgeführt, aber es hätte besser seien können. Zum Beispiel hätte er schon deutlicher machen können, was den Jugendlichen 'oben' wiederfährt und nicht alles so verschlossen halten! Aber gut, es ist trotzdem ein sehr gelungenes Buch mit passendem Titel und ich kann es wirklich weiterempfehlen!

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  • Es lässt einen nicht mehr los

    Die unterirdische Sonne
    lord-byron

    lord-byron

    Eine Insel. Ein Haus. Ein Keller. Fünf Jugendliche, die mit Gewalt darin festgehalten werden. Kein Tageslicht. Und täglich wird einer von ihnen nach oben geholt. Doch niemand spricht über das, was dort geschieht. Denn wer spricht, stirbt, bekommen sie gesagt. Die Lage scheint aussichtslos, und Angst, Wut, Schmerz, Verzweiflung und Sehnsucht lassen die Jugendlichen beinahe verrückt werden. Doch nichts kann sie retten vor den schrecklichen Dingen, die geschehen. Bis ein neuer Junge zu ihnen gebracht wird, der nicht bereit ist, die Gewalt zu akzeptieren. (Amazon) Ich habe ein paar Tage überlegt, ob ich meine Meinung zu diesem Buch aufschreiben soll, denn es fällt mir schwer, die richtigen Worte zu finden. Die Kinder im Alter zwischen 11 und 18 Jahren werden in einem Keller gefangen gehalten und komplett überwacht. Sie sind ihren Peinigern völlig ausgeliefert und der kleinste Verstoß gegen die Regeln wird bestraft. So dürfen sie z.B. nicht darüber reden, was oben mit ihnen passiert und auch ihre Vergangenheit ist tabu. Am Anfang fragte ich mich noch, warum sich die Kinder nicht wehren, aber es sind eben Kinder, die es mit brutalen und bewaffneten Erwachsenen zu tun haben. Sie sind eingeschüchtert, verängstigt, gedemütigt und haben eigentlich auch mit dem Leben abgeschlossen, denn sie rechnen nicht damit, jemals wieder freizukommen. Da es ein Jugendbuch ist, wird vieles nur angedeutet, aber für meine lebhafte Phantasie war das fast schlimmer, als wenn alles genau beschrieben worden wäre. Die Kinder müssen schreckliches ertragen und jeder geht anders damit um. Sie können noch nicht mal darüber reden um das Erlebte besser zu verarbeiten. Ich fragte mich immer wieder, was für Monster ihre Peiniger doch sind. Der Leser muss miterleben, wie die Kinder nach und nach zerbrechen und manche dabei sind den Verstand zu verlieren. Der bildhafte Schreibstil des Autors trägt dazu bei, dass ich auch Tage später noch über diese Geschichte nachdenke, denn so etwas könnte durchaus in dieser kranken Welt passieren. Die Geschichte lässt mich einfach nicht mehr los und das Ende hat dazu beigetragen, dass sich bei mir ein ganz schlechtes und trauriges Gefühl eingenistet hat. Es ist schrecklich mitzuerleben, wie aus fröhlichen und lebhaften Kindern stumpfe und stumme Zombies werden. Wie ihre Träume verschwinden und sie sich nur noch den Tod wünschen. Obwohl "Die unterirdische Sonne" ein Jugendbuch ist, ist es für empfindsame Gemüter nicht geeignet, da es den Leser in eine depressive Stimmung stürzt, aus der man so schnell nicht mehr heraus kommt. Ich vergebe für dieses nachdenklich machende Buch 5 von 5 Punkten und hoffe, dass ich bald diese schrecklichen Bilder aus meinem Kopf bekomme. So mitgenommen hat mich schon lange nichts mehr und ich lese lieber knallharten Horror als so eine realistische Geschichte. © Beate Senft                                

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    • 12
    MrsFoxx

    MrsFoxx

    05. February 2015 um 08:42
  • Einschneidende Geschichte mit Gänsehaut Garantie

    Die unterirdische Sonne
    Eulien

    Eulien

    10. October 2014 um 11:07

    Das Buch ließ zwischenzeitlich meinen Atem stocken. Was geschrieben wurde, veranlasste zu schrecklichen Gedankenspielen die das Grauen der Handlung sogar noch übertrafen. Ich wurde tief berührt, geschockt und in tiefe Abgründe geführt , der Lesefluss war dabei bis auf kleine Ausnahmen stets flüssig und ich fand schnell in das Geschehen ein. Das Ende hingegen enttäuschte mich etwas. In meinen Gedanken kamen zwei Enden in Frage und eines der beiden wurde es auch, für mich leider zu abrupt. Tauchte man stets tief in die Geschichte ein, kam man am Ende viel zu schnell wieder an die Oberfläche. Alles in allem ist das Buch aber sehr lesenswert, jedoch reicht es wenn man es einmal liest. Vergessen werde ich diese Geschichte nie.

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  • Ein Buch, das nachwirkt...

    Die unterirdische Sonne
    Misteringreen

    Misteringreen

    11. August 2014 um 20:06

    Dieses Buch berührte mich total, hat mich zu Pausen gezwungen, zum Luft holen, machte mich bestürzt und wütend. Ani überlässt vieles der Fantasie des Lesers, was die Wirkung auf mich noch verstärkt hat. Das ganze in einem sehr flüssigen Schreibstil, der einen trotz der Lesepausen gleich wieder in die Story reinzieht. Nur einmal verliert sich ein wenig dieser Lesefluss und auch das Ende hätte ich mir persönlich etwas anders gewünscht, passt aber letztlich zum Buch.

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  • „Wer Anis Geschichtenliest, lernt anders denken“

    Die unterirdische Sonne
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    09. June 2014 um 16:28

      Um es vorweg zu sagen. Dies ist ein  zutiefst verstörendes Buch, das sich in kein gängiges Genre passen lassen will. Friedrich Ani hat einen Roman geschrieben über fünf Jugendliche, erschienen in einer renommierten Jugendbuchreihe, dem man glaubte auf dem Umschlag die ungewöhnliche Leseempfehlung ab 16 Jahren beifügen zu müssen.   Tatsächlich scheint die Handlung für jüngere Jugendliche nicht wirklich geeignet. Da sind fünf Jugendliche zwischen elf und fünfzehn, gefangen zum Teil schon seit Monaten in einem trostlosen Verlies in einem Keller eines Hauses auf einer Insel. Sie werden von Erwachsen, darunter auch eine darin festgehalten, nachdem sie an ihrem jeweiligen Wohnungsort entführt und auf die weit entfernte Insel verschleppt wurden. Ihr Verlies kennt kein Tageslicht und ihre Verpflegung ist bescheiden. Ein Funzel gibt ihnen so lange Licht, wie die Erwachsenen oben das zulassen und alte schmutzige Matratzen sind nicht nur in der Nacht ihr Lager. Jeden Tag wird einer von den fünf (Leon, Maren, Sophia, Eike und Conrad) nach oben geschleppt, manchmal auch zwei zusammen. Bei Androhung des Todes ist es ihnen verboten, untereinander über das zu sprechen, was oben passiert.   Was dort genau passiert, wird nie beschrieben, es bleibt dem Leser überlassen aus dem zustand, mit dem sie von oben zurückkehren, zu schließen um was es geht. Längst haben die Kinder und Jugendliche jegliche Hoffnung aufgegeben, doch als nach einige Zeit mit Noah en  sechster Junge auftaucht und kurz danach Eike für immer verschwindet, da verändert sich etwas in der Gruppendynamik der Gruppe. Sie sprechen mehr miteinander, teilen sich Dinge aus ihrem Leben mit, lassen Emotionen wieder zu.   „Wer Anis Geschichtenliest, lernt anders denken“, hat ein Kritiker einmal geschrieben. Das trifft auch und erst recht auf das neue Buch zu. Aber ich möchte ergänzen: er lernt auch anders mitfühlen und anders über Menschen urteilen, die die Gesellschaft längst abgeschrieben hat, die lebendig tot sind, und schon lange, bevor sie abtauchen, längst in sich selbst verschwunden sind, in "leeren Zimmern" leben.

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  • Keine leichte Kost

    Die unterirdische Sonne
    Aleshanee

    Aleshanee

    Empfohlenes Alter ab 16 Jahren Klappentext Eine Insel. Ein Haus. Ein Keller. Fünf Jugendliche, die mit Gewalt darin festgehalten werden. Kein Tageslicht. Und täglich wird einer von ihnen nach oben geholt. Doch niemand spricht über das, was dort geschieht. Denn wer spricht, stirbt, bekommen sie gesagt. Die Lage scheint aussichtlos, und Angst, Wut, Schmerz, Verzweiflung und Sehnsucht lassen die Jugendlichen beinahe verrückt werden. Doch nichts kann sie retten vor den schrecklichen Dingen, die geschehen. Bis ein neuer Junge zu ihnen gebracht wird, der nicht bereit ist, die Gewalt zu akzeptieren. Meine Meinung "Am Rand der Nacht, in der Stille der Nacht allein. Kein Stern, keine Stimme.  Verlassen von den Menschen und von Gott." S. 128 So fühlen sich die fünf Jugendlichen, die aus ihrem Leben gerissen wurden und ihr Dasein in Schmerz und Einsamkeit fristen müssen. Conrad, 16 Jahre alt, Sophia, 14 Jahre alt, Maren, 13 Jahre alt, Leon, 12 Jahre alt und Eike, 11 Jahre alt. So unterschiedlich sie auch sind, verbindet sie alle das gleiche Schicksal, die gleiche Demütigung. Als ich das Cover und den Titel gesehen habe, dachte ich, dass da etwas gruselig/phantastisches dahintersteckt - statt dessen wurde ich in eine brutale, beklemmende Realität gerissen, die mich manchmal sogar zögern ließ, weiterzulesen. Das Schicksal der fünf Jugendlichen ist vor allem deshalb so bewegend, weil es einer Wahrheit entspricht, die wir uns kaum vorstellen können. Das Buch ist in drei Akte unterteilt, die ich für mich selbst so betitelt habe Erster Akt: Die Situation Zweiter Akt: Die Veränderung Dritter Akt: Der Zusammenbruch Der Autor behandelt hier das Thema Kindesentführung und Kindesmissbrauch auf eine sehr subtile Weise. Die Szenerie wird bestimmt durch den Kellerraum, in dem die Figuren eingeschlossen sind. Was "oben" wirklich mit ihnen geschieht, wird nie direkt beschrieben. Durch die Reaktionen der Jugendlichen kann man sich sehr gut vorstellen, was mit ihnen passiert und wenn man sich darauf einlässt, geht das Thema ganz schön unter die Haut - vor allem durch die fast schon sachliche Erzählweise und die vielen Andeutungen, die die Grausamkeit fast noch unerträglicher machen, nimmt man an einer Erfahrung teil, über die man "allgemein nicht spricht". Die willkürlichen Sprünge zwischen dem aktuellen Geschehen im Keller, den Erinnerungen der Kinder und ihren Träumen haben die Stimmung, die dort herrscht, sehr gut widergespiegelt. Die traumatischen Erlebnisse haben die Kinder an Grenzen gebracht, an die sie sich mit aller Macht klammern um sich nicht selbst zu verlieren. Der Prozeß ist schleichend und der nüchterne Ton der Erzählweise macht das ganze noch beklemmender. Durch den Schreibstil bin ich den Charakteren nie wirklich nahe gekommen - ob das vom Autor so gewollt war, kann ich nicht beurteilen. Im Vordergrund stehen nicht die grausamen Misshandlungen, die sie durchstehen müssen, sondern ihre Art und Weise, damit umzugehen: mit der Hilflosigkeit, der Verzweiflung und der Angst, die sich in psychischen und Zwangsstörungen Ausdruck verleihen. Wenn man es nicht selbst erlebt hat, kann man es niemals nachvollziehen, welches Grauen Kinder und Jugendliche in solchen Situationen durchmachen müssen. In Deutschland werden ca. 2000 Kinder vermisst, sind spurlos verschwunden - sich an dieses Thema und die damit verbundenen Möglichkeiten heranzutrauen verdient Respekt. Aber was will der Autor mit dieser Geschichte sagen? Was mitteilen? Hoffnung ist das erste, das mir dazu eingefallen ist, obwohl sie in der Geschichte nur latent zu erkennen ist. Niemand von uns weiß, wie oft und wie vielen Kindern und Jugendlichen Missbrauch in jeglicher Form geschieht - damit umzugehen scheint aussichtslos. Sich selbst dabei nicht zu verlieren scheint mir das schwierigste zu sein und der Glaube daran, entfliehen und dem ganzen ein Ende setzen zu können. Etwas zu finden, "das Licht in der Dunkelheit", das ihnen hilft, sich nicht aufzugeben, diese Hoffnung ist es, dieser Überlebenswille, der uns stärkt und vorantreibt. Diese Aussage ist dem Autor gelungen, allerdings hat mir vor allem sein Interview geholfen, das ganze hintergründig zu verstehen - das Buch alleine empfand ich teilweise zu unbestimmt. Hätte ich das Interview vorher gesehen, wäre ich mit einer klareren Einstellung ans Lesen gegangen. Fazit Das Thema Kindesentführung und -missbrauch wird in offener und zugleich subtiler Weise veranschaulicht. Erschreckend und verstörend erlebt man ein namenloses Grauen, während man gleichzeitig auf Distanz gehalten wird und erst nach und nach begreift, wie sehr der Glaube an das Licht, das in jedem von uns wohnt, ums Überleben kämpft. Je länger ich über diese Geschichte nachdenke, desto greifbarer wird die Kernaussage.   © Aleshanee Vielen Dank an den cbt Verlag für das Rezensionsexemplar!

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    • 2
    Arun

    Arun

    26. May 2014 um 18:14
  • Die unterirdische Sonne

    Die unterirdische Sonne
    Claudias-Buecherregal

    Claudias-Buecherregal

    10. May 2014 um 09:23

    Zu fünft sitzen sie in einem Keller. Fünf Kinder und Jugendliche, alle entführt und weggesperrt. Täglich wird einer von ihnen nach oben geholt und kommt Stunden später völlig verstört zurück. Keiner weiß, was den anderen angetan wird, denn wer darüber spricht, der stirbt, und so schweigen sie über diese Taten und erzählen sich stattdessen Märchen und andere Geschichten. Eines Tages wird ein neuer Junge zu ihnen gebracht und er hat sich noch nicht in der aussichtslosen Lage verloren und besitzt noch seinen Kampfgeist. Als erstes überraschte mich, dass auf dem Schutzumschlag ein empfohlenes Lesealter von 16 angebracht wurde. Jugendbücher haben stets eine Altersempfehlung, aber dass diese auf dem Buch selbst angebracht ist, ist mir bisher noch nie bewusst aufgefallen. Nachdem ich den Roman nun gelesen habe, weiß ich, warum diese "Warnung" dort steht, denn das Buch ist heftigst. So heftig, dass ich es eigentlich nicht einmal 16- oder 17-Jährigen empfehlen möchte. Friedrich Ani schafft es problemlos eine erschreckende und bedrückende Atmosphäre zu erzeugen. Als Leser erfährt man nicht, was mit den Kindern und Jugendlichen geschieht. Man merkt ihnen lediglich an, wie verstört sie stets sind, wenn sie in den Keller zurück gebracht werden und genau damit spielt Ani. Mit dem eigenen Kopfkino, mit der Ungewissheit und zahlreichen Andeutungen, die einem den Magen umdrehen. Die erschaffte Atmosphäre empfand ich viel heftiger, als sie einem in den meisten Thrillern für Erwachsene begegnet. Da es sich bei den Opfern, die in irgendeiner Form misshandelt werden, um Minderjährige handelt und der Roman für Jugendliche geschrieben wurde, empfand ich den Roman als zu heftig, um mit der empfohlenen Altersgruppe konform gehen zu können. Die Atmosphäre ist gerade anfangs spannungsgeladen. Der Autor beschreibt die Angst der Minderjährigen, ihren Schmerz und ihre Hoffnungslosigkeit authentisch. Dass die Kinder und Jugendlichen sich irgendwann schon nach dem Selbstmord sehen, erscheint eine glaubhafte Folge der Gefangenschaft und der Misshandlungen zu sein. Obwohl die Authentizität in diesem Bereich gegeben ist, habe ich keinen Bezug zu den Protagonisten aufbauen können. Zunächst kämpfte ich etwas damit die Figuren auseinander zu halten. Nach und nach baut der Autor dann jedoch individuelle Betrachtungen der Charaktere ein, aber auch danach empfand ich sie nicht wirklich greifbar. Fazit: Ein Jugendroman, der die grausamen Taten nicht beim Namen nennt, aber gerade dadurch beklemmender kaum sein könnte. Eine Geschichte, die im Kopfkino entsetzliche Bilder auslöst und somit meiner Meinung nach nicht für Jugendliche geeignet ist. Ein Buch, dessen Charaktere mich leider nicht überzeugen konnten. Gebundene Ausgabe: 336 Seiten Verlag: cbt (24. Februar 2014) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3570162613 ISBN-13: 978-3570162613 Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren

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  • Grauenvoll, intensiv, bösartig, hoffnungslos - also menschlich

    Die unterirdische Sonne
    progue

    progue

    Ich habe selten ein Buch gelesen, dass mich in seiner grausamen, menschlichen Bösartigkeit so berührt hat. Es geht um fünf Kinder und Jugendliche - immer um fünf, die zusammen in einem Verlies stecken, auch wenn es insgesamt sechs sind -, die seit teilweise über einem Jahr lang gefangengehalten werden. Sie müssen auf engstem Raum miteinander klarkommen, und die einzige "Abwechslung", die sie haben, ist, wenn sie von Erwachsenen "nach oben" geholt werden. "Oben" - das ist die Hölle. Was auch immer da oben mit ihnen geschieht, das dürfen sie nicht sagen, denn dann werden sie sterben. Man hat es ihnen so gesagt, und sie glauben es - und sie haben auch allen Grund, das zu glauben. Die unaussprechlichen Dinge, die ihnen oben angetan werden: Selbst, wenn sie dürften, wollten sie nicht drüber sprechen. Zu tief sitzt in ihnen die Scham, die Angst, der Ekel, der Selbsthass und die Selbstvorwürfe, die Zweifel, die Hoffnungslosigkeit. Die Schmerzen, die physischen als auch die psychischen, machen sie kaputt. Jeder von ihnen versucht anders, mit dem grauenhaft Erlebten umzugehen. Sie ziehen sich in ihren Kopf zurück, erzählen sich Geschichten, träumen sich an andere Orte, tun alles, um sich wegzudenken, wegzuwünschen, zu entfliehen. Was für ein gnadenloses Buch! Übelkeiterregend, obwohl nicht ein einziges Mal direkt etwas angesprochen wird, aber meine Güte! Wem nicht allein bei den Andeutungen ein Schauer über den Rücken rinnt, dem geht es wohl so wie Conrad, einem der Jugendlichen, der eine Weile glaubte, bereits tot zu sein. Wem nicht bei den kaum angerissenen Beschreibungen schlecht wurde, muss schon so abgestumpft sein, dass es ihn wohl auch nicht berührt hätte, wäre jede einzelne schreckliche Tat in allen Einzelheiten beschrieben worden. Entsetzlicher wird das Ganze meiner Meinung noch dadurch, dass alles in einem fast sachlichem Stil erzählt wird, und doch habe ich bei der Art und Weise, wie diese Kids mit der Situation umgingen, mehr als einmal die Luft angehalten und überlegt, einfach das Buch zur Seite zu legen. Hier verknotet sich beim Lesen der Magen und das Grauen nimmt Gestalt an. Fazit: Nichts für Hartgesottene ohne Feinfühligkeit und nichts für Weichherzige ohne innere Stärke.

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    • 7
    lord-byron

    lord-byron

    25. April 2014 um 22:03
  • Keine leichte Kost

    Die unterirdische Sonne
    kitty_montamer

    kitty_montamer

    24. April 2014 um 10:04

    Der erste Satz "Ich hab keine Angst, hab ich nicht ..."   Meine Meinung Inhalt Der absolute Albtraum von sechs Jugendlichen wird zur gnadenlosen Realität: Sie werden auf einer Insel in einem Keller eines alten Hauses gefangen gehalten. Jeden Tag wird einer von ihnen in die Wohnung geholt, doch was sie dort erleiden müssen, dürfen sie niemandem von der Gruppe erzählen - Sonst werden sie sterben. Tag für Tag lassen sie die Dinge so geschehen, wie sie von den Entführern gemacht werden. Die Jugendlichen fangen an zu verzweifeln, werden immer verstörter und auch aggressiver. Dann stößt plötzlich Noah zur Gruppe, der sich nichts gefallen lassen möchte. Doch wird es ein einzelner Kämpfer schaffen alle auf seine Seite zu ziehen, damit ihnen vielleicht die Flucht gelingt? Dass sie überhaupt noch am Leben war, kam ihr wie ein Wunder vor. Eigentlich wollte sie nicht mehr leben. Angst zu sterben hatte sie trotzdem. Seite 43 Charaktere Sophia ist vierzehn Jahre alt und ein sehr gläubiges Mädchen. Selbst in dieser aussichtslosen Situation glaubt sie an den Herrn und daran, dass er sie retten wird. Maren ist dreizehn. Sie ist so traumatisiert, dass sie während der Entführung zur Stotterin wurde. Eike ist elf und somit der Jüngste von allen. Dies merkt man auch an seinem Verhalten und seinen Emotionen sehr deutlich. Noah kommt zum Schluss zur Gruppe hinzu. Er ist derjenige, der sich wehren möchte. Der alle aus der Gefangenschaft befreien will. Conrad (16) und Leon (13?) machen die Truppe komplett Wie das Lachen ging, wussten sie nicht mehr. Auch ihr Lächeln nahmen sie nicht wahr. Sie meinten, ihre Lippen würden bloß sinnlos zucken. Seite 280    Gesamt "Die unterirdische Sonne" ist in drei Akte aufgeteilt. Im ersten lernen wir erstmal die ganzen Jugendlichen besser kennen. Was sie vorher gemacht haben, wie sie vorher gefühlt haben, was für soziale Bindungen, aber auch was sie für Träume hatten. Die Dinge aus der Vergangenheit wechseln sich mit ihrer jetzigen Gefühlslage ab. Eigentlich finde ich die Idee die Geschichte aufzuteilen und im ersten Teil alle Charaktere zu beschreiben sehr gut. An der Umsetzung mangelte es nach meinem Empfinden jedoch total. Friedrich Ani springt von Charakter zu Charakter und zwar meist so schnell, das ich gar nicht hinterher gekommen bin. War ich noch mitten bei der sensiblen Maren, wurde plötzlich über Fußball gesprochen und man befand sich in der Gefühlswelt von Conrad. Diese Wechsel waren mir leider viel zu hektisch und auch nicht gut genug gekennzeichnet, was mir den Einstieg in die Geschichte bedauerlicherweise sehr schwer gemacht hat. Im zweiten Akt, wenn man sich mit den einzelnen Personen angefreundet hat, geht es etwas mehr in die Tiefe. Wir erleben, wie sich die Jugendlichen in ihrem Keller-Gefängnis entwickeln, spüren ihre Verzweiflung und würden selbst gerne hinfahren und sie da raus holen. In diesem zweiten Teil erzählt jeder der Protagonisten ein Märchen, welches mir bei jedem einzelnen von ihnen eine Gänsehaut bereitet hat... Vom dritten Akt möchte ich gar nicht so viel erzählen, nur das er ein für mich zufriedenstellendes Ende bereit hält... Auf der Rückseite von Friedrich Anis Werk steht zurecht der Hinweis, dass das empfohlene Lesealter ab 16 Jahren ist. Am Anfang konnte ich mir diesen Hinweis noch nicht so ganz erklären, wurde jedoch im Laufe der Zeit eines besseren belehrt. Ich kann und möchte mir nicht vorstellen, wie jüngere dieses Buch lesen und sich in diesem abscheulichen, beängstigen Keller-Gefängnis wieder finden und sich vielleicht auch noch so in die Geschichte hinein denken, dass sie noch selbst ein Teil davon werden. Mit jeder Seite habe ich die Verzweiflung und den kalten Angstschweiß der Protagonisten gespürt. Ihre Lage ist so aussichtslos, wie sie nur sein kann und ihre Erfahrungen, die sie oberhalb ihres "Knastes" durchleben müssen, mag ich mir gar nicht vorstellen. Friedrich Ani geht nicht im Detail darauf ein, was den Jugendlichen widerfährt, dies ist aber auch gar nicht nötig. Die kleinen, gekonnt versteckten Hinweise reichen völlig aus, um sich das schreckliche Ausmaß vorstellen zu können. Ich kann gar nicht sagen, welcher der sechs Protagonisten mir am meisten Leid getan hat und mit welchem ich am meisten mit gelitten habe. Die Erlebnisse und Emotionen von nämlich allen haben mich total aus der Bahn geworfen. Nachdem ich den holprigen Start hinter mich gebracht hatte, war ich schließlich wie besessen von dem Roman. Ich musste die einzelnen Neuigkeiten verschlingen und aufsaugen, weil ich zwar erschüttert, aber sogleich doch so unglaublich neugierig war, wie es wohl weiter gehen wird und vor allem: Ob die Jugendlichen es irgendwie schaffen, sich aus ihrer "misslichen" Lage zu befreien. Fazit Am Anfang für mich noch unverständlich, unterschreibe ich nun völlig den Hinweis, dass Jugendliche unter 16 Jahren diesen Roman besser nicht lesen sollten. Es ist kein Buch über Geschichten, die völlig fiktiv sind, sondern eher ein Roman über Vorkommnisse, die, (wenn vielleicht auch anders) schon mal in einen ähnlichen Form geschehen sind.  Friedrich Ani hat mit "Die unterirdische Sonne" einen über lange Strecken spannenden Roman erschaffen, der einen auch am Ende noch fassungslos und nachdenklich zurück lässt.  Man sollte dieses Buch nicht mal eben zwischendurch lesen, sondern sich Zeit dafür nehmen, denn die Geschichte ist absolut keine leichte Kost.  Ich spreche trotz meiner Startschwierigkeiten eine absolute Empfehlung aus! © www.mybooksparadise.de

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  • Ich fand keinen Bezug zu diesem Buch !

    Die unterirdische Sonne
    Fay1279

    Fay1279

    09. April 2014 um 11:42

    Kindesentführung! Fünf Jugendliche, im Alter von 10 bis 16 Jahren, werden in einem Keller irgendwo in Deutschland festgehalten. Sie werden zwar versorgt und haben sanitäre Anlagen, aber was mit ihnen geschieht wenn sie nach oben geholt werden weiß niemand. Auch spricht niemand darüber. Denn wer darüber sprich, stirbt. Die Jugendlichen entwickeln verschiedene auffällige Verhaltensweisen. Denn eigentlich weiß jeder einzelne von ihnen, das sie früher oder später sterben müssen. Doch als ein weiterer Junge in den Keller gebracht wird verändert sich alles. Sie fangen an zu hinterfragen. Der Autor war für mich unbekannt, scheint jedoch schon viele Auszeichnungen bekommen zu haben. Für mich war der Schreibstil sehr gewöhnungsbedürftig und hat mich nicht überzeugen können. Das Thema war an sich gut gewählt, aber für mich waren die Persönlichkeiten zu flach. Ich konnte mich an keiner Stelle in diesem Buch in die Geschichte hineinfühlen obwohl es ja eigentlich ein sehr ergreifendes Thema ist. Auch bin ich mit dem Ende nicht so überein gekommen, denn irgendwie fühlte es sich für mich zu weit hergeholt an. Für mich war es sehr schade, denn es ist das erste mal gewesen, das ich lange gebraucht habe um mich zu überwinden eine Rezension zu verfassen. Fazit: ein Buch bei dem die Meinungen weit auseinander gehen. Für mich war es zu gefühllos geschrieben. Es hat mich nicht ergreifen können obwohl ich es bei dem Thema erwartet hätte. Von daher kann ich nicht sagen lest es oder lest es nicht. Macht euch ein eigenes Bild.

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