Friedrich Ani Ermordung des Glücks

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Inhaltsangabe zu „Ermordung des Glücks“ von Friedrich Ani

Das Glück wird ermordet, als der 11-jährige Lennard Grabbe im kalten Novembermünchen nicht nach Hause kommt und 34 Tage später als Mordopfer aufgefunden wird. Exkommissar Jakob Franck, den man bereits aus Der namenlose Tag kennt, überbringt den Eltern die schrecklichste aller Nachrichten – das Glück verschwindet. Aber auch das Glück anderer, mit Lennard in Verbindung stehenden Personen endet abrupt oder wird ermordet.
Während die Sonderkommission auf der Stelle tritt und die Familie keinen Weg findet, mit dem Verlust umzugehen, vergräbt Franck sich bis zur Erschöpfung in Zeugenaussagen und Protokollen, verbringt Stunden am Tatort und bedient sich seiner speziellen Technik der Gedankenfühligkeit – immer in der Hoffnung, das „Fossil“, den einen ausschlaggebenden Faktor zur Aufklärung des Falls, ans Licht zu bringen. Angetrieben wird er dabei nicht nur von dem Bedürfnis, der Familie zu Klarheit zu verhelfen und so ihre Trauer zu lindern, sondern auch von den schmerzhaften Erinnerungen an die ungelösten Mordfälle seiner Karriere. Nach dem mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichneten Auftakt der Reihe um Jakob Franck, Der namenlose Tag, folgt nun der langerwartete zweite Teil, Ermordung des Glücks. Friedrich Ani vereint erneut grenzenlose Traurigkeit, menschliche Abgründe und atemlose Spannung in einem an Melancholie kaum zu übertreffenden Roman.

Wie erwartet gut geschrieben, aber nicht einfach zu lesen. Ziemlich düster, die Auflösung kam überraschend und ließ viele Fragen offen.

— Radermacher

Sehr empfehlenswerte Erzählung über den Tod. Anfangs etwas langatmig, aber traurig aber wunderschön.

— skiaddict7

Ein atmosphärisch dichter Krimi.

— brenda_wolf

Wie die Ermordung eines Kindes die Familie verändert - emotionaler Roman.

— Maria135

Der Autor überzeugt mit guter Beobachtungsgabe und Einfühlungsvermögen.

— NeriFee

Ein wirklich schön geschriebenes Buch, das einen in mit in das große Unglück zieht.

— sabsisonne

Zu Anfang ungewohnt, aber dann wird man ins Buch gezogen!

— hannelore_bayer

Poetische Verzweiflung

— minnie133

Ein düsterer Krimi, der sich vom Gros seines Genres abhebt, nicht ganz realistisch, aber von hoher sprachlicher und literarischer Qualität.

— Barbara62

Deprimierender Scheinkrimi

— Murksy

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Gut, aber nicht halb so gruselig wie es in der Beschreibung steht leider ...

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Ein paar passable Ideen, aber für mich an vielen Stellen zu unausgereift und nicht gut entwickelte Story.

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Auch wenn man ab der Hälfte des Buches weiß, wer es war, ist es bis zum Schluss spannend. Einfühlsam, tragisch, unterhaltend.

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  • Bleierne Schwere

    Ermordung des Glücks

    Gise

    07. December 2017 um 09:26

    Als der elfjährige Lennard ermordet aufgefunden wird, verschwindet das Glück aus seiner Familie: keiner kann allein, aber auch nicht miteinander mit dem Schmerz über den Verlust fertig werden. Sie scheinen aus der Zeit gefallen zu sein. Jakob Franck, der pensionierte Kriminalhauptkommissar, möchte der trauernden Mutter den Mörder mitteilen, verbeisst sich in den Fall – und wie auch in „Der namenlose Tag“ wird ihm das Unmögliche gelingen, er wird nach einer langen Suche den Mörder finden.Dies ist bereits der zweite Teil um den ehemaligen Kriminalhauptkommissar mit seinen besonderen Fähigkeiten, der es schafft, auch den am besten versteckten Hinweis zu finden und damit den Fall zu lösen. Wie bereits im ersten Band habe ich mich mit dem Sprachstil sehr schwer getan, die Sätze kamen mir erneut sehr verschwurbelt und von Wiederholungen geprägt vor, dass ich sehr oft den roten Faden verloren habe. Ich habe mich durch Anis Erzählung durchgequält. Die düstere, von bleierner Schwere belastete Geschichte hat ihr übriges getan, dass ich festgestellt habe: Dieser Autor ist nichts für mich.

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  • Eine Geschichte die aufzeigt, wie zerbrechlich das Glück doch sein kann

    Ermordung des Glücks

    Mar_Git

    13. November 2017 um 10:17

    Mit "Ermordung des Glücks" habe ich mein persönlich erstes Buch vom Autor Friedrich Ani gelesen. Dies verdanke ich dem Suhrkamp Verlag, denn im Rahmen eines Gewinnspiels durfte dieser mitreißende Kriminalroman bei mir einziehen. Aufmerksam geworden bin ich auf das Buch bereits über Vorablesen, das Cover und der Titel zogen mich magisch an. Die Leseprobe war faszinierend. Und so habe ich den Krimi in wenigen Tagen, gefesselt von der Geschichte, gelesen. Zum Inhalt: Ex-Kommissar Jakob Franck muss den Eltern Tanja und Stephan Grabbe die erschaudernde Todesnachricht von Ihrem geliebten Sohn Lennard zubringen. Seit 34 Tagen wurde der Junge vermisst und nun ermordet in einem Waldstück aufgefunden. Vor allen Dingen für Tanja bricht damit eine Welt zusammen. Doch mit der Überbringung dieser schrecklichen Worte ist für Franck der Fall noch längst nicht beendet. Denn Außer Dienst heißt für ihn nicht, das er kein Teil des Fahndungsteam sein möchte. So beginnt er mit seinen eigenen Ermittlungen. Steinhart festgebissen am Fall bringt er den Stein ins Rollen. Er wühlt tief in der Vergangenheit, führt viele Gespräche mit potentiellen Zeugen und der Familie und trägt so hilf- sowie erfolgreich zu der Auflösung des Falles bei. Meine Meinung: Auch wenn ich den erstes Teil der Serie um Kommissar Franck nicht gelesen habe, finde ich sehr schnell in die Geschehnisse hinein und kann den einzelnen Charakteren problemlos folgen. Was mich fasziniert die Kraft, mit der sich Franck in dem Fall festbeißt. Man merkt genau, dass er aus seiner beendeten Dienstzeit noch 4 ungelöste Mordfälle zurück lassen musste und er nun zumindest diesen Todesfall um den kleinen Lennard - das Glück der Familie Grabbe - klären muss um für sich selbst zur Ruhe zu finden. Sprachlich ist das Buch sehr faszinierend. Durch den Stil von Ani wirkt die ganze Geschichte sehr düster - man kann sie mit den Farben des Covers vergleichen. Es geht hier nicht um seine Gefühle sondern und wohl überlegte Denkweisen und die klare Sicht auf die Dinge. An sich ist die Geschichte ein eher ruhiger Krimi, mehr ein Roman der das Schicksal beleuchtet, dass der Familie des Toten Kindes widerfährt. Es geht um tiefe Abgründe und präzise Ermittlungen. Ich kann dieses Buch definitiv weiterempfehlen und vergebe sehr gerne 4 von 5 Sternen.        

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  • Toller zweiter Fall

    Ermordung des Glücks

    AKRD

    29. October 2017 um 14:30

    Im zweiten Teil der Reihe um Exkommissar Jakob Franck wird das Glück nicht nur sprichwörtlich ermordet, sondern absolut wahrhaftig, schrecklich und in Persona des kleinen Lennard... Er durfte nur elf Jahre alt werden und bevor man seine Leiche fand, bangten die Eltern ganze 34 Tage um ihn. 34 Tage voller Kopfkino, voll grausamer Szenarien, von denen dann das schlimmste leider Realität wurde... Man mag es sich gar nicht vorstellen - das Schlimmste, was Eltern passieren kann..! Friedrich Ani zeichnet sich ja durch einen sehr feinen, gut beobachtenden und prägnanten Schreibstil – er geht auch dieses Thema sehr behutsam an. Das hat mir ausnehmend gut gefallen, weil es auch dieses Thema verdient hat, sorgsam erzählt zu werden. Es hätte ein Krimi werden können und auch wenn ich diese gerne lese, so fand ich diese Art, die Geschichte eher als „Psychogramm“ aufzuziehen, viel besser. Das passt einfach besser zum Autor, zur Geschichte und liest sich einfach nicht so gewöhnlich. Viele Krimis tun sich schwer, es wiederholt sich viel, da ist dieser Ansatz erfrischend neu und fand bei mir daher auch großen Anklang.

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  • Über die Essenz des Lebens und des Leidens

    Ermordung des Glücks

    WinfriedStanzick

    11. October 2017 um 08:20

    Selbst versierte Krimileser könnten wahrscheinlich nicht auf Anhieb sagen, wieviel verschiedene Ermittlerfiguren der Schriftsteller Friedrich Ani im Laufe seiner langen  literarischen Tätigkeit schon erfunden hat. Am bekanntesten ist wohl der Kommissar Tabor Süden, den Ani zuletzt aus dem Ruhestand noch in einigen Büchern ermitteln ließ. Wahrscheinlich auch deshalb, weil diese Serie über ein Dutzend Bücher über einen Zeitraum von fast zwei Jahrzehnten umfasste. An so manchen Ermittler, der danach folgte, und den Ani meist schon nach zwei oder drei Büchern durch einen anderen ersetzte, erinnert sich kaum noch jemand, was schade ist, denn jeder dieser Männer hatte eine außergewöhnliche Lebensgeschichte, wie sie nur Ani erfinden kann und alle einte sie eine Ermittlungsmethode, die man so bei kaum einem anderen Polizisten in der Krimiszene findet. Anis Ermittler setzen sich selbst auf Spiel. Selbst jeweils auf unterschiedliche Arten aus der Welt gefallen und ihr eigenes Leben und seine Geschichte verloren glaubend, sind sie auf eigentümliche Weise in der Lage, das Schicksal der Täter und ihrer Opfer auf eine fast körperliche Art zu spüren und zu erleben, die sie während ihre Ermittlungen nicht selten selbst an deren Rand des Todes bringt.Ani lässt sie mit Regelmäßigkeit auf Menschen treffen, die auf irgendeine Weise sich selbst verloren gegangen sind. Unsichtbar geworden, leben sie mitten unter uns und Ani gibt ihnen durch seine Kommissare und ihre absolut ungewöhnliche Art, Kriminalfälle zu lösen, ihr Gesicht, ihre Geschichte und ihre Menschenwürde zurück.Sein neuer Ermittler Jakob Franck, den Ani nun schon in einem zweiten Fall präsentiert, ist so ein Sucher nach Verlorenem und Verschwundenem. Seit einiger Zeit im Ruhestand, hat er sich dort noch gar nicht recht eingerichtet, glaubt aber endlich ein Leben  jenseits der Toten  beginnen zu können, nachdem er über viele Jahre in seinem Dezernat sozusagen der Spezialist für die Überbringung von Todesnachrichten war, und das auch nach eigener Einschätzung immer ziemlich gut gemacht hat. So wie viele seiner Vorgänger lebt Jakob Franck allein, nachdem nicht nur sein  Job als Polizist seine Ehe scheitern ließ. Schon in seinem ersten Fall, „Der namensloseTag“, für den Ani völlig zu Recht den Deutschen Krimipreis erhielt, führten ihn seine Ermittlungen nicht nur in die Katakomben seiner eigenen  Vergangenheit, sondern auch auf eine ganz besondere Weise zurück in eine Verbindung zu seiner Ex-Frau Marion Siedler, die einzige Frau, die ihn wirklich kennt und versteht.Auch im neuen Fall wird Jakob Franck schmerzlich mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert. Als nach 34 Tagen, in dem der 11-jährige Lennard Grabbe vermisst wird, seine Leiche gefunden wird, überbringt Franck den verzweifelten Eltern die Nachricht und bleibt die ganze Nacht bei ihnen, schweigend und schon hier mit der schmerzlichen Erinnerung an seine eigene in der Jugend ermordete Schwester konfrontiert.Obwohl Franck alle Protokolle der Mordkommission, die ihn wieder um Unterstützung gebeten hat, durchgeht, und alle Zeugen erneut befrag, fehlt vom Mörder jede Spur. Mit vielen Details, die Franck so herausfindet, baut Ani eine richtige Spannung auf. Auch die umfangreiche Beschreibung des seelischen Zustandes der Eltern des Jungen und eines, wie Jakob Franck bald richtig vermutet, Geheimnisses, das den Onkel von Lennard mit dessen Mutter Tanja verbindet, unterscheidet Anis Stil und literarische Technik von den meisten anderen Kriminalromanen.Während etwa ein Gerichtsmediziner völlig ohne Emotionen arbeitet, setzt sich Franck seinen eigenen Emotionen und denen der Menschen, denen er begegnete, bedingungslos aus. Ani beschreibt das so: „Was Franck meinte, war sein ureigenes, professionelles, wenn nötig rücksichtsloses Zerstückeln der Umstände, das Ausgraben halbverwester Wahrheiten,  das Offenlegen ebenso verständlicher wie oftmals schmutziger Überlebenstricks. Die Aufklärung eines Mordes oder eines zwielichtigen Todes bedeutete, dass ein Kommissar das Recht hatte, die Welt des Menschen, der gewaltsam gestorben war, von Grund auf zu erschüttern und deren Bewohnern so lange mit unnachgiebiger Genauigkeit ihre Gewohnheiten zu entreißen, bis sie nackt in der Kälte standen und sich ihrer Erbärmlichkeit bewusst wurden. Erst von diesem Moment an – davon war Franck überzeugt – gelangte das Opfer auf den Weg zum ewigen Frieden.“So wie viele seine Vorgänger ist Franck nicht religiös, hat aber immer einen Zugang zu den spirituellen Dimensionen des Lebens und den sündhaften Abgründen menschlicher Existenz. Er nähert sich ihnen mit einer von ihm selbst entwickelten  Methode, die er  „Gedankenfühligkeit“ nennt, und die ihm ungeahnte Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt nicht nur der Menschen, denen er begegnet, vermittelt, sondern auch und gerade in seine eigene.Das macht ihn in manchen Situationen zum Therapeuten und Seelsorger, bringt ihn aber keinen Meter von seinem eingeschlagenen Weg ab. Ein Weg, der ihn Kraft kostet, aber ihn sehr nah kommen lässt, dem, was Ani seit vielen Jahren beschäftigt: der Essenz des Lebens und des Leidens.Im neuen Fall wird von Ani die spirituelle Dimension dieser Essenz ganz besonders betont. Das überraschende Ende des Buches ist meiner nach ernst gemeint und drückt eine leidenschaftliche und unzerstörbare Hoffnung aus auf gelingendes und versöhntes Leben, auch nach dem Tod.

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  • Ein Krimi der besonderen Art

    Ermordung des Glücks

    LibriHolly

    09. October 2017 um 20:58

    Der Tod des eigenen Kindes ist sicherlich das Schlimmste, was Eltern wiederfahren kann.Wenn das Kind dazu noch ermordet wurde ist der Alptraum perfekt. Die Zeit scheint stillzustehen, unendlicher Schmerz, „absolute Abwesenheit“, das Glück auf immer verloren. Die Welt wird nie wieder dieselbe sein. Lennard Grabbe ist gerade einmal 11 Jahre alt, als er an einem regnerischen Abend nach der Schule spurlos verschwindet. 34 Tage später wird jede Hoffnung durch die Wirklichkeit zerschlagen, Lennard wird tot aufgefunden. Vom Täter fehlt jede Spur. Ein Alptraum für die Eltern, aber auch für die Ermittler. Wenn Kinder die Opfer sind, lässt das selbst die härtesten, erfahrensten Ermittler nicht unberührt, noch dazu, wenn vom Täter jede Spur fehlt und ein Motiv nicht ersichtlich ist. Mit „Ermordung des Glücks“ schickt Erfolgsautor Friedrich Ani den pensionierten Kommissar Jakob Franck erneut ins Rennen. Wie auch bereits bei Anis andere Figuren, handelt es sich bei Franck um einen eher untypischen Ermittler, schweigsam, in sich gekehrt, gilt er bei seinen Ex-Kollegen als absoluter Spezialist für die Überbringung von Todesnachrichten an die Hinterbliebenen. „Todesworte, geschöpft aus jahrelanger Erfahrung als Verteiler von Sätzen in den Nächten allumfassender Sprachlosigkeit.“ S. 35Ja, hier und da kann Ani den Lyriker in sich nicht verleugnen. Merkt man dem Autor den Spaß am Spiel mit Sprache und Worten an. Doch gerade dieser besondere, ganz eigene Ton, ebenso wie die nicht gerade alltägliche Methode der sog. „Gedankenfühligkeit“ (eine Wortschöpfung Anis) als Ermittlungsansatz Jakob Francks machen Anis Bücher, nicht nur im Rahmen dieses Falls, zu einem sehr speziellen Krimierlebnis. Die Genregrenzen scheinen durchlässig, ja, werden von Ani gar aufgebrochen. Und so macht nicht nur Jakob Franck die Gefühle der Täter, sondern auch Ani mit ihm und durch ihn die Gedanken seiner Figuren fühlbar, greifbar für den Leser. Lässt uns tief hineinblicken in das Innenleben seiner Protagonisten und genau dieser psychologische Moment macht seine Bücher zu etwas ganz besonderem und seine Krimis zu einem unglaublich intensiven Leseerlebnis. Nicht jedem gelingt es in solch ruhigem Ton und geradezu langsamer Erzählweise, eine solch unglaubliche Spannung zu erzeugen.

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  • Das Gefühl von Leere

    Ermordung des Glücks

    Maddinliest

    08. October 2017 um 17:59

    Exkommissar Jakob Franck hat die Aufgabe den Eltern des 11-jährigen Lennard Grabbe alle Hoffnung, nach dessen spurlosen Verschwinden vor 34 Tagen, zu nehmen. Der Leichnam des Kindes wurde in einem nahegelegen Wald aufgefunden. Alles spricht dafür, dass Lennard Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist, aber es fehlen jegliche Spuren. Mit einem unglaublichen Aufwand werden alle Bewohner der Umgebung, wo Lennard zuletzt gesehen wurde befragt, allerdings ohne brauchbares Ergebnis. Es schient als handele es sich um einen Fall, der ungeklärt zu den Akten gelegt wird, was Jakob Franck allerdings nicht akzeptieren will..."Ermordung des Glücks" ist der zweite Kriminalroman um den ehemaligen Kommissar Jakob Franck. Der erste Band "Der namen-lose Tag" hatte mir schon auf seine sehr eigenwillige Art gut gefallen, so dass ich mit hohen Erwartungen in das Buch gestartet bin. Ich wurde auch definitiv nicht enttäuscht. Friedrich Ani erzählt den Krimi-nalroman in seiner sehr eigenen und zum Teil schon poetischen Art, die das Buch zu etwas Besonderen machen. Es ist sicherlich nicht ganz einfach zu lesen und erfordert durchaus auch immer die volle Konzentration, aber dadurch unterscheidet es sich auch von vielen Büchern dieses Genres. Der Hauptprotagonist Jakob Franck besticht durch seine sehr ruhige und besonnene Art. Er besitzt die große Gabe seinem Gegenüber die volle Aufmerksamkeit zu schenken und ihm zuzuhören. So stehen in "Ermordung des Glücks" auch keine rasanten Verfolgungsjagden und blutrünstige Taten im Vordergrund, sondern in erster Linie die Gedanken und Gefühle der beteiligten Personen. Sehr ausführlich widmet sich hier der Autor dem Umgang mit dem Tod. So stehen die nahen Angehörigen und deren Umgang mit der dramatischen Situation im Vordergrund und treiben Jakob Franck zum unermüdlichen Recherchieren in einem scheinbar hoffnungslosen Fall. Die Aufklärung ist hier zwar immer ein primäres Ziel des Hauptprotagonisten, aber die Spannung erhält das Buch über die zwischenmenschlichen Beziehungen und Konflikte."Ermordung des Glücks" ist ein gelungener und sehr außergewöhn-licher Kriminalroman, der aus meiner Sicht schon allein aufgrund des Schreibstils von Friedrich Ani lesenswert ist. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

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  • Ermordung des Glücks: Mein erster Ani

    Ermordung des Glücks

    Radermacher

    04. October 2017 um 16:55

    Ich habe dieses Buch gekauft, um als Schriftsteller von einem der besten Krimi-Autoren Deutschlands zu lernen. Das Ergebnis ist allerdings ziemlich ernüchternd.Friedrich Ani kann schreiben, das habe ich nicht anders erwartet und kann ich nur bestätigen. Einige Sätze waren schlicht genial, bei manchen Einfällen dachte ich, darauf musst du erst einmal kommen. (Ob man so etwas lernen kann, bezweifle ich jedoch.)Der Schreibstil in "Ermordung des Glücks" ist sehr gewöhnungsbedürftig. Weshalb der Starautor lieber Semikoli statt Punkte setzt, bleibt sein Geheimnis. Die Lesbarkeit fördert es jedoch nicht. Ebenso wenig die Spannung. Auch ich konnte maximal zwei Kapitel am Stück lesen.Das Buch wird gelobt für seine melancholische Grundstimmung. Das macht er hervorragend, genauso wie die Personen sehr genau beschrieben sind.Die Auflösung des Falles kam für mich sehr überraschend und war in meinen Augen kaum nachvolhziehbar. Darüber hinaus gibt es einige Passagen, bei denen man sich fragt, weshalb sie im Buch stehen. Vermutlich um zu zeigen, wie kaputt die einzelnen Figuren sind. Mit dem eigentlichen Fall hat dies allerdings nichts zu tun.

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  • Das entwichene Glück

    Ermordung des Glücks

    HK1951

    29. September 2017 um 10:48

    Ich schätze, alle Eltern würden mir beipflichten, dass das Schlimmste, das sie sich vorstellen können, ist, ihr Kind zu verlieren; es lange vor seiner Zeit gehen lassen zu müssen, vor sich selbst... Und wenn das Kind dann noch ermordet wird (das soll natürlich andere Todesarten keinesfalls „abmildern“ bzw. schmälern, denn selbstverständlich sind alle sehr grausam und kaum bis gar nicht verkraftbar..!), gibt das dem Ganzen noch eine ganz andere Dimension. Man ist noch hilfloser, hatte keine Chance, das Kleine irgendwie noch zu retten... Eben dies passiert in Friedrich Ani´s neuestem Werk „Ermordung des Glücks“ den Eltern des 11-jährigen Lennard. 34 Tage lang müssen sie in grausamer Ungewissheit ausharren, bis die schreckliche Wahrheit ans Licht kommt... Ex-Kommissar Jakob Franck überbringt die Todesnachricht und verbeißt sich regelrecht in den Fall, bis zur puren Erschöpfung. Denn er spürt genau, dass die Familie nicht damit abschließen, keinen Frieden finden kann, ehe der brutale Mörder nicht gefasst ist... Nach „Der namenlose Tag“ ist dies nun der zweite Band um Kommissar Franck und wiederum beweist Ani auch hier sein schriftstellerisches Können. Er hat eine ganz feine Beobachtungsgabe, wählt seine Worte deutlich mit Bedacht und es gibt bei ihm keine langatmigen Stellen; es ist alles da, wo es hingehört, wenn ich das mal so flapsig ausdrücken darf.

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  • Beeindruckend, traurig, und wunderschön.

    Ermordung des Glücks

    skiaddict7

    29. September 2017 um 09:57

    Der elfjährige Lennard wird ermordert. Der pensionierte Kommissar Franck überbringt den Grabbes, Lennards Eltern, die Nachricht, dass seine Leiche gefunden wurde. Dies alles Wochen, nachdem er in einer stürmischen Novembernacht verschwunden war. Kurz vor Weihnachten. Hier bricht für die Grabbes ihre Welt zusammen. Jeder versucht, auf seine eigene Art, mit dem Tod des Jungen fertig zu werden, auch sein Onkel und seine Grossmutter. Auch Franck und die Kommissare müssen damit umgehen, wochenlang vor einem Rätsel zu stehen.Friedrich Ani schreibt mit einem recht eigenwilligen Stil, den ich vorher noch nicht kannte und der zu Beginn gewöhnungsbedürftig war. Die ersten 100 - 150 Seiten drehen sich hauptsächlich um Tanja Grabbe, Lennards Mutter. Ihre Naivität und Kindlichkeit hat diesen ersten Teil für mich ziemlich langatmig gemacht. Dann aber geht es immer mehr um die Ermittlungen, es werden Verdächtige gefunden und verhört, und die Erzählung nimmt Fahrt auf. Die Geschehnisse überschlagen sich gegen Ende fast, und die Auflösung des Morders kommt sehr überraschend. Insgesamt fand ich es ein sehr schönes Buch, auch über Liebe zwischen Geschwistern und Eheleuten, was sehr viel zum Nachdenken anregt. Es ist kein Krimi, wie in den meisten Rezensionen erwähnt wird, dies stört jedoch keineswegs. Vielmehr eine wunderschöne und traurige Erzählung über die Verzweiflung, die man verspürt, wenn jemand Nahes verstirbt, insbesondere ein Kind, und zu welchen verzweifelten Taten dies Menschen treiben kann.

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  • Zwischentöne

    Ermordung des Glücks

    brenda_wolf

    25. September 2017 um 21:40

    Ach Leute, der ist doch nicht neu. Da wurde ein alter Stoff überarbeitet und neu aufgelegt. Als Hardcore-Fan von Friedrich Ani kenne ich den Roman. Sorry, das gibt Punkteabzug. Es findet sich auch nirgendwo ein Hinweis. Der 11-jährige Lennard ist verschwunden und wird nach bangevollen Wochen tot in einem Waldstück aufgefunden. Jacob Franck, der pensionierte Kommissar, ist der Überbringer der Todesnachricht. Für die Familie ging mit Lennard das Glück. Seine Mutter fällt in eine tiefe Depression, und scheint am Verlust des einzigen Sohnes zu zerbrechen. Und doch hüten sie und ihr Bruder Max ein dunkles Geheimnis. Die Sonderkommission kommt in den Ermittlungen nicht weiter. Jacob Franck macht es sich zur Aufgabe, diesen Fall auf eigene Faust zu lösen. Ich liebe Anis eigenwilligen Stil. Seine Schreibe ist für mich tiefgründig und voller Poesie. Er versteht es wie kein anderer Bilder entstehen zu lassen. Die Charaktere sind glaubwürdig gezeichnet. Jacob Franck wirkt sympathisch und menschlich. Er hört den Menschen zu, hört auch Zwischentöne. Die Eltern und der Onkel des Jungen sind aufgelöst in ihrer Trauer, man nimmt sie ihnen ab und fühlt mit ihnen. Doch alle tragen Schuld. Fazit: Ein atmosphärisch dichter Krimi. Allen Lesern guter Krimiliteratur herzlich empfohlen. Dennoch nur 4 Sterne, der Grund wurde oben angeführt.

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  • Wie schnell zerbricht das Glück

    Ermordung des Glücks

    Maria135

    24. September 2017 um 13:23

    In einer stürmischen, regnerischen Novembernacht verschwindet der kleine Lennard spurlos. Erst einen guten Monat später wird die Leiche des 11-jährigen Jungen gefunden. Jakob Franck, Komissar a. D., hat die Aufgabe übernommen, der Familie die tragische Nachricht zu überbringen. Ab diesem Zeitpunkt trat in der Familie eine gravierende Änderung ein, die vor allem die Mutter in ein tiefes Loch zog. Sie wendet sich von allen ab und verdinkt in eine Scheinwelt, in der sie ihrem Sohn nahe ist.Da ich das erste Buch des Schriftstellers nicht gelesen habe, bin ich völlig unvoreingenommen in die Geschichte versunken. Schon die Leseprobe hat mich durch den Sprach- und Schreibstil gefangen genommen. Herr Ani schafft es, den Leser bis in die tiefste Seele der Protagonisten blicken zu lassen. Der Schreibstil, dem ich bisher noch nicht begegnet bin, hat trotz seiner klaren Art, tiefe Emotionen entstehen lassen. Ich hatte das Gefühl, jedem Protagonisten in die Seele geblickt zu haben. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen. Man bekommt keinen Krimi im klassischen Stil sondern einen emotionalen Roman mit kriminalistischem Hintergrund.        

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  • Mehr als ein guter Krimi!

    Ermordung des Glücks

    NeriFee

    23. September 2017 um 11:09

    Nicht umsonst ist dieses Buch dem Roman zugeteilt und weniger dem Krimi-Genre. Mich hat neben dem ansprechenden Cover vor allem der Titel zugesagt. Vom Autor selbst habe ich bisher nichts gelesen, weiß aber, dass seinen Werken viel Beachtung geschenkt wird. Nicht zu Unrecht, das kann ich vorwegnehmen. KlappentextDas Glück wird ermordet, als der 11-jährige Lennard an einem kalten Novembertag nicht nach Hause kommt und 34 Tage später als Mordopfer aufgefunden wird. Exkommissar Jakob Franck überbringt den Eltern diese schrecklichste aller Nachrichten – das Glück verschwindet. Während die Sonderkommission auf der Stelle tritt und die Familie keinen Weg findet, mit dem Verlust umzugehen, vergräbt Franck sich bis zur Erschöpfung in Zeugenaussagen und Protokollen – immer in der Hoffnung, den einen ausschlaggebenden Faktor zur Aufklärung des Falls ans Licht zu bringen.Dem Autor gelingt es hier, die Protagonisten der Geschichte in den Mittelpunkt zu rücken. Diese Aspekt hat mir besonders gefallen. Von Anfang bis Ende ist die Story logisch und nachvollziehbar und wird zu keinem Zeitpunkt langweilig. Trotz der vielen packenden Momente im Buch, habe ich mir mit dem Lesen Zeit gelassen, um die Geschichte intensiv aufzunehmen. Mit guter Beobachtungsgabe und dem Talent, sich in andere hineinzuführen, gelingt es Ani, den Leser zu berühren, ihn teilhaben zu lassen. Die Charaktere wirken authentisch und ausgearbeitet, es bereitet Freude, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Mehr als ein guter Krimi! Eine klare Leseempfehlung.Ich danke Vorablesen für das Rezensionsexemplar.

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  • Das Glück wird ermordet

    Ermordung des Glücks

    Dominikus

    21. September 2017 um 17:52

    Ermordung des Glücks von Friedrich Ani ist der erste Roman den ich von dem Autor gelesen habe. Es ist der zweite Teil mit dem Ermittler Jakob Franck, einem Exkommissar. Man kann auch jetzt noch problemlos einsteigen. Der 11jährige Lennard ist ermordet worden. 34 Tage nach dem Verschwinden des Jungen teilt Franck den Eltern den Tod des Jungen mit. Friedrich Ani hat das Erschrecken, die Trauer und Trostlosigkeit der Eltern und des Onkels gut beschrieben. Ich konnte mit ihnen mitfühlen, obwohl ich sie nicht in allem verstanden habe. Aber ich war Gott sei Dank nie in ihrer Lage, wer weiß, wie ich da reagiert hätte. Besonders gut gefällt mir Franck, der sich mit seiner ruhigen verbissenen Art an der Ermittlung beteiligt. Toll, wie man an seinen Beobachtungen und Gedanken teilnehmen kann. Der Autor hat die Personen alle sehr gut getroffen. Die Dialoge und Überlegungen der Familie und bei der Kripo war interessant. Bei diesem Roman ist der Titel so richtig stimmig, denn für die Familie Lennards ist das Glück ermordet worden. Wie kann man nach solch einer Tragödie normal weiterleben? Friedrich Ani schreibt fesselnd und spannend. Ich kann den Roman als lesenswert empfehlen und werde auch den nächsten Fall mit Jakob Franck lesen

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  • Gut geschrieben aber schrecklich düster

    Ermordung des Glücks

    sabsisonne

    21. September 2017 um 16:08

    Am Anfang war ich ganz begeistert von den schönen Sätzen, die sich so sehr von den der üblichen Krimis unterscheiden. Aber je länger ich gelesen hab, desto düsterer wurde die Stimmung des Buches und damit auch meine eigene. Die Geschichte zieht einen in das Unglück mit hinein. Und unglücklich sind fast alle Personen, die in dem Buch vorkommen. Egal ob es der pensionierte Kriminalist ist, der früh seine Schwester verloren hat und noch immer Todesnachrichten überbringt. Oder der Zeuge, der keinen Lärm mehr verträgt und deshalb mit Kopfhörern zu Hause sitzt. Ganz abgesehen von Lennarts Familie. Ohne den Jungen bricht alles zusammen: Die Mutter verliert jeden Halt, der Vater wird aggressiv und der Onkel lebensmüde. Ich wollte irgendwann nicht mehr weiterlesen, weil mich die Geschehnisse so runter gezogen haben. Da es aber ein gut geschriebenes Buch ist, hab ich es am Ende doch getan. Mein Tipp: Nur lesen, wenn es einem selbst sehr gut geht!

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  • ein beeindruckender Roman

    Ermordung des Glücks

    Klassikfan

    21. September 2017 um 13:43

    " Die Ermordung des Glücks " von Friedrich Ani ist ein leiser, aber sehr beeindruckender Roman. Es geht hier zwar um einen Kriminalfall, um das Verschwinden und die Ermordung eines 11 jährigen Jungen,. aber im Fokus steht nicht der Kriminalfall, sondern das, was er bei den Menschen auslöst. So werden die Protagonisten , die in unmittelbarem Zusammenhang mit diesem Mordfall stehen beschrieben, ihr Umgang mit dem Schmerz und dem Verlust, aber auch mit dem Erkennen der eigenen Grenzen, wenn es um die Aufklärung des Falles geht. Da kommen Erinnerungen hoch, die den Einen oder Anderen an vergangene Ereignisse erinnern. Da dieses Buch das zweite eine Reihe ist, spielt auch hier der pensioniere Kommissar Franck wieder eine Rolle, der es übernimmt, der Familie des ermordeten Junge diese Botschaft zu überbringen. Die Figuren in diesem Buch sind sehr gut gezeichnet, ihre Gefühle und Gedanken werden einfühlsam und nachvollziehbar geschildert, so dass man als Leser keine große Distanz zu den Protagonisten spürt und das macht meiner Meinung nach ein gutes Buch aus. Der Autor beherrscht diese Kunst einwandfrei und so entsteht vor dem Leser ein gutes Bild der Tragödie, die dieses Ereignis bei den betroffenen Personen auslöst. 

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