Friedrich Ani Idylle der Hyänen

(35)

Lovelybooks Bewertung

  • 42 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 2 Leser
  • 7 Rezensionen
(6)
(16)
(10)
(1)
(2)

Inhaltsangabe zu „Idylle der Hyänen“ von Friedrich Ani

Großdruck-Ausgabe Vernehmung unterm Kruzifix - Anis neue Romanreihe mit einem ungewöhnlichen Kommissar: Polonius Fischer, ehemaliger Mönch. Wegen eines Unwetters haben sich zwei Jungen zum Fußballspielen in die Tiefgarage eines Hochhauses geflüchtet. Dort machen sie eine grauenvolle Entdeckung: In einem Kellerabteil finden sie eine tote Frau in einem grünen Sommerkleid. Auf den ersten Blick scheint es ein Mordfall zu sein wie jeder andere. Doch dann geschieht ein weiteres Verbrechen ...

Stöbern in Krimi & Thriller

Into the Water - Traue keinem. Auch nicht dir selbst.

Vorher von vielen negativen Kritiken beeinflusst, hat mich das Buch dann doch positiv überrascht!

_hellomybook_

Die Bestimmung des Bösen

Gelungenes Thrillerdebut der Biologin Julia Corbin. Die Kommissarin Alexis Hall erlebt bei ihrem ersten Fall, den sie leitet einen Albtraum.

makama

Death Call - Er bringt den Tod

Chris Carter überflügelt sich selber...er wird immer besser!Hier wieder ein Thriller der Weltklasse!Unbedingt lesen !

Igela

Harte Landung

Messerscharfe Beobachtungen und eine einzigartige Ermittlerin! Der Krimi hat richtig Spaß gemacht

StSchWHV

Die Fährte des Wolfes

Brutal und blutig, aber spannend zu lesen

Goch9

Kein guter Ort (Arne Eriksen ermittelt)

Knüpft perfekt an die Vorgänger an und ist wieder super atmosphärisch

Glanzleistung

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Idylle der Hyänen" von Friedrich Ani

    Idylle der Hyänen
    Martinchen

    Martinchen

    17. January 2013 um 14:16

    "Irgendwo in einer deutschen Großstadt. Eine Tiefgarage, ein Kellerabteil, ein alter Schrank. Eine unbekleidete tote Frau unter einer Kunststoffplane im Schweinwerferlicht. Bis die Gerichtsmediziner kamen, trug sie noch ein grünes Sommerkleid und lag zusammengekrümmt im Schrank. Tot war sie da auch schon. Polonius Fischer war früher einmal Mönch. Doch er hat keine Antwort auf seine Fragen gefunden. Jetzt ist Polonius Fischer Kriminalkommissar, und er fragt sich noch immer: Was ist der Ursprung von Gut und Böse in jedem einzelnen Menschen?" so der Klappentext, den ich hier übernehme, da das Buch ja schon länger auf dem Markt ist. Mir gefällt an diesem Krimi, dass es hier um die leisen Töne geht. Die Tote war alleinerziehende Mutter, wo ist die Tochter? Die Suche nach hier wird hier ehr beiläufig abgehandelt. Im Vordergrund steht Polonius Fischer, der sehr rätselhaft ist und bleibt. Er geht seine eigenen Wege, die auch seine Kollegen nicht immer nachvollziehen können. Nachdenkenswert ist das Motiv des Täters, der - natürlich - gefasst wird. Ich glaube, das Thema der emotinal vernachlässigten Kinder kommt in unserem Land viel zu kurz. Fazit: kein Krimi für Action-Fans, sondern einer für Leser, die sich gern mit Hintergründen auseinandersetzt.

    Mehr
  • Rezension zu "Idylle der Hyänen" von Friedrich Ani

    Idylle der Hyänen
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    23. November 2012 um 16:10

    Eigentlich wollte der Mann, der mit einem Dutzend engagierter Romane um den Münchner Kommissar Tabor Süden die deutsche Krimilandschaft entscheidend geprägt und um ein ganz eigenes Stilelement bereichert hat, keine Kriminalromane mehr schreiben. Doch Friedrich Ani kann es Gott sei Dank nicht lassen. Für ihn handeln Kriminalromane von Menschen in Not und diesem Bekenntnis trägt er auch in seinem neuen Roman Rechnung. So wie auch in seinen bisherigen Romanen stehen hier nicht der Thrill und die Action oder etwa gnadenlose Spannung im Vordergrund, sondern die Auseinandersetzung mit Menschen und ihrer Vergangenheit, der er mit ihren zum Teil bis in die Kindheit reichenden Wurzeln für die Bewältigung oder Nichtbewältigung der Gegenwart nachspürt. Dies gilt sowohl für die Menschen, die er im Rahmen eines Falles als Täter, Opfer, Zeugen oder Rahmenpersonen auftreten lässt, als auch für die Menschen seines Polizeiteams im Münchner Dezernat 111. Dabei hat er ausnahmslos interessante und sympathische Figuren ausgewählt, die für hoffentlich baldige Fortsetzungen der begonnenen Reihe nur das Beste hoffen lassen. Hauptfigur Anis ist in der neuen Reihe Polonius Fischer, der mit dem Fall, den er in „Idylle der Hyänen" löst, auf das Härteste mit seiner eigenen Kindheit und den daraus folgenden schwerwiegenden Entscheidungen für sein Leben konfrontiert wird. Polonius Fischer hatte sich in jungen Jahren schon für eine Karriere bei der Polizei entschieden, bevor er den Dienst quittierte und als Mönch in ein Kloster eintrat. Im Verlauf des Buches, in dem eine Frau, die aus wohl ähnlichen Gründen wie Fischer Nonne wurde, ums Leben kommt, wird dem Leser deutlich, was ihn zu diesem Schritt bewegte. Ani deutet aber in einer dichten und höchst ernsthaften Sprache auch das an, was Fischer zum Austritt aus dem Orden und dem Wiedereintritt in den Polizeidienst brachte. Auch die anderen Polizistenpersönlichkeiten des Dezernats 111 haben ihre Päckchen aus persönlicher Geschichte zu tragen. Vielleicht macht es Ani ja in den -hoffentlich- nächsten Büchern so ähnlich wie sein Kollege Arne Dahl, und lässt uns in jedem Buch eine andere Person des Teams näher kennen lernen. Polonius Fischer jedenfalls, befreundet mit Ann-Kristin Seliger, einer ehemaligen Journalistin, die ausgestiegen ist aus einem Metier, dessen Heucheleien und Intrigen sie nicht mehr ertragen konnte und nun nachts Taxi fährt, ist ein Kommissar, wie ihn so nur Friedrich Ani erfinden konnte. Der Schlüssel für die Aufklärung von Verbrechen sind für ihn die Menschen, „Menschen in Not" (Ani), ihr Innerstes mit seiner oft brutalen Geschichte, ihre Beweggründe und Lebenshoffnungen und nicht eine lückenlose Indizienkette. Fischer hat sich seine Privilegien ausbedungen, als er in den Dienst zurückkehrte, z.B. verhört er in einer kleinen Kammer, die seiner ehemaligen Klosterzelle ähnelt, allein - mit einem Kruzifix an der Wand. Er zitiert lange Bibelstellen, zum Trost für die Opfer und zur Konfrontation für Verdächtige, und er liest seinen Kollegen vor, Texte von enormer Dichte und hohem intellektuellen Anspruch. Einer dieser philosophischen Texte, der von der Koinzidenz von völlig verschiedenen Zeit- und Handlungsebenen spricht, wird Fischer zum Schlüsselerlebnis für die Lösung eines zweifachen Mordes, von denen der eine viel mit dem anderen zu tun hat, aber dennoch kein gemeinsamer Täter zu finden ist. Friedrich Ani hat einen wunderbaren und anspruchsvollen Krimi geschrieben, der mit Sicherheit unterschiedlich aufgenommen werden und die Geister scheiden wird. Mit seiner Tiefe und seinem immerwährenden Versuch, die Abgründe menschlichen Lebens und gesellschaftlicher Realität zu beschreiben, ohne in platte Formeln abzugleiten, zeugt er von großem Können. Wer Ani liest, muß viel aushalten können an Aporie, Sinnlosigkeit und Hoffnung, er muß sich konfrontieren mit Glauben und Zweifel, Philosophie und Theologie und darf sich aber auch an Menschen freuen, die versuchen gerne und froh zu leben und ihrem Leben einen kleinen, bescheidenen Sinn zu geben. Ein außerordentliches Buch, das ich nur empfehlen kann.

    Mehr
  • Rezension zu "Idylle der Hyänen" von Friedrich Ani

    Idylle der Hyänen
    claudiaausgrone

    claudiaausgrone

    11. September 2011 um 17:42

    Ein Krimi ganz anderer Art. Ich kenne die Tabor Süden Krimis nicht und weiß auch nicht, ob im Stil Vergleichbares zu finden ist. Aber erst einmal zum Inhalt: "Irgendwo in einer deutschen Großstadt. Eine Tiefgarage, ein Kellerabteil, ein alter Schrank. Eine unbekleidete tote Frau unter einer Kunststoffplane im Scheinwerferlicht. Bis die Gerichtsmediziner kamen, trug sie noch ein grünes Sommerkleid und lag zusammengekrümmt im Schrank. Tot war sie da auch schon. Polonius Fischer war früher einmal Mönch. Doch er hat keine Antwort auf seine Fragen gefunden. Jetzt ist Polonius Fischer Kriminalkommissar, und er fragt sich noch immer: Was ist der Ursprung von Gut und Böse in jedem einzelnen Menschen?" Des öfteren war zu lesen: ein philosophischer Kriminalroman. Ja, schon. Das macht zum Teil den Lesefluss langsamer, bisweilen leidet der Spannungsbogen. Ich musste mich erst entscheiden, möchte ich dies in einem Krimi überhaupt. Mir ist vor allem aufgefallen, eine Ansammlung von verstörten und zugleich verstörenden Menschen. Irgendjemand schrieb: Unterhaltsam zu lesen. Jain. Ich bin schon auch dem Sog erlegen, sprachlich finde ich es gut geschrieben und doch war es irgendwie auch anstrengend. Ich habe mich mit dem Krimi erst schwer getan, eine Lesung des Autors hat meinen Zugang dann verbessert. Ich schreibe diese Rezi nun Jahre später, während ich den 3. Polonius Fischer Band lese. Und jetzt stören mich diese Gott-Suche-Ansätze u.a. nicht mehr. Es kommt bei diesen Büchern - so meine persönliche Meinung - mehr als bei anderen auf den persönlichen Lebensabschnitt und -blickpunkt an.

    Mehr
  • Rezension zu "Idylle der Hyänen" von Friedrich Ani

    Idylle der Hyänen
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    Ich fasse es nicht! Wie kann ein solches Buch mehr als 1 Stern erhalten??? Grottenlangweilig, völlig unsinnige Geschichte, ein Kriminologe, früher Mönch, betet mit den Zeugen, statt sie zu vernehmen....
    Hallo?!?
    Gut, daß mindestens 3 Leute mal schnell Selbstmord begehen, so kommt der Fall wenigstens zu einem Ende.
    Fazit: Mein erster und gleichzeitig letzter Ani, bloß nicht kaufen!

    • 2
  • Rezension zu "Idylle der Hyänen" von Friedrich Ani

    Idylle der Hyänen
    carnotis

    carnotis

    29. May 2010 um 02:00

    Polonius Fischer hat hier einen besonders schweren Fall. Tiefgarage, Kellerabteil, alter Schrank. Eine tote Frau im grünen Sommerkleid. Die Frau ist ist bekannt, wo ist ihre Tochter? Ich habe von Friedrich Ani schon besseres gelesen, deshalb nur drei Sterne, aber die auch nur für andere - gerne gelesene - Titel.

  • Rezension zu "Idylle der Hyänen" von Friedrich Ani

    Idylle der Hyänen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. February 2010 um 16:46

    In einem Schrank in einer Tiefgarage wird die Leiche einer Frau gefunden, die offensichtlich erhängt wurde. Was als einfacher Kriminalfall beginnt, führt tief in die Vergangenheit von Opfer, Täter und auch des Kommissars Polonius Fischer: was hatte ihn damals dazu gebracht, ins Kloster zu gehen. Was hat er dort dann doch nicht gefunden? In den Krimi verstrickt sind tiefe Fragen über Glaube und Schuld, über die Frage nach Hilfe zum Selbstmord. Keine leichte Kost, das ist bei Ani auch nicht zu erwarten, aber deshalb auch kein Allerweltskrimi. Mir hats gefallen, auch wenn die Stimmung eher bedrückend war. Also Empfehlung an Mankell-Fans

    Mehr
  • Rezension zu "Idylle der Hyänen" von Friedrich Ani

    Idylle der Hyänen
    Ronja

    Ronja

    08. August 2007 um 12:47

    Ein philosophischer und religiöser Krimi, der einen nachdenklich stimmt. Ist es möglich, dass ein Mörder gemordet hat, um das Kind des Opfers zu retten? Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Ermordeten und der anderen Frau, die tot im See liegt? Und vom Kommissar selbst weiß man am Ende anscheinend auch noch nicht alles... Ein Krimi der etwas anspruchsvolleren Art, und man sollte sich durch die manchmal plötzlichen Wechsel der Perspektiven nicht verwirren lassen... Ich bin schon gespannt, auf die nächsten Fälle von Polonius Fischer!

    Mehr