Friedrich Ani M

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Inhaltsangabe zu „M“ von Friedrich Ani

Poet und Menschenkenner, Beobachter und großer Erzähler mit unbestechlichem Blick auf unsere (politische) Alltagswirklichkeit – das alles ist Friedrich Ani, und nebenbei auch noch ein Autor, der ganz ausgezeichnet zu unterhalten vermag. Auch M beginnt mit einem Vermisstenfall: Die Redakteurin Mia Bischof beauftragt die Detektei Liebergesell, nach ihrem Freund zu suchen. Süden und seinen Kollegen kommt die Frau von Anfang an seltsam vor. Weiß sie über das Verschwinden des Mannes, den sie zu lieben behauptet, mehr als sie zugibt? Süden sieht sich in seinem unguten Gefühl bestätigt, als im Arbeitsumfeld des Vermissten irritierende Hinweise auf die Neonazi-Szene auftauchen. Nichts scheint so recht zusammenzupassen, doch Süden schiebt seine persönlichen Bedenken beiseite – und findet sich in einem Sumpf aus Gewalt, Verrat, Misstrauen und tiefster Verachtung wieder.

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  • Ein düsterer Krimi

    M
    Gwhynwhyfar

    Gwhynwhyfar

    17. September 2015 um 16:08

    Klappentext: „Er war irgendwie anders in letzter Zeit. « Mit diesen Worten beauftragt die Redakteurin Mia Bischof die Detektei Liebergesell, nach ihrem vermissten Freund zu suchen. Süden und seine Kollegen kommt die Frau von Anfang an seltsam vor. Sie sehen sich in ihrem unguten Gefühl bestätigt, als irritierende Hinweise im Arbeitsumfeld des Vermissten auftauchen. Er habe Kontakt zu Neonazis, heißt es. Doch Mia bestreitet das vehement. Süden schiebt seine persönlichen Bedenken beiseite – bis seine Kollegen in höchste Gefahr geraten und er um ihr Leben fürchten muss.“ München, Mia, Martin, Macht, Mord … das M steht im Vordergrund. Das Buch spielt im kleinbürgerlichen Niveau, einschließlich im Dunst billiger Bürgerkneipen. Und es macht den Eindruck, dass jeder Akteur dieser Geschichte ein Looser ist, gescheitert an sich selbst, an seiner Unfähigkeit, zum richtigen Zeitpunkt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Jeder hat eine Person verloren, um die er heftig trauert. Mia Bischof beauftragt das Detektivbüro Liebergesell nach ihrem Freund Siegfried Denning zu suchen, einem Taxifahrer. Tabor Süden, ehemaliger Polizist, arbeitet in diesem Büro, eine Dreipersonengesellschaft voller Kauze. Die Spuren führen in das rechtsextreme Milieu von München, der Denning angehören soll. Kein Klischee, keinesfalls plakativ, eine Geschichte, die sich immer weiter atmosphärisch verdichtet. Jeder Akteur hat Angst und ist von Zweifel geplagt. Plötzlich ist das Detektivtrio im Visier der Rechten Szene, kommt auch noch dem Verfassungsschutz zu nahe, ein Detektiv wird brutal zusammengeschlagen. Ein düsterer Roman, den keine Schnelligkeit treibt, auch keine aktionreichen Plots. Eine exzellente Erzählung hält den Leser dabei. Die Kunst des Dialoges, mit ein wenig Poesie, Philosophie und Spott gespickt, „mehr“ braucht es nicht, um ein gutes Buch zu schreiben. Allerdings ist mir die Story inhaltlich zu wenig ausgereizt, zu weit entfernt von der Realität. Angekündigt als Roman über die rechte Szene, kam hier zu wenig. Ein paar Altnazis, die an sich politisch untätig sind, übriggebliebene Fragmente aus dem letzten Weltkrieg. Das einzige was sie handeln lässt, ist es, sich lästiger Mitwisser zu entledigen. Und dann taucht ein LKA-Beamter auf, der sich locker mit Süden über Staatsgeheimnisse austauscht, obwohl sie sich nicht kennen? Nicht glaubhaft, beim besten Willen. Ein lesenswertes Buch, ganz sicher. Wer aber etwas über die Rechte Szene erfahren möchte, sollte zu anderer Literatur greifen.

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  • Düsterer Abstieg in den braunen Sumpf

    M
    Ginevra

    Ginevra

    Ex- Kommissar Tabor Süden, bekannt aus einer ganzen Serie von ca. 14 "Süden"- Krimis, begegnet uns diesmal als Privatdetektiv.  Aufgrund seiner eigenwilligen, intuitiven Ermittlungsmethoden war er mehr als einmal bei der Polizei angeeckt und schließlich entlassen worden. In Edith Liebergesells Detektei findet er eine Anstellung - und eine Seelenverwandte. Die junge Patrizia Roos und der alternde Leonhard Kreutzer komplettieren das Team. Jeder ist auf seine Weise ein Leidender und Suchender. Eines Tages beauftragt die attraktive Mia Bischof die Detektei mit der Suche nach einem Taxifahrer namens Siegfried Denning. Sie besitzt nicht einmal ein Foto von ihm, und ihre Absicht bleibt rätselhaft. Kreutzer wird misstrauisch und beschattet die geheimnisvolle Blondine. Kurz darauf verschwindet er. Süden wittert Unheil. Immer mehr verdichten sich die Hinweise, dass Mia Bischof Kontakte zur rechtsextremen Szene unterhält, nicht zuletzt durch ihren Vater und ihren Ex- Mann, beides polizeibekannte und aktive Mitglieder der NPD. Durch seine Fähigkeit, den Menschen tief in die seelischen Abgründe zu blicken, deckt er immer mehr Zusammenhänge auf - in die auch seine Kollegin Edith auf traumatische Weise verstrickt ist... Friedrich Ani, geb. 1959, wurde als Sohn einer Oberschlesierin und eines Syrers geboren. Seit seiner Jugend schreibt er Theaterspiele, Drehbücher und Romane. Außerdem arbeitete er zeitweise als Polizeireporter und Kulturjournalist. Aufgrund seines erzählerischen Talents erhielt er mehrere Auszeichnungen. Als Vorbild für seine düsteren und intelligent konzipierten Krimis nennt er den französischen Schriftsteller Georges Simenon. Ani lebt heute als freier Autor in München. Der Roman "M" ist für mich eine deutliche Weiterentwicklung der "Süden"- Serie: zum ersten Mal erscheint er in einem Team, das ihn akzeptiert und würdigt. Jeder der vier Detektive ermittelt auf ungewöhnliche Weise. Die Handlung ist spannend, der politische Hintergrund brandaktuell, bezogen auf den derzeit laufenden NSU-Prozess in München (2014). Die Personen lernt der Leser hautnah und schonungslos kennen, ihre Leidensgeschichten sind sehr bewegend. Mich hat dieses Buch von Anfang an gefesselt. Auch der Perspektivenwechsel ist neu und macht das Lesen abwechsungsreich. Besonders das Ende ist sehr dicht und überraschend. 5 von 5 Sternen und eine Lese-Empfehlung an alle, die politisch engagierte und psychologisch abgründige Kriminalromane der Extraklasse lieben.

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    • 2
  • Die große LovelyBooks Themen-Challenge 2014

    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2014? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 20 vorgegebenen Themen mindestens 15 Bücher aus 15 unterschiedlichen Themen zu lesen. 5 Themen können also ausgelassen werden. Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt hier mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag. Diese Challenge läuft vom 1.1.2014 bis 31.12.2014. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Wer am Ende des Jahres die 15 Bücher zu 15 verschiedenen Themen geschafft hat, nimmt automatisch an einer Verlosung eines schönen Überraschungspakets teil. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2014 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Ich habe jedes Thema auch zu einem extra Beitrag hier auf LovelyBooks verlinkt, in dem ihr euch jeweils über die passenden Bücher austauschen könnt. Für jedes Thema hänge ich ein Beispielbuch in der Reihenfolge der vorgegebenen Themen an, ihr könnt aber gern andere lesen! Bücher, die erstmalig vor 2010 erschienen sind Bücher, die Teil einer Reihe sind (alles ab mindestens 2 Bänden) Bücher, die ein vorranging rotes Cover haben Bücher, deren Buchtitel eine Zahl enthalten Bücher, die ausschließlich als Taschenbuch / Broschur erschienen sind (nicht als Hardcover, E-Book zusätzlich ist ok) Bücher, bei denen der Vor- oder der Nachname des Autors mit dem gleichen Buchstaben beginnt, wie der Buchtitel Bücher, die bisher noch keine Rezension auf LovelyBooks haben (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, in denen es ums Essen geht und das auch durch den Buchtitel, das Cover o.Ä. ausgedrückt wird Bücher von deutschsprachigen Autoren Bücher, die weniger als 250 Seiten haben Bücher, auf denen hauptsächlich Schrift und kein vordergründiges Covermotiv zu sehen ist Bücher von Autoren, die schon mindestens 5 Bücher veröffentlicht haben Bücher, die in der Hardcover-Ausgabe einen Schutzumschlag haben Bücher, deren Buchtitel aus mindestens 5 Wörtern bestehen Bücher, die aus einer anderen Sprache als dem Englischen oder Französischen übersetzt wurden Bücher, die in einer Stadt mit mehr als 1 Mio. Einwohner spielen Bücher, die in einem unabhängigen Verlag erschienen sind (keine Verlagsgruppen / Konzerne) Bücher, auf deren Cover mindestens 3 Lebewesen zu sehen sind (es zählen Menschen & alle Tierarten) Bücher, die auf LovelyBooks mit 4,5 - 5 Sternen bewertet sind (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, deren Hauptfigur mindestens 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist (wer dieses Thema erfüllen möchte, müsste hier sein Alter verraten - in meinem Fall müsste die Figur 17 oder jünger bzw. 37 oder älter sein) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Antworten auf häufig gestellte Fragen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Wenn es in der Aufgabenstellung keine spezielle Eingrenzung gibt, zählt wirklich alles, was dazu passt. Zahlen zählen also auch als Zahlen, egal ob ausgeschrieben oder nicht usw. * Ich kann diese Challenge nicht in Unterthemen gliedern, da das nur bei Leserunden geht. * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Unabhängige Verlage sind solche, die nicht zu einer Verlagsgruppe / einem Konzern gehören. Wenn ihr unsicher seid, schreibt mir eine Nachricht mit dem entsprechenden Verlag. * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, als auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2014 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Postet euer jeweiliges Buch bitte erst, wenn ihr es wirklich komplett gelesen & eine Rezension oder Kurzmeinung geschrieben habt. * Ein paar Beispiele für Verlage,  die als unabhängig zählen - es gibt aber wirklich ganz viele, fragt mich im Zweifel einfach per Nachricht: Hanser Verlag (und Unterverlage), Aufbau Verlag (und Unterverlage), dtv, Coppenrath Verlag, Diogenes Verlag, usw. * Falls Bücher, die eine ISBN habe, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com * Bei Themen, für die der Stand bei Lesebeginn entscheidend ist (Bücher, die noch keine Rezension haben / Bücher, mit Bewertung zwischen 4,5 - 5 Sternen) vertraue ich einfach darauf, dass ihr wirklich nur welche angebt, wo das stimmt. * Keine Mangas & Comics, außer für Thema 10 - Graphic Novels zählen überall, sofern sie dem Thema entsprechen Teilnehmer: 19angelika63 4cloverleaf 78sunny aba Aduja Ajana Alchemilla AlinchenBienchen allegra Alondria Amara Anendien Aniston81 AnnaMK Anneblogt Annilane Anniu anushka Arizona Asu AuroraBorealis baans Bambi-Nini Baneful battlemaus88 BethDolores BiancaWoe Bluebell2004 bluebutterfly222 bookgirl Bookmarble books_and_senses bookscout brudervomweber BuchblogDieLeserin Bücherwurm Buchgeborene Buchrättin Buecherfee82 Buecherfreak321 Buecherschmaus Buecherwurm1973 callunaful Carina2302 carooolyne CaryLila Cattie christiane_brokate Clairchendelune Clouud coala_books Code-between-lines Curin czytelniczka73 daneegold DaniB83 Daniliesing danzlmoidl darigla Deengla Deirdre dieFlo Dini98 Donata Donauland DonnaVivi Dreamworx Dunkelblau El. 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    • 2083
  • Wirklich nur für Tabor Süden Fans!

    M
    julikind65

    julikind65

    23. December 2013 um 13:48

    Ich weiß gar nicht so richtig, was ich zu dem Buch sagen soll.
    Ich hatte eigentlich große Erwartungen, aber Aufbau der Geschichte und Spannung hielten sich sehr in Grenzen. Ich fand es - ehrlich gesagt - sterbenslangweilig. Mutig finde ich es allerdings, dass Friedrich Ani die Handlung im "braunen Milieu" spielen lässt. Damit macht er sich sicher nicht nur Freunde.

  • Rezension zu "M: Ein Tabor Süden Roman von Friedrich Ani"

    M
    ChaosQueen13

    ChaosQueen13

    17. December 2013 um 13:29

    Gut, das er wieder da ist. Tabor Süden hat seine Tätigkeit als Kriminalkommissar niederlegt und arbeitet jetzt für ein kleines Münchner Ermittlungsbüro. Die Detektei bekommt von einer Journalistin den Auftrag, nach deren Freund Siegfried Denning zu suchen,  der seit einer Woche spurlos verschwunden ist. Die  Mitarbeiter des Ermittlungsbüros halten das Auftreten und Verhalten der Journalistin für sehr seltsam und fragwürdig und  so beginnen  sie, ohne  den Beistand ihrer Chefin zu forschen. Die Chefin des Ermittlungsbüros, hat sich mal wieder - wie jedes Jahr um die gleiche Zeit -  wegen eines  erschütterndes Ereignis aus der Vergangenheit aus dem Alltag zurückgezogen. Dabei könnten sie jede Hilfe gebrauchen,  er sieht so aus, als ob der Vermisste dem rechtsextremen Gedankengut zugeneigt zu sein scheint. Das plötzliche  Auftauchen des LKA und Ermittlungsbehinderungen durch die Kripo lassen annehmen, dass die kleine Detektei einer solchen Situation nicht gewachsen ist. Als sich auch  noch Verdachtsmomente gegen die Journalistin eröffnen, nimmt der weitere Verlauf der Suche eine erschütternde Wendung. "M" ein schöner Süden-Krimi, Wortstark und  äußerst spannend!

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  • M wie Mia?

    M
    walli007

    walli007

    26. November 2013 um 14:55

    Oder München oder etwas anderes? Jedenfalls kommt die Journalistin Mia Bischof in die Detektei, in der Tabor Süden inzwischen arbeitet, um ihren Freund Siegfried Denning suchen zu lassen. Seit einer ganzen Weile kann sie ihn nicht erreichen. Obwohl Mia einen etwas seltsamen Eindruck hinterlässt übernimmt die Detektei den Fall. Und schnell stoßen die tapferen Detektive um Süden und seine Chefin auf unerwartete Wiederstände. Wer will da nicht, dass sie mehr erfahren. Nicht einmal die Polizei scheint ein Interesse daran zu haben, dass Denning gefunden wird. In was für ein Wespennest hat Süden da nur wieder gestochen.  Ein typischer Süden - düster, beklemmend und wenig Anlass zur Hoffnung gebend. Süden muss schmerzlich erfahren, dass im Alltag eine rechte Gesinnung manchmal näher ist als er es möchte oder es sich überhaupt nur vorstellen kann. Vage an die Nazi-Morde erinnernd scheint auch hier die ermittelnde Klasse auf dem rechten Auge seltsam blind und dazu wird noch angedeutet, dass dies im südlichen Freistaat doch eher normal ist, während demokratische Zwischenrufe gerne mal als links und damit bedenklich klassifiziert werden. Eine Vorstellung, bei der es einen schüttelt. Fast klammert man sich an die Hoffnung, dass es doch nur ein Buch ist und die Wahrheit ganz anders aussieht. Die Ereignisse jedenfalls überstürzen sich ab einem gewissen Moment und Verluste prägen den Roman. Nachdenklich gestimmt möchte man Süden mal eine Vermissung wünschen, in der alles gut ausgeht, wohl wissend, dass die Wahrscheinlichkeit für so ein Ereignis angesichts Südens Art eher als sehr gering anzusehen ist. Ein spannendes Buch, gut für die Achtsamkeit.

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  • Gefährliche Suche in braunem Sumpf

    M
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    31. October 2013 um 10:44

    „Er fuhr ..... zum Waldfriedhof, redete mit seinem Freund Martin und anschließend mit seinem Vater, dem er vom aktuellen Fall erzählte“.   Freund und Vater, die sich allerdings nicht „auf“ dem Friedhof mit Tabor Süden zum Gespräch treffen, sondern die je in ihren Gräbern dort ruhen. Wobei Tabor Süden nicht einfach eine „Störung“ in sich trägt, sondern gerade diese Szenen auf dem Friedhof (die regelmäßig zu Tabor Südens Leben gehören) in sehr direkter Form die melancholische Grundstimmung der Romane um den privaten Detektiv Tabor Süden herum kennzeichnen.   Wobei Tabor selbst beleibe nicht der einzige Mitarbeiter (oder anderweitig an diesem Fall Beteiligter) ist, der diese Stimmung ausstrahlt. Eine feine, immer zu spürende, nie aber flach dargestellte „Dunkelheit im Leben“ ist Teil so mancher tragender Personen im Buch.   Leonhard Kreutzer, älterer Kollege Tabors, geht auf den fünften Todestag seiner Frau zu, „aber für Kreutzer würde es bis zum Ende der Zeit nur einen ersten geben“. Oder Patrizia, noch in einer Bar arbeitend und sehr interessiert daran, ganz und gar in die Detektei zu wechseln. Aber doch sehr in stiller Sorge, dass all die Solitäre dort plötzlich innerlich nicht mehr erreichbar für sie wären, sich ganz in ihrer eigenen Welt abschließen könnten.   Viele solcher Fäden führt Ani immer wieder auf der emotionalen Ebene in seine Gestaltung ein. Sprachlich versiert und mit sensibler Bildsprache führt er den Leser in dieser Weise emotional hinein in eine Welt, in der Verluste drückend die Realität mit begleiten. Was keinen der Beteiligten davon abhält, vollen Einsatz für den anstehenden Fall zu bringen.   Ein Mann wird vermisst, ein scheinbar einfacher Taxifahrer. Dessen Freundin beauftragt die Detektei und Tabor Süden macht sich an die Nachforschungen. Nur um sehr schnell zu bemerken, dass so gut wie alle Geschichten, die er überprüft, schon ersten Blicken nicht standhalten. Der Mann hatte noch eine andere Vergangenheit außer Fahrer zu sein. Die Freundin ist gar nicht so eng mit dem Verschwundenen verbunden gewesen, wie sich ebenfalls bei ersten Nachfragen erweist. Auffällige Männer sind in der Umgebung der Wohnung des verschwundenen Siegfried Denner anzutreffen, die Söder sehr an ehemalige Kollegen des BKA in Gestus und Habitus erinnern.   Und Kreutzer benötigt, unfreiwillig, auch nur erste Schritte an Ermittlungen, um sehr schnell sich eine Kopfwunde einzufangen. Im Dunstkreis von kompakt gebauten Männern, die gerne „die Partei“ erwähnen und alte „Parteigenossen“ zu schätzen wissen.   Was alles nur die Spitze des Eisberges ist, den Süden in seiner konsequenten, nie lockerlassenden Art (und in so manchen Zwiegesprächen mit seinen treuren Verstorbenen), Schritt für Schritt aus dem Wasser heben wird. Und dabei zwischen die Fronten und in hohe Gefahr geraten wird. Er und die Seinen. Dennoch lässt er nicht locker und ahnt, das die Auftraggeberin Mia Bischof der Schlüssel zum Verstehen sein wird.   Auf sprachlich hohem Niveau, mit ausgefeilten, sehr differenzierten Figuren und einem überzeugend konzipiertem Fall legt Friedrich Ani zum wiederholten Male auch mit diesem Roman eine sehr empfehlenswerte Kriminallektüre vor. In dem die zunächst scheinbar zusammenhanglos erzählte zweite Geschichte einer Kindesentführung sich zum Ende hin in das gesamte Bild bestens mit einfügt.

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  • "Wer Anis Geschichten liest, lernt anders denken".

    M
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    23. October 2013 um 12:59

      Von 1998 bis 2005 hatte der Münchner Schriftsteller Friedrich Ani in 14 Büchern seinen Kriminalkommissar Tabor Süden mit seinem Team bei der Münchner Kripo Morde aufklären und schwerpunktmäßig nach vermissten Menschen suchen lassen. Obwohl diese Bücher niemals die Auflagen erzielten, wie etwa die vieler skandinavischer Krimireihen, wurden sie regelmäßig von der Literaturkritik hoch gelobt, die seit den Romanen von Sjöwahl/Wahlhöö von einem Krimiautor nicht mehr so begeistert war. Und das lag an der Perspektive von Friedrich Ani, an der Weise, wie er selbst und mit ihm seine Hauptfigur Tabor Süden die Welt und die Menschen betrachtet, wahrnimmt, erleidet, spürt und nicht selten regelrecht "liest." Mit dem Roman "Süden und der Mann im langen, schwarzen Mantel" war dann für Tabor Süden Schluss. Er hängte den Polizistenberuf an den Nagel und wollte etwas ganz anderes machen. Ob Friedrich Ani damals schon daran dachte, ihn irgendwann nach einigen Jahren wieder zurückzuholen, wie er es seit 2011 in mittlerweile drei Romanen getan hat, glaube ich weniger. Zunächst erfand er mit dem ehemaligen Priester Polonius Fischer einen Ermittler im Münchner Dezernat 11, der in leider nur drei Bänden seine Ermittlungstätigkeit nicht nur verband mit tiefen philosophischen und theologischen Reflexionen auch über sein eigenes bewegtes Leben, sondern auch ein ähnliches Faible entwickelte wie Tabor Süden für die Outlaws, die Unsichtbaren und unsichtbar gemachten Menschen in einer Gesellschaft, die ihr unteres Segment aufgegeben hat. Fast zeitgleich entwickelte er bei DTV eine Reihe von kurzen Krimis um den "Seher", den bei einem Einsatz erblindeten Kommissar Jonas Vogel und seinen ebenfalls bei der Münchner Kripo arbeitenden Sohn. Allen drei Polizistenfiguren von Friedrich Ani hat er seine eigenen Fähigkeiten und Vorlieben angedichtet. Sie sehen die Menschen, dort, wo anderen blind sind, sie lieben, jeder auf seine Weise, die Menschen, auch wenn die anderen und sie sich selbst längst aufgegeben haben. Und sie suchen nach dem, was dahinter ist, was verschwunden ist, sie fühlen und lesen "die leeren Zimmer." Nun ist Tabor Süden mit einem weiteren Band zurück. All die Jahre war er in Köln, hat dort als Kellner gearbeitet, als ihn im vorletzten Buch ein Anruf aus München dorthin regelrecht zurückzwingt. Sein Vater, der vor 35 Jahren einfach verschwand und damit eine noch immer schmerzende Wunde in Süden zurückließ, hat sich gemeldet. Weil er, ihn suchend, sich in München von irgendetwas ernähren muss - Süden ist ein armer Mann geblieben-, heuert er bei einer Detektei an, die er aus seiner Zeit als Kommissar kennt und bekommt einen Fall eines Mannes, der seit zwei Jahren verschwunden ist. Auch im neuen Buch „M“ geht es um eine Vermissung. Die Journalistin Mia Bischof meldet sich bei der Münchner Detektei Liebergesell, wo Tabor Süden zusammen mit der Chefin und zwei weiteren sympathischen KollegInnen arbeitet und erteilt ihr den Auftrag, nach ihrem verschwundenen Freund und Partner Siegfried Denning zu suchen. Süden und seine Kollegen erleben Mia Bischof als seltsam. Sofort sind sie voller Zweifel an der Aufrichtigkeit des Auftrags. Und weil sie wie immer vom Auftraggeber nur die Informationen bekommen, die ihn eher von einer Lösung wegführen (vgl. Sara Gran, Die Stadt der Toten und die Maxime ihrer Ermittlerin Claire de Witt: „Der Auftraggeber kennt die Lösung des Rätsels bereits. Aber er sträubt sich dagegen. Er beauftragt den Detektiv nicht, um das Rätsel zu lösen. Er beauftragt ihn, um sich bestätigen zu lassen, dass es keine Lösung gibt.“) machen sie sich, wie früher auch schon, auf die Spuren des Vermissten. Auch im neuen Buch hat Friedrich Ani Südens ganz eigene Art perfekt beschrieben: Er redet mit vielen Menschen, liest zwischen den Zeilen, hört das, was verschwiegen wird, und wird irgendwann selbst zu dem Verschwundenen, lernt so zu denken und zu fühlen wir er.   Bald schon wird klar, dass es hier um größere Zusammenhänge geht und die Spuren gehen in das rechtsradikale Milieu der Stadt und den Anschlag auf die neue Münchner Synagoge.  Das LKA sucht ebenfalls nach Siegfried Denning und möchte, dass die kleine Detektei Liebergesell sich da raus hält.  Süden stößt auf eine Wand aus Lügen und Schweigen. Dennoch bleiben Edith Liebergesell und ihre Mitarbeiter dran und kommen sehr schnell in höchste Lebensgefahr. Edith Liebergesell muss noch einmal schmerzhaft jene Zeit durchleben, als vor vielen Jahren ihr kleiner Junge spurlos verschwand und erfährt auch, wer dafür verantwortlich war. In einer Zeitungsrezension war einmal über Anis Bücher folgender Satz zu lesen: "Wer Anis Geschichten liest, lernt anders denken". Das trifft auch und erst recht auf das neue Buch zu. Aber ich möchte ergänzen: er lernt auch anders mitfühlen und anders über Menschen urteilen, die die Gesellschaft längst abgeschrieben hat, die lebendig tot sind, und schon lange, bevor sie abtauchen, längst in sich selbst verschwunden sind, in "leeren Zimmern" leben. Es ist gut, dass Ani Tabor Süden "weiterleben" lässt, und vielleicht auch irgendwann lieben. Ich hätte auch nichts dagegen, wenn er irgendwann auch Polonius Fischer reaktivieren würde.   Reich an intensiver Sprache mit starken und ausdruckskräftigen Bildern nimmt Friedrich Ani seine Leser wieder mit auf eine spannende Reise durch Bereiche unserer Gesellschaft, die er seinen Tabor Süden erkunden lässt wie kaum ein anderer Krimiautor der Gegenwart. Anspruchsvolle Lektüre vom Feinsten.  

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  • Ein Krimi der etwas anderen Art

    M
    KatharinaJ

    KatharinaJ

    13. October 2013 um 13:57

    Als die Zeitungsredakteurin Mia Bischof die Detektei Liebergesell mit der Vermissten suche nach ihrem Freund Siegfried Denning beauftragt, ahnen Tabor Süden und seine Kollegen sofort das dies kein normaler Auftrag wird. Während die Chefin der Detektei den zehnten Todestag ihres kleinen Jungen betrauert, beginnen Süden und seine Kollegen mit den Ermittlungen. Schnell führen die Spuren in ein Milieu voller Gewalt und Rechtsradikalismus – Jeder der etwas wissen könnte schweigt aus Angst vor der gewaltbereiten Szene. Süden und seine Kollegen begeben sich bei ihren Ermittlungen in Lebensgefahr und darüber hinaus. Ein Krimi der etwas anderen Art. Interessant und gut erzählt schreibt Friedrich Ani seinen neuesten Krimi über den Ermittler Tabor Süden. Die Art wie der Autor uns die Geschichte erzählt ist düster und melancholisch. Ohne wenige Dialoge schafft er damit eine Umgebung in der der Leser die Stimmungen der Protagonisten empfinden und nachfühlen kann. Gerade das was zum Beispiel Edith Liebergesell spürt und erlebt geht einem richtig unter die Haut. Ein Roman / Krimi für den man in der richtigen Stimmung sein muss damit er sein ganzes Können entfalten kann. Von mir bekommt „M“ heute vier Sterne

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  • Melancholischer Roman und gleichzeitig spannender Krimi

    M
    Eglfinger

    Eglfinger

    07. October 2013 um 13:52

    Inhalt: Die Redakteurin Mia Bischof beauftragt die Detektei Liebergesell, ihren vermissten Freund, den Taxifahrer Siegfried Denning zu suchen. Während die Chefin, Edith Liebergesell, am zehnten Todestag ihres Sohnes trauert, nehmen Süden und seine Kollegen den Auftrag an. Doch sie haben das Gefühl, dass etwas an diesem Auftrag komisch ist. Dieses Gefühl verstärkt sich, als sich Hinweise ergeben, dass der Vermisste im rechten Milieu tätig ist. Daher entschließen sie sich, Mia zu beobachten und geraten dabei in Lebensgefahr. Als sich die Polizei einschaltet, stellt sich heraus, dass der Vermisste als verdeckter Ermittler für das LKA arbeitet. Doch Süden und seine Kollegen können keine Hilfe erwarten. Sie stoßen auf eine Wand des Schweigens und gleichzeitig muss Edith Liebergesell das grausamste Ereignis ihres Lebens noch einmal durchleiden - die Ermordung Ihres Sohnes. Meine Meinung: Ani schreibt seine Krimis immer sehr melancholisch. Oftmals sind sie mehr ein Roman als ein Krimi und in diesem hier gelingt es ihm beides zu verbinden. Dieses Buch ist ein bedrückender Roman, der spannungsgeladen endet. Sein Roman ist angelehnt, an die Missstände der Behörden, bei der Aufdeckung des nationalsozialistischen Untergrunds, und auch der verhinderte Bombenanschlag bei der Grundsteinlegung des jüdischen Zentrums in München von vor zehn Jahren spielt eine Rolle. Durch die Vermischung von realen und fiktiven Ereignissen und Personen gelingt es ihm einen sehr zeitgeschichtlichen aktuellen Krimi zu schreiben. Weniger gut gelungen sind Ani die Beschreibungen seiner Protagonisten und die Szenen. Die Eigenarten von Süden, die seinen Gegenüber immer dazu brachten, endlich aus sich herauszugehen und die Wahrheit zu schildern, werden dieses mal nur selten erwähnt. Daher kamen mir die Monologe, wenn endlich einmal jemand etwas sagt, etwas überraschend und unrealistisch vor. Mir kam es vor, als ob Ani diese Eigenarten bewusst weggelassen hat um das Buch nicht zu umfangreich zu machen. Er hat sich mit seinem Thema und seiner guten Recherche einen umfangreichen Inhalt ausgesucht, welcher an sich schon groß genug ist, um ihn auf nur 368 Seiten unterzubringen. Ich hätte mir hier die gleiche Detailverliebtheit wie in seinen anderen Romanen gewünscht. Mein Fazit: Ein sehr aktuelles Buch mit einer tollen melancholischen Stimmung und nur wenigen Schwächen. Ich gebe hierfür ♥♥♥♥♡.

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