Friedrich Ani Süden und das Gelöbnis des gefallenen Engels

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Inhaltsangabe zu „Süden und das Gelöbnis des gefallenen Engels“ von Friedrich Ani

Zunächst sieht es so aus, als wäre es für Süden ein Fall wie viele: Ein Mann ist verschwunden, und nichts deutet darauf hin, dass man sich Sorgen machen muss. Der Schuster Maximilian Grauke hat nicht zum ersten Mal seine Frau ohne Erklärung verlassen. Diesmal jedoch ist alles anders. Und Süden braucht eine Weile, bis er das Schweigen von Graukes Ehefrau und deren Schwester zu deuten weiß. Die Welt des Schusters erscheint plötzlich in einem völlig neuen Licht ...

Ein unaufgeregter Krimi, der weniger durch eine spannende Handlung als mehr durch seinen interessanten Stil überzeugt.

— WortGestalt
WortGestalt

Ich liebe den typischen Ani - Schreibstil. Das war mein erster Süden-Roman und ganz bestimmt nicht mein letzter... ;-)

— Janine2610
Janine2610

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  • Ein Krimi ohne Mord

    Süden und das Gelöbnis des gefallenen Engels
    P_Gandalf

    P_Gandalf

    16. August 2016 um 20:21


    Ein Krimi ohne Mord und ohne tatsächlichen Fall!
    Erzählt ohne große komplizierte Sätze, dafür mit Humor. Der Fall des vermissten Schuster gründet sich auf seine familiäre Situation mit einer lesbischen Ehefrau und deren Halbschwester; dazu eine Existenz, die keine große Sprünge zulässt. Mein vollstes Verständnis für's Weglaufen. 
    Ach ... Spannung Fehlanzeige - liest sich aber flüssig 

  • Endlich mal ein Krimi, in dem es nicht um Mord geht

    Süden und das Gelöbnis des gefallenen Engels
    Cate_Ryne

    Cate_Ryne

    10. November 2014 um 13:32

    Kommissar Tabor Süden und seine Kollegin Sonja Feyerabend ermitteln im Fall eines verschwundenen Schusters. Nach Aussage der Ehefrau verließ er am Abend auf ein Bier die Wohnung und kehrte nicht zurück. Aber schnell häufen sich die Widersprüche und Merkwürdigkeiten: Warum hat sie die Vermissten-Meldung erst vor vier Tagen aufgegeben, während die Schusterei seit über einer Woche geschlossen ist? Welche Rolle spielt die Schwester der Ehefrau, von der sie unzertrennlich ist? Warum verschweigen beide, dass er vor sechs Jahren schon einmal verschwand? Ich kann die Krimis nicht mehr sehen, in denen dargestellt wird wie Menschen auf bizarrste Art und Weise ermordet werden und die Hauptpersonen die halbe Zeit in Lebensgefahr schweben. Dass es auch anders geht und trotzdem spannend sein kann, zeigt Friedrich Ani. Ich bin Süden neugierig gefolgt wie er den Fall unbeirrt aufdröselt, sich durch Lügen und Halbwahrheiten, sich widersprechende Aussagen und Schweigen zu den Auslösern durchkämpft, die eine Ehe zerstörten. Die Spannung bezieht das Buch dabei nicht aus nervenzerreißenden Verfolgungsjagden und explodierenden Autos, sondern aus den Rätseln, die das Verschwinden Süden aufgibt. Für mich genau das Tempo, das ich mag. Aber ich liebe auch Columbo. :-) Die Beschreibung des Alltags und der Hintergrundgeschichten der Charaktere runden die Geschichte ab: Ärger mit Vorgesetzten, ein paar Ausreißer, Beziehungsprobleme. Dazu fand ich die Beteiligten mit ihren Gefühlen und Handlungen sehr überzeugend charakterisiert. Für das Klischee, dass Süden als typischer Polizist ein Alkoholproblem hat und unfähig ist, eine Beziehung zu führen, gibt es den einzigen Minuspunkt. Ansonsten ein rundum gelungenes Buch.

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  • Süden und das Gelöbnis des gefallenen Engels

    Süden und das Gelöbnis des gefallenen Engels
    Angel10

    Angel10

    10. September 2014 um 16:17

    Der Schuster Maximilian Grauke verschwindet. Seine Ehefrau und ihre Halbschwester geben eine Vermisstenanzeige auf. Tabor Süden ermittelt.
    Erzählt wrid eine unspektakuläre Geschichte aus dem Münchner Glockenbachviertel.
    Ani hat bessere Romane geschrieben, dieses Buch konnte mich trotzdem fesseln.

  • minimalistisch, cool, unaufgeregt

    Süden und das Gelöbnis des gefallenen Engels
    WortGestalt

    WortGestalt

    05. July 2014 um 19:57

    Friedrich Ani kann man wohl getrost als Institution des deutschen Krimis bezeichnen. Seine zahlreichen Veröffentlichungen wurden vielfach mit Preisen ausgezeichnet und insbesondere die Tabor Süden-Romane erfreuen sich eines hohen Bekanntheits- und Beliebtheitsgrades. Mit „Süden und das Gelöbnis des gefallenen Engels“ liegt der vierte Band der Reihe um den Münchener Hauptkommissar Tabor Süden vor, der zur Abwechslung mal nicht im Morddezernat, sondern in der Vermisstenstelle tätig ist. Somit liegt hier schon der erste größere Unterschied zu den üblichen Kriminalromanen vor, dem Leser begegnen hier andere Ermittlungsvorgänge, andere Fälle und andere Konflikte. Der zweite und weitaus tragendere Unterschied ist die Figur Tabor Süden selbst. Gepaart mit dem ganz eigenen Erzählstil von Friedrich Ani entsteht so ein Roman, der unverwechselbar ist. Darin lag für mich auch die eigentliche Faszination beim Lesen. Denn man kann ohne Zweifel sagen, dass der Vermisstenfall in „Süden und das Gelöbnis des gefallenen Engels“ nicht zu den aufregendsten gehört und der Leser sich mit einer fast schon gemächlichen Gangart zufrieden geben muss, die aber wiederum absolut mit den Figuren harmoniert und dadurch zum Roman passt. Süden und seine Kollegen haben es mit dem verschwundenen Schuster Max zu tun, oder vielmehr mit dessen Ehefrau Lotte und ihrer Schwester Paula. Die haben den Max nämlich als vermisst gemeldet. Doch es gibt keinerlei Anzeichen von Gefahr für Leib oder Leben und nur dann kann die Polizei eine Fahndung einleiten, ansonsten darf jede erwachsene Person ihren Aufenthaltsort frei bestimmen, auch ohne enge Angehörige informieren zu müssen. Und da Schuster Max bereits vor einigen Jahren einmal verschwunden und unversehrt wieder aufgetaucht ist, sieht die zuständige Dienststelle keinen Ermittlungsbedarf. Süden bleibt dennoch an dem Fall dran und recherchiert im Umfeld des Ehepaares. Dabei stellt sich mit der Zeit vieles ganz anders dar als zunächst angenommen... Das Buch hat eine ganz eigene Dynamik und lässt sich für mich nur schwer mit anderen Krimis vergleichen, besticht aber eben durch seinen ganz eigenen Erzählstil und seine ganz eigene Hauptfigur. Süden erscheint fast schon verwegen, mit schwarzen Lederhosen, an der Seite geschnürt, Lederjacke, etwas längeren Haaren. Er ist lässig und cool, aber auf sympathische, ruhige Art und Weise. Wenn man bedenkt, dass die Figur bereits 1998 ihren ersten Auftritt hatte, könnte man ihn also fast als Vater der unkonventionellen Ermittler in der neuen deutschen Kriminalliteratur bezeichnen. Aber mehr vom Typ „Stille Wasser sind tief“, was im übrigen auch auf die Geschichte zutrifft. Die Dialoge sind fast schon minimalistisch, ihnen wohnt aber eine gewisse Art trockenen Humors inne, die mich öfter schmunzeln ließ. Es ist ein ganz eigener Ton, der dem Roman anhaftet und eine ganz eigene Stimmung zwischen Melancholie und Ironie erzeugt. Diese Stimmung fand ich sehr speziell auch gleichzeitig sehr authentisch und eindringlich. Fazit: Ein ruhiger, unaufgeregter Roman, der weniger mit der Handlung als vielmehr mit seinen Figuren und seinem Stil zu begeistern weiß. Friedrich Ani überzeugt mich mit einer interessanten Erzählweise, die erahnen lässt, dass mit einem einzelnen Süden-Roman die gesamte Wirkung noch gar nicht greifbar wird. Ich freue mich auf mehr! Gesamteindruck: Sehr sehr starke 3 Sterne mit Neugier auf weitere Süden-Romane! Rezension auch auf http://wortgestalt-buchblog.blogspot.de

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  • Unsere Aufgabe war es, Körper zu suchen, nicht Seelen.

    Süden und das Gelöbnis des gefallenen Engels
    Janine2610

    Janine2610

    Die Buchrückseite: Zunächst sieht es so aus, als wäre es für Süden ein Fall wie viele: Ein Mann ist verschwunden, und nichts deutet darauf hin, dass man sich Sorgen machen muss. Der Schuster Maximillian Grauke hat nicht zum ersten Mal seine Frau ohne Erklärung verlassen. Diesmal jedoch ist alles anders. Und Süden braucht eine Weile, bis er das Schweigen von Graukes Ehefrau und deren Schwester zu deuten weiß. Die Welt des Schusters erscheint plötzlich in einem völlig neuen Licht... Meine Meinung: Ein Tabor Süden - Roman. Für mich stand schnell fest, dass Süden kein "normaler" Polizeibeamter oder Ermittler ist, denn ich hatte das Gefühl, dass er sich in seine Fälle voll reinkniet, und das nicht nur, weil es seine Pflicht ist (so wie er sagt), sondern auch, weil er ein persönliches Interesse daran hat, alle "seine" Vermissten wiederzufinden. Leider hat man nicht allzu viel von Südens Privatleben erfahren, aber das, was durchgesickert ist, hat mich zu der Annahme gebracht, dass sich Süden selbst auf irgendeine Art und Weise verloren fühlt und er mit seiner Arbeit, "Körper" (Menschen) wiederzufinden, versucht, mit sich und seinem Leben klarzukommen. - Könnte natürlich alles Quatsch sein, aber ich hatte während dem Lesen trotzdem immer wieder das Gefühl, dass Süden nicht nur recht wortkarg und introvertiert, sondern auch tieftraurig und "vom Leben verlassen" ist. - Obwohl er das scheinbar ganz gut mit Coolness verbergen kann, sowohl durch sein Aussehen, als auch durch seinen speziellen Humor, der mich doch einige Male grinsen hat lassen. Das Ganze Tohuwabohu um den als vermisst gemeldeten Schuster Max Grauke, seiner Ehefrau Lotte und Schwägerin Paula, war leider nicht ganz so spannend oder spektakulär mitzuverfolgen, wie ich erwartet habe. Ganz im Gegenteil, es war eher etwas verwirrend, zumindest als dann noch ein paar andere Protagonisten aufgetaucht sind, die für mich nicht recht ins Bild passen wollten und deren Beziehungen untereinander nicht wirklich erklärt wurden. Recht erstaunt war ich aber, als ans Licht gekommen ist, warum Max gegangen ist, bzw. was die Beziehungen zwischen den beiden Halbschwestern Lotte und Paula mit seinem Verschwinden zu tun hatten. Das hat mich, übertrieben geschrieben, fast umgehauen... (Und sollte an der Stelle die Neugier des Rezensionslesers wecken. ;-P) Wie auch immer, Süden ist eine neugierig machende Figur, die ich gerne noch näher kennenlernen würde, vor allem sein Privatleben interessiert mich sehr. Deshalb werde ich mir (früher oder später) noch die weiteren Süden-Romane vornehmen. Auch der Schreibstil hat mich begeistert, der war so flüssig, locker, flockig und einfach gestrickt, dass ich ganz schnell recht viele Seiten "weglesen" konnte. Ani hat einen ganz speziellen Stil, den ich sofort wiedererkannt habe. (Habe bereits sein Buch "Die unterirdische Sonne" gelesen.) Ich lese demnächst gerne mehr von ihm! ☺

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    • 6
  • Ungewöhnlicher Krimi mit Schwächen

    Süden und das Gelöbnis des gefallenen Engels
    Stephanus

    Stephanus

    20. September 2013 um 10:37

    Das Buch ist für mich kein richtiger Krimi, da die Krimi-Handlung ganz untypisch (aber für den Autor wieder typisch) ohne Mord und Leiche auskommt. Tabor Süden, der Hauptcharakter, ist im Vermisstendezernat der Polizei tätig und damit beschäftigt ausgerissenen oder verschwunden Menschen nachzuspüren. In diesem Fall wird ein fast 60jähriger Schuhmacher von seiner Frau und deren Schwester als vermisst gemeldet. Süden ermmittelt und kommt mit Akribie und Hartnäckigkeit hinter die Lebensgeschichte bzw. Tragik des Schuhmachers und damit die Gründe seines Verschwindens, das mehr einem Weggang gleichkommt. Friedrich Anis Bücher um den Kommissar Tabor Süden leben von der exzellenten Ausgestaltung dieser Figur mit all seinen Kanten und Skurilitäten. Hinzu kommt noch die wunderbare Sprache mit vielen kleinen Zwischentönen die das Buch ausmachen. Die eigentliche Handlung des Verschwindens tritt dabei dann in den Hintergrund und das ehemalige Leben des Verschwundenen ins Rampenlicht. Das Buch empfand ich als sehr melancholisch, insbesondere zum Ende hin, aber auch mit dem Reiz des Weiterlesens. Großes Manko bei diesem Süden-Fall ist der Anfang, an dem sich das Buch für meinen Geschmack etwas lange schleppte. Es gibt deutlich bessere Bücher des Autors rund um die Figur Tabor Süden, aber auch dieses Buch bietet Unterhaltung.

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