Friedrich Ani Süden und das heimliche Leben

(17)

Lovelybooks Bewertung

  • 20 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(11)
(4)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Süden und das heimliche Leben“ von Friedrich Ani

Als die fleißige, zuverlässige Kellnerin Ilka Senner verschwindet, glaubt jeder an ein Gewaltverbrechen. Bei seinen Ermittlungen stellt Tabor Süden fest, dass keiner wirklich etwas über sie weiß. Auch ihre Familie nicht, die auf das Verschwinden mit Desinteresse und Herzlosigkeit reagiert. Erst ein Gespräch mit der Schwester lässt Süden erahnen, was Ilka aus Scham vor aller Welt verbirgt …

Spannung pur. Scharf gezeichnete Charaktere.

— UrsulaDittmer

Stöbern in Krimi & Thriller

Dunkel Land

solider Krimi der mich leider nicht überzeugen konnte da er für mich persönlich einige Schwachstellen hat

angyy

Das Mädchen aus Brooklyn

Ein nervenaufreibender Pageturner mit fulminantem Showdown

RosaEmma

TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?

Gute 3 Sterne - teilweise zu schönschreiberisch und langatmig und lange nicht so innovativ wie erhofft, aber nett zum Miträtseln.

lex-books

Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens

Düster, spannend, literarisch, ein Krimi aus Meisterhand

tardy

Die linke Hand des Bösen

Bodenständiger deutscher Krimi-Wälzer, der leider erst zum Ende spannend wird.

vanessabln

Zorn - Lodernder Hass

Das Buch war wiedermal Top. Ich weiss nun endlich auch wie unser lieber dicker Schröder mit Vornamen heißt, nein ich verrate es nicht.Lesst

Mona-Berlin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • eBook Kommentar zu Süden und das heimliche Leben von Friedrich Ani

    Süden und das heimliche Leben

    w.thamm

    04. February 2015 um 16:33 via eBook 'Süden und das heimliche Leben'

    wunderbares buch mit sensibler charakterausstattung der figuren und einem empathischen blick auf die menschen.

  • Rezension zu "Süden und das heimliche Leben" von Friedrich Ani

    Süden und das heimliche Leben

    Girl56

    Ein ganz besonderer Krimi! Der ehemalige Kommissar der Münchener Vermißtenstelle Tabor Süden ist nun also Angestellter der Detektei von Edith Liebergesell. und nur er bekommt von ihr die Aufträge, vermißte Personen aufzuspüren. Sein neuester Fall ist die Suche nach der Kellnerin Ilka Senner. Ihr Chef und ihre Chefin haben mit den Stammgästen ihres Lokals für die Kosten der Suche zusammengelegt und haben Tabor Süden engagiert, um Ilka aufzuspüren, die von einem Tag auf den anderen verschwunden ist. Auf seine unnachahmliche Weise macht sich Süden auf die Suche nach der Kellnerin, bringt alle, die er zu ihrer Person befragt, dazu, ihm mehr zu verraten, als sie eigentlich wollten und findet Ilka natürlich. Dabei liefert er uns das Portrait eines vom Leben geschlagenen Menschen, und je näher Süden Ilka kommt, je mehr will er ihr helfen Auf der Suche nach der Kellnerin läuft Süden kreuz und quer duch ganz München, erinnerts sich an seine Zeit bei der Polizei und an seinen Freund. der lange Jahre an seiner Seite gearbeitet hat, bis er sich, an der Welt zerbrochen, das Leben nahm. Staunend erlebe ich beim Lesen wie Tabor Süden unverdrossen seine Leber, Gesundheit, strapaziert und, oft wegen der Erinnerung an alte Zeiten, schnell noch ein Weißbier oder Helles zu sich nimmt. Seine mitunter schwankende Person kann dabei erstaunlich klar und hellsichtig denken und kombinieren. Ich mußte beim Lesen oft schmunzeln, obwohl über der ganzen Geschichte ein Schleier von Melancholie und Trauer lag und die Wahrheit über das geheime Leben von Ilka Renner herzergreifend war. Die Romane um Tabor Süden sind innerhalt des Genres Kriminalliteratur etwas ganz besonderes und ich bin froh, dass ich Friedrich Ani als Autor zwar spät aber doch noch rechtzeitig für mich entdeckt habe.

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Süden und das heimliche Leben" von Friedrich Ani

    Süden und das heimliche Leben

    WinfriedStanzick

    23. November 2012 um 11:33

    Von 1998 bis 2005 hatte der Münchner Schriftsteller Friedrich Ani in 14 Büchern seinen Kriminalkommissar Tabor Süden mit seinem Team bei der Münchner Kripo Morde aufklären und schwerpunktmäßig nach vermissten Menschen suchen lassen. Obwohl diese Bücher niemals die Auflagen erzielten, wie etwa die vieler skandinavischer Krimireihen, wurden sie regelmäßig von der Literaturkritik hoch gelobt, die seit den Romanen von Sjöwahl/Wahlhöö von einem Krimiautor nicht mehr so begeistert war. Und das lag an der Perspektive von Friedrich Ani, an der Weise, wie er selbst und mit ihm seine Hauptfigur Tabor Süden die Welt und die Menschen betrachtet, wahrnimmt, erleidet, spürt und nicht selten regelrecht "liest." Mit dem Roman "Süden und der Mann im langen, schwarzen Mantel" war dann für Tabor Süden Schluss. Er hängte den Polizistenberuf an den Nagel und wollte etwas ganz anderes machen. Ob Friedrich Ani damals schon daran dachte, ihn irgendwann nach einigen Jahren wieder zurückzuholen, wie er es zunächst 2011 und nun mit dem hier vorliegenden Roman tut, glaube ich weniger. Zunächst erfand er mit dem ehemaligen Priester Polonius Fischer einen Ermittler im Münchner Dezernat 11, der in leider nur drei Bänden seine Ermittlungstätigkeit nicht nur verband mit tiefen philosophischen und theologischen Reflexionen auch über sein eigenes bewegtes Leben, sondern auch ein ähnliches Faible entwickelte wie Tabor Süden für die Outlaws, die Unsichtbaren und unsichtbar gemachten Menschen in einer Gesellschaft, die ihr unteres Segment aufgegeben hat. Fast zeitgleich entwickelte er bei DTV eine Reihe von kurzen Krimis um den "Seher", den bei einem Einsatz erblindeten Kommissar Jonas Vogel und seinen ebenfalls bei der Münchner Kripo arbeitenden Sohn. Allen drei Polizistenfiguren von Friedrich Ani hat er seine eigenen Fähigkeiten und Vorlieben angedichtet. Sie sehen die Menschen, dort, wo anderen blind sind, sie lieben, jeder auf seine Weise, die Menschen, auch wenn die anderen und sie sich selbst längst aufgegeben haben. Und sie suchen nach dem, was dahinter ist, was verschwunden ist, sie fühlen und lesen "die leeren Zimmer." Nun ist Tabor Süden schon mit einem zweiten Band zurück. All die Jahre war er in Köln, hat dort als Kellner gearbeitet, als ihn im letzten Buch ein Anruf aus München dorthin regelrecht zurückzwingt. Sein Vater, der vor 35 Jahren einfach verschwand und damit eine noch immer schmerzende Wunde in Süden zurückließ, hat sich gemeldet. Weil er, ihn suchend, sich in München von irgendetwas ernähren muss - Süden ist ein armer Mann geblieben-, heuert er bei einer Detektei an, die er aus seiner Zeit als Kommissar kennt und bekommt einen Fall eines Mannes, der seit zwei Jahren verschwunden ist. Ganz ähnlich beginnt auch der neue hier vorliegende Roman „Süden und das heimliche Leben“, in dem er von einer Stammtischrunde einer Kneipe und dem Wirt beauftragt wird, nach der seit Tagen verschwundenen Bedienung Ilka zu suchen. Und weil er wie immer vom Auftraggeber nur die Informationen bekommt, die ihn eher von einer Lösung wegführen (vgl. Sara Gran, Die Stadt der Toten und die Maxime ihrer Ermittlerin Claire de Witt: „Der Auftraggeber kennt die Lösung des Rätsels bereits. Aber er sträubt sich dagegen. Er beauftragt den Detektiv nicht, um das Rätsel zu lösen. Er beauftragt ihn, um sich bestätigen zu lassen, dass es keine Lösung gibt.“) begibt er sich, wie früher auch schon, auf die Spuren der Vermissten, redet mit vielen Menschen, liest zwischen den Zeilen, hört das, was verschwiegen wird, und wird irgendwann selbst zu dem Verschwundenen, lernt so zu denken und zu fühlen wir er. Süden kommt auf das Geheimnis von Ilka und muss erleben, dass sie fast alles bereit ist zu tun, damit es gewahrt bleibt. In einer Zeitungsrezension war einmal über Anis Bücher folgender Satz zu lesen: "Wer Anis Geschichten liest, lernt anders denken". Das trifft auch und erst recht auf das neue Buch zu. Aber ich möchte ergänzen: er lernt auch anders mitfühlen und anders über Menschen urteilen, die die Gesellschaft längst abgeschrieben hat, die lebendig tot sind, und schon lange, bevor sie abtauchen, längst in sich selbst verschwunden sind, in "leeren Zimmern" leben. Es ist gut, dass Ani Tabor Süden "weiterleben" lässt, und vielleicht auch irgendwann lieben. Ich hätte auch nichts dagegen, wenn er irgendwann auch Polonius Fischer reaktivieren würde.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks