Friedrich Ani Süden und der Luftgitarrist

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Inhaltsangabe zu „Süden und der Luftgitarrist“ von Friedrich Ani

Bei der ersten Stadtmeisterschaft im Luftgitarrespielen ist Südens Kollege Martin Heuer nach der Vorrunde zweit-bester Teilnehmer - da ist plötzlich sein härtester Konkurrent unauffindbar. Gemeinsam mit Süden und dem Team vom Dezernat 11 macht sich Heuer auf die Suche: Sie finden einen Abschiedsbrief und eine Frau, die taub ist und alles versteht, aber nichts sagen will. 'Spannend, einfühlsam und lebensnah!' (Welt am Sonntag)

Ich habe zwar schon mitreißendere Süden-Bände gelesen, trotzdem konnte ich hier noch ganz gespannt die Geschehnisse verfolgen.

— Janine2610

schwach ist noch zu gut beschrieben

— zbaubf

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  • Verlorengegangene Halbbrüder

    Süden und der Luftgitarrist

    Janine2610

    04. May 2016 um 23:27

    Die Buchrückseite:»Er hat sich zu einem Tüftler entwickelt, ja, er hat Phantasie. Nur, das reicht nicht.«Bei der deutschen Ausscheidung zur Weltmeisterschaft der Luftgitarristen steht Südens Kollege Martin Heuer im Finale. Da ist plötzlich sein härtester Konkurrent unauffindbar. Gemeinsam mit Süden und dem Team vom Dezernat 11 macht sich Heuer auf die Suche - und findet mehr als einen Menschen, dem die Wirklichkeit abhandengekommen ist.Meine Meinung:»Süden und der Luftgitarrist« ist Band 10 der Tabor Süden - Reihe und gleichzeitig bereits mein 11. Buch von Friedrich Ani.Mit seinen nur 190 Seiten war es recht flott gelesen und durch Anis unverwechselbaren Stil kam der Lesegenuss auch nicht zu kurz.Von Luftgitarristen habe ich bisher noch kaum etwas gehört - also viel vorstellen konnte ich mir unter diesem Begriff nicht. Ich fand es also interessant zu lesen, was man beim Luftgitarrespielen macht, wie es dazu kommen kann und ja ... spannend war auch die Tatsache, dass zu diesem Hobby sogar Meisterschaften stattfinden.Nun ist es so, dass Süden und seine Kollegen Sonja Feyerabend und Martin Heuer den plötzlich verschwundenen Final-Luftgitarren-Kontrahenten von Martin Heuer suchen, da dieser aus unerfindlichen Gründen einfach nicht mehr auftaucht.Was ich an diesem Teil der Reihe besonders hervorheben kann: Martin ist sehr involviert, was die Befragungen des Umfelds vom untergetauchten Edward Loos betrifft. Normalerweise ist Südens Kollege und bester Freund nämlich eher am Rande präsent, aber da es sich hier um einen seiner Luftgitarristen-Kollegen handelt, ist seine Aktivität nur allzu verständlich.~ Nichts fiel mir in meinem Beruf schwerer, als Fragen zu stellen, und seien sie noch so schlicht, ich hörte lieber zu. Zuhören war ergiebiger, das hatte ich in meinen mehr als zwanzig Jahren bei der Kriminalpolizei gelernt. ~ (S. 16)Die drei machen sich also an die Arbeit, laufen von Person zu Person, befragen und vernehmen und schnell wird klar: da ist ja noch jemand verschwunden - und zwar schon viel länger als Edward Loos: dessen Halbbruder.Südens und Martins Befragungsmethoden sind immer wieder eine Wucht für mich: gänzlich ungewöhnlich, zum Grinsen, zum Wundern, aber scheinbar sehr effektiv. Dass Fragenstellen nicht wirklich zu Südens Lieblingsbeschäftigungen zählt, wusste ich schon, aber dass man durchs einfache Zuhören wirklich so viel aus den Menschen herausbekommt bzw. herauslesen kann, finde ich bemerkenswert.Und so führt eben eines zum anderen, allein durch die Besuche und durch das Anhören der Leute geht was weiter in der Suche. Das ist so typisch für Anis Charaktere!~ Letztendlich reduzierte sich unsere Arbeit in vielen Fällen auf das Gespür für die Vibrationen am Rande eines Schweigens und die leisen Echos der Lügen, mit denen wir täglich konfrontiert wurden. ~(S. 12)Geschrieben ist das Ganze wie immer mit einer melancholischen Poesie, die begeistern kann, und am Ende wurde es für mich sogar noch sehr traurig, aber mehr verrate ich an dieser Stelle nicht.Punkten können hier wieder eindeutig die Charaktere, die nicht nur anders, nein, sogar recht speziell und unverwechselbar sind. Die Handlung an sich ist gar nicht unbedingt das Interessante an diesem Roman, es sind mehr die selbstverlorenen Figuren und ihre spannenden Leben, die fesseln können, je mehr man davon erfährt. Kaum ein Autor schafft es besser, einem seine Charaktere so nah zu bringen, wie Ani. Finde ich toll!

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  • Die Vibrationen am Rande eines Schweigens

    Süden und der Luftgitarrist

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. February 2014 um 18:29

    Auf Friedrich Ani wurde ich aufmerksam, nachdem Elmar Krekeler in "Die Welt" geschrieben hatte, dass "... sich schönes Schreiben, Poesie, krachende Dialogkunst, Weltweisheit, Gegenwartsgenauigkeit und das Format des knackigen Kurzkrimis nicht zwangsläufig ausschließen müssen, ...". Krekeler nannte den Ermittler Tabor Süden von der Vermisstenstelle in München einen Einsamkeitsexperten und Milieumikroskopierer. Diese zwei Zeilen bieten die kürzestmögliche, doch bestens zutreffende Charakterisierung von Südens Suche nach einem Luftgitarristen, der plötzlich nicht mehr auftaucht. Südens Kollege Martin Heuer und der vermisste Edward Loos hätten im Finale gegeneinander antreten sollen - doch außer Heuer fragt niemand nach dem Verbleib des zweiten Finalisten. Tabor Südens Instinkt sagt ihm, dass er Heuers Ahnung nachgehen sollte: "Letztendlich reduzierte sich unsere Arbeit in vielen Fällen auf das Gespür für die Vibrationen am Rande eines Schweigens und die leisen Echos der Lügen, mit denen wir täglich konfrontiert wurden." Dieser professionelle Instinkt des Kollegen ist ihm Beweis genug für erste Nachforschungen. Weit kommen die beiden zunächst nicht. Kaum jemand weiß etwas über Loos, nicht einmal die Mutter des Vermissten. Aus einem Fundus an Bruchstücken müssen sich Heuer und Süden en Bild zusammen puzzeln, in dem ein unerreichbarer Bruder von Loos auftaucht. Auch der ist von der Bildfläche verschwunden und sogar noch länger als Loos: Aladin Toulouse war einst ein vielversprechendes Talent beim FC Bayern, bevor ihm eine lange Reihe von Verletzungen die große Karriere runinierte. Immerhin, jeder weiß ein bisschen, niemand kennt die Gesuchten besser ... es ist ein mühsames Puzzle, das bisweilen ernüchternd wirkt. Obwohl der Plot völlig unspektakulär ist, machen die Dialoge und die Charaktere das Buch aus. Nach dem, was Süden über seine Arbeit sagt, entspricht der Stil im Wesentlichen der Arbeit im Dezernat 11. Kleinarbeit mit manchmal traurigen Einblicken in die Familien von Vermissten. Von daher sind Süden und seine Fälle eine empfehlenswerte Ergänzung handlungsreicherer Krimikost.

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  • Nichts mit nachhaltigem Effekt.

    Süden und der Luftgitarrist

    jahfaby

    03. September 2013 um 19:10

    Ich habe zuvor noch nie von Friedrich Ani gelesen oder gehört. Aber den Titel und den ersten Satz fand ich spannend, also nahm ich das Buch mit. Ani hat eine ganze Reihe über den Münchner Polizisten Tabor Süden geschrieben. In diesem beginnt es mit einem verschwundenen Luftgitarristen. Das Buch las sich wie eine verschriftlichte Tatortfolge. Skurrile Polizisten mit all ihren Schwächen, ungewöhnliche Milieus und das ganze gewürzt mit einem Hauch Zynismus. Gut runterlesbar und schön geschrieben. Aber nichts mit nachhaltigem Effekt.

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  • Rezension zu "Süden und der Luftgitarrist" von Friedrich Ani

    Süden und der Luftgitarrist

    gaby2707

    26. April 2012 um 16:25

    Zwei Brüder, Aladin Toulouse, ehemaliger Fußballprofi und Edward Groome, Architekt und Luftgitarrist verschwinden spurlos und werden von ihrer Mutter als vermist gemeldet. Tabor Süden und sein Kollege Martin, ebenfalls Luftgitarrist, beginnen mit den Ermittlungen... Ein weiterer toller Roman von Friedrich Ani, den ich sehr gerne gelesen habe: spannend, emotional, manchmal auch komisch und frech. Einfach ein guter Münchner Krimi.

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  • Rezension zu "Süden und der Luftgitarrist" von Friedrich Ani

    Süden und der Luftgitarrist

    Duffy

    15. April 2011 um 11:23

    Anis Süden hat schon Kultstatus erreicht, immerhin ist der Autor dafür zum Krimipreisträger geworden. Wer nun mit dieser Süden-Folge beginnt, die Figur kennenzulernen, wird vielleicht enttäuscht. Die Geschichte ist einfach. Während eines Luftgitarrenwettbewerbs verschwindet einer der Teilnehmer, der mit Südens Kollegen Heuer, ebenfalls Luftgitarrist, befreundet ist. Bei der anschließenden Suche stellt sich heraus, dass auch der Bruder des Verschwundenen vermisst wird. Die Suche beginnt. Die Tatsache, dass Süden in der Vermisstenabteilung der Polizei ermittelt und nicht etwa in der Mordkommission, macht den Stoff etwas differenzierter als die übliche Krimikost. In diesem Fall ist das Spannungselement allerdings ziemlich gedämpft. Planmäßig und strukturiert gehen die Ermittler vor, systematisch werden die Personen, die weiterhelfen können, befragt. Der Schluss ist dann wenig überraschend. Wer nun darauf hinweist, dass es Ani gut versteht, die Psychogramme seiner Protagonisten zu entwerfen und ansonsten sich einfühlsam mit dem Vermisstenstatus beschäftigt, hat mit Sicherheit recht. Wer jedoch trotzdem mit einer Erwartungshaltung an diesen Roman herangeht, die ein Krimi nun mal auslöst, wird nicht auf seine Kosten kommen. So ging es dem Rezensenten, daher nur drei eher schwache Sterne.

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  • Rezension zu "Süden und der Luftgitarrist" von Friedrich Ani

    Süden und der Luftgitarrist

    Ritja

    21. March 2010 um 13:44

    Das zweite Buch von Freidrich Ani hat mir schon besser gefallen. Süden und sein Kollege Heuer suchen die Halbbrüder Aladin und Edward. Mit Edward bestreitet Heuer einen Luftgitarrenwettbewerb in München. Edwards Halbbruder Aladin war mal ein erfolgreicher Fußballspieler in der Nationalmannschaft. Edward wird gefunden und auch Aladin, wenn auch anders als gehofft. Ani beschreibt den Aufstieg und den Abstieg der Personen sehr realistisch fast schon beängstigend.

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  • Rezension zu "Süden und der Luftgitarrist" von Friedrich Ani

    Süden und der Luftgitarrist

    greteb

    06. January 2009 um 13:59

    Immer wieder interessant wie die Leute verloren gehen und verlorengeglaubt werden oder gar nicht vermisst werden.
    Werk ümmert sich?

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