Friedrich Ani Wer tötet, handelt

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Inhaltsangabe zu „Wer tötet, handelt“ von Friedrich Ani

»Hilfe! … Er bringt sie um …!« Der blinde Jonas Vogel ist gerade auf dem Nachtspaziergang mit seinem Hund, als ihn die Hilferufe eines am Straßenrand liegenden Verletzten hochschrecken lassen. Ein Einbrecher hat dessen Freundin in ihrer Parterrewohnung als Geisel genommen. Schon als er zum ersten Mal den Namen der jungen Frau hört, ahnt der ehemalige Kommissar, dass er seinem Sohn Max, der als sein Nachfolger den Großeinsatz der Polizei leitet, trotz seiner Behinderung von Nutzen sein kann. Jonas kennt Silvia Klages gut: Ihre Eltern wurden bei einem Überfall vor ihren Augen getötet, und sie gibt sich seither die Schuld an ihrem Tod. Da Vogel weiß, dass schwer depressive Menschen zu jeder Reaktion fähig sind, beschließt er, sich selbst im Tausch als Geisel anzubieten. Wie die Neugierigen hinter den Absperrgittern erstarrt Max entsetzt, als sein Vater nach dem Kopf des Hundes tastet und auf die Haustür aus gelbem Milchglas zugeht …

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  • Rezension zu "Wer tötet, handelt" von Friedrich Ani

    Wer tötet, handelt
    RiaKlug

    RiaKlug

    13. January 2012 um 21:26

    Das zweite 'Seher'-Buch ist nicht gerade ein Ausbund an spannender Handlung. Den größten Teil nimmt das Gespräch zwischen dem dem Einbrecher und Vogel ein. Das ist routiniert und überzeugend gemacht. Mich langweilte es aber nach einiger Zeit, zumal der Ablauf irgendwann vorhersehbar war. Mit der Figur des blnden Exkommissars konnte ich mich kaum identifizieren. Für mich blieb sie unnahbar und unverständlich. Sie redet zwar mit dem Einbrecher, aber nicht mit den Familienmitgliedern. Warum bloß? Zwar gibt es auch einen überraschenden Knalleffekt, jedoch schleppt sich Geschichte noch ein Stück weiter und thematisiert die familiären Auseinandersetzungen der Vogels. Das überzeugte mich dann nicht mehr, denn ein langgedientes Ehepaar, wie eben die Vogels, streiten sich in der Regel auf anderem Niveau. Sie kennen sich gut, haben den Grundsatzstreit längst hinter sich und durch einen modus viventi ersetzt. Auf mich wirkte das einfach überzogen. Aber eben routiniert gemacht.

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  • Rezension zu "Wer tötet, handelt" von Friedrich Ani

    Wer tötet, handelt
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. December 2010 um 12:51

    Ein erblindeter Ex-Kommissar löst weiterhin Kriminalfälle. Ein Plot, wie er seltsamer nicht sein kann und der zeigt, dass Friedrich Ani keine Standardkrimis schreibt. Mit Jonas Vogel hat er einen interessanten und einmaligen Charakter der Kriminalliteratur erschaffen, der es nahezu erforderlich macht, auch bezüglich der Erzählstruktur von ausgetretenen Pfaden abzuweichen. "Wer tötet, handelt" erzählt auch nur vordergründig von einer Geiselnahme und von dem Austausch des erblindeten Kommissars mit der Geisel. Diese Konstellation ermöglicht einem Kammerspiel gleich einen Dialog zwischen Jonas Vogel und dem Täter. Dabei werden Biografien langsam entblättert, Hintergründe und Milieus aufgedeckt. Ein Vergleich zu Simenon Romanen (nicht den Maigrets) drängt sich nahezu auf. Eine eigentliche Spannung ergibt sich dabei nicht aus der Geiselsituation sondern aus den Lebensläufen und -situationen der verschiedenen Beteiligten. Leider beschränkt sich Ani jedoch nicht nur auf den Dialog zwischen Ex-Kommissar und Geiselnehmer sondern schildert parallel weitere Handlungsstränge. Meines Erachtens wäre hier weniger mehr gewesen und hätte diesen literarischen Krimi sicherlich qualitativ noch gesteigert. So wird die Leserin oder Leser Zeuge gleich mehrerer Tragödien.

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  • Rezension zu "Wer tötet, handelt" von Friedrich Ani

    Wer tötet, handelt
    Bellexr

    Bellexr

    25. May 2009 um 19:45

    F. Ani erzählt in seinem neuesten Roman die Geiselnahme, in der sich der blinde Ex-Kommissar Jonas Vogel verwickeln lässt. Um der Geisel, eine junge Frau, deren Mord an ihren Eltern er ein paar Jahre vorher aufgeklärt hatte, zu helfen, lässt er sich im Gegenzug zu ihr austauschen. Sehr zum Missfallen seiner gesamten Familie und der Exkollegen, die am Tatort anwesend sind. Einfühlsam und melancholisch beschreibt Ani wie Vogel versucht, den Grund des Geiselnehmers für diese Tat herauszubekommen. Ganz langsam kommt Vogel hinter den Grund der Geiselnahme. Ani vergisst hierbei aber in "Nebenschauplätzen" nicht, die Hilflosigkeit und Zerrissenheit zu erzählen, mit der die Familie von Vogel seit seiner Erblindung zu kämpfen hat. Es ist eine kleine Geschichte (umspannt den Zeitraum von einer Nacht und einem Tag) über Schuldgefühle und Sehnsüchte nach der verlorenen Kindheit und Ani schafft es mit seinen sanften Tönen wieder ausgezeichnet, seine Leser in den Bann zu ziehen. Ein Roman, der einen nicht sofort wieder loslässt.

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