Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde

von Friedrich Chr. Delius 
3,0 Sterne bei25 Bewertungen
Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde
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Positiv (10):
Jaris avatar

Dieser Text kriecht einem durch Mark und Bein.

Kritisch (10):
Leuchtturmwaerterins avatar

Obwohl ich F.C. Delius gerne mag, konnte mich dieses Buch leider nicht begeistern.

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Inhaltsangabe zu "Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde"

“Delius‘ schönstes, poetischstes Buch über den Tag, an dem wir alle Weltmeister wurden.” (Elke Heidenreich) Bern im Sommer 1954. Deutschland steht im Endspiel der Fußballweltmeisterschaft gegen Ungarn. Im Rundfunk dröhnt die legendäre Reportage Herbert Zimmermanns. In einem kleinen hessischen Dorf erlebt ein elfjähriger Pfarrerssohn den Sonntag, der sein Leben verändern wird. “Delius ist mit dieser Erzählung ein Meisterwerk gelungen. Sie sollte wenigstens so viel Leser finden, wie ein Fußballstadion Zuschauer fasst” (Hessischer Rundfunk)

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499236594
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:120 Seiten
Verlag:Rowohlt Taschenbuch
Erscheinungsdatum:03.05.2004

Rezensionen und Bewertungen

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    Jaris avatar
    Jarivor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Dieser Text kriecht einem durch Mark und Bein.
    Friedrich Christian Delius - Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde

    Dieses Buch suchte ich mir für die Supernatural-Challenge aus, ausserdem wollte ich schon lange mal etwas von Delius lesen. Mit dieser Erzählung konnte ich mir nun ein Bild vom Schreibstil des Autoren machen und ich muss sagen, er hat mich überzeugt.

    Als Hinweis für alle Interessierten: es ist ein sehr langsames Buch, das sich bis zum Ende hin aufbaut. Auch ich hatte zwischendurch ein paar kleinere Hänger, aber zum Schluss realisiert man, dass es all dies braucht, damit die Schlussszenen so richtig Eindruck schinden können.

    Die Erzählung ist stark autobiographisch und das merkt man auch. Das Leid, das dem kleinen Jungen widerfährt, ist ein psychisches, kein physisches. Gegen aussen mag alles idyllisch scheinen in dieser Pfarrersfamilie, aber hier, schriftlich, schildert der Autor, wie sehr er unter der Angst gelitten hat. Dieser Text kriecht einem durch Mark und Bein. Es ist intensiv und wahrscheinlich auch Selbsttherapie.

    Wir erleben mit, wie dieser elfjährige Junge zittert, leidet, entfliegt ins Dorf, sich Gedanken macht über Gott und die Welt und wie er am Nachmittag dieses geschilderten Sonntages etwas ganz Neues entdeckt: er sagt sich los vom alles dominierenden Gott seines Vaters und entdeckt den "Fussballgott".

    Hier nimmt das Buch eine neue Wendung auf. Es brauchte die Stille und die Zurückgezogenheit der ersten 100 Seiten, um dann auf den letzten diese Wende im Leben eines Jungen so drastisch zu schildern wie sie war. Die ganze Stimmung wird plötzlich losgelöst, jubelnd, lebensbejahend.

    Wo zuvor noch Angst und Beklommenheit war, ist jetzt Freude und Stolz. Man merkt dies in jeder Zeile und auch als Leser wird man mitgerissen von dieser Energie, die plötzlich durch den Text und den kleinen Jungen strömt. Was für eine Entwicklung! Was für eine Wende! Da wurde tatsächlich ein Junge Weltmeister, der noch nicht einmal in Bern war.

    Er wurde an diesem Nachmittag Meister seiner eigenen Welt.

    "Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde" ist kurz, hochgradig aufwühlend und auf einer Ebene berührend, die ich bisher nicht kannte. Was für ein Autor, was für ein Text, was für ein Nachmittag!

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    claudiaausgrones avatar
    claudiaausgronevor 8 Jahren
    Rezension zu "Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde" von Friedrich Chr. Delius

    "Delius' schönstes und poetischstes Buch..." schrieb Elke Heidenreich, da hatte er allerdings noch nicht "Bildnis der Mutter in jungen Jahren" geschrieben.
    Dennoch ist es ein sprachliches Kleinod. Die Not des Jungen so fein beschrieben, dass man mitfühlt, leidet, siegt.

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    schmiddeyvor 9 Jahren
    Rezension zu "Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde" von Friedrich Christian Delius

    kein besonderes buch, man kann es schnell und flüssig lesen, jedoch war ich schnell gelangweilt vom schreibstil und einer Erzählung ohne Handlung. Am Ende bleibt nichts wirklich hängen.

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    Marions avatar
    Marionvor 11 Jahren
    Rezension zu "Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde" von Friedrich Christian Delius

    Die Erzählung beschreibt einen Tag im Leben des 11-jährigen Pfarrerssohn, und zwar den 4.Juli 1954. Dieser Tag spiegelt das komplette Spießbürgertum der 50er Jahre wieder, angefangen vom Kirchenläuten am frühen Sonntag morgen, über das gemeinsam eingenommene Frühstück mit den immer gleichen Ritualen, dem Bravsein, dem Kirchgang, der Sonntagskleidung, der Mittagsruhe usw. Im Hintergrund groß und deutlich die unangefochtene Autorität des Vaters, des Pfarrers, der Respektsperson. Und doch wird an diesem Tag die Enge durchbrochen durch die Fußballreportage des Finalspiels in Bern. Plötzlich hört der Junge Wörter, die fast blasphemisch sind - ein Fußballgott, ein Fußballwunder, Allmacht. Diese Worte sind wie eine Art Befreiung, vor allem nach den Predigten des Vaters und den Ermahnungen der Mutter und verschieben Werte in eine Richtung, die es leichter macht, mit der Unterdrückung umzugehen und die Kraft des eigenen Wortes dagegen zu stellen.

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    Leuchtturmwaerterins avatar
    Leuchtturmwaerterinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Obwohl ich F.C. Delius gerne mag, konnte mich dieses Buch leider nicht begeistern.
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    Buecherwuermins avatar
    Buecherwuerminvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Wer mit der Erwartung an das Buch heran geht, es ginge primär um Fußball wird enttäuscht.
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