Friedrich Chr. Delius Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus

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Inhaltsangabe zu „Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus“ von Friedrich Chr. Delius

Die unterhaltsame Chronik einer unwahrscheinlichen Reise F.C. Delius erzählt die spannende und komische Geschichte eines kritischen DDR-Bürgers, der einmal etwas von der Welt sehen wollte, Italien sehen, um dann heimzukehren - und dem es gelang, so wie Schwejk oder der Hauptmann von Köpenick Großes gelungen ist. "Die tragikomische Geschichte seines Helden, der reisen wollte, um bleiben zu können ... Es geht um den - auch skurrilen - Behauptungswillen von Sehnsüchten gegen alle gesellschaftliche und staatliche Bevormundung" (Rhein-Neckar-Zeitung)

Eine interessante und informative Erzählung, die den Umgang mit dem Ausreiseverbot der DDR aus einer etwas anderen Perspektive beschreibt.

— Lit-Trip
Lit-Trip

Eine kleine, ruhige, eindringliche, witzige und spannende Erzählung, die zeigt, was möglich ist, wenn man seine Träume konsequent verfolgt.

— Barbara62
Barbara62

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    Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus
    Barbara62

    Barbara62

    Paul Gompitz, Ex-Maschinenschlosser, Wehrdienstverweigerer, verstoßener Jurastudent, Hobby-Philosoph und jetzt Kellner auf einem Ostsee-Ausflugsdampfer hat einen Lebenstraum: Er möchte einmal im Leben nach Italien, nach Syrakus, und danach in seine Heimat zurückkehren. Seit er in der Schule Johann Gottfried Seumes „Spaziergang nach Syrakus im Jahre 1802“ gelesen hat, ist dieser Wunsch in ihm gereift und lässt ihn nicht mehr los. Doch als Bürger der DDR gibt es für ihn keine Reisefreiheit, objektiv betrachtet besteht keine Chance auf eine Umsetzung. Weil er aber besessen von seiner Idee ist, beginnt er im Sommer 1981 mit der Aufstellung eines „Fünfjahresplans“ und verbringt die folgenden sieben (!) Jahre damit, sein Projekt kreativ in die Tat umzusetzen, wobei ihn kein Rückschlag aufhalten kann… „Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus“ ist eine kleine, ruhige, eindringliche, witzige und spannende Erzählung nach einer realen Begebenheit, die zeigt, was möglich ist, wenn man seine Träume nur konsequent genug verfolgt.

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  • Rezension zu "Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus" von Friedrich Chr. Delius

    Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus
    UteSeiberth

    UteSeiberth

    04. February 2013 um 22:14

    Das ist eine erstaunliche Erzählung von einem Kellner der unbedingt seinen Jugendtraum in die Wirklichkeit umsetzten wollte und auf den Spuren Seumes nach Italien zu gelangen.Da eine legale Ausreise 1981 noch nicht möglich war versucht er über 7 Jahre ein Nadelöhr zu finden für seine Ausreise mit dem Segelboot über die Ostsee und über seine legale Rückkehr,die ihm dann auch gelingt.Diese Geschichte soll teilweise auf einer wahren Begenheit beruhen und es ist heute noch erstaunlich mit welcher Energie dieser Mann an diese Syrakus-Reise herangegangen ist.Diese Erzählung ist recht spannend und wird wohl auch als Schullektüre benützt.

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  • Rezension zu "Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus" von Friedrich Christian Delius

    Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus
    XArtemisX

    XArtemisX

    „Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus“ erzählt die Geschichte eines DDR-Bürgers, der einmal in seinem Leben raus will. Raus aus den Grenzen seines Landes, das er liebt. Sein Ziel: Syrakus in Italien. Sein Vorbild: Johann Gottfried Seume, der diese Route bereits Jahre vor ihm beschritt. Für Paul Gompitz steht von Anfang an fest, er will zurück. Zurück in die DDR, zurück nach Rostock, seine Heimat. Doch um bleiben zu können muss er dieses Land einmal verlassen. Fast 7 Jahre dauern seine Vorbereitungen, 1981 beschließt er die Reise zu wagen und 1988 ist es endlich soweit. Das Buch beschäftigt sich vordergründig mit Pauls Reisevorbereitungen, beschreibt die Schwierigkeiten die sich ihm in den Weg stellen. Alles versucht er und bemüht sich um möglichst legale Wege, doch alles nützt nichts und seine Gedanken wandern immer wieder um die Flucht über die Ostsee. Akribisch denkt Paul wirklich an alles, sammelt Westmark und achtet auf günstige Winde. Seine „Flucht“ soll perfekt werden. Im zweiten Teil des Buches wird Pauls eigentliche Reise geschildert, welche ernüchternd kurz kommt. Aufgrund der immensen Vorbereitungen erwartet der Leser, großartige Beschreibungen seiner Reise, doch im Grunde wird diese nur grob skizziert. Ein größeres Augenmerk wird dagegen auf seine Rückkehrbemühungen gelegt, denn das gestaltet sich wie erwartet alles andere als einfach. Das Buch habe ich im Rahme des Deutschunterrichtes lesen müssen, wobei „müssen“ hier falsch klingt. Denn die Geschichte hat mich wirklich interessiert, selten hat mir ein „Schulbuch“ so gut gefallen. Einige meiner Mitschüler fanden die langatmigen Beschreibungen mit Schifffahrtsbegriffen übertrieben, aber mich hat es nicht weiter gestört, man kann darüber hinweglesen, wenn einem die Begriffe nichts sagen. Paul ist vor allem auch ein Beispiel dafür, dass es nicht allen Menschen in der DDR schlecht ging, er liebte seine Heimat und fühlte sich nur in der Reisefreiheit eingeschränkt. Übrigens beruht dieses Buch auf einer wahren Geschichte: ein Rostocker namens Klaus Müller unternahm 1988 genau diese Reise, seine Geschichte wurde nach der Wende in der Ostseezeitung veröffentlicht.

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  • Rezension zu "Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus" von Friedrich Christian Delius

    Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus
    chrica

    chrica

    18. October 2011 um 09:26

    Habe lange überlegt, ob ich 5 Sterne geben soll. Das Buch ist sehr lesenswert. Eine kurze Geschichte die einen in die Zeit vor den Mauerbau zurück bringt. Ein DDR-Bürger, der seinen Traum leben will, eine Reise wie Einst Seumel anch Italien zu machen. Man erfährt viel über die damaligen Zustände, über EInstellungen und das normale Leben. Ist zum Teil auch sehr spannend.

  • Rezension zu "Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus" von Friedrich Chr. Delius

    Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus
    Molks

    Molks

    07. October 2011 um 09:48

    Eine Flucht, die keine Flucht im eigentilchen Sinne ist. Ein DDR-Bürger wandelt auf den Spuren Seumels und schippert von Rostock mit einem kleinen Segelboot nach Westdeutschland um von dort weiter nach Syrakus zu reisen.
    Eine abgelutschte Ost-West-Story, die mich nicht richtig gepackt hat.

  • Rezension zu "Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus" von Friedrich Christian Delius

    Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus
    cate_tiger

    cate_tiger

    04. July 2011 um 21:26

    "Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus" ist ein interessantes Buch über den unbedingten Wunsch eines DDR-Bürgers nach Reisefreiheit - noch dazu in der Vorwendezeit. Sieben Jahre verbringt Paul Gompitz mit der Planung seines Abenteuers und den Versuchen, es auf legalem Weg zu verwirklichen. Dieses Buch zeigt den sicher oft empfundenen Zwiespalt zwischen Reisefreiheit und Heimatverbundenheit, von einem, der mal draußen gewesen sein möchte, sich aber nicht vorstellen kann, woanders zu leben als in seiner DDR. Ich fand es anfangs etwas langatmig, ab der Mitte wird es aber sehr spannend und noch interessanter. Zuweilen blitzt etwas spöttischer Humor auf und verleiht der Geschichte die entscheidende Würze. F.C. Delius hat ein sehr gelungenes Portrait eines DDR-Bürgers in den 80er Jahren angefertigt, bei dem eine Identifikation mit dem Protagonisten nicht ausbleibt.

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  • Rezension zu "Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus" von Friedrich Chr. Delius

    Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus
    Duffy

    Duffy

    27. June 2011 um 07:39

    Ein DDR-Bürger will in die Welt, genauer, er will nach Syrakus auf Seumes Spuren. Dafür arbeitet Paul Gompitz sieben lange Jahre. Er landet einen Coup, um die fast unüberwindbare Grenze zu überqueren, ein Plan, mit allen Risiken und Möglichkeiten, für lange Jahre hinter Gitter zu landen. Doch Paul schafft es und fährt in das Land seiner Träume, um sich dort von den neuen Eindrücken fast erschlagen zu lassen. Doch Paul will ja noch mehr. Er ist kein Flüchtling und für ihn ist von Anfang an klar, dass er in die DDR zurückkommt. Delius Buch liest sich auch heute noch faszinierend und spannend. Es ist ein Manifest gegen Gängelung und Bevormundung durch staatliche Vorgaben. Und es ist ein Dokument des Willens. Kein Staat der Welt kann für alle Ewigkeit seine Bürger einsperren. Wir haben das in Deutschland gesehen und wir sehen es auch in anderen Teilen der Welt. Ein positives Buch, in dem das freiheitsliebende Individuum gegen den restriktiven Staat die Oberhand gewinnt.

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  • Rezension zu "Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus" von Friedrich Chr. Delius

    Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus
    philipp_

    philipp_

    20. June 2010 um 12:53

    lockerleichte Abendlektüre regt an zum kritischen denken und lässt den Leser hin und wieder ein wenig schmunzeln