Friedrich Christian Delius

 3.7 Sterne bei 171 Bewertungen

Lebenslauf von Friedrich Christian Delius

Friedrich Christian Delius ist ein deutscher Schriftsteller, wohnhaft in Berlin und Rom und geboren am 13.02.1943 in Rom. Aufgewachsen ist er in Hessen und machte bis 1963 das Abitur. Später dann studierte er Literaturwissenschaft an der Technischen Universität Berlin und wurde 1970 zum Doktor der Germanistik promoviert. Danach arbeitete er drei Jahre als Lektor für den Verlag Klaus Wagenbach und später fünf Jahre in der selben Tätigkeit beim Rotbuch Verlag. Danach wurde er als freier Schriftsteller tätig. Zu schreiben begann er bereits in den 60er Jahren mit gesellschaftskritischer Lyrik und satirischen Texten, schrieb aber seit den 70er Jahren vorwiegend Romane zur deutschen Geschichte. Er ist Mitglied des P.E.N.-Zentrums Deutschland, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Freien Akademie der Künste Hamburg. Ausgezeichnet wurde er unter Anderem mit dem hoch angesehenen Joseph-Breitbach-Literaturpreis. Friedrich Christian Delius ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Alle Bücher von Friedrich Christian Delius

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Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus

Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus

 (38)
Erschienen am 02.05.2007
Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde

Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde

 (31)
Erschienen am 01.08.2013
Die Frau, für die ich den Computer erfand

Die Frau, für die ich den Computer erfand

 (25)
Erschienen am 03.01.2011
Bildnis der Mutter als junge Frau

Bildnis der Mutter als junge Frau

 (18)
Erschienen am 01.08.2008
Mein Jahr als Mörder

Mein Jahr als Mörder

 (13)
Erschienen am 02.01.2006
Die Minute mit Paul McCartney

Die Minute mit Paul McCartney

 (9)
Erschienen am 30.05.2015
Die Flatterzunge

Die Flatterzunge

 (7)
Erschienen am 30.01.2015
Der Königsmacher

Der Königsmacher

 (6)
Erschienen am 01.11.2012

Neue Rezensionen zu Friedrich Christian Delius

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Rezension zu "Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus" von Friedrich Christian Delius

Die moderne Version der Italienischen Reise von Seume
Wespenhuettevor 3 Monaten

Meine Schwester hat mir das Buch gegeben: sie ist Seglerin und kennt die beschriebenen Gewässer zwischen Rügen und Hiddensee. Ich leider nicht, deswegen musste ich diese Passagen überlesen. Aber ich bin ein großer Freund von literarischen 'Remakes' und diese moderne Nacherzählung ist wirklich lesenswert. Ich plane demnächst nach Syrakus zu fliegen und mir das vor Ort anzuschauen. 

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Rezension zu "Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde" von Friedrich Christian Delius

Friedrich Christian Delius - Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde
Jarivor einem Jahr

Dieses Buch suchte ich mir für die Supernatural-Challenge aus, ausserdem wollte ich schon lange mal etwas von Delius lesen. Mit dieser Erzählung konnte ich mir nun ein Bild vom Schreibstil des Autoren machen und ich muss sagen, er hat mich überzeugt.

Als Hinweis für alle Interessierten: es ist ein sehr langsames Buch, das sich bis zum Ende hin aufbaut. Auch ich hatte zwischendurch ein paar kleinere Hänger, aber zum Schluss realisiert man, dass es all dies braucht, damit die Schlussszenen so richtig Eindruck schinden können.

Die Erzählung ist stark autobiographisch und das merkt man auch. Das Leid, das dem kleinen Jungen widerfährt, ist ein psychisches, kein physisches. Gegen aussen mag alles idyllisch scheinen in dieser Pfarrersfamilie, aber hier, schriftlich, schildert der Autor, wie sehr er unter der Angst gelitten hat. Dieser Text kriecht einem durch Mark und Bein. Es ist intensiv und wahrscheinlich auch Selbsttherapie.

Wir erleben mit, wie dieser elfjährige Junge zittert, leidet, entfliegt ins Dorf, sich Gedanken macht über Gott und die Welt und wie er am Nachmittag dieses geschilderten Sonntages etwas ganz Neues entdeckt: er sagt sich los vom alles dominierenden Gott seines Vaters und entdeckt den "Fussballgott".

Hier nimmt das Buch eine neue Wendung auf. Es brauchte die Stille und die Zurückgezogenheit der ersten 100 Seiten, um dann auf den letzten diese Wende im Leben eines Jungen so drastisch zu schildern wie sie war. Die ganze Stimmung wird plötzlich losgelöst, jubelnd, lebensbejahend.

Wo zuvor noch Angst und Beklommenheit war, ist jetzt Freude und Stolz. Man merkt dies in jeder Zeile und auch als Leser wird man mitgerissen von dieser Energie, die plötzlich durch den Text und den kleinen Jungen strömt. Was für eine Entwicklung! Was für eine Wende! Da wurde tatsächlich ein Junge Weltmeister, der noch nicht einmal in Bern war.

Er wurde an diesem Nachmittag Meister seiner eigenen Welt.

"Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde" ist kurz, hochgradig aufwühlend und auf einer Ebene berührend, die ich bisher nicht kannte. Was für ein Autor, was für ein Text, was für ein Nachmittag!

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Rezension zu "Mein Jahr als Mörder" von Friedrich Christian Delius

Extrem gut gelungene Verknüpfung geschichtlicher Ereignissen mit flüssigem, spannendem Erzählstil.
Bouggovor 3 Jahren

Packt Dich nicht auch manchmal die Wut, wenn Du von Schweinereien erfährst, die Menschen Menschen antun? Hast Du nicht auch schon einmal davon geträumt, einen, wenigstens einen dieser Übeltäter zu beseitigen?
Dann liegst Du mit Delius auf einer Wellenlänge. Dann packt auch Dich die Mordlust am "Richter" des "Volksgerichtshofs" (Anführungsstriche, weil das Verbrecher in einer Verbrecherorganisation waren), der Georg Groscurth zum Tode verurteilte. Du willst auch gleich den Henker und seine Gehilfen mit ins Jenseits befördern und die Sachbearbeiter des Berliner Senats, die seiner Frau ein paar Jahre später die Witwen- und seinen Kindern die Waisenrente streichen, gleich mit.
Die Lektüre des Buches bringt Dich dem Widerstandskämpfer und seinem Kreis, der "Europäischen Union, EU" (welche Weitsicht!) näher und den Verhältnissen der hysterischen Nachkriegszeit mit ihrem vorherrschenden Antikommunismus, oft getragen und geschürt von Leuten, einschließlich Juristen, die mit den Nazis ihr Süppchen gekocht hatten.
Du liest das Buch wie einen spannenden Krimi - gehst immer wieder ins Internet und stellst fest: Alles ist wahr.
Alles vielleicht nicht. So sei dahingestellt, ob der Ich-Erzähler wirklich den Ex-"Richter" Hans-Joachim Rehse observiert hat zum Zwecke des geplanten Attentats und ob seine Freundin auf einer Mexiko-Reise wirklich umkam. Diese Details könnten zusätzliche Pfefferkörner sein in diesem literarischen Gericht (durchaus doppeldeutig gemeint). Sie tragen jedenfalls dazu bei, dass diese Kost während der Einverleibung den Appetit noch steigert. Man kann (ich konnte) das Buch nicht weglegen. Doch es sind schwere Brocken eingearbeitet.

Am Schluss mordet man nicht - aber man könnte sich übergeben.

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Friedrich Christian Delius wurde am 13. Februar 1943 in Rom (als Deutscher) (Deutschland) geboren.

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