Friedrich Christian Delius Die Frau, für die ich den Computer erfand

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Inhaltsangabe zu „Die Frau, für die ich den Computer erfand“ von Friedrich Christian Delius

'Ohne Eros entwickelt sich nichts im Leben, nicht einmal der Bau von Rechenmaschinen.'

Wie kam es zu dem Gerät, das heute auf allen Schreibtischen steht? Alles fing an in einer Wohnung in Berlin-Kreuzberg, wo der geniale Konrad Zuse handgesägte Einzelteile zu einer 'Universal-Rechenmaschine' zusammensetzte. Doch das Leben lässt sich weit weniger gut programmieren als ein Computer. Bis diesem Apparat der Durchbruch gelang, musste sein Erfinder so einige Höhen und Tiefen durchmachen.
Friedrich Christian Delius erzählt in diesem raffinierten und höchst unterhaltsamen Roman die unglaubliche Geschichte des Konrad Zuse (1910-1995) und davon, wie das digitale Zeitalter begann.
Die Erfindung des Computers und die Erfindung einer unmöglichen Liebe.
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    Die Frau, für die ich den Computer erfand

    Ulenflucht

    24. April 2014 um 20:59

    Welch ein Titel! Und welch eine Weisheit auf dem Buchdeckel: "Ohne Eros entwickelt sich nichts im Leben, nicht einmal der Bau von Rechenmaschinen". Man kann sich viel von diesem Buch versprechen, bei diesem Titel. Eine originelle, witzige Geschichte, etwas Außgewöhnliches und vielleicht Skurilles. Was man aber bekommt ist ein fiktives stundenlanges Gespräch zwischen dem Autor und Konrad Zuse, der im zweiten Weltkrieg die ersten Computer in Deutschland baute, das sich als Monolog darstellt. Die Figur des Zuse ist gelungen und rund, man kann ihn sich so gut vorstellen, den alten, wortgewandten Mann, wie er von seinem Leben und seinen Erfindungen berichtet. Ein Erfinder, der Teil einer Revolution war, aber sein Stück vom IT-Kuchen doch nie richtig bekommen hat. Tatsächlich aber gibt die Geschichte doch nicht so viel her wie man denken könnte. Für Computer-Fans hat es wohl kaum genug Tiefe, für Leser ohne jegliches Technikwissen springt der Funke der Begeisterung für diese Erfindung nicht über, auch wenn alles verständlich ist. Wer der Adressat des Romans ist, bleibt so ein Rätsel. Die chronologische und und unpointerte Erzählung ermüdet trotz des flüssigen Stils. Was die Essenz des Romans ist, wird nicht klar und so plätschert das Leben des Konrad Zuse so an einem vorüber. Wenn die Botschaft sein soll, dass sich ohne die Liebe nichts in der Welt bewegt, dann tritt die Bedeutung dieser nicht richtig hervor. Diese platonische Liebe zu der historischen Ada Lovelace, einer englischen Mathematikerin des 19. Jahrhunderts, wird hier und dort wie eine Anekdote eingestreut, aber rührend kommt sie nicht herüber, diese Schwärmerei, die Antriebskraft sein soll. Das Buch lässt einen enttäuscht zurück. Man erlangt ein bisschen Wissen über die Computer-Historie und die Steine, die man Menschen mit Ideen in diesem Land in den Weg gelegt hat und wohl immer noch legt, aber mit der Form des Romans hätte man mehr machen können. Statt den Adjektiven "interessant", "aufregend", "spannend", "witzig", "originell", unterhaltsam vor Beginn des Lesens, steht danach nur noch eines: nett.

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  • Rezension zu "Die Frau, für die ich den Computer erfand" von Friedrich Chr. Delius

    Die Frau, für die ich den Computer erfand

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. February 2011 um 18:27

    Vorsicht bei diesem Roman: Auch wenn der Autor sehr überzeugend ein Interview mit Konrad Zuse wortwörtlich widerzugeben scheint, handelt es sich um bloße Fiktion! Wir hören Zuse praktisch mit eigenen Worten erzählen, Delius liefert die Transkription von sieben Bändern, die Zuse vollgesprochen haben soll. Es handelt sich hierbei um einen Kunstgriff, der Delius das Schreiben eines Sachbuchs beziehungsweise einer bloßen Biografie zu erspart. So erwacht der Erfinder des Computers zwar sehr glaubwürdig zum Leben, ist aber nicht gerade ein großer Sympathieträger (was ja nicht unbedingt stören muss). Das Einspeisen von Bezügen zu Goethes Faust ist sehr präzise gemeistert und durch einen ähnlichen Vortrag Zuses vor seinem Tod inspiriert, die Geschichte mit Ada Lovelace als geheime Geliebte Zuses (im mentalen Sinne - zwischen den beiden liegen schließlich 100 Jahre) ist an einigen Stellen doch zu offensichtlich eingesponnen. Insgesamt ein lesbares Buch, auch durchaus interessant, allerdings braucht es einiges Vorwissen (man sollte vielleicht auch den Faust gelesen haben, um die Parallelen zu verstehen) über Konrad Zuse. Als Biografie-Ersatz geht dieser Roman also per sé nicht durch, es ist eher eine Zwischendurch-Lektüre für Interessierte mit einigen Aha-Erlebnissen in Bezug auf Nazi-Deutschland und Kriegserleben.

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  • Rezension zu "Die Frau, für die ich den Computer erfand" von Friedrich Christian Delius

    Die Frau, für die ich den Computer erfand

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. February 2011 um 11:41

    Hat sich schon mal jemand gefragt, warum der Computer erfunden wurde? Wegen einer Frau, ganz klar :-) Ein großartiger Roman über Konrad Zuse und sein Schaffen in einem vom Krieg gebeutelten Deutschland.

  • Rezension zu "Die Frau, für die ich den Computer erfand" von Friedrich Chr. Delius

    Die Frau, für die ich den Computer erfand

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. December 2009 um 09:25

    Konrad Zuse beschließt, 3 Journalisten jeweils in einer Vollmondnacht ein Interview zu geben. Einer dieser Journalisten ist Friedrich Christian Delius. Bedingung für dieses Interview ist, dass dieses erst nach dem Tode von Konrad Zuse veröffentlicht wird. Friedrich Christian Delius veröffentlicht in diesem Buch die Mitschnitte aus dieser Interviewnacht. Das schöne an diesem Buch ist, man hört die ganze Zeit beim Lesen Konrad Zuse reden, aber das kann auch etwas langatmig werden.

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