Friedrich Dönhoff

 3.6 Sterne bei 58 Bewertungen
Autor von Savoy Blues, Ein gutes Leben ist die beste Antwort und weiteren Büchern.

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Heimliche Herrscher

 (2)
Neu erschienen am 24.10.2018 als Taschenbuch bei Diogenes.

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Savoy Blues

Savoy Blues

 (26)
Erschienen am 18.03.2008
Ein gutes Leben ist die beste Antwort

Ein gutes Leben ist die beste Antwort

 (10)
Erschienen am 14.12.2016
Der englische Tänzer

Der englische Tänzer

 (10)
Erschienen am 25.05.2010
Seeluft

Seeluft

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Erschienen am 30.04.2014
"Die Welt ist so, wie man sie sieht"

"Die Welt ist so, wie man sie sieht"

 (2)
Erschienen am 01.10.2009
Heimliche Herrscher

Heimliche Herrscher

 (2)
Erschienen am 24.10.2018
Die Welt ist so, wie man sie sieht

Die Welt ist so, wie man sie sieht

 (0)
Erschienen am 21.02.2012
Savoy Blues

Savoy Blues

 (1)
Erschienen am 01.10.2008

Neue Rezensionen zu Friedrich Dönhoff

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walli007s avatar

Rezension zu "Heimliche Herrscher" von Friedrich Dönhoff

Gut, dass es sie gibt
walli007vor 5 Monaten

Bald soll es in den Urlaub gehen, die Pläne stehen schon, Kommissar Sebastian Fink muss nur noch seine neue Freundin schnappen und auf geht es nach Italien. Doch wie so oft kommt es anders. Eine Mordserie erschüttert Hamburg. Zunächst trifft es den Ex-Mann von Monika Packer, dann einen Sohn aus gutem Haus und als vorerst letztes Opfer wird eine angesehene Zahnärztin ermordet. Die Opfer haben nichts gemeinsam, wären sie nicht mit der gleichen Waffe getötet worden, würde man vielleicht nicht einmal von einer Reihe sprechen können. So allerdings, wer sollte einen Grund gehabt haben, drei so unterschiedliche Menschen zu töten. 


Unaufgeregt und gradlinig beginnt Sebastian Fink mit seinen Nachforschungen. Es muss doch einen Zusammenhang geben. Auch wenn sich der Fall schwierig gestaltet, wenigstens passt es zwischen Sebastian und Marissa, die als DJane so manche Nacht in Clubs verbringt. Unverdrossen geht Fink gemeinsam mit seinen Kollegen jeder noch so kleinen Spur nach und die Geduld wird belohnt. Endlich scheint sich eine Fährte aufzutun, die zu einer Erklärung führen könnte. 


Das Set von DJane Marissa lädt zum Tanzen ein, wie die wummernden Bässe die Menge in Bewegung bringen und auch die Synapsen im Gehirn Finks feuern lassen, das ist schon lesenswert. Dazu bildet sie grundsolide Ermittlung fast schon einen Gegensatz, wobei grundsolide durchaus nicht negativ gemeint. Genau so einen Kriminalroman braucht man manchmal, in dem kein Actionfeuerwerk abgefackelt wird und der sorgengeplagte Held von einer dramatischen Situation in die nächste schlittert. Mit den präzisen Schilderungen der Polizeiarbeit punktet dieser Roman und mit einem sympathischen Kommissar ebenso. Schön wäre es vielleicht gewesen, wenn der Klappentext anders geschrieben wäre. Die Handlung ist weniger reißerisch, dafür umso authentischer als der Klappentext es vermuten lässt. 


Diese Krimireihe gefällt mit ihrem gewieften Ermittler und dem hamburgischen Flair, was einen zu dem Gedanken verführt, genau so könnte es gewesen sein.


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Eggi1972s avatar

Rezension zu "Ein gutes Leben ist die beste Antwort" von Friedrich Dönhoff

Ein beeindruckendes Buch
Eggi1972vor 5 Monaten

Die Geschichte eines Juden im dritten Reich, gibt es ja schon viele aber irgendwie ist diese Geschichte doch anders wie die anderen.

Jerry Rosenstein lebt mittlerweile in San Francisco. Führt dort ein sehr offenes Leben, mit wechselnden Beziehungen als Schwuler. Mit vielen Freunden, mit denen er alles teilt. Er ist mehr oder weniger ein aktives Mitglied in der „schwulen“ Synagoge in San Francisco.

Man hat das Gefühl, dass Jerry immer das Lebensmotto hat  „ A good life ist the best revenge“ Er möchte einfach ein gutes Leben leben und etwas zurückgeben Man bekommt das Gefühl, dass er dies einfach geschafft hat, und dass seine Lebenserfahrungen als Kind oder junger Erwachsener ihm etwas gebracht haben, nämlich eine gewisse Lockerheit. Auch die Fotos in der Mitte tun ihr Übriges dazu. Es sind nicht die Fotos, die man erwartet, sondern es sind einfach Familienfotos oder Fotos auf Reisen. Wen man ihn so auf den Fotos sieht, hat man das Gefühl das ist ein „Lausbub“ auch wenn er mittlerweile weit über 80 ist.

Er hat so ziemlich alles mitgemacht was man als Jude im dritten Reich so erleben konnte. Er ist mit den Eltern von Bensheim an der Bergstraße nach Darmstadt umgezogen, um vor der Kleinstadt zu fliehen, weil man sich erhofft hatte, dass man vor dem rechten Mob fliehen könne.

Von Darmstadt ging es weiter nach Amsterdam, da die Eltern hofften, dass Holland wie im ersten Weltkrieg neutral bleibe. Aber wie wir wissen, wurde auch Holland von den Nazis erobert. Und so ging die Reise leider weiter - über Theresienstadt weiter nach Auschwitz.

Friedrich Dönhoff erzählt es mit sehr viel Feingefühl. Die Wechsel zwischen der Reise zusammen mit Jerry Rosenstein und dem früher selbst erlebten sind so fein abgestimmt, dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen kann.

Jerry Rosenstein, zusammen mit Friedrich Dönhoff, gibt einem das Gefühl, dass man sich als Deutscher heute nichts vorzuwerfen hat. Man sollte einfach nur ehrlich zu seiner eigenen Geschichte sein und diese nicht vergessen.

Ich hatte das Gefühl, dass Jerry Rosenstein seinen Frieden mit seinem durchweg schwierigen Leben in den 30ern bis in die 80ern gemacht hat. Er nimmt das Leben als das an was es ist - mit all seinen Höhen und Tiefen.

Alles in allem ein bewegendes Buch, welches einem die eigene Geschichte ein wenig näher bringt - in dem aufgezeigt wird, dass man auch als jüdisches Kind dem „Führer“ zugejubelt hat, weil man als Kind nicht wusste, was da auf einen zukommt; oder man noch immer auf Menschen trifft, die einem Heutzutage sagen, es habe Auschwitz nicht wirklich gegeben.

Wir dürfen es nicht vergessen, egal ob Deutsche oder andere Nationalitäten, damit so etwas nicht wieder passiert, aber wir sollten uns vielleicht eine gewisse Lockerheit eines Jerry Rosensteins zu Eigen machen!

Literaturlounge.eu

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walli007s avatar

Rezension zu "Seeluft" von Friedrich Dönhoff

Hamburger Luft
walli007vor 3 Jahren


Maik Keilenweger wird tot in einer Nebenstraße aufgefunden. Nach ersten Ermittlungen wurde er von einem Auto angefahren und ist unglücklich gestürzt. Bevor dies jedoch endgültig feststeht leitet Hauptkommissar Sebastian Fink mit seinem Team die Untersuchung. Es stellt sich heraus, dass Keilenweger den Abend bei seiner Geliebten verbracht hat. Seine Frau nimmt die Nachricht über den Tod ihres Mannes eher ungerührt auf. Ganz verwunderlich ist das nicht. Wie sich herausstellt, wusste sie von der Freundin. Ganz nebenbei kümmert sich Fink auch noch um seine Großmutter, die überraschend zu Besuch kommt. Trotz dieser Ablenkung konzentriert er sich voll und ganz auf seinen Fall.


Ein unaufgeregter Krimi mit speziellem Hamburger Flair. Wenn es in Deutschland so etwas gäbe wie die „stiff upper Lip“, so wäre sie wohl in Hamburg zu finden. Die Menschen bemühen sich, ihre Gefühle nicht zu zeigen. Und so geht es in diesem Roman auch recht kühl zu. Es handelt sich um den dritten Band der Reihe um Sebastian Fink. Um das Thema der durch Großschiffe verursachten Umweltverschmutzung rankt sich ein verzwickter Fall, hinter dem nicht nur mehr, sondern auch etwas anderes verbirgt als man zunächst vermutet. Mit feinem Gespür geht Fink selbst kleinsten Hinweisen nach, denn sein Instinkt sagt ihm, das Offensichtliche kann nicht alles sein.


Gleichzeitig bietet dieser Kriminalroman eine Auszeit von den problembehafteten Ermittlern und auch eine gewisse Leerstelle, in die etwas mehr zum Umfeld der ermittelnden Beamten hineingepasst hätte. Da werden Kleinigkeiten in Nebensätzen unkommentiert gelassen. Ähnlich verlassen werden auch Nebenpersonen, deren Notwendigkeit für den Fortgang der Handlung beendet ist. Dennoch packt einen der Autor durch die gut recherchierte Thematik und das Vordringen zum Kern, in dessen Verlauf mehrere geschickt zusammengefügte Schichten durchdrungen werden müssen. Mit diesem sprachlich ausgefeilten Krimi lockt eine der Autor in seine spezielle Hamburger Luft.

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