Friedrich Dürrenmatt Das Versprechen

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Inhaltsangabe zu „Das Versprechen“ von Friedrich Dürrenmatt

»...die Stimme vom Himmel hat es so gewollt, das Mädchen hatte wieder ein rotes Röcklein an und gelbe Zöpfe.« Dürrenmatts Klassiker behandelt ein Thema von trauriger Aktualität: Sexualverbrechen an Kindern. Verfilmt unter dem Titel ›Es geschah am hellichten Tag‹ mit Gert Fröbe und Heinz Rühmann. (Quelle:'E-Buch Text/26.06.2012')

Kommissär Matthäi und seine Suche nach einem Kindermörder. Viel intensiver und ganz anderes Ende als die Verfilmung mit Rühmann.

— Gulan

Wieder ein toller Dürrenmatt, wenn auch etwas bedrückend

— Anne42

Gut geschrieben, schnell zu lesen.

— LadyRilke

ist halt ein Dauerbrenner

— dogtoby

ist gar nicht mal so blöd für eine Schullektüre , es geht

— Sallygirl

für eine Schullektüre niht schlecht

— rainybooks

Schullektüre. Es geht um Sexualverbrechen an Kindern und wie ein Kommissar verspricht, den Täter zu finden.

— anina21

Schullektüre, ich war ziemlich jung und "musste" das Buch lesen, sodass es mich nicht so interessiert hat.

— Morena92

Eine willkommende Abwechslung zu sonstigen Kriminalromanen.Eine gut erzählte&nachvollziehbare Geschichte mit einem brilliant, stupiden Ende.

— Mooo

EIn Klassiker, eine der wenigen gelungenen Verfilmungen mit dem großartigen Jack Nicholson. Aber deprimierend...

— Kay_Noa

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  • Matthäis Versprechen.

    Das Versprechen

    Gulan

    28. June 2017 um 20:31

    „Morgen abend dürfen Sie Ihr Gritli sehen“, versprach der Kommissär hilflos. „Das Kind wird dann aussehen, als ob es schliefe.“Da begann plötzlich die Frau zu sprechen.„Wer ist der Mörder?“, fragte sie mit einer Stimme, die so ruhig und sachlich war, daß Matthäi erschrak.„Das werde ich schon herausfinden, Frau Moser.“Die Frau schaute ihn nun an, drohend, gebietend. „Versprechen Sie das?“„Ich verspreche es, Frau Moser“, sagte der Kommissär, auf einmal nur vom Wunsche bestimmt, den Ort zu verlassen.„Bei Ihrer Seligkeit?“Der Kommissär stutzte. „Bei meiner Seligkeit“, sagte er endlich. Was wollte er anders. (S.19) Im Wald bei Mägendorf, einem kleinen Dorf in der Nähe von Zürich, wird die Leiche der kleinen Gritli Moser vom Hausierer von Gunten aufgefunden. Dieser ruft zwar die Polizei, gerät aber direkt selbst unter Verdacht, da er wegen eines Sittlichkeitsvergehens bereits vorbestraft ist. Von Gunten wird unter Druck gesetzt, gesteht schließlich und begeht kurz darauf in seiner Zelle Selbstmord. Somit scheint der Mörder gefunden. Allerdings kommen Kommissar Matthäi Zweifel, denn der Mörder hat vermutlich zwei weitere ähnliche Taten begangen. Matthäi hatte die Ermittlungen aufgenommen und den Hausierer eigentlich als Täter ausgeschlossen. Beim Verhör war der Kommissar, der kurz vor der Abreise nach Jordanien steht, nicht anwesend. Er bittet darum, die Ermittlungen wieder aufnehmen zu dürfen. Als dies ihm verwehrt wird, quittiert er den Dienst und ermittelt privat. In Matthäi reift schließlich die Idee, dass er dem Mörder eine Falle stellen muss – mit einem kleinen Mädchen als Lockvogel. Diese Besprechung müsste an dieser Stelle mit dem Film beginnen, denn eigentlich passt der Begrifft „verfilmt“ bei „Das Versprechen“ und „Es geschah am hellichten Tag“ nicht ganz, weil es tatsächlich zuerst den Film und dann den Roman gab. Autor Friedrich Dürrenmatt wurde vom Schweizer Filmproduzenten Lazar Wechsler engagiert, ein Drehbuch für einen didaktischen Film zu schreiben, in dem es um Sittlichkeitsverbrechen an Kindern geht. Als Regisseur wurde Ladislao Vajda, für die Hauptrolle des Kommissär Matthäi Heinz Rühmann verpflichtet. Rühmann konnte durchsetzen, dass „sein“ Drehbuchautor Hans Jacoby am Drehbuch mitwirken durfte. Im Frühjahr 1958 begannen die Dreharbeiten, am 04.Juli 1958 hatte der Film bei der Berlinale Premiere. Dürrenmatt hatte jedoch am fertigen Film einiges auszusetzen. Vor allem war er mit dem Ende nicht zufrieden, so dass er den Plot entscheidend veränderte und nur wenige Monate später „Das Versprechen“ veröffentlichte - mit dem Untertitel „Requiem auf den Kriminalroman“. Dürrenmatt baut in seinen Roman eine Rahmenhandlung ein, in der ein Ich-Erzähler und Kriminalschriftsteller (er selbst?) vorkommt. Mit feiner Selbstironie erzählt er von einem nicht ganz erfolgreichen Vortrag in Chur, bei dem er den ehemaligen Kommandanten der Zürcher Kantonspolizei, Dr. H., kennenlernt. Dieser nimmt ihn im Auto mit zurück nach Zürich. Unterwegs halten sie an einer Tankstelle. Dort sitzt ein heruntergekommener, offenbar alkoholisierter Mann – der ehemalige Kommissar Matthäi. Dr. H. erzählt nun in einer Binnenerzählung dessen Geschichte, die anders verläuft als im Film, in dem der Kommissar den Mörder erfolgreich ermittelt. Interessant daran ist vor allem Dürrenmatts Bruch mit den gängigen Genremustern, die er dann auch von seiner Figur Dr. H. vortragen lässt. Dr. H. kritisiert den Kriminalautor und Ich-Erzähler stellvertretend für seine Zunft für die Trivialität und die dramaturgische Simplifizierung der Kriminalromane, in denen am Ende der Verbrecher immer seiner gerechten Strafe zugeführt wird. Er vermisst Zufall und Komplexität. Da ist sie, die Genredebatte, ob Krimi ernsthafte oder nur unterhaltende Literatur ist, und sie ist bis heute nicht totzukriegen. Am Ende gibt Dürrenmatt dann noch einen zynischen Seitenhieb auf „Es geschah am hellichten Tag“, als Dr. H. dem Ich-Erzähler mögliche dramaturgisch-schematische Filmendungen vorschlägt, bevor er die wahre Schlußpointe erzählt, die von einem großen Zufall geprägt ist. Dürrenmatt erzählt diese Geschichte äußerst kompakt und komprimiert, doch von einer ungeheuren Intensität. Faszinierend sind besonders einzelne Szenen, die aus der Gesamtgeschichte herausragen, so etwa das Versprechen von Mätthäi an die Mutter, wie Matthäi den Dorfbewohnern die Lynchjustiz ausredet oder sein Gespräch mit dem Psychiater. Dabei zeichnet Dürrenmatt vor allem das Porträt Matthäis, der vom hochintelligenten, leidenschaftslosen, rational-formellen Beamten in die Obsession, in die Psychose hineingleitet und als Wrack endet. Dieses Schicksal musste Heinz Rühmanns Figur in „Es geschah am hellichten Tag“ nicht fürchten. Der Rühmannsche Matthäi grämt sich, bekommt Selbstzweifel, aber vom Wahnsinn des Roman-Matthäi ist das noch meilenweit entfernt. Überhaupt merkt man im direkten Vergleich die unterschiedlichen Ansätze von Buch und Film, letzterer ist an manchen Stellen doch etwas padägogisch (Kinder, nehmt nichts von Fremden!) und fokussiert stärker die Ermittlung. Der Matthäi im Film ist dann auch weniger von der moralischen Verpflichtung, den Mörder zu finden, eingenommen als mehr vom kriminalistischen Ehrgeiz. Beispielhaft sei hier die Szene auf dem Flughafen genannt, in der Matthäi den Flug nach Jordanien nicht antritt. Im Buch wird er durch die auf der Aussichtsterrasse anwesende Kinderschar an sein Versprechen und seine Verpflichtung erinnert. Im Film kommen auch die Kinder vor, allerdings verlässt Matthäi erst das Flugzeug, als er eine Spur entdeckt: Die Trüffel seines Sitznachbarn könnten die kleinen Igel auf Gritli Mosers Bild sein. Rühmann spielt den Matthäi souverän, aber für mich ohne echten Höhepunkt. Ganz klar in den Schatten gestellt wird er von zwei Kollegen, die beide nur eine halbe Stunde im Film auftauchen: Michel Simon als verzweifelter, unter Verdacht geratener Hausierer Jacquier und Gert Fröbe als psychisch-gestörter Kindermörder Schrott. Für Fröbe sollte dieser Film ein Sprungbrett nach Übersee sein, 1964 spielte er den legendären Bond-Schurken Auric Goldfinger. Eine der stärksten Szenen des Films ist für mich die erste Begegnung Schrotts mit der kleinen Annemarie, die er im Rückspiegel seines Buicks beobachtet. Dabei fährt er sogar auf die Tankstelle, um sie weiter betrachten zu können, währenddessen Matthäi seinen Wagen betankt und abschließend knurrt: „War ja fast noch voll.“ Der Stoff wurde übrigens noch einige Male verfilmt, am bekanntesten ist sicherlich die Verfilmung unter dem Originaltitel „The Pledge“ von Sean Penn. Dieser Film ist auch tatsächlich eine engere Verfilmung des Romans. Penn versetzt die Handlung aus der Schweiz nach Nevada, Jack Nicholson spielt den kurz vor dem Ruhestand befindlichen Kommissar Jerry Black. Insgesamt war dieses Buch-Film-Doppel sehr interessant, da sich trotz gleichen Stoffes beide Werke deutlich voneinander unterscheiden. Der Film „Es geschah am hellichten Tag“ ist dabei das konventionelle Werk, das sich der Aufklärung eines Verbrechens widmet, wenn auch mit ungewöhnlichen Mitteln, insgesamt aber handwerklich gut gemacht. Der Roman „Das Versprechen“ hingegen ist ein klares Statement gegen das Idealschema des Kriminalromans, gegen die Rationalität und das Streben nach Wiederherstellung der Ordnung. Dabei fasziniert der Roman durch seine psychologischen Komponenten und - bei aller Kompaktheit – durch herausragende Einzelszenen.

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    • 12
  • Gelungener Schweizer Krimi!

    Das Versprechen

    Janosch79

    06. February 2017 um 20:49

    Erneut ein mehr als hervorragender Krimi von Friedrich Dürrenmatt. Inhalt:  Eigentlich sollte sich Kommissar Matthai, der auf der Höhe seiner Karriere angelangt ist, zum Flug nach Jordanien fertigmachen, um dort ein ehrenvolles Amt zu übernehmen. Da erreicht ihn ein Anruf aus Mägendorf, einem kleinen Ort bei Zürich. Ein ihm unbekannter Hausierer teilt ihm mit, er habe im Wald die Leiche eines grausam verstümmelten Mädchens gefunden. Obwohl Matthais Abflug kurz bevor steht, fährt er nach Mägendorf und verspricht den Eltern des Kindes nicht zu rasten, bis er den Täter entlarvt hat.   Vielen ist das Buch als Fernsehfilm "Es geschah am hellichten Tag" mit Heinz Rühmann und Gert Fröbe bekannt.  Der vorliegende Krimi des Schweizer Autors Friedrich Dürrenmatt setzt nicht auf unnötige Längen, sondern die Spannung wird von der ersten bis zur letzten Seite kontinuierlich gesteigert.  Dabei hat Dürrenmatt auch das Thema Selbstjustiz mit im Gepäck und zeigt auf, wie die Bewohner des Dorfes den möglichen Täter schon verurteilt haben wollen.  Die Figur des Kommissar Matthai ist hervorragend gezeichnet und seine Art den wahren Täter zu überführen, ist brillant.  Ein Klassiker der Kriminalliteratur, den man gelesen haben muss.

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  • Das Versprechen

    Das Versprechen

    anina21

    04. December 2015 um 16:41

    Vor seiner Abreise erreicht ihn ein Hilferuf des ihm bekannten Hausierers von Gunten, der im Wald von Mägendorf bei Zürich die Leiche der etwa achtjährigen Gritli Moser gefunden hat. Matthäi schwört der verzweifelten Mutter, den Mörder des Mädchens zu finden. Es ist bereits der dritte Kindermord dieser Art. Zwei sowie fünf Jahre zuvor waren in anderen Kantonen zwischen Graubünden und Zürich ebenfalls Mädchen mit einem Rasiermesser umgebracht worden. Der Hausierer von Gunten wird in Polizeigewahrsam genommen. Matthäis Nachfolger Henzi gelingt es, ihm am Ende eines zwanzigstündigen Verhörs ein Geständnis abzuringen. Von Gunten erhängt sich anschließend in seiner Zelle. Matthäi fliegt nicht nach Jordanien, weil er den toten Hausierer für unschuldig hält. Er will den wahren Mörder finden und die Kinder vor ihm schützen. Da die Kantonspolizei sich weigert, Matthäi erneut einzustellen, macht er die Suche nach dem Mörder zu seiner privaten Angelegenheit.

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  • Ganz OK

    Das Versprechen

    rotalied

    Das Buch musste ich damals in der Schule vorstellen. Ich habe mich beim Lesen sehr schwer getan, weil im Buch viele Wörter vorkamen die man heutzutage nicht mehr so verwendet. Trotzdem war das Buch gut und spannend.

    • 2
  • Rezension "Das Versprechen" von Friedrich Dürrenmatt

    Das Versprechen

    marcelsarman

    In einem Dorf in der Schweiz wird ein Mädchen ermordet. Sofort gerät ein vorbestrafter Hausierer in Verdacht und wird auch festgenommen, weil die Öffentlichkeit und die Polizeiführung schnelle Ergebnisse erwarten. Einige Indizien sprechen auch gegen den Hausierer, jedoch sind diese für Komissar Mätthäi nicht stichhaltig genug, so dass er beschliesst in diesem Fall weiter zu ermitteln. Der weitere Verlauf der Geschichte ist ebenso ungewöhnlich wie spannend. Die Erzähltechnik von Dürrenmatt ist stilistisch absolut perfekt. Der ehemalige Vorgesetzte von Matthäi erzählt dem Ich-Erzähler, einem Krimiautoren, die ganze Geschichte, wobei das Buch in der Gegenwart beginnt und einige Figuren der Geschichte schon am Anfang, wie beiläufig, vorgestellt werden und der Leser die Bedeutung der Lebensumstände dieser Figuren erst am Ende begreift. Bewertung: Sehr spannende und einfallsreiche Geschichte. Dürrenmatt beherrscht die Kunst lange, aber dennoch verständliche Sätze zu schreiben. Ein unglaublich spannender Kriminalroman mit einer Geschichte, die sich sehr überraschend entwickelt und beim Leser das Gefühl erzeugt unbedingt weiterlesen zu wollen. 5 Sterne  

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    • 3
  • In der Welt ist kein Platz für hohe Ideale

    Das Versprechen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. January 2014 um 17:01

    Der Roman ist in eine Rahmenhandlung eingebettet. Die Hauptperson ist ein anfangs als gefühlskalt beschriebener Polizist. Das spannende Absurdum ist, dass sich die Geschichte genau um die Menschlichkeit dieses Kriminalisten dreht...durch seinen Drang, ein gegebenes Versprechen zu halten, wird er gezwungen mit dem ganzen, für solcherlei Details keinen Platz aufweisenden System zu brechen und alleine und auf eigene Faust sein Glück zu versuchen. Zugleich ist der Roman eine Abrechnung mit dem Krimigenre und seinen Vorgaben, die sich nicht mit der Realität des Verbrechens vereinbaren lassen.

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  • Rezension zu Das Versprechen

    Das Versprechen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. May 2013 um 18:02

    In Zürich wird ein kleines Mädchen ermordert im Wald aufgefunden. Der Verdächtigte legt nach stundenlanger Einvernhemung ein Geständnis ab und erhängt sich daruafhin in seiner Zelle. Doch Kommisär Matthäi glaubt an die Unschuld des Erhängten. Mit eigener Kraft und unbändigendem Willen sucht er den Mörder..... Es ist ein gutes Buch, der Stil ist nicht zu anspruchsvoll, jedoch ist es gut geschrieben.

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  • Rezension zu "Das Versprechen" von Friedrich Dürrenmatt

    Das Versprechen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. June 2012 um 20:23

    Schullektüre der 9. Klasse. Naja, war okay, irgendwie bedrückend. Aber zum damaligen Zeitpunkt konnte man das noch nicht verstehen in seiner ganzen Konsequenz. Vielleicht habe ich es auch zur falschen Zeit gelesen (lesen müssen).

  • Rezension zu "Das Versprechen" von Friedrich Dürrenmatt

    Das Versprechen

    Badmojo44

    13. April 2012 um 01:54

    *Das Buch*: Meisterwerk! Nun ist ja das Wort an sich, ein stark fixierter Ausdruck, aber doch recht flexibel. Denn für jeden, ist etwas anderes ein Meisterwerk, der eine schaut sich Dali an und sagt es, ein anderer sagt das über Maradonas Sololauf gegen die Engländer bei der WM 86. . Warum ist es für mich ein Meisterwerk? . Die Antwort ist ganz einfach und da geht es mir, wie alle die etwas lieben. Ich liebe entweder den Inhalt, das Gezeigte oder die Darstellung. In diesen Fall alle 3 Kriterien! Ich mag das Changre untypische Ende, das ekelhafte Verhalten einzelner Personen, die das perverse Produkt, unseres menschlichen Geistes sein kann und das aufgezeigte Zuspiel von Chaos und Zufall in unserem Leben. . *Die Story* Zu der Geschichte sag ich nichts! Warum nicht? Weil ich denke, der kleine Text, der gleich nach dem >Kaufe bei Amazon< button gefolgt von der Überschrift kommt, völlig ausreicht. Wer dann aber immer noch bei einem 150 seitigen Buch mehr wissen will, sollte sich gleich das *Hörbuch* kaufen und *aufhören* zu lesen. . *Fazit*: Ergibt sich von selbst. Kaufen,lesen,vergessen,wieder lesen, nachdenken und dann glücklich sein.

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  • Rezension zu "Das Versprechen" von Friedrich Dürrenmatt

    Das Versprechen

    Puzzeline

    28. May 2011 um 22:35

    Rezension: In einem Waldstück wird die Leiche eines kleinen Mädchens gefunden. Der Verdacht liegt schnell bei von Guten, der den Leichenfund meldete. Doch der Ermittler Matthäi glaubt trotz Geständnisses nicht daran, dass von Guten wirklich der Täter ist. Er hat den Eltern des Mädchens versprochen, den Täter zu finden, und so lässt ihn der Fall nicht mehr los. Dieser Roman gehört nicht zu den klassischen Kriminalromanen, obwohl man dies während des Großteils der Geschichte annimmt. Was diesen Roman nämlich von anderen seiner Art unterscheidet, ist das Ende. Ich möchte natürlich nicht zu viel verraten. Aber Dürrenmatt macht hier unmissverständlich klar, dass Kriminalromane eben erfundene Geschichten sind und nur sehr selten der Wahrheit entsprechen. Als Leser muss man sich so von dem erhofften romantischen Ende verabschieden, bei dem alle „Bösen“ in den Knast wandern und die Welt wieder in Ordnung ist. Das macht jedoch gar nichts, weil dieser Roman von der ersten Seite an spannend ist und man nur noch über die Seiten fliegt, um zum Ende zu kommen. Dürrenmatt hat hier einen Kriminalroman alter Schule geschrieben, wie man es von ihm gewohnt ist. Er muss keine entstellte Leiche mit allen Wunden und Verletzungen seitenlang beschreiben, um Schrecken auszulösen. Die Spannung baut sich von Seite zu Seite auf. Selbst dann, wenn der Ermittler einfach nur Kaffee trinkt, liest man die Geschichte noch gebannt mit. Schnell ist man als Leser auf der Seite des Ermittlers Matthäi und ist sich sicher, dass er mit seiner Theorie des Mordes Recht haben muss. Matthäi handelt aus dem Bauch heraus und wird unter anderem deshalb zum Sympathieträger. Er sticht aus der Masse seiner sehr nüchtern handelnden Kollegen heraus. Er geht andere Wege auf der Suche nach dem Täter und wird deshalb oft schief angesehen. Oft tat er mir dabei sehr leid. „Das Versprechen“ schrieb Dürrenmatt nach der Vorlage seines Drehbuchs von „Es geschah am helllichten Tag“ (1958). Im Nachwort schreibt Dürrenmatt, dass er mit dem Film nicht vollends zufrieden war und so dieses Buch schrieb. Hier richtet er den Fokus nämlich auf Matthäi, was der Handlung und der anfangs angesprochenen Botschaft sehr guttut. Fazit: Dürrenmatt schrieb mit „Das Versprechen“ einen unbedingt lesenswerten Kriminalroman mit überraschendem Ende. Man sollte sich immer im Klaren darüber sein, dass Geschichten Geschichten bleiben. Der Protagonist ist ein Sonderling, den man dennoch oder vielleicht gerade deshalb am besten von allen Charakteren versteht.

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  • Rezension zu "Das Versprechen" von Friedrich Dürrenmatt

    Das Versprechen

    wollsoeckchen88

    13. January 2011 um 08:49

    Ich habe "Das Versprechen" nicht in der Schule gelesen. Stattdessen gab's bei uns von Dürrenmatt "Der Richter und sein Henker" (das ich todlangweilig fand) und "Der Besuch der alten Dame" (das ich grandios fand). Aber ich habe vor vielen Jahren einmal den Film "Das Versprechen" mit Jack Nicholson in der Hauptrolle gesehen und war begeistert. Nun hat es einige Zeit gedauert, bis ich zufällig über das Buch stoplerte. Jetzt ist es gelesen (3 Stunden habe ich gebraucht). Und es ist... ein Meisterwerk. Die Geschichte eines Kriminalfalls und des damit verbundenen, namensgebenden Versprechens, das Kommissär Matthäi verfolgt. Langsam unterwandert die besessene Suche nach dem Mörder der kleinen Gritli Moser seinen Verstand und lässt ihn zu drastischen Mitteln greifen. Alle halten ihn für verrückt. Und nur der Zufall entscheidet über Triumph oder Niederlage. Die Handlung ist einfach der Wahnsinn. Spannend erzählt und unglaublich fesselnd. Einige urschweizerische Begrifflichkeiten habe ich leider nicht verstanden, aber das hat dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Und der Schluss ist phänomenal. Und das trotz der Tatsache, dass man von Beginn an ungefähr weiß, wie es ausgehen muss. Ich empfehle jedem Krimi-Fan diese Lektüre! Ein phantastischer Klassiker! Oder mit Dürrenmatts Worten das "Requiem auf den Kriminalroman".

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  • Rezension zu "Das Versprechen" von Friedrich Dürrenmatt

    Das Versprechen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. July 2010 um 20:57

    Wohl kaum ein Schüler kam während seiner Schulzeit um Friedrich Dürrenmatt rum. Mich begleitet der sympathische Schriftsteller sogar noch bis ins Studium. Aber das macht mir gar nichts aus,denn Dürrenmatt überzeugt mit spannenden und ergreifenden Geschichten. 'Das Versprechen' ist keine Ausnahme. Die Geschichte um den Kommisar Matthäi habe ich mit Spannung gelesen. Das Buch liest sich sehr schnell. Ich habe es bereits innerhalb weniger Stunden ausgelesen. Nicht nur, dass das Buch nur knappe 155 Seiten hat, die ganze Story lässt einen nicht mehr los und man möchte einfach wissen,wie es weitergeht. Zur Geschichte sei nur so viel gesagt: Matthäi, ein Polizist, widmet sich vor seiner geplanten Reise nach Jordanien einem Fall, der sein Leben schlagartig verändern wird. Ein Mädchen wurde auf brutale Art und Weise ermordert. Nicht die erste in der Region. Matthäi nimmt sich dem Fall an und verspricht den Eltern der verstorbenen, den Fall aufzuklären. Dass dieses Versprechen ihn ein Leben lang prägen wird, davon weiß Matthäi noch nichts und so begibt er sich auf die Jagd nach dem wahren Mörder der kleinen Gritli. 5 Sterne für eine tolle Geschichte,die wieder einmal unterstreicht,dass Dürrenmatt einer der tollsten Schriftsteller seiner Zeit war.

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  • Rezension zu "Das Versprechen" von Friedrich Dürrenmatt

    Das Versprechen

    Bücherwurm88♥

    06. June 2010 um 18:03

    Ich musste es in der Schule lesen, also mehr oder weniger unter Druck... Das ist bei mir eigentlich immer kein guter Ansatz... Ich habe mich anfangs schwer getan es zu lesen und habe lange gebraucht endlich anzufangen... Allerdings fand ich das Buch dann doch relativ interessant. Unbedingt weiterempfehlen würde ich es aber nicht

  • Rezension zu "Das Versprechen" von Friedrich Dürrenmatt

    Das Versprechen

    Jari

    09. April 2010 um 09:36

    Das Gritli Moser war unterwegs zu seiner Grossmutter als es brutal ermordet wurde. Für die Bewohner des Dorfes Mägendorf ist der Fall klar: Der Hausierer von Guten ist der Mörder. Doch Kommissär Matthäi ist sich da nicht ganz so sicher, auch wenn alles gegen von Guten spricht. Ein leichtwillig gegebenes Versprechen ketten den Kommissär jahrelang an den Fall. Er gibt alles auf, um den Mörder zu schnappen. Doch wer ist nun überhaupt der Schuldige am Tode Gritli Mosers? Und hat er noch andere Kinder umgebracht? Dürrenmatts "Das Versprechen" ist eine klassische Schullektüre, beinhaltet es doch grosse Themen wie Kindesmissbrauch, Selbstjustiz und Aufrichtigkeit. Ausserdem ist es in einer einfachen und klaren Sprache gehalten und in kurze Kapitel aufgeteilt. Die Spannung braucht ihre Zeit, um sich zu entwickeln, doch irgendwann packt einen selber die Frage, ob es nun von Guten war, oder doch nicht. Das Buch lässt einen deswegen auch nach der Lektüre nicht mehr los, immer wieder kehren die Gedanken an gewisse Stellen zurück und lassen diese Revue passieren. So hinterlässt das Buch mit dem dramatischem Thema des Mordes an Kindern einen bleibenden Eindruck. Gegen das Buch spricht, dass aufgrund Dürrenmatts klarer, beinahe schon kalter, Sprache, eine Mauer zwischen den Geschehnissen im Buch und dem Leser aufgebaut wird, die es vor allem Schülern schwierig macht, sich auf die Geschichte einzulassen. Wer sich nicht mit dieser Art von Erzählweise anfreunden kann, wird Mühe mit diesem Buch haben. Was schade um die ergreifende Geschichte ist. Grundsätzlich kann man sagen, dass man das Buch lesen kann, man jedoch auch nicht sonderlich viel verpasst, wenn man es nicht tut. Ich würde das Buch jenen empfehlen, die lesetechnisch schon etwas erfahren sind und tiefgründige Geschichten mögen. Denn wer sich auf dieses Buch einlässt, wird mit einer ergreifenden Geschichte belohnt, die einen heimlich packt und auch so schnell nicht wieder loslässt.

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  • Rezension zu "Das Versprechen" von Friedrich Dürrenmatt

    Das Versprechen

    Monsignore

    23. March 2010 um 22:52

    Bereits 1958 konnte Dürrenmatt das, was Jahrzehnte später als der "Soziokrimi" gefeiert wurde: Ein gesellschaftspolitischer Missstand (Kindesmissbrauch), gepaart mit brüchiger, verlogener bürgerliche Fassade, ein desillusionierter Ermittler im Spannungsfeld zwischen Pflicht und Moral. Dann haben wir noch das Schicksal einer alleinerziehnenden Mutter, einen unfähigen Polizeiapparat, einem zu allem fähigen Mob, ein tödliches Vorurteil gegen Hausierer ... etc. pp. ... na, jetzt überzeugt, dass Dürrenmatt literarisch seiner Zeit ganz weit voraus war? - Polizei-Oberleutnant Mattäi verspricht den entsetzlich leidenden Eltern eines ermordeten Kindes, den Mörder zu finden. Um sein Versprechen einzuhalten, muss er den Dienst quittieren und dem Täter eine Falle stellen - mit dem Kind einer alleinerziehenden Frau, die ihm vertraut und die nichts ahnt. - Dramaturgisch sehr geschickt gebaut, voller Nachdenklichkeit. Und erzähle mir keiner was von diesem Film: Es ist der einzige Film, in dem mir Rühmann halbwegs gefällt, in dem er nicht den kerzengeraden, schneidigen, schnarrenden Deutschen mimt - und dann wird er von Gerd Fröbe dermaßen an die Wand gespielt ...

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