Der Richter und sein Henker

von Friedrich Dürrenmatt 
3,6 Sterne bei1,048 Bewertungen
Der Richter und sein Henker
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Inhaltsangabe zu "Der Richter und sein Henker"

"Der Richter und sein Henker" ist einer seiner berühmtesten Romane - die Geschichte eines Mordes. Mit den reißerischen Mitteln einer Detektivstory erzählt er die Aufklärung einer Gewalttat an einem Polizeileutnant, den letzten Fall des totkranken Komissars Bärlach - die Geschichte einer hintergründigen Pointe.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499101502
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:128 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.06.1955
Das aktuelle Hörbuch ist am 05.03.2012 bei Merian, Christoph erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Waschbaerinvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Gehen Recht und Gerechtigkeit immer Hand in Hand?
    Recht und Gerechtigkeit?

    Dieses dünne Büchlein, vielen Schülern über die Jahre als Schullektüre aufgezwungen, fiel mir beim Stöbern in der Klassikecke unserer öffentlichen Bücher durch Zufall in die Hände. Es ist ein alte, bereits vergilbte Ausgabe von nur mal 143 Seiten und man sieht dem Buch an, dass es viel gelesen wurde. Das machte mich neugierig.

    Obwohl ich nicht zu den Krimiliebhabern gehöre, was ich von der ersten SEite an im Bann dieses Romans. Dieses Buch ließ mich nicht mehr los und ich las es an einem Nachmittag von der ersten bis zur letzten Seite. Friedrich Dürrenmatt, ehemals Theologie- und Philosophie-Student, zählt zu den bedeutenen Schriftstellern des vergangenen Jahrhunderts. Nach der Lektüre dieses Kriminalromans, der fast unblutig daher kommt, versteht man, warum. Sein Ausdruck, wunderbar gewählt, wird trotzdem von allen Leserschichten verstanden. Die Wortwahl ist teilweise etwas aus der heutigen Zeit gefallen, passt aber wunderbar zu der Handlung, die im Jahre 1948 spielt.

    Ein Dorfpolizist findet ein am Straßenrand abgestelltes Auto und glaubt, ein Fahrer schlafe seinen Rausch aus. Gutmütig wie er ist, will er den Betrunkenen nach Hause fahren. Doch als er die Tür öffnet und den Fahre wecken will, stellt er fest, dass dieser erschossen wurde.

    1948 wusste man noch nichts von Forensik, moderner Spurensuche und so schiebt der brave Polizist den Toten auf den Beifahrersitz und fährt mit ihm zum Polizeirevier. Heute unvorstellbar. Die Leute der Spurensicherung würden sich die Haare raufen, käme einer der Beamten auch nur auf die Idee und der gutmütige Polizist würde vielleicht an einen entlegenen Ort strafversetzt werden oder zum Akten ordnen abkommandiert.

    Doch so wenige Jahre nach dem Krieg, als Handys noch völlig unbekannt waren, hatte der Mann keine andere Wahl, wollte er den Wagen mit dem Toten nicht einfach auf der Landstraße stehen lassen. Der alternde Kommissar Bärlach wird mit dem Fall betraut und wünscht sich den jungen, aufstrebenden Kollegen Tschanz als Ermittler an seine Seite, der ihm den Täter liefern soll.

    In heutigen Romanen macht man riesiges Heijuchpei um so einen aufsehenerregenden Fall - Mord an einem Polizisten. Doch F. Dürrenmatt gilt nicht umsonst zu den Großen seiner Zunft. Er schrieb ein Buch der Stille und Nachdenklichkeit, voller psychologischem Geschick und philosophischer Gedanken. Auf den 143 Seiten nimmt er den Leser mit und gibt ihm das Gefühl, Teil des Geschehens zu sein. Es geht um Recht und Gerechtigkeit und es kommt der ehemalig Philosophiestudent  durch.

    Zu Recht fand dieser Roman, der schon 70 Jahre auf dem Buckel hat, seinen Platz in der Literatur und wird auch noch heute gelesen. Der Roman ist noch heute, was seine Brisanz anbelangt, hoch aktuell.




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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Monaten
    Der Richter und sein Henker - Rezension

    Klappentext
    "Der Richter und sein Henker" ist einer seiner berühmtesten Romane - die Geschichte eines Mordes. Mit den reißerischen Mitteln einer Detektivstory  erzählt er die Aufklärung einer Gewalttat an einem Polizeileutnant, den letzten Fall des todkranken Kommisärs Bärlach - die Geschichte einer hintergründigen Pointe.


    Meine Meinung
    Ehrlich gesagt sind weder Klassiker noch Krimis meine bevorzugte Lektüre - aber Dürrenmatt hat es mit "Der Richter und sein Henker" wirklich geschafft mich zu begeistern.


    Nachdem der Dorfpolizist Alphons Clenin den Polizeileutnant Ulrich Schmied ermordet in seinem Wagen auffindet, nimmt sich der todkranke Kommissär Bärlach der Aufklärung des Falls an - zusammen mit seinem Assistenten Tschanz.
    Hans Bärlach ist ein wirklich eigensinniger Charakter - aber auch unfassbar intelligent, durchtrieben und manipulativ. Die Art und Weise wie er ermittelt und sein durchdachtes, vielleicht auch berechnendes und vor allem manipulatives Handeln waren wirklich faszinierend. 
    Seite für Seite des Buches ergibt jede Situation mehr und mehr Sinn, Beziehungen und Verknüpfungen werden deutlich, aber dennoch wird man bis zum Ende in die Irre geführt.
    Nur zu den Charakteren kann man keine wirkliche Beziehung aufbauen - ich kann mir aber vorstellen, dass dies vom Autor so gewollt ist.


    Fazit
    Es ist zwar gut möglich, dass mich dieses Buch nur deshalb so begeistern konnte, weil ich es ohne jegliche Erwartung gelesen habe (und Anfangs ehrlich gesagt auch keine Ahnung hatte, worum es überhaupt geht), aber trotzdem möchte ich es weiterempfehlen - vielleicht gefällt es auch manch anderem.

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    Maria0001vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Buch, das sich zu lesen lohnt!
    Gefällt!

    Ein Mord und eine verworrene Aufklärung. Alte Bekannte und merkwüride Partner. Ein spannendes Buch und etwas zum nachdenken!

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    ElkeKs avatar
    ElkeKvor 2 Jahren
    Rezension zu "Der Richter und sein Henker"

    Inhaltsangabe:

    Im November 1948 wird Ulrich Schmied, Polizeileutnant von Bern, tod in einem Wagen aufgefunden. Kommiär Bärlach, alt und magenkrank, soll sich den Ermittlungen annehmen. Hilfe holt er sich von Tschanz, einem jungen aufstrebenden Kriminalisten. Erste Verdachts-Momente hält Bärlach für sich.

    Wie sich herausstellt, hat Schmied in seiner privaten Zeit inkognito ermittelt, und zwar beim mysteriösen Industriellen Gastmann, der regelmäßig in seinem Haus illustre Gesellschaften gibt. Doch Gastmann ist ein alter Bekannter von Bärlach und sie haben einander ebenso eine Rechnung offen.

    Geschickt lenkt Kommissär Bärlich den wahren Mörder Schmieds in eine Falle …

    Mein Fazit:

    Ich habe dieses Buch seit 2009 im Regal stehen, weil mein Großer es damals in der Schule lesen musste und ich das Buch danach auch mal lesen wollte. Ich war einfach neugierig, was der große Literatur-Kritiker Marcel Reich-Ranicki so toll fand und hoch lobte.

    Nun, sprachlich fällt der kurze Roman gleich auf. Friedrich Dürrenmatt war Schweizer und dieser Roman entstand in der Nachkriegszeit. Und so ist die Ausdrucksweise deutlich gehobener und geschliffener. Die verschachtelten Sätze machten mir zuweilen Probleme und die vielen Dorfnamen, die auftauchten, perlten ohne Regung an mir ab. Auch bei den vielen Personen, die immer wieder mal kurz auftauchten, verlor ich schon mal kurz den Überblick.

    Der Verlauf der Geschichte ist jedoch durchaus bemerkenswert. Bärlach, ein alter Hase, der eher nach eigenen Instinkten ermittelt als Protokolle zu lesen oder gar die Leiche im Leichenschauhaus zu besuchen, zeigt hier eine grandiose Auffassungsgabe und Kombinationsfähigkeit. Auf den Mörder wäre ich wahrlich nicht gekommen, dafür fehlten mir von Anfang an einige Informationen, die erst am Ende zu Tage kommen.

    Sehr unterhaltsam entwickelt sich die Geschichte und man bekommt fast das diebische Vergnügen selbst zu spüren, welches Bärlach letztendlich empfindet, als er den wahren Mörder stellt und konfrontiert. Sehr geschickt sind hier die Fäden zusammen gezogen.

    Wie jedoch schon erwähnt, waren für mich die verschachtelten Sätze gelegentlich schwierig zu lesen, daher gibt es auch nur vier Sterne. Ansonsten ist der Kurz-Krimi wirklich ein Klassiker und den zweiten Fall werde ich demnächst auch noch lesen.

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    littleowls avatar
    littleowlvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein moderner Klassiker, der mich gut unterhalten hat.
    Der Richter und sein Henker

    Meine Meinung

    Aufgrund der Tatsache, dass seine Romane sich als Lektüre im Deutschunterricht großer Beliebtheit erfreuen, haben leider viele Leser negative Assoziationen mit dem Namen „Friedrich Dürrenmatt“. Ich habe in der Schule nie eines seiner Werke gelesen – vielleicht ist das einer der Gründe, warum mir „Der Richter und sein Henker“ gut gefallen hat.

    Meiner Meinung nach haben der Roman und sein Autor völlig zu Recht Weltliteratur-Schullektüren-Status, was hier ausnahmsweise mal nicht bedeutet, dass die Geschichte anstrengend oder langweilig zu lesen ist. Ganz im Gegenteil, ich habe das Buch ganz einfach als spannenden Krimi gelesen und mich sehr gut unterhalten gefühlt. Die Auflösung hat mich wirklich überrascht, aber daran bin ich bei Krimis schon lange gewöhnt – Ermittlerin ist eindeutig nicht der richtige Beruf für mich. Wie die Kürze des Romans schon vermuten lässt, ist hier keine Seite zu viel, jede Szene ist fesselnd, bedeutungsvoll und doppelbödig.

    Dürrenmatts Schreibstil hat mir von Anfang an zugesagt, der Autor verwendet einfache, schnörkellose Sätze, mit deren Länge und Struktur er meisterhaft das Erzähltempo lenkt. Er schafft es, Gefühle und Stimmungen mit einer klaren, schnörkellosen Sprache zu vermitteln, ohne jemals in Kitschige abzudriften. Überrascht war ich davon, wie viele humorvolle und ironische Szenen es gibt.

    Der schwer kranke Kommissar Bärlach ist der unangefochtene Star des Romans. Auch wenn ihn körperlich seine Kräfte immer mehr verlassen, ist sein Geist hellwach und aufmerksam wie eh und je.

    Fazit

    Zu Recht ein moderner Klassiker!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Teilweise etwas anstrengend, aber dennoch einfach genial !!
    Mochte ich schon in der Schule :)

    Titel: Der Richter und sein Henker
    Autor: Friedrich Dürrenmatt
    Reihe: -
    Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
    Genre: Krimi

    "Da ich nun Ihr Stellvertreter in der Mordsache Schmied geworden bin, wäre es nicht vielleicht besser, wenn Sie mir sage´n würden, gegen wen sich Ihr Verdacht richtet, Komissär Bärlach ?"
    "Sehen Sie", antwortete Bärlach langsam, ebenso sorgfältig jedes Wort überlegend wie Tschanz, "mein Verdacht ist nicht ein kriminalistisch wissenschaftlicher Verdacht. Ich habe keine Gründe, die ihn rechtfertigen. Sie habeb gesehen, wie wenig ich weiß. Ich habe eigentlich nur eine Idee, wer als Mörder in Betracht kommen könnte, aber der, den es angeht, muß die Beweise, daß er es gewesen ist, noch liefern."
    //S.21-22//


    Klappentext:
    "Der Richter und sein Henker" ist einer seiner berühmtesten Romane - die Geschichte eines Mordes. Mit den reißerischen Mitteln einer Detektivstory erzählt er die Aufklärung einer Gewalttat an einem Polizeileutnant, den letzten Fall des totkranken Komissars Bärlach - die Geschichte einer hintergründigen Pointe.

    Meine Meinung:
    Ich habe dieses Buch mit 16 in der Schule gelesen.
    Ich weiß noch, dass ich es in einem Rutsch gelesen & es förmlich verschlungen habe.

    Jetzt mit 23 fand ich es nicht mehr soo gut.
    Mir gefällt es immer noch, keine Frage, aber mir fehlte dieses Mal einfach etwas.

    Die Story ist mit seinen süßen 118 Seiten sehr knapp geschrieben, aber nicht minder interessant oder spannend.
    Am Anfang steht der Mord und natürlich wer es auf Schmiedt abgesehen hatte...im Laufe der Ermittlungen kamen auch die einen oder anderen Geheimniese des Polizisten zutage.
    Die Verdächtigen gab es zahlreich und das Ende überrascht. Das Motiv ist altbekannt, wurde aber sehr überzeugend und sinnvoll beigebracht.

    Zu den Charakteren fällt es mir etwas schwer zu äußern, da mir das Buch dafür etwas zu kurz war.
    Jedenfalls...Bärlach ist auf jeden Fall ein Mann, der einem im Gedächtnis bleibt, da er, egal, wie es war, immer dranblieb.
    Wie gesagt...es fällt mir schwer...

    Den Schreibstil fand ich recht anstrengend...ich konnte dem nicht gut folgen.
    Allerdings fand ich die Sprache wirklich wunderbar lebendig !

    Von mir gibt es:

    4 von 5 Sterne


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    TheSilencers avatar
    TheSilencervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Langweile und trocken.
    Die 50iger in grauer Trägheit

    Oh ja, ich habe es getan. Ich habe mir einen modernen Klassiker angetan. 

    Da lese ich also. Eine kleine Geschichte um einen Polizistenmord in den 50igern. 
    Kommissär (!) Bärlach ermittelt und ist seinem Vorgesetzten und seinem Kollegen schon längst eine Naselänge voraus.
    Die Stimmung stimmt. Wie ein schwarz-weiß Kammerspiel um 1 Uhr in 3Sat aus jener Zeit.

    Mir bleibt allerdings der Rhythmus des Erzählens ein wenig auf der Strecke.
    Möglich, daß diese Geschichte in Etappen geschrieben wurde, erschien sie doch anfänglich als Mehrteiler in einer Zeitung. Das hemmt ein wenig.

    Ein netter Zeitvertreib, aber kein Grund huldigend auf die Knie zu fallen. Da gibt es (für mich) bessere und fesselndere Stories jenseits der sog. gehobenen Literatur.

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    Herbstrosevor 3 Jahren
    Ausgleichende Gerechtigkeit?


    Es ist der 3. November 1948. Bei seinem frühmorgendlichen Rundgang entdeckt Dorfpolizist Clenin ein abgestelltes Auto. Am Steuer sitzt ein Toter, in seinem Kopf steckt eine Kugel. Wie sich bald herausstellt handelt es sich um Kommissar Schmied aus Bern, der sich auf dem Heimweg von einer nächtlichen Veranstaltung bei dem reichen Privatier Gastmann befunden hatte. Der alte, kranke Kommissar Bärlach übernimmt den Fall, an seiner Seite der junge Kriminalassistent Tschanz. Dieser verdächtigt sofort Gastmann und will ihn umgehend verhaften. Doch Bärlach zögert noch, obwohl auch er glaubt zu wissen, wer der Mörder seines Kollegen ist. Vierzig Jahre zuvor war er aufgrund einer Wette Zeuge, wie Gastmann einen Mann tötete, konnte ihm die Tat aber damals nicht nachweisen. Jetzt will Bärlach sich dafür rächen …

    Um seine Familie zu ernähren, schrieb Friedrich Dürrenmatt 1951 diese Kriminalgeschichte als Fortsetzungsroman für eine schweizerische Wochenzeitschrift. Bald erschien der Roman auch in Buchform und wurde zu einem Klassiker anspruchsvoller Kriminalliteratur, der nicht nur Verbrechen und Aufklärung, sondern auch Schuld, Rache und Vergeltung zum Inhalt hat. Mit knappen Worten, klar und konzentriert, erzählt der Autor. Die Handlung ist gut durchdacht, verständlich und nachvollziehbar. Dürrenmatt verwendet kurze, knappe Sätze, bleibt beim Wesentlichen und schmückt nicht unnötig aus.

    Für heutige Verhältnisse interessant zu verfolgen ist die Arbeit der Polizei vor beinahe siebzig Jahren, die dem Leser ab und an ein Schmunzeln entlockt. Gerade weil die Protagonisten sehr kühl und distanziert agieren, kann ihr Verhalten oft als amüsant empfunden werden. Auch ein Kommissar ist auch nur ein Mensch, der sich schuldig machen kann und dem perfide Rachegelüste nicht fremd sind. Dennoch, bei aller Ironie, es geht um Gerechtigkeit und was jeder für sich darunter versteht. Ist der Schluss des Romans nun ein Sieg der Gerechtigkeit, oder ist der Glaube an Gerechtigkeit gar ein Irrtum und kann ein Verbrechen nur mit einem weiteren Verbrechen gesühnt werden?

    Fazit: Ein Kriminalroman mit psychologischem Hintergrund, der gänzlich ohne Blutvergießen auskommt und dennoch nichts an Spannung einbüßt.

    Kommentare: 2
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    wunderfitzs avatar
    wunderfitzvor 3 Jahren
    Gekonnt an der Nase herum geführt werden

    Unerwartete Wendungen, eine abstruse Wette und ein Wettlauf gegen die Zeit, dies und mehr wird einem in „Der Richter und sein Henker“ geboten, einer gut erzählten Kriminalgeschichte von Dürrenmatt, in der Leser wie auch Charaktere ein ums andere Mal an der Nase herum geführt werden.

    Die Geschichte ist an sich schnell erzählt, für mich hatte sie genau die richtige Länge und ich habe mich gut unterhalten gefühlt.Bis zum Ende ist nicht ganz klar, wer nun der Richter und wer der Henker in dieser Geschichte ist.Kurzum: Die Geschichte hat mir großen Spaß gemacht. 

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    Perles avatar
    Perlevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Dürrenmatt ist ein Genie!
    Friedrich Dürrenmatt - Der Richter und sein Henker

    Klappentext:
    Friedrich Dürrenmatt "gehört zu den unverwechselbaren Figuren der europäischen Literatur nach 1945. Dürrenmatt ist beinahe ein Genie ... Er gehört - und das gibt es in deutschen Landen nur sehr selten - zu den Predigern mit Pfiff, er fungiert als ein professioneller Prophet, dem es gefällt, Schreckliches zu verkünden, und dem es gelingt, dabei niemandem die Laune zu verderben" (Marcel Reich-Ranicki in "Frankfurter Allgemeine Zeitung").

    "Der Richter und sein Henker" ist einer seiner berühmtesten Romane - die Geschichte eines Mordes. Mit den reißerischen Mitteln einer Detektivstory erzählt er die Aufklärung einer Gewalttat an einem Polizeileutnant, den letzten Fall des todkranken Kommissärs Bärlach - die Geschichte einer hintergründigen Pointe.

    Eigene Meinung:
    Dieses Buch kaufte ich vor ein oder zwei Jahren auf dem Flohmarkt. Ich interessiere mich für ihn, da ich schon mal ein gutes kurzes Buch von ihm las und es echt stark fand. Er ist wirklich ein Genie - ich bin total begeistert!

    Die 118 Seiten hatte ich in knapp 3 Stunden ausgelesen, ich konnte es nicht aus der Hand legen, bis ich es durch gelesen hatte. Das Wochenende begann und so hatte ich Zeit und habe es genossen.  Man konnte es gut und zügig lesen, der >Schreibstil war genau mein Fall.

    Die Auflösung des Kriminalfalls überraschte mich einerseits schon, aber ich hatte es fast geahnt, wer der Mörder war. Ich war mir nicht ganz sicher, da es eben hervorragend geschrieben war.

    Kann es jedem Fan von Dürrenmatt empfehlen. Ich werde demnächst mal wieder was von ihm lesen, so 1x im Jahr ist es Pflicht ein gutes Buch von ihm in die Hand zu nehmen und es durchzublättern.

    Ich vergebe hierfür liebendgerne, gutgemeinte 5 Sterne.

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