Der Verdacht

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Inhaltsangabe zu „Der Verdacht“ von Friedrich Dürrenmatt

Kommissär Bärlach liegt im Krankenhaus. Todkrank liest er in der Zeitschrift ›Life‹ einen Artikel über den berüchtigten Nazi-Arzt Nehle, der im KZ Stutthof ohne Narkose operierte. Einem Freund von Bärlach kommt der Mann auf dem Foto unheimlich bekannt vor.

Spannend bis zum Schluss.

— loveisfriendship
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  • Von Riesen, Zwergen, KZ-Ärzten und mittendrin Kommissär Bärlach

    Der Verdacht
    DieTina2012

    DieTina2012

    05. July 2015 um 12:35

    Kommisär Hans Bärlach liegt im Berner Spital Salem und blättert in alten Ausgaben der Zeitschrift "Life". Ein Artikel über einen Lagerarzt namens Nehle, der im KZ Stutthof ohne Narkose operiert haben soll, hat es ihm besonders angetan und er kommt nicht davon los. Gleich erzählt er seinem Arzt Doktor Hungertobel davon und als dieser das Foto von Nehle sieht, scheint er ihn erkannt zu haben. Allerdings erkennt er nicht den Lagerarzt auf dem Foto, sondern einen Kollegen, der eine teure Privatklinik in Zürich leitet...  So krank kann Bärlach gar nicht sein, dass er diesen Fall nicht aufgedeckt bekommen würde! Dürrenmatts Kriminalromane stehen seinen Dramen in nichts nach. Seine Schreibweise ist einzigartig und man kann jedes einzelne seiner Werke immer wieder lesen. Leicht an der Grenze zum Grotesken erscheinen Riesen und Zwerge in diesem Roman, die eine große Rolle spielen, doch ist alles realistisch und genau so möglich. Bis zum Ende fiebert man mit: Wird Bärlach wieder heil aus dieser Sache herauskommen? Findet es heraus!

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  • Gruselig

    Der Verdacht
    Stillerlesen

    Stillerlesen

    10. June 2015 um 09:34

    Die ehrgeizige Suche nach Gerechtigkeit ist hier, wie in dem Vorgängerroman "Der Richter und sein Henker", ein zentrales Thema. "Der Verdacht" ist ein Roman, der einen zum Kotzen bringt, weil er so detailgetreu die Abgründe des Menschen beschreibt. Ich weiß nun, [...] daß man aus dem Munde der Menschen jedes Geständnis zu erpressen vermag, denn der menschliche Wille ist begrenzt, die Zahl der Foltern Legion.Der Kommissär Bärlach liegt frisch operiert im Krankenhaus des Freundes Hungertobel und blättert in der Zeitschrift "Live", in der ein Arzt namens Nehle abgebildet ist, der im Konzentrationslager Stutthof grausame Operationen an nicht-narkotisierten Häftlingen vorgenommen haben und sich 1945 umgebracht haben soll. Interessiert zeigt Bärlach den Artikel seinem Arzt und Freund, der heftig erschrickt, weil er seinen alten Kommilitonen Fritz Emmenberger wieder zu erkennen glaubt, der allerdings ziemlich lebendig in der Züricher Privatklinik Sonnenstein reiche Menschen operiert. Der Verdacht, bei Nehle und Emmenberger könnte es sich um ein und dieselbe Person handeln, ist entstanden und Bärlach begibt sich in die Recherche. Bekanntermaßen hat er da seine ganz besonderen Methoden, wie etwa das Einladen von zwielichten und gruseligen Freunden. Der Jude Gulliver, ein völlig vernarbter Riese zum Beispiel, klettert nachts mit einer Pulle Vodka unterm Arm durchs Fenster und erzählt peinlichst genau, wie Nehle ihn bei vollem Bewusstsein im KZ aufschnitt und warum er das hat mit sich machen lassen, denn laut Gulliver haben sich alle Häftlinge freiwillig unters Messer gelegt, obwohl sie genau wussten, was auf sie zukommen würde. Hier beginnt die Psychologiestunde: Was kann einen Menschen zu so einer Entscheidung bringen? Ausgehend von diversen Indizien, lässt der alte Kommissär sich in die vermeintliche Heilanstalt Sonnenstein einliefern, um den Arzt unter psychischem Druck zu einem Geständnis zu zwingen. Doch dieser stellt sich als überaus kaltblütig heraus und dreht den Spieß um. Als Folgeroman von "Der Richter und sein Henker" komme ich nicht umhin, die beiden Detektivromane zu vergleichen. Genau wie der erste Band kann auch dieser sehr schnell aufgesaugt werden. Würde mich jemand bitten, ein hässliches Wort zu benutzen, um das Buch zu beschreiben, würde ich sagen: Pageturner. Wer es allerdings mag, mitzuraten und Rätsel zu lösen à la waresdergärtneroderderpostbote, könnte enttäuscht werden. Es geht bei beiden Romanen weder um Tätersuche, noch um gesetzeskonforme Festnahme nach ordentlichem Verhör, sondern vielmehr um Gerechtigkeitsherstellung durch Selbstjustiz. Die Geschichte ist dennoch für jeden spannend, der sich gerne Fragen stellt, die auf die unterschiedlichen Verhaltensweisen der Menschen abzielen und obendrein Abgründe der Psyche beleuchten. Der Roman hat einen auffälligen Stimmungs-Strang. Ist "der Alte", wie der Kommissär oft genannt wird, im Spital des Hungertobels noch permanent von Freunden umgeben, findet er sich in Sonnenstein kaltblütigen Gehilfen des Arztes gegenüber. Nach anfänglichen abwechslungsreichen Dialogen werden in der zweiten Hälfte des Romans in monologartigen Abhandlungen philosophische Reden gehalten, auf die der Kranke nichts erwidern kann, was auf seine zunehmende Schwäche zurückzuführen ist. Bei diesen bösartigen, schrecklichen Auswürfen der Klinikmitarbeiter, genau wie zu Beginn, als Gulliver so genaustens von seinen unmenschlichen Erlebnissen erzählt, möchte man sich schütteln vor Ekel. Und genau das ist eben so geil.Aber das Wahrscheinliche ist nicht das Wirkliche. Wenn ich sage, daß es morgen wahrscheinlich regnet, braucht es morgen doch nicht zu regnen. In dieser Welt ist der Gedanke mit der Wahrheit nicht identisch.

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  • Mal wieder einen Klassiker lesen

    Der Verdacht
    Gruenente

    Gruenente

    17. May 2015 um 10:14

    Bärlach hat Krebs. Es ist sehr ernst. Er hat noch etwas ein jahr zu leben, wird pensioniert und amcht weiter Jagd nach Verbrechern.Zufällig kommt er auf die SPur eines ehemaligen KZ-Arztes. Dessen Spezialität waren OPs ohne Narkose.Mithilfe einiger guter Freunde lässt er sich in dessen Klinik einschleusen. Das geht natürlich nicht gut.Das Buch ist spannend, hat einen westernmässigen Showdown und beinhaltet viele interessante Charactere, die auch einen eigenen Roman wert wären.Hier ausführlicher:http://leckerekekse.de/wordpress/der-verdacht/

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  • Meisterhafte Dialoge

    Der Verdacht
    winter-chill

    winter-chill

    26. April 2015 um 13:53

    Bern, 1948: Kommissar Bärlach liegt todkrank im Krankenhaus, er hat vielleicht noch ein Jahr zu leben. In der Zeitschrift „Life“ stößt er auf das Bild des berüchtigten Arztes Nehle, der im Konzentrationslager Stutthof Gefangene ohne Narkose operiert hat. Bärlachs behandelnder Arzt und Freund Dr. Hungertobel erschrickt, als er das Bild sieht, denn er glaubt, den Arzt zu kennen. Er ist jetzt der Leiter einer erlesenen Privatklinik in Zürich. Obwohl er sehr krank ist und eigentlich auch schon pensioniert, beginnt Bärlach zu ermitteln. Denn er will die „Unmenschlichkeit in jeder Form“ bekämpfen. Dürrenmatts „Der Verdacht“ mutet auf den ersten Blick an wie ein Kriminalroman, ist aber weitaus mehr – nämlich eine philosophische Betrachtung über Moral, Glaube, Freiheit und Überzeugung. Vor allem geht es um die Frage: Wer hindert den Menschen daran böses zu tun, wenn er an nichts glaubt? Zwischendurch setzt sich Bärlach auch sehr selbstkritisch mit der Rolle der Schweiz während des dritten Reichs auseinander. Die Krimihandlung bildet lediglich den Rahmen. Es soll aber auch gar nicht darum gehen, herauszufinden wer der Täter ist. Dürrenmatts große Stärke sind seine Dialoge. Stellenweise sind diese wirklich meisterhaft  – wie der Dialog zwischen Bärlach und dem verdächtigen Arzt im zweiten Teil des Romans. „Zeigen Sie mir Ihren Glauben“ fordert da der Arzt den Kommissar auf. Als Bärlach schweigt, setzt der Arzt nach: „Man liebt es heute zu schweigen, wenn man gefragt wird, wie ein Mädchen, dem man eine peinliche Frage stellt. Man weiß ja auch nicht recht, woran man eigentlich glaubt.“ Wie soll man bei so viel Sprachlosigkeit, dem Bösen in der Welt etwas entgegensetzen können? „Der Verdacht“ ist nicht Dürrenmatts bester Roman, aber trotzdem sehr zu empfehlen. Tiefgründig, philosophisch und exzellent geschrieben.

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach:Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an.Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat.Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen:Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.)Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei?Ein paar zusätzliche Informationen:* Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt!* Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung* Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen.* Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden.* Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal.* Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .comDie Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben.Teilnehmer:0VELVETVOICE019angelika63 (1/40)78sunny (40 / 40)AberRush (30 / 30)Aduja 1(2/20)Aglaya (40 / 40)Agnes13 (40/40)Ajana (14/20)Alchemilla (1/40)Aleida (30 / 30)allegra (20 / 20)Alondria (22 / 20)Amaryllion (13/20)Amelien (19/20)ANATAL (31/30)andymichihelli (40/40)angi_stumpf (40 / 40)Aniday (36 / 30)Annilane (0/30)Anniu (16/30)anra1993 (33/40)Anruba (33/40)anybody (13/40)apfel94 (0/40)Arachn0phobiA (40 / 40)Aria_Buecher (15/40)Arizona (22/20)Ascheflocken (12/40)AuroraBorealis (14/20)Ayda (3/20)baans (8/30)Backfish (7/20)Bambi-Nini (25/20)ban-aislingeachBelicha (2/20)Bella233 (40 / 40)Bellis-Perennis (40 / 40)BethDolores (0/40)BiancaWoe (8/20)Bibliomania (32 / 30)Birgit1985 (20 / 20)black_horse (40 / 40)blauerklaus (24/20)Bluebell2004 (35/20)BlueSunset (36/30)bookgirl (30/40)Bookling (0/20)bookscout (33/30)Bookwormy (3/20)Bosni (21/20)buchfeemelanie (18/30)Buchgeborene (1/40)Buchgespenst (30 / 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    • 8480
  • Der Verdacht

    Der Verdacht
    hanna_lorelei

    hanna_lorelei

    05. January 2014 um 21:44

    Dies ist ein weiterer Krimiroman um den Kommisär Bärlauch. Durch seinen behandelten Arzt und Freund wird der Komissär auf eine interessante Spur gebracht: ein begnadeter Arzt in Zürich soll ein SS-Arzt in Stutthof gewesen sein und dort kriegsverbrecherisch gehandelt haben. Wie und ob Bärlauch den Arzt überführen kann (obwohl dieser bereits gestorben sein soll) kann selbst gelesen werden.In diesen Krimi ist es, Dürrenmatt typisch, nicht die Aufgabe den Mörder zu finden oder die Lösung eines Falles, denn diese ist nicht nur recht einfach zu durchschauen, sondern wird auch schon in der Mitte des Buches aufgelöst, sondern die Frage: wie kommt Bärlauch da lebend raus? Und was kommt leichter durch die Welt: Das Gute oder Böse?Das Buch liest sich sehr schön und fließend, eigentlich kann man es problemlos in einem Zug durchlesen. Es regt zum nachdenken, schmunzeln und mifiebern an und ist definitiv eine Empfehlung wert. Der eine Stern Abzug ist für zu die zu unwahrscheinlichen Zufälle und das zu vorhersehbare Ende, welche das Lesevergnügen ganz leicht schmälern.

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  • Rezension zu "Der Verdacht" von Friedrich Dürrenmatt

    Der Verdacht
    Gelöschter Benutzer

    Gelöschter Benutzer

    25. January 2013 um 19:23

    Der Kommissär schöpft einen Verdacht gegen einen Arzt, der inm den Kriegszeiten Juden und andere damalige, von den Nazi's wegen ihrer Religion genannten, "Verbrecher" ohne Narkose operiert und auch getötet. Der kommissär ist scherkrankund hat nur noch wenig Zeit zu leben, deshalb spürt der Kommissär diesen Doktor in der Schweiz auf. Als er ihn zu diesen Operationen befragte, kommt er selber in Gefahr, da deíeser Doktor ihn ohne Narkose operieren will und umbringen möchte. Doch der Kommissär wird in letzter Sekunde von einem langjährigen Freund, nämlich einem Juden, gerettet.

    Dürrenmatt schreibt gut, für mich war es eigentlich nie langweilig und ich finde, dass es wiedereinmal gut ist, dass das Gute gewinnt und das Böse verliert, also in diesem Fall, getötet wird.

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  • Rezension zu "Der Verdacht" von Friedrich Dürrenmatt

    Der Verdacht
    sabatayn76

    sabatayn76

    14. March 2011 um 20:56

    'Nichts sei so schwer zu ertränken wie ein Verdacht, weil nichts so leicht immer wieder auftauche'

    Inhalt:
    November 1948: Der todkranke Kommissär Bärlach befindet sich im Berner Spital und blättert in einem Life-Magazin. Dabei entdeckt er einen spannenden Bericht über einen gewissen Dr. Nehle, der im KZ Stutthof Operationen ohne Narkose durchführte. Bärlachs behandelnder Arzt meint, in der Person auf dem Bild seinen ehemaligen Kommilitonen und Kollegen Fritz Emmenberger zu erkennen, der mittlerweile eine renommierte Klinik betreibt und dort das Vermögen zahlreicher Patienten geerbt hat. Bärlach will wissen, was dahinter steckt, und geht seinem Verdacht nach, dass an der ganzen Sache etwas faul ist.

    Mein Eindruck:
    Friedrich Dürrenmatt hält sich nicht mit langen Einführungen und Nebensächlichkeiten auf und steigt direkt in seinen Roman ein. Auf nur etwas mehr als 100 Seiten gelingt es dem Autor, eine spannende und tiefgründige Geschichte über Moral und Verbrechen zu entwerfen und dem Leser eine philosophische Abhandlung zu Themen wie Freiheit, Glaube und Überzeugungen zu bieten. Durch die teilweise sehr verschachtelten Sätze und die bisweilen ungewöhnliche Sprache ist 'Der Verdacht' nicht als schnelles Buch für Zwischendurch geeignet, und auch inhaltlich bietet Dürrenmatt nicht nur simple Unterhaltung, sondern auch Tiefgang und einen ebenso faszinierenden wie abgründigen Blick auf die Schrecken des Holocaust.

    Mein Resümee:
    Mehr als ein Krimi. Sehr empfehlenswert.

    '[...] man hoffte in grenzenloser Bescheidenheit nur, wieder nach einem so angenehmen Orte wie Buchenwald oder Dachau zurückversetzt zu werden, in denen man jetzt die goldene Freiheit sah, wo man nicht Gefahr lief, vergast, sondern nur zu Tode geprügelt zu werden, wo noch ein Tausendstel Promille Hoffnung bestand, durch einen unwahrscheinlichen Zufall doch gerettet zu werden, gegenüber der absoluten Sicherheit des Todes in den Vernichtungslagern.'

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  • Rezension zu "Der Verdacht" von Friedrich Dürrenmatt

    Der Verdacht
    Monsignore

    Monsignore

    23. March 2010 um 23:05

    Welche eine Geschichte! Der todkranke Kommissär und ein alter, düsterer KZ-Überlebender stellen in einem dramatischen Kampf einen todgeglaubten SS-Arzt. Der Kommissär begibt sich sogar in der Privatklinik in die Hände des Massenmörders, um ihn zu überführen, läuft dabei in eine Falle des skrupellosen Mannes, der sich vom Sadisten zum Star-Mediziner gewandelt hat. Genau wie in "Der Richter und sein Henker" endet der Roman nicht mit der Verhaftung des Täters, sondern mit seiner Tötung. Er endet mit der Wiederherstellung der Gerechtigkeit. Und philosophisch wird der gute alte Dürrenmatt wieder. 1952 erschienen, beschäftigt er sich mit der Frage, ob das Böse sich ufer- und grenzenlos austoben kann, weil die Angst vor einer strafenden höheren Instanz verloren gegangen ist.

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  • Rezension zu "Der Verdacht" von Friedrich Dürrenmatt

    Der Verdacht
    HomersEvil

    HomersEvil

    03. February 2010 um 19:04

    Friedrich Dürrenmatts "Verdacht" stellt den zweiten Kriminalroman um den Berner Kommissar Hans Bärlach dar, der schon in "Der Richter und sein Henker" mit seiner ganz besonderen und eigentümlichen Manier, der zeitweilig träge erscheinenden Gerechtigkeit auf die Sprünge geholfen hat.
    .
    Diesmal jedoch ist es nicht am Kommissar eine Falle für einen Delinquenten zu stellen, im Gegenteil, der Kommissar höchstpersönlich gerät in eine Lage, aus der ein Entrinnen unmöglich erscheint. Doch wie konnte es dazu kommen?
    Bärlach, der mittlerweile pensioniert und nach einer Krebsoperation Erholung suchend, das letzte ihm von seinem Arzt zugestandene Lebensjahr in Ruhe verbringen will, kommt jedoch so schnell nicht zur Ruhe. Eine Fotografie erweckt in ihm einen Verdacht, ein berüchtigter KZ-Arzt, bekannt durch Operationen ohne Narkotisierung, könnte mit einem erfolgreichen Leiter einer Züricher Privatklinik identisch sein. Trotz seines bedenklichen gesundheitlichen Zustandes folgt Bärlach seinen Instinkten und lässt sich in besagte Privatklinik verlegen, einem ungewissem Schicksal entgegen sehend.
    .
    Dürrenmatts Kriminalromane, egal ob "Der Richter und sein Henker", "Das Versprechen" oder eben "Der Verdacht", heben sich doch unverkennbar von vergleichbaren kriminalistischen Erzählungen und Romanen, nebst den darin erscheinenden Protagonisten ab. Nicht das klare und eindeutige Verbrechen, noch der herausstehende und über jeden Zweifel erhabene Detektiv stehen im Fokus der Betrachtung. Dürrenmatt versucht stets den Unwägbarkeiten, den Untiefen der menschlichen Seele, als auch der Struktur des Verbrechens und der auszuübenden Gerechtigkeit mehr Beachtung, Erklärung und Interpretation zu geben.
    Wer also nach alternativen zu heutigen Werken dieses Genres sucht, kann mit einem Ausflug in die Gedankenwelt Dürrenmatts kaum einen Fehler begehen.

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  • Rezension zu "Der Verdacht" von Friedrich Dürrenmatt

    Der Verdacht
    atoemchen

    atoemchen

    13. September 2009 um 11:58

    Wunderbares Buch! Viel mehr als nur eine Krimi!

  • Rezension zu "Der Verdacht" von Friedrich Dürrenmatt

    Der Verdacht
    Angizia

    Angizia

    26. June 2009 um 12:09

    Wieder ein Klassiker aus dem Hause Dürrenmatt und wieder muss ich ihm einfach 5 Punkte geben. Diesem hier würde ich sogar 6 Punkte geben wenn die Möglichkeit bestünde.
    Die Handlung und Erzählweise hat mich einfach überzeugt. Auch wenn es schon so lange her ist dass ich es lesen durfte.

  • Rezension zu "Der Verdacht" von Friedrich Dürrenmatt

    Der Verdacht
    LittleOwlet

    LittleOwlet

    27. September 2008 um 23:48

    Das Gelungene an diesem Buch ist, finde ich, dass es nicht um die Suche nach dem Täter geht, sondern um seine Psyche, beziehungsweise seine seelischen Abgründe und seine Perversität.
    Die Erklärungen - nicht nur die des grausamen KZ-Arztes, sondern auch die des Überlebenden Gullivers - eröffnen neue Blickwinkel. Und die "Kuriosität" einiger vorkommender Gestalten (Gulliver & der Zwerg) hat einen wirklich ansprechenden Charme. :)

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  • Rezension zu "Der Verdacht" von Friedrich Dürrenmatt

    Der Verdacht
    MagicAnna

    MagicAnna

    06. September 2008 um 09:59

    Kritik an die Gesellschaft, einfach super, typisch Dürrenmatt

  • Rezension zu "Der Verdacht" von Friedrich Dürrenmatt

    Der Verdacht
    Gelöschter Benutzer

    Gelöschter Benutzer

    05. September 2008 um 18:00

    Kommissär Bärlach ermittelt mit seinem Arzt Hungertobel über einen schleierhaften Herren...