Friedrich Glauser Die Fieberkurve

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Inhaltsangabe zu „Die Fieberkurve“ von Friedrich Glauser

Zwei rätselhafte Morde verschlagen Wachtmeister Studer bis nach Marokko, wo er in der Fremdenlegion einen seiner schwierigsten Fälle lösen muss. Keine leichte Aufgabe für den Schweizer Ermittler, der in seinem Heimatkanton Bern fest verwurzelt ist. In Glausers Studer-Romanen wird nicht nur akribisch ermittelt, sondern auch gern und häufig gegessen. Der Kommissar liebt die Schweizer Küche. Die Leser dieses Buches können ein klassisches Schweizer Menü am Ende des Textes selbst nachkochen und genießen. Glausers Romane sind spannend, atmosphärisch dicht und müssen den Vergleich mit Werken anderer Größen dieses Genres wie etwa Georges Simenon keinesfalls scheuen. Der Schweizer Schriftsteller schuf mit der Figur seines Wachtmeister Studer eine der ersten Detektivgestalten des deutschsprachigen Raumes. Friedrich Glauser, geb. 1896 in Wien, gest. 1938 in Nervi bei Genua, gilt als einer der ersten deutschsprachigen Krimiautoren. Mit seinem Wachtmeister Studer schuf er einen außergewöhnlichen Ermittler, der viel Verstännis für Menschen am Rande der Gesellschaft aufbringt. Die fünf Kriminalromane, in deren Mittelpunkt Wachtmeister Studer steht, schrieb Glauser in seinen letzten drei Lebensjahren.

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Oxen. Das erste Opfer

Sehr spannend und aufregend; macht neugierig auf die folgenden zwei Bände

Leserin3

Kreuzschnitt

Bogart Bull ist ein Kommissar, den ich gerne weiter begleiten möchte und auf dessen nächstes Abenteuer irgendwo in Europa ich gespannt bin.

misery3103

Durst

NEsbo knüpft mit diesem Thriller wieder an alte Stärke an. Mehr oder weniger die Fortsetzung von "Koma"

hundertwasser

In ewiger Schuld

Ich bin mega begeistert. Habe das Buch innerhalb von einer Nacht durchgelesen, weil es so spannend war.

elohweih

The Girl Before

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Lina-Mit-Ell

Böse Seelen

Anders als die bisherigen Bücher der Reihe - aber sehr gut und spannend

Thommy28

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  • Rezension zu "Die Fieberkurve" von Friedrich Glauser

    Die Fieberkurve
    bücherelfe

    bücherelfe

    15. May 2011 um 09:41

    Wer den Elfbox-Blog etwas verfolgt, weiss, dass Kriminalgeschichten nicht zu meiner bevorzugten Lektüre gehören. Aber der Gerstenberg-Verlag hat diesen bereits 1938 in Erstauflage erschienenen Krimi des Schweizer Schriftstellers, Friedrich Glauser, so aussergewöhnlich schön gestaltet, dass er mich in der Buchhandlung einfach angesprungen hat. Ein wenig Überwindung hat es mich zwar gekostet, dem mich auf dem Cover misstrauisch entgegenblickenden Wachtmeister Studer zu trotzen und das Buch aufzuschlagen; aber der Lockruf, dass zwischen den Buchdeckeln Illustrationen auf mich warten, war stärker. Wachtmeister Studer aus der Schweizer Hauptstadt Bern, hat einen verzwickten Fall zu lösen. Eine Tote wurde in Bern aufgefunden; eine in Basel. Beide sind sie verheiratet gewesen mit ein und demselben Mann. Aber der ist schon lange tot. Bis in die Fremdenlegion nach Nordafrika führt es den Wachtmeister. Viel Köpfchen ist gefragt; denn mit der Kriminaltechnik ist in den Dreissigerjahren noch nicht weit her. Aber das wachtmeistersche Köpfchen ist gesegnet mit Geduld und Beharrlichkeit; und wenn ihm einmal selber nichts mehr einfällt, beweist seine Ehefrau ebenfalls nützliche, detektivische Fähigkeiten. Wer des Schweizerdeutschen nicht mächtig ist, lässt sich mit diesem Buch auf sprachlich Abenteuerliches ein. Denn der Roman ist gespickt mit schweizerdeutschen Ausdrücken. Genau das könnte aber auch den Charme dieser mit viel Lokalkolorit gefärbten Geschichte ausmachen. Die Illustrationen von Reinhard Michl setzen ihm sozusagen die Krone auf. Den Gestenberg Verlag gilt es auf jeden Fall im Auge zu behalten, denn wer Bücher so schön gestaltet, verdient Aufmerksamkeit. Fazit: Wer Kriminalgeschichten ganz ohne blutiges Brimborium mag, wird seine Freude haben an diesem Buch.

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  • Rezension zu "Die Fieberkurve" von Friedrich Glauser

    Die Fieberkurve
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. February 2011 um 13:20

    An den Stil von Glauser muss man sich erst einmal gewöhnen. Zuweilen erinnert er an eine Kreuzung aus Simenon und Kästner. Eigentlich geht das gar nicht. Bei Glauser aber doch. Dazu kommen noch diverse schweizerdeutsche Ausdrücke aus den 1930er Jahren (in denen auch die Handlung stattfindet) und schon sind die Fragezeichen in meinem Kopf ganz groß. Aber daran gewöhne ich mich. Und dann entspinnt sich langsam aus einer zunächst skurril wirkenden Szene eine spannende, verwickelte Kriminalgeschichte, gelegentlich auch ein Abenteuerroman, mit höchst interessantem Mordhergang. Mit Wachtmeister Studer hat Friedrich Glauser einen der ersten ernstzunehmenden deutschsprachigen Kriminalserienhelden entworfen, der einen literarischen Anspruch erheben kann. Neben der Mördersuche erfahren die Leserin und der Leser einiges über das Leben in den 1930er Jahren in der Schweiz und in der Fremdenlegion in Nordafrika oder über frühe kriminaltechnische Ermittlungsmethoden. Dabei wechselt sich ein humorvoller Stil mit nachdenklichen Passagen ab. Ich persönlich empfinde das Ende ein wenig zu unspektakulär, etwas enttäuschend. Daher schwanke ich in meiner Bewertung zwischen drei und vier Sternen. Ob Glausers Schreibstil heute noch Anklang findet und lesenswert ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Mir hat der Roman durchaus Spaß bereitet. Erwähnenswert ist die sehr schöne Produktion dieser Buchausgabe, halb in Leinen gebunden mit liebevollen Zeichnungen, die den Text begleiten.

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