Friedrich Hechelmann

 4.1 Sterne bei 27 Bewertungen
Autor von Manolito, Zwerg Nase und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Livia

 (3)
Neu erschienen am 20.09.2018 als Hardcover bei Knesebeck.

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Livia

Livia

 (3)
Erschienen am 20.09.2018
Manolito

Manolito

 (4)
Erschienen am 21.09.2017
Friedrich Hechelmanns Decamerone

Friedrich Hechelmanns Decamerone

 (3)
Erschienen am 23.09.2004
Das Buch der Märchen

Das Buch der Märchen

 (2)
Erschienen am 17.09.2016
Wasser ist Leben

Wasser ist Leben

 (2)
Erschienen am 11.03.1997

Neue Rezensionen zu Friedrich Hechelmann

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Livia" von Friedrich Hechelmann

Wo bleibt das Happy End?
R_Mantheyvor einem Monat

Von Märchen ist man es gewohnt, dass sie glücklich enden. Meistens kommen am Ende ein edler Recke und eine Prinzessin zueinander. Oder ein Dummkopf wird belehrt. Oder eine böse Hexe findet ihr verdientes Ende. Nicht so bei Friedrich Hechelmann und seiner Livia. Vielleicht – und das würde alles wieder gut machen – ist das Ende dieses phantastischen Märchen-Romans für Kinder ab dem zehnten Lebensjahr ein Cliffhanger, und es gibt einen zweiten Teil. Allerdings findet man dafür keine weiteren Anzeichen.

Bei diesem wirklich schönen Buch kann man zunehmend den Eindruck gewinnen, dass es dem Autor mehr um seine Bilder ging und weniger um die Konstruktion einer für Kinder nachvollziehbaren Handlung. Das beginnt übrigens schon mit dem Cover. Auf ihm trabt Livia mit ihrem einen Einhorn irgendwie ähnelnden Pferd Flavio durch ein Blütenmeer, auf dem eine Biene ihr Tagwerk verrichtet. Vermutlich ein Hinweis auf ein Vorgängerbuch. Mit dem späteren Inhalt dieses Romans hat das nichts zu tun. Wie oft bei phantastischen Geschichten beginnt die Handlung mit einer Prophezeiung: "An einem kalten Tag zu Beginn eines neuen Jahres werde ein Kindlein rätselhafter Herkunft gefunden. Das kleine Mädchen werde von einem zauberhaften Wesen begleitet und beschützt, das nie von seiner Seite weiche. Das geheimnisvolle Kind werde an einem ungewöhnlichen Ort heranwachsen und dem Land unverhofftes Glück bescheren. Doch dunkle Mächte trachteten ihm nach dem Leben. Aufgabe der Menschheit werde es sein, diese zu bekämpfen und das Kind zu behüten." Soweit das dramaturgische Grundprogramm. Leider hält sich der Autor später nicht daran.

Tatsächlich geht es bei ihm um das Königreich Samarna, dessen Existenz auf dem Spiel steht, weil eine böse Gräfin sich dafür rächen will, was ihrer Familie einst angetan wurde. Ihr gelingt es, sich zunächst den Kaiser und später seinen ältesten Sohn zum Erfüllungsgehilfen ihrer bösen Rachepläne zu machen. Darüber bereitet sie bereitstehende Eindringlinge darauf vor, ihr böses Werk zu vollenden. Livia und ihre Freunde stellen sich diesem Treiben mutig entgegen. Und sie verlieren nach zahlreichen dramatischen Wendungen. Am Ende brennt das Königreich.

Man fragt sich dann, wozu die ganzen Vorbereitungen nötig waren, bei denen man immer hoffen konnte, dass am Ende alles gut ausgehen wird. Für Erwachsene mag das fehlende Happy End verkraftbar sein, für die Zielgruppe dieses Buches könnte es dagegen schwierig werden. Das ist sie nicht gewohnt.

Mein Gefühl war, dass sich Friedrich Hechelmann beim Schreiben etwas zu sehr von seinen plötzlichen Eingebungen treiben ließ. Wendungen im Handlungsstrang erscheinen stets sehr abrupt und mit neuen Figuren, die vorher nirgends auftauchten. Am Ende beispielsweise wird Livia von einem schwarzen Reiter verfolgt, der sie fast einholt, wo doch vorher Flavio immer als unbezwingbares Wunderpferd galt. Diese Figur taucht erst auf den letzten Seiten auf und spielt dann eigentlich aber keine wirkliche Rolle. Es scheint so, als ob dem Autor diese Figur gerade beim Schreiben eingefallen war, um irgendwie noch eine nicht besonders logische Dramatik ins Spiel zu bringen. Und genau diese nicht planvolle, leicht chaotische Herangehensweise ans Schreiben der Geschichte macht sie etwas verwirrend, aber andererseits auch interessant, weil man sie nicht wie die meisten Märchen in der Abfolge voraussehen kann. Wie eben auch das Ende, das man so nicht vermuten konnte.

Was dieses Buch jedoch so schön macht, sind seine wunderbaren Illustrationen. Allein dafür lohnt es sich, einen Blick hineinzuwerfen, der dann sowieso das Lesen oder Vorlesen erzwingen wird. Die Illustrationen sind allemal fünf Sterne wert, die Geschichte dagegen ist es eher nicht, weil sie einer kindlichen Erwartungshaltung, dass das Gute schließlich immer siegen muss, nicht gerecht wird. Als Erwachsener würde ich fünf Sterne geben, als Kind eher drei. Macht vier.

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Rubines avatar

Rezension zu "Livia" von Friedrich Hechelmann

Kampf um Kreativität und Fantasie
Rubinevor 2 Monaten

Dieses zauberhafte Märchen kommt in einer wunderschönen Ausstattung daher, die einem gleich ins Auge springt. Das Buch hat einen hochwertigen Leineneinband, einen Schutzumschlag und ist mit wundervollen Malereien von Friedrich Hechelmann illustriert.e Das einzige, was ich bei solch einer Ausstattung vermisse, ist ein Lesebändchen. Das hätte, besonders bei dem Umfang der Geschichte und dem großen Format, meines Erachtens unbedingt dazu gehört. 

Das ist aber selbstverständlich nur eine Kleinigkeit und schmälert nicht den Wert des Werkes. Der Roman erzählt vom Land Samarna, in dem ein König regiert, der sich gerne von seinem Geschichtenzwerg Bücher vorlesen lässt. Doch eines Tages ändert sich alles: Die dunkle Gräfin von Sinklau schleicht sich in das Palastleben ein und gewinnt die Gunst des Königs. Immer mehr rafft sie die Macht an sich und verändert das Land. In dem Maße, wie ihre Macht zunimmt, nehmen Kunst, Unterhaltung, Farben und Fröhlichkeit im Lande ab. 

Fortan ist alles verboten, was Freude macht und Zerstreuung bringt. Stattdessen zählen nur noch gewinnbringende Erträge und graues Einerlei. Die einzige Person, die Samarna jetzt noch retten kann, ist das Findelkind Livia. Sie schart seltsame Freunde um sich: einen Spatz, ein Pferd, eine Ziege und natürlich den von der Gräfin verschmähten Geschichtenzwerg. Gemeinsam schmieden sie einen Plan, der dem Land die Farbe und Freude zurückbringen soll. 

Mir hat diese Geschichte wirklich gut gefallen. Sie wird im Stile eines Märchens erzählt und so fühlte es sich für mich auch an. Die Szenerie des Königreiches war ebenso märchenhaft wie die böse Gräfin, die den Part der bösen Stiefmutter übernimmt. Der eigentliche König bleibt handlungsunfähig und auf Kindern und Tieren liegt alle Hoffnung. Ich finde, es ist kein Buch, das man in einem Rutsch durchliest. Allein schon die Bilder laden zum Betrachten und Verweilen ein. Stattdessen lohnt es sich, jeden Abend für 1-2 Kapitel ins Land Samarna einzutauchen und sich verzaubern zu lassen, um die Geschichte zu genießen. 

Die Charaktere fand ich alle toll, besonders der Zwerg Roderich hat es mir angetan. Er ist mutig, treu und natürlich stolzer Reiter einer Ziege mit goldenen Hörnern. Die Hauptfigur Livia bleibt dagegen eher blass. Bei ihr fehlte mir etwas der Biss, aber irgendwie passt das auch wieder zu ihrer engelsgleichen Gestalt und ihrem friedvollen Auftreten. Auch die Gräfin ist gut gelungen, und ihre Aktionen haben mich so manches Mal richtig gegruselt. 

Insgesamt ein schön zu lesendes Märchen für Groß und Klein mit fantastischen Bildern. Es eignet sich aufgrund der schönen Ausstattung auf jeden Fall auch als ganz besonderes Geschenk im Familien- oder Bekanntenkreis. Ich werde die Büchers des Autors weiter im Auge behalten, da mich „Livia“ durchweg verzaubern konnte.  

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Shaaniels avatar

Rezension zu "Livia" von Friedrich Hechelmann

Zauberhaft
Shaanielvor 3 Monaten

☘️🐝Rezensionsexemplar🐝☘️
(unbezahlte Werbung)
-Zur Verfügung gestellt vom Knesbeck Verlag-

☘️🐝☘️Livia☘️🐝☘️
-Ein fantastischer Märchen-Roman-

Autor: Friedrich Hechelmann
Illustrator: Friedrich Hechelmann
Verlag: Knesebeck
Preis: 30€, Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 19.5 x 23.5 cm
Seiten: 200 Seiten
ISBN: 978-3-95728-076-3
Alter: ab 10 Jahre
Erscheinungsdatum: 20. September 2018

5 Von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐
"Absolutes ❤️-Herzensbuch"

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Inhaltsangabe:
Entnommen von: www.knesebeck-verlag.de
Das Findelkind Livia wächst glücklich und wohlbehütet am Hof des Königs Aurel und der Königin Silene in dem sagenhaften und friedlichen Land Samarna auf. Unter den Tieren hat das Mädchen viele Freunde: das Pferd Flavio, die Ziege Zita mit den goldenen Hörnern oder Kuno, den Spatz. Aber auch der weise Zwerg Roderich zählt zu ihren Gefährten. Als eine geheimnisvolle Gräfin den König stürzen und das Land zerstören will, stellen sich Livia und ihre Freunde den Plänen in den Weg …
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Weitere Informationen:
https://www.knesebeck-verlag.de/livia/t-1/704
(plus Leseprobe, Infos, Veranstaltungen)
☘️
https://www.knesebeck-verlag.de/friedrich_hechelmann/p-1/314
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https://kunsthalle-schloss-isny.de/ueber-friedrich-hechelmann/
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Hallo ihr Süßen💕
Ich durfte ein weiteres wundervolles Märchenbuch von Friedrich Hechelmann lesen. *Livia*, eine wundervolle märchenhafte Geschichte für Groß und Klein. Dieses Buch steckt voller Poesie und Weisheiten, es gibt einen so vieles für das Leben mit auf die Reise. Meistens ist es ja bei Märchen so, daß diese ihre ganz eigene Moral und Botschaft inne haben, auch in *Livia* ist dies so. Doch muss ich persönlich sagen, daß die Bücher von Friedrich Hechelmann, für mich jedes Mal wieder etwas Besonderes sind. Es sind Bücher die in einem riesigen Format gedruckt wurden und dazu auch noch bunte Illustrationen enthalten. Das ganze Buch ist einfach sehr sehr hochwertig und mit Liebe von Friedrich Hechelmann und dem Knesebeck Verlag gestaltet. Ich liebe seine Bilder und Zeichnungen, sie sind etwas ganz besonderes, nichts alltägliches und voller Emotionen. Manchmal wirken sie ein wenig kühl und distanziert, aber bei genauerer Betrachtung wird man merken wie viel Leben in diesen Gemälden steckt. Denn das sind diese Illustrationen für mich, Gemälde von einen grandiose Künstler. Diese kann man sich sogar im Original,
ab dem 22. September in der Kunsthalle im Schloss Isny im Allgäu anschauen und bewundern. Es macht einfach Spaß dieses Buch durch zu Blättern, nachdem man es gelesen hat! Denn diese Illustrationen sind so tiefgehende, daß sie sonst zu vieles von der eigentlichen Handlung verraten würden, denn die Augen nehmen so unglaublich vieles in kürzester Zeit auf, das es schade um die Geschichte wäre. Aber nachdem ich die Geschichte nun genoßen habe, habe ich mir alles nochmal ganz in Ruhe angeschaut und immer wieder neues entdeckt. Wie gesagt Friedrich Hechelmann ist ein aussergewöhnlicher Künstler.
Nun aber endlich zu Handlung um zum Inhalt dieses Buches, auch hier werde ich nichts verraten, denn auch das würde das Lese Erlebnis nur behindern. Es ist eine grandiose märchenhafte Farbe, mir liebevollen Charakteren, besonders der kleine "Zwerg" Roderich hat es mir sehr angetan. So einen wundervollen Märchen Erzähler hätte ich auch gerne zu Hause. Aber auch die geheimnissvolle Bibliothek und ihre ungewöhnlichen Bewohner, fand ich einfach nur total toll. Ich muss sagen, das Buch ist ja ab 10 Jahre, meiner Meinung nach können Kinder es zwar gemeinsam mit ihren Eltern oder aber auch alleine lesen. Ich bezweifle aber, daß sie den vollkommen Sinn der Handlung wahrnehmen und verstehen werden. Es ist in seiner ganz eigenen Sprache geschrieben, Poetisch und ein wenig Blumig, ich weiß nicht ob dies 10 Jährige anspricht. Für mich ist dies ein perfektes Erwachsenen Märchen, voller Moral und wundervollen Sätzen und Weisheiten. Es hat mir einfach unglaublich viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen und zu entdecken. Ich freue mich jetzt schon, darauf von Friedrich Hechelmann, noch mehr zu lesen und hoffe sehr, daß es eine Fortsetzung geben wird. Ein Satz am Ende lässt mich das zumindest hoffen. Zitat:"Doch dies ist eine andere lange Geschichte."
Ich bedanke mich sehr für dieses Lese Vergnügen.
Lieben Gruß
Sonja/Shaaniel

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