Friedrich Nietzsche

 4 Sterne bei 709 Bewertungen
Autor von Also sprach Zarathustra, Der Antichrist und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Friedrich Wilhelm Nietzsche (* 15. Oktober 1844 in Röcken – † 25. August 1900 in Weimar) war ein deutscher klassischer Philologe. Erst posthum wurde Nietzsche als Philosoph weltberühmt. Dies ist vor allem seinen zahlreichen, philosophischen Schriften zu verdanken. Er war Vertreter des Nihilismus, Immoralismus und prägte den Begriff des Übermenschen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Friedrich Nietzsche

Cover des Buches Also sprach Zarathustra (ISBN: 9783150206935)

Also sprach Zarathustra

 (246)
Erschienen am 24.03.2023
Cover des Buches Jenseits von Gut und Böse (ISBN: 9783866470460)

Jenseits von Gut und Böse

 (23)
Erschienen am 31.08.2006
Cover des Buches Gedichte (ISBN: 9783150186367)

Gedichte

 (18)
Erschienen am 01.08.2010
Cover des Buches Zur Genealogie der Moral (ISBN: 9783866475649)

Zur Genealogie der Moral

 (17)
Erschienen am 06.08.2010
Cover des Buches Der Wille zur Macht (ISBN: 9783520078131)

Der Wille zur Macht

 (10)
Erschienen am 01.01.1996
Cover des Buches Aphorismen (ISBN: 9783730606766)

Aphorismen

 (9)
Erschienen am 07.07.2018

Neue Rezensionen zu Friedrich Nietzsche

Cover des Buches Ecce Homo (ISBN: 9781420932263)
B

Rezension zu "Ecce Homo" von Friedrich Nietzsche

Nicht mein Fall.
blueberrymuffinvor 23 Tagen

Vielleicht liegt es ja an mir, weil ich noch nicht einmal eines der Werke von Friedrich Nietzsche gelesen habe. Dieses hier war jedoch eine absurde Selbstvorstellung und Buchzusammenfassung eines Narzissten. Womöglich interessant für Literatur- oder Philosophiestudenten, aber für mich als absolutem Leihen auf diesem Gebiet hat es nur Geduld, Nerven und Zeit geklaut.

Cover des Buches Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik (ISBN: 9783458343790)
V

Rezension zu "Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik" von Friedrich Nietzsche

Was dem Leben frommt oder die Kunst des Leidens
Vera-Seidlvor 10 Monaten

"Er ist kein philosophischer Kopf, sondern ein 'Honigsammler des Geistes', der die 'Bienenkörbe' der Erkenntnis aufsucht und heimzubringen sucht, was dem Leben frommt“, schrieb Rudolf Steiner über Friedrich Nietzsche in seinem Buch „Friedrich Nietzsche - Ein Kämpfer gegen seine Zeit“.


Danach ist Nietzsche ein Lebenskünstler, der mit seinem Erstlingswerk „Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik“, wie mit seinen Folgebüchern, das Leiden zelebriert und wandelt. Seine Biografie zeigt, es ist sein eigener Schmerz, den er hier im Gewand der griechischen Götter auf die die Bühne bringt


Friedrich Wilhelm Nietzsche wurde am 15.  Oktober 1844 in Röcken in der preußischen Provinz Sachsen geboren. 1848 erkrankte sein Vater Carl Ludwig Nietzsche, ein lutherischer Pfarrer. Dessen Erblindung ging einher mit der Diagnose von Friedrichs Fehlsichtigkeit. Auf den Tod des Vaters 1849 folgte ein Jahr später der seines jüngeren Bruders.


Die Tragik von Krankheit und in deren Folge, die Angst vor dem Tod, sollte Nietzsche ein Leben lang verfolgen. „Mein Vater starb 36 Jahr an Gehirnentzündung, es ist möglich, dass es bei mir noch schneller geht“, schrieb er in einem Brief an Carl von Gersdorff 1876.


Gegen Ende seiner Studienzeit plagten ihn bereits Magenschmerzen und damit einhergehend Lichtempfindlichkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen. Durch einen Reitunfall wurde er 1868 wehrdienstunfähig. Als Sanitäter zog er sich im Deutsch-Französischen Krieg eine Dysenterie- und Diphtherieerkrankung zu, die zunächst zu einer Beurlaubung und schließlich zur Aufgabe seiner Lehrtätigkeit an der Baseler Universität führten.


Seinen Pessimismus teilte er mit Arthur Schopenhauer, mit dessen Schriften sich Nietzsche ab 1865 beschäftigte. „Dabei bewunderte Nietzsche aber schon zu Beginn weniger den Kern der Schopenhauerschen Lehre als die Person und den ‚Typus‘ Schopenhauer, das heißt in seiner Vorstellung den wahrheitssuchenden und ‚unzeitgemäßen‘ Philosophen“, ist bei Wikipedia zu lesen.


Einen ersten Ersatz für den Vater fand er im Philologieprofessor Friedrich Ritschl, auf dessen Empfehlung Nietzsche 1869 als außerordentlicher Professor für Philologie an die Universität Basel berufen wurde.

Ein Jahr zuvor war er erstmals Richard Wagner begegnet, den er bald glühend verehrte.


Die Hymne, die Nietzsche Wagner, der übrigens im gleichen Jahr geboren worden war wie Nietzsches Vater, singt, kommt schon im Titel „Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik“ zum Ausdruck, steigert sich im Vorwort und findet im dritten und letzten Teil des 1872 erschienenen Werks seinen Höhepunkt.


„Und wenn der Deutsche zagend sich nach einem Führer umblicken sollte, der ihn wieder in die längst verlorene Heimat zurückbringe, deren Wege und Stege er kaum mehr kennt - so mag er nur dem wonnig lockenden Rufe des dionysischen Vogels lauschen, der über ihm sich wiegt und ihm den Weg dahin deuten will.“

Spätestens hier wird dem Leser deutlich, dass die Schrift von Anfang an auf die Wiedergeburt der Tragödie aus dem Geiste Wagners zielte. Deshalb kann er auch die Opern anderer Komponisten nicht gelten lassen. „Die Oper ist die Geburt des theoretischen Menschen, des kritischen Laien, nicht des Künstlers: eine der befremdlichsten Thatsachen in der Geschichte aller Künste.“


Nach dem „Versuch einer Selbstkritik“ und dem bereits erwähnten „Vorwort an Richard Wagner“ folgt im ersten Teil eine Erläuterung des Dionysischen und Apollinischen in der Tragödie und deren Einfluss auf den Zuschauer. 


Deutlich zeigt sich der kranke Nietzsche dem Gott Dionysos zugewandt. Im Rausch der Musik kann er seinen Schmerz vergessen beziehungsweise aus ihm die höchste Lust gewinnen. „Das Individuum, mit allen seinen Grenzen und Maassen, ging hier in Selbstvergessenheit der dionysischen Zustände unter und vergass die apollinischen  Satzungen. Das U e b e r m a s s enthüllte sich als Wahrheit, der Widerspruch, die aus Schmerzen geborene Wonne sprach von sich aus dem Herzen der Natur heraus.“


Damit der Mensch nicht im Gesang der Sirenen untergehe, sei der Gott Apollon notwendig. Er rufe den durch den Chor angeregten Zuhörer in Handlung und Dialog zur Mäßigung auf, wobei er sich das Dionysische zunutze macht. „… jetzt redet Dionysos nicht mehr durch Kräfte, sondern als epischer Held, fast mit der Sprache Homers.“


Das Gespann aus Dionysos und Apollon sei der Beginn der Tragödie, deren Geburt aus dem Geiste des Dionysischen. „… bis wir jene Doppelseite selbst als Ursprung und Wesen der griechischen Tragoedie wiederfanden, als den Ausdruck zweier in einander gewobenen Kunsttriebe, d e s  A p o l l i n i s c h e n  u n d  d e s  D i o n y s i s c h e n.


Im zweiten Teil seiner Schrift stellt er den Niedergang der Tragödie dar. Sokrates und in seinem Gefolge Platon und Euripides hätten die Tragödie auf die Vernunft reduziert und sie damit des Lebens beraubt.


„Sokrates, der dialektische Held im platonischen Drama, erinnert uns an die verwandte Natur des euripidischen Helden, der durch Grund und Gegengrund seine Handlungen vertheidigen muss und dadurch so oft in Gefahr geräth, unser tragisches Mitleiden einzubüssen: denn wer vermöchte das o p t i m i s t i s c h e Element im Wesen der Dialektik zu verkennen, das in jedem Schluss sein Jubelfest feiert und allein in kühler Helle und Bewusstheit athmen kann: das optimistische Element, das, einmal in die Tragödie eingedrungen, ihre dionysischen Regionen allmählich überwuchern und sie nothwendig zur Selbstvernichtung treiben muss - bis zum Todessprunge in’s bürgerliche Schauspiel.“


Die zweite Auflage seines Werkes, die 1886 erschien, versah Nietzsche nicht nur mit dem „Versuch einer Selbstkritik“, sondern veränderte auch den Titel: „Die Geburt der Tragödie. Oder: Griechentum und Pessimismus“.

Hier singt er mit Schopenhauer im Duett, die Welt sei nur aus der ästhetischen Perspektive zu ertragen.

Nietzsche beendet seine Tragödie mit den Worten: „Sage aber auch dies, du wunderlicher Fremdling: wie viel musste dies Volk leiden, um so schön werden zu können! Jetzt aber folge mir und opfere mit mir im Tempel beider Gottheiten!“


Vera Seidl




Cover des Buches Der Antichrist (ISBN: 9783842415041)
AuroraMs avatar

Rezension zu "Der Antichrist" von Friedrich Nietzsche

Interessant
AuroraMvor 2 Jahren

Sehr anspruchsvoll und Kompliziert geschrieben, aber es werden einige interessante Themen und Thesen aufgeführt.

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Zusätzliche Informationen

Friedrich Nietzsche wurde am 31. Dezember 1843 in Röcken (Deutschland) geboren.

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