Friedrich Nietzsche

 4 Sterne bei 697 Bewertungen
Autor von Also sprach Zarathustra, Der Antichrist und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Friedrich Nietzsche

Friedrich Nietzsche (1844-1900) stammte aus einer evangelischen Pfarrersfamilie, besuchte die renommierte Landesschule in Pforta bei Naumburg, studierte in Bonn und Leipzig und wurde mit 25 Jahren Professor der klassischen Philologie in Basel. Er war ein genialer Denker, Meister der Sprache und begabter Musiker und Komponist. Sein Leben war bestimmt von problematischen Beziehungen, etwa zu Richard Wagner oder Lou Andreas-Salomé, und endete in der bedrückenden Einsamkeit des Wahnsinns. Seine Werke von der ›Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik‹ bis ›Also sprach Zarathustra‹ gewannen großen Einfluss auf die Philosophie und Literatur des 20. Jahrhunderts. Heute gilt er als einer der wichtigsten Wegbereiter der Moderne.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Also sprach Zarathustra (ISBN: 9783150206935)

Also sprach Zarathustra

 (244)
Erscheint am 24.03.2023 als Taschenbuch bei Reclam, Philipp.
Cover des Buches Der tanzende Stern. Weisheiten und Erkenntnisse (ISBN: 9783730612392)

Der tanzende Stern. Weisheiten und Erkenntnisse

Erscheint am 12.04.2023 als Gebundenes Buch bei Anaconda Verlag.

Alle Bücher von Friedrich Nietzsche

Cover des Buches Also sprach Zarathustra (ISBN: 9783150206935)

Also sprach Zarathustra

 (244)
Erscheint am 24.03.2023
Cover des Buches Menschliches, Allzumenschliches (ISBN: 9783458343813)

Menschliches, Allzumenschliches

 (35)
Erschienen am 08.09.2011
Cover des Buches Jenseits von Gut und Böse (ISBN: 9783458324621)

Jenseits von Gut und Böse

 (23)
Erschienen am 24.02.2006
Cover des Buches Gedichte (ISBN: 9783150186367)

Gedichte

 (18)
Erschienen am 01.08.2010
Cover des Buches Zur Genealogie der Moral (ISBN: 9783866475649)

Zur Genealogie der Moral

 (17)
Erschienen am 07.08.2010
Cover des Buches Aphorismen (ISBN: 9783730606766)

Aphorismen

 (9)
Erschienen am 07.07.2018

Neue Rezensionen zu Friedrich Nietzsche

Cover des Buches Der Antichrist (ISBN: 9783842415041)
AuroraMs avatar

Rezension zu "Der Antichrist" von Friedrich Nietzsche

Interessant
AuroraMvor 6 Monaten

Sehr anspruchsvoll und Kompliziert geschrieben, aber es werden einige interessante Themen und Thesen aufgeführt.

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Cover des Buches Also sprach Zarathustra (ISBN: 9783958011526)
Sandra1975s avatar

Rezension zu "Also sprach Zarathustra" von Friedrich Nietzsche

Dem Gedanken der "ewigen Wiederkunft des Gleichen" wird ein Gesicht verliehen
Sandra1975vor einem Jahr

Nachdem Zarathustra sich zehn Jahre in die Einsamkeit zurückgezogen hatte, beschliesst er, seine Höhle zu verlassen und von dort zu den Menschen hinabzusteigen. Damit beginnt die "Vorrede" von "Also sprach Zarathustra", die zugleich eine gescheiterte Rede ist. Denn die Menschen auf dem Marktplatz lachen den Einsiedler aus. Sie verstehen seine Botschaft nicht. Dabei hatte Zarathustra zehn Jahre lang "seines Geistes genossen"; er hat grosse Einsichten zu vermitteln, landet aber dabei nicht bei der Masse. 

Nach dieser "Vorrede", die sich nach der Lektüre des Buches als vorläufige Rede, also im wörtlichen Sinne als Vor-Rede herausstellt, beginnt der Teil mit den Reden Zarathustras, die systematisch gegliedert sind. Das allererste und wohl berühmteste und auch wohl am häufigsten kommentierte Kapitel trägt die Überschrift "Von den drei Verwandlungen". Der Geist ist zunächst Kamel, dann Löwe, dann Kind, wobei das Kind "ein aus sich rollendes Rad" und ein unbedingtes Ja-Sagen ist. Wie sich später herausstellen wird, ähnelt das Kind in diesem Punkt dem Esel, welcher ebenfalls I-A sagt. 

Die so gestaltete Wiederholung der Motive bei deren gleichzeitiger Abwandlung macht das zunächst philosophische Prinzip der "ewigen Wiederkunft [nicht "WiederKEHR" wie oft fälschlicherweise zitiert] des Gleichen" ästhetisch erfahrbar. Genauer: Philosophische Tiefe wird als ästhetische Sinnlichkeit erfahrbar. Wie Nietzsche anderswo ausführt: "Alle Menschen der Tiefe […] schätzen an den Dingen, dass sie eine Oberfläche haben"  und meint damit wohl die griechische Antike, deren Begriff "aisthesis" wörtlich "sinnliche Wahrnehmung" bedeutet. Die Einheit von Oberfläche und Tiefe wird andererseits schon in der Vorrede angedeutet, nämlich im Bild des Seiltänzers, der sich "in die Tiefe" stürzt und auf den Boden des Marktplatzes fällt. Der Mensch wiederum ist "ein Seil zwischen Tier und Übermensch, ein Seil über einem Abgrund". Wenn also das Seil der Mensch ist, dann allegorisiert der Seiltänzer möglicherweise einen Metaphysiker - vielleicht auch das Christentum - der wörtlich hoch oben auf dem Menschen herumtanzt, bis er die Täuschung seines Tanzes über der Menge durch den Aufprall auf der Bodenoberfläche erfährt. Der Tanz seinerseits ist eine Stil-Metapher: "Ja, ich erkenne Zarathustra. Rein ist sein Auge, und an seinem Munde birgt sich kein Ekel. Geht er nicht daher wie ein Tänzer?", heisst es im Kapitel "Vom Gesicht und Räthsel". In der engen Verstrickung dieser Motive offenbart der "Zarathustra" seine eigene Leseanweisung.

Das Kapitel "Vom Gesicht und Räthsel" ist gleichsam der Höhepunkt des Buchs. Strukturell nach dem mathematischen Prinzip der Fibonacci-Formel komponiert, treibt das Kapitel sein Spiel - seinen stilistischen und rhetorischen Tanz - mit der vielschichtigen Bedeutung des Wortes "Gesicht", nämlich als "Vision", "Antlitz", aber auch mit dessen klanglicher Nähe zu "Geschichte". Tatsächlich handelt das Kapitel von einem Albtraum - von einem 'Traumgesicht' -, in dem der Gedanke der ewigen Wiederkunft in Form eines "Räthsels" geträumt wird. Ein Rätsel wiederum unterscheidet sich von einem Geheimnis dadurch, dass es gelöst werden kann. Gemäss dem ästhetischen Credo des "Zarathustra" will des Rätsels Lösung auf der Oberfläche des Textes gesucht werden, da sich, wie gesagt, in der Oberfläche die Tiefe manifestiert. So gelangt man nach einer aufwändigen analytischen Feinarbeit zur Fibonacci-Formel, die die Traumerzählung in zwei gleiche Hälften aufteilt, wobei in der zweiten Hälfte die Motive (z.B. das Schiffsmotiv als Metapher für das Dichten) in abgewandelter Form wieder vorkommen - der Gedanke der ewigen Wiederkunft des Gleichen, bis ins kleineste Detail strukturell abgebildet, sodass das Kapitel zum "Gesicht" oder Antlitz des Gedankens geworden ist. 

Und so weiter.

Für mich sprengt der "Zarathustra" alle Kategorien. Er ist wahnsinnig und vernünftig, kindlich-spielerisch und ernst, parodisch, biblisch, antik, modern, mathematisch, musisch, lyrisch, prosaisch, aber durch die Dialogstruktur auch dramatisch, traditionsbezogen und zugleich visionär. Aus ihm spricht eine tiefe Einsamkeit und zugleich eine grosse Zuwendungslust. Das Buch hat mich gepackt, irritiert, tief berührt und insgesamt meinen Blick auf das Leben und die Literatur grundlegend verändert.

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Cover des Buches Die Geburt der Tragödie. Oder: Griechenthum und Pessimismus (ISBN: 9783150071311)
stuff-books-picturess avatar

Rezension zu "Die Geburt der Tragödie. Oder: Griechenthum und Pessimismus" von Friedrich Nietzsche

Für die Uni war es okay
stuff-books-picturesvor einem Jahr

Gibt es viele zu Nietzsche zu sagen?

In dem Werk rollt Nietzsche die Geschichte der Tragödie seit der Antike auf und kritisiert sowohl alte als auch (für ihn) modernere Poetiken. 

Aufgrund meiner Seminarsitzung habe ich da sWerk vollkommen verstanden. Ohne dieser Erklärung... rechts anspruchsvoll

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Zusätzliche Informationen

Friedrich Nietzsche wurde am 31. Dezember 1843 in Röcken (Deutschland) geboren.

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