Friedrich Schiller

 3,5 Sterne bei 4.057 Bewertungen
Autor von Kabale und Liebe, Die Räuber und weiteren Büchern.
Autorenbild von Friedrich Schiller (©Gemeinfrei, Bild: Ludovike Simanowiz)

Lebenslauf von Friedrich Schiller

Der am 10. November 1759 in Marbach am Neckar geborene Johann Christoph Friedrich von Schiller ist, neben Goethe, der wohl bedeutendste Vertreter der klassischen deutschen Literatur. Nach dem Besuch der Militärschule und Studien in Jura und später Medizin fand er zunächst keine richtige Anstellung und hat als Regimentsmedikus ein geringes Gehalt bekommen. Schon immer interessierte er sich aber für die schönen Künste, doch sich damit zu beschäftigen, war ihm verboten. Um sich endlich entfalten zu können, folgten mehrere Umzüge Schillers - er lebte in Mannheim, Leipzig, Gohlis und letztendlich auch Weimar. In Weimar fühlte er sich letztendlich tatsächlich wohl und konnte dort mit seiner Frau Charlotte und den vier Kindern gut leben. Auch eine Freundschaft zu Goethe verband ihn hier. Leider war Schillers Leben auch von häufiger Krankheit geprägt, woraufhin er am 09. Mai 1805 an einer Lungenentzündung starb, die auf ein komplettes Organversagen hin folgte.

Alle Bücher von Friedrich Schiller

Cover des Buches Kabale und Liebe (ISBN: 9783947894918)

Kabale und Liebe

 (1.193)
Erschienen am 02.01.2020
Cover des Buches Die Räuber (ISBN: 9783744864763)

Die Räuber

 (647)
Erschienen am 25.09.2017
Cover des Buches Maria Stuart (ISBN: 9783518188538)

Maria Stuart

 (549)
Erschienen am 23.02.2011
Cover des Buches Wilhelm Tell (ISBN: 9783843039543)

Wilhelm Tell

 (501)
Erschienen am 24.01.2014
Cover des Buches Don Carlos, Infant von Spanien (ISBN: 9783849565107)

Don Carlos, Infant von Spanien

 (294)
Erschienen am 14.08.2013
Cover des Buches Wallensteins Tod (ISBN: 9783849546380)

Wallensteins Tod

 (53)
Erschienen am 21.05.2013

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Neue Rezensionen zu Friedrich Schiller

Cover des Buches Wilhelm Tell (ISBN: 9783843039543)beccariss avatar

Rezension zu "Wilhelm Tell" von Friedrich Schiller

Gründungsmythos der Schweiz
beccarisvor einem Monat

Mit Friedrich von Schillers ‘Wilhelm Tell’ wird der Freiheitskampf der Schweizer gegen die Herrschaft der Habsburger dargestellt. Als klassisches Theater wurde das Volksstück 1804 erstmals aufgeführt. Von seinem Freund Goethe inspiriert, nahm Schiller die Tellsage auf und schrieb diese in Blankvers für die Bühne des Weimarer Hoftheaters.

 

Es geht um Knechtschaft und Freiheit eines Volkes, das sich zusammenrauft und sich von fremden Vögten befreien will. Ein auch zu heutiger Zeit immer noch sehr aktuelles Thema. Wilhelm Tell tritt als eher bescheidener, stiller Held in Erscheinung, seine Person ist aber nicht unumstritten. Sein Menschenbild ist geprägt von Pflicht und Neigung. Als Rechtfertigung für seinen Tyrannenmord an Gessler, schiebt er moralische Gründe vor. Dieser habe ihn zur Notwehr getrieben, weil er ihn auf den Kopf seines Sohnes zielen liess. Handelt Tell jedoch nicht auch im Namen der Freiheit und ist ein Mord nicht immer ein Mord, egal aus welchen Gründen? Als Spiegelfigur betritt Johannes Parricida, Neffe von König Albrecht I. am Schluss des Stücks die Bühne. Auch er hat einen Mord begangen, jedoch aus Habsucht und Rache.

 

Man kann den Text zudem als eine Auseinandersetzung mit der französischen Revolution verstehen. Über das Widerstandsrecht eines Volkes gegen Tyrannei und die Frage, wann gilt eine Herrschaft überhaupt als tyrannisch, darüber kann diskutiert werden, insofern eine durchaus lohnenswerte Schullektüre.

 

Wenn man sich auf diese Versform einmal eingelassen hat, ist sie sehr angenehm und leicht zu lesen. Für die dynamische Dramatik und die gesprochene Sprache eignen sich die jambischen Sätze besonders gut. Mir haben auch die gewaltigen Naturbeschreibungen sehr gut gefallen. Insgesamt immer noch lesenswert, wenn man sich für Mythen der Geschichte interessiert und Zusammenhänge, die bis in die heutige Zeit wirken.

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Cover des Buches Die Räuber - REMIXED (ISBN: B0112PSNHI)Nicole_Thoenes avatar

Rezension zu "Die Räuber - REMIXED" von Friedrich Schiller

Nett gemacht
Nicole_Thoenevor 2 Monaten

Die Räuber - REMIXED

Daten: Geschrieben von: Friedrich Schiller, Carolin-Therese Wolff
Gesprochen von: Sven Lauer, Gero Ivers, Celina Bostic, Friedrich Liechtenstein
Spieldauer: 2 Std. und 10 Min.
Erscheinungsdatum: 10.07.2015

Meinung: Als Schillers "Die Räuber" 1782 uraufgeführt wurde, verursachte es tumultartige Zustände im Theater. Das revolutionäre Drama bewirkte einen handfesten Skandal. Seitdem ist tonnenweise Kunstblut auf deutschen Bühnen geflossen und hunderte Bühnentode wurden gestorben. Bis heute ist Schillers Stück dank seines zeitlosen Kerns ein Klassiker.

Wie zeitlos, zeigt die Hörspiel-Neubearbeitung von Carolin-Therese Wolff. Sie katapultiert Schillers Drama ins Berlin der Gegenwart. Die Straße macht den Beat, wenn der mörderische Bruderkampf zwischen Karl und Franz Moor zu einem modernen Gang-Drama wird. Was bleibt: Eine gnadenlose Geschichte um Rivalität, Freiheitsdrang, Gesetzeslosigkeit und zerstörerische Liebe.

Meinung: Die Sprecher sind alle Klasse und es hat Spaß gemacht, es zu hören. Es hat zwar nichts mit dem Original mehr zu tun, aber das ist ja nicht schlimm. Teilweise sind die Sprecher etwas überdreht und die Sprachweise ist manchmal etwas krass. Auf neu gemacht eine gute Idee. Hat mir sehr gut gefallen. Teilweise auch witzig. Kann ich nur empfehlen.

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Cover des Buches Maria Stuart / Die Jungfrau von Orleans (ISBN: 9783596901487)SotsiaalneKeskkonds avatar

Rezension zu "Maria Stuart / Die Jungfrau von Orleans" von Friedrich Schiller

Thematisch ein Hochgenuss
SotsiaalneKeskkondvor 2 Monaten

Zwei der mächtigsten Frauen ihrer Zeit treffen aufeinander und versuchen, ihrem eigenen Willen nachzugehen, und trotzdem ihren Verantwortungen gerecht zu werden. Ein Balanceakt der Gefühle. 

Sprachlich konnte mich Schiller bereits überzeugen und auch begeistern. Gepaart damit, dass Maria Stuart ein historisch interessantes Thema ist, mit dem ich mich schon ein wenig auseinandergesetzt habe, hatte ich recht hohe Erwartungen an das Stück. Und die konnte dieses Stück vollends erfüllen. Sprachlich auch heute noch gut verständlich, recht schmalzig, aber nicht zu kitschig, und man bleibt immer am Ball und liest weiter. Die letzten Tage Maria Stuarts in ihrer jahrelangen Gefangenschaft werden emotional und anschaulich geschildert, den Leserinnen und Lesern werden auch die historischen Hintergründe dargelegt, wodurch die Gründe für ihre Hinrichtung auch heute noch nachvollziehbar sind. Der historische Aspekt hat also nicht an Aktualität eingebüßt. Abgerundet wird das ganze aber von den unheimlich gut gestalteten Protagonisten. Vielseitig und immer für eine kleine Überraschung gut. Besonders ausgefeilt ist aber der innere Konflikt Elizabeth's I. darüber, ob sie das Todesurteil Maria Stuarts nun unterschreiben soll, oder nicht, und auch mit Maria Stuart haben wir eine wirklich starke Frau. Die beiden konkurrieren auch um die Sympathien der Leserinnen und Leser, wohingegen wir mit Burgleih und Mortimer zwei Charaktere haben, die für die Leserschaft des 21. Jahrhunderts sicherlich nicht gerade Sympathieträger sind. Damit haben wir nicht diese typische Einteilung in eine gute und eine schlechte Seite, sondern beide Interessensparteien weisen eine große Palette an unterschiedlichen Charakterzügen auf. 


Alles in allem ist Maria Stuart heute immer noch genau das, was es zu Zeiten Schillers war, ein lesenswertes und gelungenes Historiendrama, das einem die Geschichte Maria Stuarts näher bringt. 

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Gespräche aus der Community

SusanneUlrikeMariaAlbrechts avatar
SusanneUlrikeMariaAlbrecht


Stürzten, flogen, schmolzen Geist und

Geist zusammen;

Lippen, Wangen brannten, zitterten;

Seele rann in Seele, Erd' und Himmel

schwammen wie zerronnen um

die Liebenden!


Friedrich von Schiller

Johann Christoph Friederich Schiller
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SusanneUlrikeMariaAlbrechts avatar
SusanneUlrikeMariaAlbrecht

... AM MÄCHTIGSTEN ALLEIN.


Friedrich von Schiller

Johann Christoph Friederich Schiller
0 Beiträge
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SusanneUlrikeMariaAlbrechts avatar
SusanneUlrikeMariaAlbrecht


... auf den höchsten Gott

und uns nicht fürchten

vor der Macht der

Menschen.


Friedrich von Schiller

Johann Christoph Friederich Schiller
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Zusätzliche Informationen

Friedrich Schiller wurde am 09. November 1759 in Marbach (Deutschland) geboren.

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