Friedrich Schiller Der Verbrecher aus verlorener Ehre und andere Erzählungen

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Inhaltsangabe zu „Der Verbrecher aus verlorener Ehre und andere Erzählungen“ von Friedrich Schiller

Verbrecher sind auch Menschen. In seiner Erzählung ›Der Verbrecher aus verlorener Ehre‹ greift Schiller ein Rechtssystem an, dessen Gnadenlosigkeit keine Möglichkeit der Resozialisierung offenlässt. Von Armut getrieben, wird Christian Wolf zum Wilddieb, aus Eifersucht wird er angeschwärzt. Der Sog der Ausgrenzung zieht ihn hinab in eine Spirale der Gewalt. Als er mit letzter Kraft den Sprung in ein ehrenhaftes Leben wagt, zeigt das Recht sein unmenschliches Gesicht. Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.

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  • Rezension zu "Der Verbrecher aus verlorener Ehre" von Friedrich von Schiller

    Der Verbrecher aus verlorener Ehre und andere Erzählungen

    Heike110566

    07. January 2010 um 08:53

    Schiller (1759-1805) ist vor allem als Autor bekannt für sein Schaffen als Dramatiker und Lyriker. Aber auch einige Erzählungen gehören zu seiner literarischen Hinterlassenschaft. So z. B. "Der Verbrecher aus verlorener Ehre", 1785 von Schiller niedergeschrieben. Die Erzählung basiert auf die wahre Lebensgeschichte Friedrich Schwans, der 1729 geboren, 1760 hingerichtet wurde. Ein junger Mann, Sohn und Nachfolger des Sonnenwirts, der in seinem Äußeren von der Natur nicht gerade begünstigt wurde und dafür schon in frühester Kindheit Ablehnung von allen Seiten erfährt, verliebt sich in ein schönes Mädchen, dessen Gunst er dadurch versucht zu behalten, indem er ihr Geschenke macht. Um diese zu finanzieren wird er zum Wilddieb. Dummerweise ist einer der Nebenbuhler Jagdgehilfe und daran interessiert seinen Konkurrenten loszuwerden. Deshalb lauert er ihn auf und erwischt ihn beim Wildern. Der Sonnenwirt wird vor Gericht gestellt und zu einer Geldstrafe verurteilt. Aber weniger die Strafe trifft ihn, denn diese kann er aus seinen finanziellen Rücklagen als "Sonnenwirt" begleichen, sondern vielmehr die Stigmatisierung durch die Verurteilung und die daraus folgende Ablehnung durch die ihn umgebende Gemeinschaft. Sein verlorener Status zwingt ihn zu einem Leben als Ausgestoßener, der schlieslich zum Mörder wird. Schiller rechtfertigt nicht die Straftaten des Sonnenwirtes, aber er plädiert dafür, dass man die Ursachen, die aus diesen Menschen einen Mörder machten, mit berücksichtigt. Dies tat nämlich die damalige Justiz nicht. --- Und auch wir heute tun dies oft leider immer noch nicht.

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  • Rezension zu "Der Verbrecher aus verlorener Ehre und andere Erzählungen" von Friedrich von Schiller

    Der Verbrecher aus verlorener Ehre und andere Erzählungen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. November 2008 um 14:16

    Diese kleine Sammlung der Prosawerke Schillers, die ich bisher noch gar nicht kannte und dies wohl einen sehr einfachen Grund hat: Schiller selbst hat diese Arbeiten nur als Zubrot (vielleicht eher Hauptbrot) geschrieben, darum ihnen auch keinen literarischen Stellenwert gegeben. Dennoch interessant zu lesen und in sich aufzunehmen.. Geschrieben in seiner Drängerzeit, wird die Thematik um die Räuber hier klar angeklungen und die Fragestellung um das Innenleben verbrecherischer Bürger zur Thematik gemacht. Ich habe gleich noch ein Hörspiel vom Verbrecher aus verlorener Ehre nachgeschoben, und siehe an: so wenig dies vielleicht eine Erzählung im konventionellen Sinne ist, so sehr spürt man doch das schreibende Talent Schillers. Wenig kann in 32 Seiten so viel werden...

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