Friedrich Schiller Hamburger Lesehefte. Nr.61. Kabale und Liebe von Schiller. Friedrich von (2013) Taschenbuch

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Inhaltsangabe zu „Hamburger Lesehefte. Nr.61. Kabale und Liebe von Schiller. Friedrich von (2013) Taschenbuch“ von Friedrich Schiller

3,5 Sterne

— PoetinDesLichts

Sehr vielfältige, überzeugende Charaktere und noch immer aktuelle Themen.

— maus900

es ist nicht schlecht. Die Geschichte könnte von heute sein. Nichts geht doch über die Liebe, nicht wahr?

— lifebee
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  • Liebe in unterschiedlichen Gesellschaftsschichten

    Hamburger Lesehefte. Nr.61. Kabale und Liebe von Schiller. Friedrich von (2013) Taschenbuch

    Minje

    12. June 2016 um 14:10

    "Kabale und Liebe" entnahm ich aus dem Buch "Gesammelte Werke" von Friedrich Schiller, 2014.Am 13.4 1784 wurde "Kabale und Liebe" uraufgeführt.InhaltLouise und Ferdinand lieben sich. Doch sie kommen nicht aus derselben Gesellschaftsschicht. Ferdinands Vater unternimmt etwas. Wird er es schaffen, diese Liebe zu zerstören?ThemaWer hat Schuld? Hat Ferdinand Schuld an Tod von Louise, da er ihr das Gift in dem Becher getan hat? Oder sein Vater, da er die Intrige wollte? Oder der Sekretär, da er der ausführende war? Wer trägt die Verantwortung?Ist so eine Liebe, mit so großem Standesunterschied utopisch oder realistisch?MeinungDie Tragödie besteht aus 5 Akten. Gerade im 4. und 5. Akt ist viel Dramatik, viel Verzweiflung spürbar. Alles spitzt sich zu.Zu den Charakteren:Louise ist voller Emotion. Im 1.Akt, 3. Szene verteidigt sie ihre Gefühle inbrünstig. Auch im 3. Akt, 4. Szene, zeigt sie viel Gefühl, ist schon trauriger. Im 4. Akt, 7. Szene, ist sie immer noch voller Emotion. Allerdings hat sie hier bereits abgeschlossen und redet von Suizid. Doch ihre Verzweiflung ist deutlich spürbar.Auch Ferdinand ist jemand voller Emotion. Dies wird deutlich im 3. Akt, 3. Szene deutlich.Das Ende: es passt zu einer Tragödie. Wenn diese Geschichte moderner wäre, hätte ich ein Ende schön gefunden, wo die beiden heimlich in der Nacht flüchten, ganz weit weg, und woanders ein neues Leben beginnen.

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  • „Kabale und Liebe“ - Ein charakterstarkes Stück!

    Hamburger Lesehefte. Nr.61. Kabale und Liebe von Schiller. Friedrich von (2013) Taschenbuch

    maus900

    22. May 2016 um 18:23

    Das Drama »Kabale und Liebe« ist ein bürgerliches Trauerspiel, das von Friedrich Schiller 1784 veröffentlicht wurde. Das Drama handelt von der Liebesbeziehung der bürgerlichen Luise und Ferdinand von Walter, dem Sohn des adligen Präsidenten. Durch ein Intrigenspiel von Ferdinands Vater und dessen Sekretär Wurm wird diese Liebe unmöglich und endet in einer Katastrophe. Das Stück ist als Kritik am Adel und seinen Machenschaften aber auch als Spiegel typischer menschlicher Gefühle und Verhaltensweisen zu verstehen. Für mich sind das faszinierendste an dem Drama die vielfältigen und authentischen Persönlichkeiten. Zum einen ist da Ferdinand, der seine Luise so sehr liebt, dass er sogar auf sein Erbe verzichten würde, aber trotz seiner Gefühle an der Aufrichtigkeit ihrer Liebe für ihn zweifelt. Aus diesem Grund gelingt es der Intrige seines Vaters, die einen gefälschten Liebesbrief von Luise an einen anderen Mann beinhaltet, die Beziehung schließlich zu zerstören. Ich hätte mir gewünscht, dass Ferdinand Luise mehr Vertauen entgegen gebracht hätte, denn dann hätte die Tragödie am Ende des Dramas vielleicht verhindert werden können. Allerdings gefällt mir wie sich Ferdinand im Laufe der Handlung immer weiter von seinem Vater und dessen Machenschaften distanziert und sich gegen ihn auflehnt. Zum anderen ist da Ferdinands große Liebe Luise, die ein sehr starkes Pflichtbewusstsein besitzt. Obwohl es ihr das Herz zerreißt, möchte sie sich von Ferdinand trennen, da ihre Beziehung gegen die Standesschranken verstößt und deshalb von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Auch das Verzichten und das Vergeben sind zwei wesentliche Grundzüge ihres Charakters. Obwohl der Präsident sie erpresst hat und Ferdinand ihr nicht geglaubt hat, vergibt sie den beiden letztendlich. Diese Wesenszüge lassen Luise wie eine christliche Heilige erscheinen. Das Gegenteil zu ihr, stellt Ferdinands Vater der Präsident von Walter dar. Er ist autoritär und herzlos und Liebe ist für ihn ein Fremdwort. Eine Heirat dient seiner Meinung nach nur zur Absicherung der Macht und so zerstört er aus Eigennutz die Liebe seines Sohnes. Trotz seiner furchtbaren Intrigen bringe ich ihm Anerkennung entgegen, da er ganz am Schluss seine Fehler einsieht und sich der Justiz stellt. Eine weitere sehr interessante Person ist Lady Milford. Sie ist die Mätresse des Herzogs und spielt allen die typische Adelige vor, sich nur um ihr Äußeres und ihren ersten Eindruck bei anderen Personen kümmert. In Wahrheit allerdings benutzt sie ihren Einfluss auf den Herrscher und ihren Reichtum, um den Bürgern im Land in der Not zu helfen. So verschenkt sie zum Beispiel wertvolle Edelsteine an Familien, die ihr gesamtes Hab und Gut bei einem Brand verloren haben. Lady Milford übernimmt damit Verantwortung für die Bürger und beweist einen guten Sinn für Gerechtigkeit. Außerdem ist sie eine der wenigen Adligen, die an die wahre Liebe glaubt und zum Ende des Dramas hin echte Größe zeigt, als sie sich der Beziehung zwischen Ferdinand und Luise nicht mehr in den Weg stellen möchte, obwohl sie Ferdinand ebenfalls liebt. Lady Milford hat einen sehr vielschichtigen Charakter, der vermutlich gerade deswegen so überzeugend wirkt und meiner Ansicht nach hätte sie in dem Drama eine noch zentralere Rolle spielen können. Neben den Personen möchte ich noch die Themen des Dramas hervorheben. Schiller hat das Drama zur Zeit des Sturm und Drang geschrieben, einer Zeit in der die junge Generation den Absolutismus und das alte Denken verabscheut und nach neuen Wegen gesucht hat. Eines der wohl zentralsten Leitmotive dieser Epoche und des Dramas ist wohl das Thema Liebe. Es gibt viele Passagen in denen Luise und Ferdinand, aber auch Lady Milford über ihre Gefühle sprechen. Allerdings wäre die Liebe zwischen Ferdinand und Luise jedoch undenkbar ohne die vom Sturm und Drang erstrebte Gleichheit zwischen allen Bürgern, für die sich auch Ferdinand einsetzt, als er sich mit Luises Familie auf eine Stufe stellt und sie vor der Willkür seines Vaters beschützen möchte, der sich selbst und den Adel als besser erachtet und verlangt das Ferdinand die adelige Lady Milford heiratet. Auch das Streben nach Freiheit hat eine große Bedeutung. Luise zum Beispiel ist so verzweifelt, das sie ihre einzige Hoffnung auf ein glückliches „Leben“ mit Ferdinand nur noch im Tod sieht. Aber auch Ferdinand möchte frei sein diejenige zu heiraten, die er liebt. Er verabscheut die arrangierte Zwangsheirat seines Vaters und will sich nicht dessem Willen beugen. Dadurch zeigt er seine Individualität und dass er nicht blind den Anweisungen seines Vaters folgt. Auch wenn die Zeit des Sturm und Drang bereits über 200 Jahre her ist, kämpfen die Menschen in einigen Ländern, wie zum Beispiel in Indien, auch heute noch für die bereits damals erstrebten Werte. Insgesamt kann ich sagen, dass die veraltete Sprache in dem Drama, die auf das Erscheinungsjahr zurückzuführen ist, dem Lesen absolut keinen Abbruch tut, da die Themen einfach immer noch aktuell sind und man darum die Handlungsweisen der Personen gut nachvollziehen kann. Außerdem vereint das Drama viele verschiedene Persönlichkeiten, die absolut glaubwürdig erscheinen und deshalb kann ich „Kabale und Liebe“ nur weiter empfehlen.

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