Friedrich Schiller Maria Stuart

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Inhaltsangabe zu „Maria Stuart“ von Friedrich Schiller

Text und Kommentar in einem Band. In der Suhrkamp BasisBibliothek erscheinen literarische Hauptwerke aller Epochen und Gattungen als Arbeitstexte für Schule und Studium. Der vollständige Text wird ergänzt durch anschaulich geschriebene Kommentare.

Schillers Sprache ist ein Genuss

— Maria0001

spannender als ich dachte

— STERNENFUNKELN

Ich fand es sehr interessant:) ein sehr lassisches Drama mit einer interessanten Heldin

— thiefladyXmysteriousKatha

Wirklich gut - obwohl Pflichtlektüre ;)

— Trine

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    Maria Stuart

    Maria0001

    29. May 2017 um 20:25

    Schiller schreibt nicht nur eine interessante Geschichte - er tut dies vor allem mit dieser schönen, für ihn ganz und gar charakteristischen Sprache, die entzückt und belustigt zugleich.


  • Drama mit historischem Hintergrund

    Maria Stuart

    n_ess_a

    22. October 2014 um 17:25

    Am Anfang habe ich mich echt schwer getan das Buch zu lesen, da es nicht einfach zu lesen ist. Aber ich habe immer stückkchenweise gelesen und im nachhinein fand ich das Buch richtig interessant! Da Maria Stuart eine Person war, die tatsächlich gelebt hat und es diesen Konflikt zwischen Maria und Elisabeth tatsächlich gab fand ich es richtig interessant, wie Schiller es gestaltet hat. Man erkennt tatsächlich noch gewisse Probleme die heute ebenfalls aktuell sind. Für eine Schullecktüre extrem gut!

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  • Rezension zu "Maria Stuart" von Friedrich Schiller

    Maria Stuart

    Janus_Junavorg

    Ein muss, wer sich für Weltliteratur und Geschichte interessiert.

    • 2
  • Rezension zu "Maria Stuart" von Friedrich Schiller

    Maria Stuart

    Badmojo44

    24. February 2012 um 18:59

    "Maria Stuart" von Schiller ist ein gutes bis sehr gutes Drama. Dargestellt, werden die letzten Tage der Königin von Schottland, Maria Stuart bevor sie hingerichtet wird!? Obwohl die Namen allesamt existierten, bediente sich Schiller bei dieser Darstellung seiner Fantasie und wurde schon zu Lebzeiten, dafür von Kritikern angefeindet. . Story: Im Blickpunkt steht Maria Stuart die nach jahrelanger Haft gebrochen ist und Königin Elisabeth I. von England. Elisabeth I., kann sich nicht durchringen den Todesbefehl zur Hinrichtung zu geben, hat aber gleichzeitig Angst um ihren Thron und ihr Leben. Zur selben Zeit, versucht ein Anhänger der Stuart, der den Hof unterwandert hat, alles in die Wege zu leiten um diese zu befreien. Dieses ganze Schauspiel, endet wie soll es in einem Drama anders sein, in keinen Happy End. . Fazit: Maria Stuart, lässt sich schneller und leichter lesen als "Kabale und Liebe" und ist des Titels eines Dramas würdig. Von mir gibt es daher 4 Sterne für den Herrn Schiller.

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  • Rezension zu "Maria Stuart" von Friedrich Schiller

    Maria Stuart

    Sanny-

    09. August 2011 um 17:52

    Dieses Buch war leider das langweiligste, was ich in meiner gesamten Schulzeit lesen musste. Ich hab mich auch nur durchgequält, weil ich eine Klausur darüber zu schreiben hatte. Die Dialoge sind genauso wenig spannend, wie die Story.
    Alles in allem ist Schiller auch eher weniger mein Fall, ich bin eher ein Goethe-Fan.
    Deshalb leider nur 1 Stern von mir.

  • Rezension zu "Maria Stuart" von Friedrich Schiller

    Maria Stuart

    Shiku

    29. December 2010 um 23:34

    Das Schicksal von Mary, Queen of Scots ist den meisten so in etwa bekannt: Marias zweiter Ehemann starb bei einer Explosion, die offenbar ein Anschlag auf ihn war. Ob Maria davon wusste, ist bis heute nicht ganz klar geklärt, doch Schiller geht in seinem Stück davon aus. Es folgten eine weitere Heirat und Turbulenzen; Maria musste schlussendlich fliehen und kam nach England. Dort ging es auch ein wenig drunter und drüber und Maria saß ganze 18 Jahre in Haft, bis sie endgültig zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde. Um diese Episode geht es in Schillers Werk, um die letzten Tage. Marie sehnt sich nach einem Treffen mit Eilsabeth, um an ihre Gnade appellieren zu können – die Königin will dem jedoch auch dem Weg gehen. Trotzdem treffen sie aufeinander – denn beide Königinnen haben ihre Unterstützer – und haben ein Gespräch, das es zum Höhepunkt des Werkes schaffte. Elisabeth verurteilt Maria. Und Maria nimmt es hin. Offen gesagt, ich bin kein großer Freund von Dramen und auch Geschichte war nur im Bereich der historischen Romane was für mich. Normalerweise lese ich Dramen einfach weg, ohne dabei wirklich die Gefühle und die Spannung zu spüren. Es waren ein paar Zeilen und fertig. Erstaunlicherweise kann ich dies nicht von „Maria Stuart“ behaupten. Es ist ein Drama, wie es im Buche steht – mit dem Spannungsaufbau, dem Höhepunkt und dann dem kurze Bogen bis zum Ende hin. Und genau wie es so wohl gedacht war, funktioniert dieses Prinzip. Leider gibt es kleine Längen, und zwar vor dem Gespräch mit Elisabeth und Maria. Alles arbeitet darauf hin, im Grunde wird nur noch diese Szene erwartet, aber sie kommt eben nicht gleich. Dafür gibt es Monologe, Diskussionen, Verschwörungen … alles interessant, aber insgeheim wird dann doch auf etwas anderes gelauert. Die andere ist vor Marias Tod dann. Im Grunde verhält es sich hierbei wie mit der anderen Länge: Die Hinrichtung wird erwartet (nicht sehnlichst gewünscht), aber es kommt erst noch anderes zum Zuge. Belohnt wird der Leser durch umso spannendere Szenen, bei denen besonders das Gespräch zwischen den Monarchinnen glänzt. Ich hatte ernsthaft das erste Mal richtig Herzklopfen bei einem Werk dieser Art. Aber auch die Diskussionen, ob Maria nun hingerichtet werden soll oder nicht und die schlussendliche Erkenntnis, das Maria unschuldig gewesen sei, machen schlichtweg Spaß. Interessanterweise erscheint Maria hier – trotz ihrer festgelegten Mitschuld am Tod ihres Mannes und der angeblichen Verschwörung gegen Elisabeth – als positiver Charakter. Sie ist gefangen, muss bangen und kann die Hoffnung doch nicht ganz aufgeben. Und wenn doch – dann trägt sie ihr Schicksal hoch erhobenen Hauptes. Ihre Argumente überzeugen, doch erhört wird sie nicht. Sie ist hier das Opfer, ein Opfer, das seine Würde beibehält, selbst bis in den Tod. Von Elisabeth dagegen ist ein eher negatives Bild anzufinden. Allein schon ihr Entscheidungsunwille lässt die Mundwinkel nach unten wandern. Alles in allem erscheint sie feige, unfähig, die Verantwortung für ihre Taten zu übernehmen. Sie will vor der Schuld fliehen und dass am Ende gar ihre Liebsten sie verlassen, verstärkt dieses Eindruck ungemein. Wer sonst eher Sympathien für Elisabeth hegte, mag damit vielleicht anfangs ein paar Probleme haben, aber für die kurze Zeit sind solche Störfaktoren sicherlich ignorierbar. (Genauso kann die Neutralität nur um des Empfindens Willen auch mal aufgegeben werden!) Zum positiven Eindruck gehört allerdings auch Schillers Sprache dazu. Ich bin kein großer Analytiker von Reimschemata et cetera, aber er scheint recht geschickt zu Werke gegangen zu sein. Der Text fließt geradezu dahin, Zeilenumbrüche sind gar nicht mehr da und ehe man sich’s versieht, ist schon wieder eine Szene davongeflogen. „Maria Stuart“ lässt sich wunderbar runterlesen, selbst laut. Das ist besonders für Menschen wie mich – die sich mit Versen und dergleichen normalerweise schwerer tun – umso erfreulicher. Ich habe also endlich ein Drama gefunden, das selbst in rein schriftlicher Form spannend ist und sich sehr gut lesen lässt. Schillers Werk mag sich nicht ganz an belegte historische Fakten halten, aber das Stück an sich funktioniert wunderbar. Wer also Probleme mit Dramen hat – sollte vielleicht hiermit anfangen, schaden kann es nicht!

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  • Rezension zu "Maria Stuart" von Friedrich von Schiller

    Maria Stuart

    Heike110566

    26. December 2010 um 15:57

    Die Willensfreiheit des Menschen war ein zentrales Thema für Schiller und es spiegelte sich auch immer wieder in seinen Werken wider. Erinnert sei an "Der Verbrecher aus verlorener Ehre" (1785) und an "Wallenstein" (1798/99). Auch in "Maria Stuart" (1800) ist die Freiheit des Willens ein Dreh- und Angelpunkt. Maria, Königin von Schottland, ist seit 19 Jahren Gefangene der englischen Königin Elisabeth. Maria hatte einst Ansprüche auf den englischen Thron erhoben, auf dem ihre Schwester Elisabeth sitzt. Als Maria von ihren eigenen Lords vertrieben wurde, floh sie nach England und bat Elisabeth um Schutz. Diese nutzte aber die Gelegenheit, ihre Konkurrentin gefangen zu nehmen. Gegen die Festgesetzte wurde ein Prozess geführt, in dem sie wegen der versuchten Tötung der englischen Königin zum Tode verurteilt wurde. Nur Elisabeths Unterschrift fehlt nun noch unter dem Urteil, damit es vollstreckt wird. Mortimer, der Neffe des Maria-Hüters Ritter Paulet, der während seiner Europa-Reise zum Katholizismus, dem Glauben Marias, konvertiert ist, teilt der Gefangenen, noch bevor sie offiziel es mitgeteilt bekommt, das Urteil mit. Gleichzeitig bietet er an, die eingekerkete Königin, die er für die rechtmäßige auch hält, zu befreien. Maria steht dem skeptisch gegenüber, setzt auf Leicester, ihren ehemaligen Geliebten, der aber auch der Favorit von Elisabeth ist, und auf die englische Königin selber. "Ganz England hütet meines Kerkers Tore. | Der freie Wille der Elisabeth allein | Kann sie mir auftun." (I,6) - Elisabeth fühlt sich aber gar nicht so frei in ihren Entscheidungen: "Die Könige sind nur Sklaven ihres Standes, | Dem eigenen Herzen dürfen sie nicht folgen." (II,2) Und tatsächlich gibt es verschiedene Kräfte, die die Königin in die jeweils ihnen genehme Richtung zwingen wollen. Da ist Burleigh, der Großschatzmeister, der den Tod von Maria will, da ist Talbot, der Graf von Shrewsbury, der dafür plädiert, das Urteil nicht zu vollstrecken und da ist Leicester, der im Gericht für den Tod stimmte, nun aber für Gnade eintritt, solange nichts weiter passiert, dies aber, weil er noch Gefühle für Maria hat und eigene Interessen verfolgt. Und da ist das Volk, das offenbar auch den Tod von Maria fordert, haben sie doch Angst vor der Rückkehr des Papsttums nach England. Maria hofft Elisabeth günstig zu stimmen, wenn es ihr gelingt, dass Elisabeth sich bereit erklärt, sie zu einer Unterhaltung zu treffen. Und ein solches Treffen kommt tatsächlich dann als Mittelteil des Dramas zustande (III,4). (In der Realität gab es ein solches Treffen der beiden Königinnen nicht.) Aber Maria verliert dabei die Kontrolle über sich und lässt ihren angestauten Unmut freien Lauf. Elisabeth verlässt in Wut die Szenerie. Bei der Rückkehr nach London findet ein Attentat auf sie statt. Verübt wird es von einem Gefährten Mortimers. Die Verantwortung wird Maria angelastet. Elisabeth ist nun entschlossen, ihre Konkurrentin sterben zu lassen. Am liebsten wäre es ihr, wenn Maria einfach so stirbt, ohne ihr zutun. Sie versuchte bereits Paulet zu gewinnen, dass er dafür sorge. Da der aber ablehnte, stiftet sie nun Mortimer an. Der nimmt an, um Zeit zu gewinnen, er steht ja auf Marias Seite, in der er sich inzwischen auch verliebt hat. - Aber dann entscheidet sich Elisabeth doch, das Urteil zu unterzeichnen. Sie übergibt das Dokument dem Staatssekretär Davison, der um klare Anweisungen, wie er nun vorgehen soll, bittet. Elisabeth druckst herum, erklärt sich nicht eindeutig. Als Burleigh mitbekommt, dass die Königin das Dokument unterzeihnet hat, bringt er es an sich und lässt das Urteil vollstrecken. Kurz darauf stellt sich aber heraus, dass die Zeugenaussage, auf die sich das Urteil stützte, falsch war. Elisabeth fordert von Davison das Dokument zurück. Der ist erstaunt, denn als plötzlich Burleigh Marias Tod vermeldet, wälzt Elisabeth ihre Schuld auf den Staatssekretär ab. Sie habe klare Befehle erteilt, er sollte das Dokument nur aufbewahren. Von Vollstrecken habe sie nichts gesagt. Er sei schuld an Marias ungerechtfertigten Tod, nicht sie. Die Unterschrift habe sie nur gemacht wegen des Drucks auf ihr. Kann aber Elisabeth tatsächlich die Verantwortung von sich weisen. Sie hat unterschrieben. Ihre Unterschrift war die Entscheidung für die Errichtung des Schafotts. Ja, das Volk forderte Marias Tod nach dem Attentat auf Elisabeth. Aber dies ist nicht hinreichend, einen Menschen hinzurichten. Die Schuld war keineswegs erwiesen. - Schiller bezieht in dieser Frage auch klar Stellung am Ende des Dramas. Elisabeth hat Davison und Burleigh verbannen wollen, um dafür Talbot einzusetzen, der die Falschaussage aufgedeckt hat. Aber Talbot lehnt ab: "Verbanne deine treusten Freunde nicht, | Wirf die nicht ins Gefängnis, die für dich | Gehandelt haben, die jetzt für dich schweigen. | - Mir aber, große Königin, erlaube, | Dass ich das Siegel, das du mir zwölf Jahre | Vertraut, zurück in deine Hände gebe." (V,15) Die Verantwortung liegt bei ihr für ihr Handeln und für die Folgen muss sie auch gerade stehen und nicht ihre Untergebenen, die nur ihre Befehle letztlich ausführten. Als ich das Stück las, musste ich unwillkürlich an Mumia Abu-Jamal denken. Der afroamerikanische Journalist und Buch-Autor sitzt seit 1982 wegen angeblich verübten Polizistenmordes in der Todeszelle. Bisher konnte die internationale Solidarität mit dem Ehrenbürger von Paris (seit 2003), Ehrenbürger von Saint Denis (seit 2006), Träger des Erich-Mühsam-Preises (2001) und anderer Auszeichnungen die Vollstreckung des Urteils verhindern. Seit Jahren kämpfen die Anwälte um die Wiederaufnahme des Verfahrens, da es durchaus Hinweise gibt, dass das Urteil auf unvollständigen bzw falschen Beweisen basiert. Andereseits gibt es Kräfte, die den Inhaftierten tot sehen wollen und vom Gouveneur die Unterzeichnung und damit Freigabe zur Vollstreckung fordern. Ein vollstrecktes Todesurteil ist nicht mehr korrigierbar. Auch nicht, wenn sich später herausstellt, dass es zu Unrecht erfolgte. Friedrich von Schiller hat hier ein Werk vorgelegt, das zeigt, dass dies ein großes Problem ist. Er war ein zutiefst von humanistischen Idealen geprägter Mensch und insbesondere dieses Drama zeigt dies auf sehr eindrucksvolle Art.

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  • Rezension zu "Maria Stuart / Die Jungfrau von Orleans" von Friedrich von Schiller

    Maria Stuart

    serpent

    02. July 2010 um 07:31

    Rezension zu "Die Jungfrau von Orléans": Zwischen England und Frankreich herrscht Krieg um die Krone und die Führung des Landes. Der französische Dauphin Karl will den Thron besteigen, wird jedoch sowohl von den Engländern als auch von den Burgundern bedroht. Sogar seine Mutter Isabeau hat sich von ihm abgewendet und unterstützt die Burgunder, die Seite an Seite mit den Engländern um den Thron kämpfen. Da tritt unerwartet das einfache Hirtenmädchen Johanna auf das Feld und kann eine schon verloren geglaubte Schlacht zu Gunsten der Franzosen wenden. Neue Hoffnung wird geschöpft, als das Mädchen sich als gesandte Gottes vorstellt und erklärt, nicht zu ruhen bevor der Dauphin zum rechtmäßigen König gekrönt werde. Tatsächlich wendet sich das Blatt mit Johanna (Jeanne d’Arc) als leuchtende Hoffnungsfigur schnell und die gerade noch zutiefst getroffenen Franzosen gewinnen die Überhand im hundertjährigen Krieg. Johanna sieht sich dabei selber als reine Mittelsfigur Gottes und der Jungfrau Marias und verschreibt sich ganz dem Ziel den Krieg zu gewinnen. Ihre weltlichen Interessen verdrängt sie darüber ganz und als ihr für einen kurzen Moment auf dem Schlachtfeld klar wird, dass sie dennoch nur ein Mensch ist, nimmt die Tragödie ihren Lauf… Zunächst fand ich es schwierig mich in Schillers Sprachgebraucht einzufinden und die vielen, handelnden Person einordnen zu können. Im Prolog beginnt das Stück mit der Einführung der Figur Johanna und ihren Schwestern, deren Verlobten und ihrem Vater. Noch hat der Leser keine Ahnung vom Krieg und liest über die Geschehnisse einer einfachen Familie. Johanna selber tritt dabei eher negativ in den Vordergrund: sie erscheint bereits besessen, wild und stürmerisch. Als Leser versteht man nicht genau, warum sie so ganz und gar „unweiblich“ spricht und handelt. Danach springt die Geschichte zum zukünftigen König – dem jetzigen Dauphin – und gibt erstmals einen Einblick in die politische Situation des Landes. Viel mehr noch erfährt man, wie schlecht es um Frankreich und seine Krone steht: das Land bankrott, die Engländer knapp vor den Türen und keine Hoffnung mehr auf einen Sieg. Bereits ab dieser Stelle war ich dann aber vollends neugierig, wie sich die Geschichte entwickelt. Bis jetzt kannte ich nur den Film „Jeanne d’Arc“ und konnte mich zumindest noch in etwa an das Ende erinnern. Würde Schiller seine Johanna auch auf dem Scheiterhaufen enden lassen? Und wie steht es mit dem politischen Hintergrund? – denn daran konnte ich mich nun wirklich nicht mehr erinnern. Im Verlauf der Geschichte ist man hin- und hergerissen dazwischen Johanna zu verteufeln und ins Herz zu schließen. Als „wahre Jungfrau“ – nicht nur körperlich, sondern auch als geistig rein – ist sie kaum greifbar, wirkt kühl und unnahbar, wenn nicht sogar grausam. Sie kennt dem englischen Feind gegenüber keine Gnade und führt die Feldzüge mit ihrem weiß-roten Banner an. Nicht einmal die Liebesbekundungen zweier französischer Edelmänner können sie erweichen und sie schwört, keine irdische Liebe empfinden zu können. Als sie jedoch mitten in einer Schlacht dennoch erkennen muss, dass sie sehr wohl ein Mensch ist, wirkt sie unglaublich sympathisch. Von der blutrünstigen Rächerin Gottes wird sie plötzlich zur verunsicherten Frau. Allerdings ist sie zu diesem Zeitpunkt bereits so weit in ihrer Rolle aufgegangen, dass ihr Weg nur noch ins Unglück führen kann. Ich möchte nicht verraten was genau passiert… aber ich versichere, dass es spannend wird! Die letzten 50 Seiten jedenfalls habe ich in einem Rutsch durchgelesen und habe mitgefiebert. Sowas passiert mir eigentlich selten bei einem Klassiker ;) Zum Lesefluss kann ich noch sagen, dass der gesamte Text natürlich ein Theaterstück ist. Die verschiedenen Charaktere sprechen nacheinander, es gibt Regieanweisungen und manchmal reimen sich sogar ganze Abschnitte. Wirkt vielleicht im ersten Moment etwas befremdlich, aber man gewöhnt sich schnell daran. Auch Wörter wie „jetzo“ und „itzo“ kommen vor – allerdings nicht so gehäuft, dass es beim Lesen anstrengend wird. Manche Formulierungen fand ich sogar einfach fantastisch! Daran merkt man wohl, weshalb Schiller zu den echten „Klassikern“ gehört… bei manchen anderen Autoren habe ich mich zumindest schon gefragt woher der Ruhm kommt, - hier kann ich es nachvollziehen. Zusammengefasst: Nach „Die Räuber“ gleich mein bisheriges Lieblingswerk von Schiller. Johanna ist eine starke Frau obwohl sie sich dem damaligen Frauenbild unterordnet* und ihre Geschichte bewegt und reißt mit. Empfehlenswert für alle, die ein großes Drama mit einer Frau im Vordergrund und viel Geschichte im Hintergrund mögen. Wer etwas gegen Religion hat, muss sich aber auch nicht scheuen das Buch zu lesen - denn von stundenlangem Geschwafel über den richtigen Glauben und die Liebe zu Gott wird hier zum Glück abgesehen. *Zitat aus dem Buch: „Gehorsam ist des Weibes Pflicht auf Erden, | Das harte Dulden ist ihr schweres Los, | Durch strengen Dienst muß sie geläutert werden, | Die hier gedienet, ist dort oben groß.“

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  • Rezension zu "Maria Stuart" von Friedrich Schiller

    Maria Stuart

    Penelope1

    15. February 2010 um 20:19

    Ein bekanntes Drama von Friedrich Schiller, in dem es um zwei berühmte Königinnen geht: Maria Stuart, ehemalige Königin von Schottland, und um Elisabeth I, Königin von England. Maria Stuart sucht Zuflucht ín England, nachdem sie beschuldigt wird, am Mord ihres Ex-Ehemannes beteiligt gewesen zu sein. Doch Elisabeth sieht in ihr eine Rivalin um den Königstitel und als sie ihre Angst begründet sieht, lässt sie Maria verhaften. Kurz vor der Hinrichtung von Maria Stuart setzt dieses Drama von Schiller ein, in dem es über die verzweifelten Versuche von Maria's Verehrern berichtet, die die Hinrichtung verhindern wollen, aber auch die Widersprüche von Elisabeth aufdeckt, die sich als weibliches Oberhaupt ihres Landes immer wieder verunsichern lässt, was das Beste für Sie und ihr Land ist... Eine gelungene Tragödie von Schiller, die 1800 uraufgeführt wurde und das man gelesen und/oder gesehen haben sollte!

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  • Rezension zu "Maria Stuart" von Friedrich Schiller

    Maria Stuart

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. October 2009 um 20:08

    Herr Schiller, sie haben meine Erwartungen mal wieder vollstens erfüllt. Nachdem in der 9. Jahrgangsstufe mit 'Kabale und Liebe' die erste Begenung mit Schiller und der Dramenform gemacht wurde, durften wir uns jetzt - in der Jahrgangsstufe 12 - ein zweites Mal mit einem seiner Werke beschäftigen. Hier thematisiert Schiller den Leidensweg der Maria Stuart, der Königin von Schottland, die aufgrund der Ermordung ihres Ehemanns aus ihrer Heimat verjagt wird und hilfesuchend nach England flieht, wo Elisabeth I. regiert. Diese sieht in Maria Stuart eine Konkurrentin um die englische Krone, lässt Maria gefangen nehmen und führt schließlich einen Prozess gegen ebendiese. Schiller steigt einige Tage vor der Hinrichtung in sein dramatisches Geschehen ein. Maria, die bis dato zahlreichen Männern den Kopf verdreht hat, findet in Mortimer, einer der wenigen fiktiven Gestalten in Schillers Tragödie, einen Helfer, der sie um jeden Preis aus ihrem Gefängnis befreien will. Da sich Maria jedoch schon mit ihrem Urteil abgefunden hat, bittet sie um ein Treffen mit Elisabeth I., um diese um Vergebung zu bitten. Da Elisabeth versucht, Maria weiter zu demütigen, gerät diese aus Kontrolle, verhält sich jedoch stolz, und bezeichnet sie als Heuchlerin. Das Gespräch verschärft die Situation, ein Urteil scheint schließlich unumgänglich. Ein fehlgeschlagener Mordversuch auf Elisabeth führt Mortimer schließlich zum Selbstmord. Für Maria, die eine Bedrohung für Elisabeths Thron darstellt, kommt jede Hilfe zu spät. Was in Schillers Drama überzeugt, ist wie immer seine sprachliche Gestaltung und er Aufbau seiner Stücke. Um den wirklichen historischen Kern zu erkennen, bedarf es trotz Schillers guter Auswahl einige Hintergrundhilfen. Die Nebenhandlung um die fiktive Gestalt des Mortimer unterstützt den Aufbau der geschlossenen Dramenform, es lässt sich ziemlich gut lesen und gerade durch die Fokusierung auf die Frauenrolle in der Monarchie wird dieses etwas untypische Drama zu einem Lesegenuss klassischer Literatur. Einzig das Versmaß hat mich während der Lektüre zwischenzeitig gestört, aber nach intensiver Beschäftigung wird das ganze nach und nach einfach, bis es schließlich ausgeblendet wird. Mit 'Maria Stuart' hat Schiller wiedermal bewiesen, dass Schullektüren nicht zwingend langweilig sein müssen, sondern auch ihren Reiz haben. Vermutlich wäre ich privat nie darauf gekommen, dieses Buch zu lesen. Man hätte wohl einen wichtigen Bestandteil der Literaturgeschichte verpasst.

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  • Rezension zu "Maria Stuart" von Friedrich von Schiller

    Maria Stuart

    Ines_Mueller

    19. August 2009 um 16:58

    Vor Maria Stuart haben wir in der Schule Wilhelm Tell gelesen und ich muss zugeben, dass ich dieses Buch schrecklich fand und von daher habe ich mich nicht auf dieses Buch gefreut. Aber meine Zweifel haben sich in Luft aufgelöst. Die eigentlich schwierigere Sprache hat mir bei diesem Bch keine Probleme bereitet. Besonders gut fand ich, wie Friedrich Schiller die Spannung so weit oben hielt. Ein wirklich gutes Buch, auch wenn es leider kein Happy End hat.

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  • Rezension zu "Maria Stuart" von Friedrich von Schiller

    Maria Stuart

    Sarii

    07. January 2009 um 21:30

    Ein spannendes und sehr authentisches Drama.
    Am Anfang fand ich jedoch etwas verwirrend auf Grund der vielen Akteure, aber wenn man die einmal "gespeichert" hat wird es äußerst spannend. Was mir besonders gefallen hat ist die Authenzität des Dramas, es ist in keinster Weise unrealistisch oder erfunden. Kann ich nur empfehlen :)

  • Rezension zu "Maria Stuart" von Friedrich von Schiller

    Maria Stuart

    Lyz

    05. December 2008 um 13:16

    Das Drama ist gut geschrieben, man muss es auf jeden Fall gelesen haben. Die Geschichte ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig.

  • Rezension zu "Maria Stuart" von Friedrich von Schiller

    Maria Stuart

    Pankraz

    14. October 2008 um 00:02

    Schillers Drama geht sehr persönlich und wahrscheinlich auch spekulativ auf das Gefühlsleben der zwei Frauen ein, zeigt ihre Stärken und unzählige menschliche Schwächen, gibt allerdings auch den Nebenfiguren ausreichend Gelegenheit sich zu entwickeln und Fragen aufzuwerfen. Da werden aus den scheinbaren Feinden der Maria Stuart ihre größten Verehrer und so mancher möchte für sie in den Tod gehen. Im Mittelpunkt bleiben jedoch die Gefühle und Gewissenskonflikte der beiden Hauptpersonen, die Zuneigung, ja, sogar das Verständnis für das Handeln der jeweiligen Gegenspielerin. Auch Maria Stuart wir von Schiller nicht ausschließlich als diese Märtyrerin gezeichnet, als die sie in die Geschichte einging, sondern als Frau mit Makel und auch blutigen Sünden. Elisabeth bleibt jedoch auch in Schillers Abhandlung die moralische Verliererin, sowohl beim Zaudern um eine Entscheidung, als auch im direkten Duell der beiden. So gelingt dem Autor beides: Den historischen Stoff abzuhandeln und Menschlichkeit und damit verbundene menschliche Schwächen einzubringen.

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  • Rezension zu "Maria Stuart" von Friedrich Schiller

    Maria Stuart

    MagicAnna

    06. September 2008 um 10:10

    Interessantes Drama von Schiller, nur manche Szenen zogen sich zu lang hin, aber sonst echt gut, weil in diesem Buch Frauen im Mittelpunkt stehen

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