Friedrich Strassegger Die Reise der Gedanken

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Inhaltsangabe zu „Die Reise der Gedanken“ von Friedrich Strassegger

Wien im Jahre 1938, der Anschluss. Ein Professor mit jüdischem Vater, er hat am ersten Weltkrieg teilgenommen, kann nicht glauben was rundum erzählt wird. Sein Tenor ist: Es wird nichts so heiß gegessen wie gekocht. Doch bald wird er eines Besseren belehrt. Er findet sich in einem Viehwaggon der Deutschen Reichsbahn wieder. Die Reise, das Lager (Buchenwald) und all die Erniedrigungen die ihm widerfahren vermögen ihn nicht zu brechen. Er versucht mit seinem Kopf dem Lager zu entfliehen - das gelingt ein Zeitlang, doch dann holt ihn die Realität ein es ist absehbar wann er zum Muselmann wird. Am Lagerleben zerbrochene Menschen wurden im KZ "Muselmänner" genannt. Der Muselmann war ein zerstörter, am Lagerleben zerbrochener Mensch, ein Opfer der schrittweisen Vernichtung. Ein Häftling, der nur die Lagerkost erhielt und nicht die Möglichkeit des "Organisierens" hatte, verfiel schon nach wenigen Wochen. Der chronische Hunger führte zu einer allgemeinen Körperschwäche. Die Muskulatur schwand, die Vitalfunktionen gingen auf das Minimum zurück. Der Pulsschlag verlangsamte sich, Blutdruck und Temperatur sanken ab, der Körper zitterte vor Kälte. Die Atmung ging langsamer, die Stimme wurde leise, jede Bewegung kostete größte Mühe. Der Muselmann war nicht mehr Herr seines Körpers. Er bekam Ödeme und Geschwüre, er war verdreckt und stank. Das Äußere eines Muselmannes wurde wie folgt beschrieben: Extrem abgemagert, trüber Blick, gleichgültiger - trauriger Gesichtsausdruck, Augen verschleiert, Augäpfel tief eingefallen, blaßgraue Hautfarbe, wobei die Haut ein dünnes, papierenes, hartes Aussehen bekam und sich schälte. Das Haar wurde struppig, matt, brach leicht. Der Kopf wirkte länglich, Jochbein und Augenhöhlen traten deutlich hervor. Aber auch die geistigen Aktivitäten und seelischen Regungen unterlagen einem radikalen Rückgang. Der Häftling verlor das Gedächtnis und die Fähigkeit zur Konzentration. Das Bewußtsein war nur mehr auf einen Punkt fixiert - Nahrung. Hungerphantasien überdeckten den quälenden Hunger. Doch da ist es ausgerechnet ein komplizierter Bruch seines Knöchels, der ihm zu Hilfe kommt.

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  • Rezension zu "Die Reise der Gedanken" von Friedrich Strassegger

    Die Reise der Gedanken
    ebnerru

    ebnerru

    10. June 2012 um 23:30

    Selten hat mich ein Text so berührt wie diese Geschichte eines Juden der die Reise nach Buchenwald und zurück überlebt hat. Ein wirklich sesibles Buch zu dem man nur sagen kann: Ganz toll geschriiben.
    Einziger Wermutstropfen: Die Spache ist mir zu veraltet.