Friedrich Torberg

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Lebenslauf von Friedrich Torberg

Friedrich Torberg, geboren 1908 in Wien, war Kritiker, Erzähler, Übersetzer und Essayist in Wien und Prag. Er emigrierte 1940 in die USA, wo er als Drehbuchautor in New York und Hollywood lebte. 1945 kehrte er nach Wien zurück, war Mitbegründer und bis 1965 Herausgeber der Monatsschrift Forum; vor allem durch den Erfolg seines Romans Der Schüler Gerber bekannt. 1930 erstmals im Zsolnay Verlag unter dem Titel Der Schüler Gerber hat absolviert erschienen. Anlässlich seines 20. Todestages ist Der Schüler Gerber 1999 in einer gebundenen Sonderausgabe bei Zsolnay erschienen.

Quelle: Verlag / vlb

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Cover des Buches Der Schüler Gerber (ISBN: 9783423195225)

Der Schüler Gerber

 (83)
Erschienen am 23.09.2011
Cover des Buches Die Erben der Tante Jolesch (ISBN: 9783423016445)

Die Erben der Tante Jolesch

 (10)
Erschienen am 01.04.1981
Cover des Buches Mein ist die Rache (ISBN: 9783423136860)

Mein ist die Rache

 (3)
Erschienen am 01.09.2008
Cover des Buches Auch das war Wien (ISBN: 9783902950215)

Auch das war Wien

 (2)
Erschienen am 30.10.2014
Cover des Buches Parodien und Post Scripta (ISBN: B0000BTT28)

Parodien und Post Scripta

 (2)
Erschienen am 01.05.1969
Cover des Buches Kaffeehaus war überall (ISBN: 9783784419480)

Kaffeehaus war überall

 (2)
Erschienen am 01.02.2002
Cover des Buches Hier bin ich, mein Vater (ISBN: 9783902950642)

Hier bin ich, mein Vater

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Erschienen am 07.10.2015

Neue Rezensionen zu Friedrich Torberg

Neu

Rezension zu "Der Schüler Gerber" von Friedrich Torberg

Buchklassiker: Der Schüler Gerber - Friedrich Torberg
Leselupe-Literaturvor einem Jahr

Heute nehme ich den Roman "Der Schüler Gerber" von Friedrich Torberg unter meine Leselupe. Das Buch ist 1973 mit 290 Seiten im dtv-Verlag erschienen und wurde ursprünglich im Jahre 1930 unter dem Titel "Der Schüler Gerber hat absolviert" veröffentlicht.


(Rezension auf Youtube)

Anfang des 20. Jahrhunderts befindet sich der Schüler Kurt Gerber im letzten Schuljahr vor der Reifeprüfung, also der Matura. Als selbständig denkender junger Mensch empfindet er die Übermacht der Lehrer erdrückend und den verzweifelten Wunsch der Schüler, den Erwartungen zu entsprechen, als demütigend. Weil er sehr gescheit ist, hatte er bisher keine großen Probleme mit den Lehrern, einige schätzen ihn auch wegen seines freien Geistes. Doch in diesem Jahr wird seiner Klasse der Professor Kupfer als Klassenvorstand zugeteilt, der meistgefürchtetste Lehrer der Schule, der es darauf abgesehen hat, Kurt kleinzukriegen, ihn unterwürfig zu machen.
Eine unerfüllte Liebe und die Last der Erwartungen seines kranken Vaters auf seinen Schultern, lassen dieses letzte Jahr für Kurt zum Albtraum werden.

Der Roman wird aus dritter Person erzählt. Der Erzähler begleitet dabei die meiste Zeit hindurch Kurt Gerber, gewährt uns aber auch Einblick in die Sichtweisen und innersten Gedanken anderer wichtiger Personen wie Arthur Kupfer oder Lisa Berwald, deren Verhalten eine dramatische Auswirkung auf Kurts Gefühlsleben haben.

Friedrich Torberg hat diesen Roman in Jahr 1930 im Alter von 22 Jahren veröffentlicht. Es ist sein erstes und zugleich berühmtestes Werk. Wir befinden uns in einer Zeit, in der Schüler wenig Rechte hatten und autoritärer Willkür mancher Lehrer wesentlich ungeschützter ausgesetzt waren, als heutzutage. Torberg hat seine eigene, schwierige Schulzeit damals eben erst hinter sich gebracht und verarbeitet in diesem Buch viele seiner Erfahrungen. Dadurch wirken das Verhalten der Schüler, Lehrer und Eltern sehr authentisch.
Torberg hat das Buch mit der Absicht geschrieben, dadurch eine Reform des Schulwesens herbeizuführen und etwas gegen die Subjektivität bei der Notengebung zu unternehmen, was ihm damals, trotz der starken Gut-Böse Polarisierung um Aufmerksamkeit zu erreichen, leider nicht gelungen ist.
Sein Werk wurde während der Zeit des Nationalsozialismus - wenig überraschend -  auf die Liste der verbotenen Schriften gesetzt. Er selbst konnte der Verfolgung knapp entkommen und kehrte 1951 nach Wien zurück.
Schon in diesem ersten Werk befasst er sich mit der Frage, die ihn sein Leben lang beschäftigen sollte:
Wie kann das Individuum seiner inneren Moral folgen, wenn alle um ihn herum sich gegen die Moral entschieden haben, und sich aus Angst oder gar Vorteilen daraus, dem Diktat anpassen? Es geht Torberg stark um die Auflehnung gegen Macht und diktatorische oder totalitäre Systeme.
Diese Macht hält in Kurt Gerbers Fall der Lehrkörper in der Hand. Obwohl sich in Kurts Gymnasium bereits einige liberaler denkende Professoren finden, dominieren immer noch jene, die unbedingten Gehorsam fordern und sich an ihrer Macht über die Schüler ergötzen.

In extremer Ausformung begegnen wir einen derartigen Lehrer in Arthur Kupfer, von den Schülern wegen seiner Selbstherrlichkeit treffend "Gott Kupfer" genannt. 
Den ersten Schultag erlebt der Leser zunächst aus Kurts Sicht, anschließend führt uns Friedrich Torberg hinein in die Abgründe der Gefühls- und Gedankenwelt Kupfers.
Dabei entpuppt sich dieser als in seinem Privatleben gescheiterte Person, die sich ausschließlich über seinen Erfolg als Lehrer definiert, denn als Lehrer genießt er Ansehen. Dieser Erfolg ist für ihn jedoch nicht darin begründet, seinen Schülern etwas beizubringen. Vielmehr definiert er sich dadurch, dass er die Schüler beherrscht. Dabei genießt er es nicht so sehr die fachlich schwächsten Schüler mit seinen sadistischen Methoden scheitern zu sehen, sondern die Aufmüpfigen die den Gehorsam verweigern zu zermürben.
Er verlangt die totale Akzeptanz seiner Autorität.
Dadurch entwickelt sich unter den Schülern eine interessante Gruppendynamik. Mangelnde Courage, Heucheleien und Verrat stehen an der Tagesordnung, jeder wird dadurch sich selbst der Nächste und freut sich sogar, wenn es einen anderen Mitschüler trifft.
Kurt erkennt diesen Mechanismus und leidet darunter, kann es aufgrund seiner moralischen Werte nicht akzeptieren und wird dadurch zur perfekten Zielscheibe.

Schon jetzt wird dem Leser Kurts Dilemma bewusst: Er soll die Matura schaffen, um seinem herzkranken Vater einen vielleicht tödlichen Herzinfarkt zu ersparen, gleichzeitig ist er aber nicht dazu bereit, vor Kupfer zu buckeln, denn seine Selbstachtung ist für Kurt von enormer Wichtigkeit. Diese könnte er nicht aufrecht halten, wenn er seine moralischen Vorstellungen über Bord werfen würde, nur um von diesem Lehrer in Ruhe gelassen zu werden.

Doch dies ist noch nicht Kurts größtes Problem. Am dramatischsten im Leben des Teenagers ist natürlich die Liebe.
Seit einem Jahr schon liebt er die ausgetretene Schülerin Lisa Berwald. Mit großer Sorgfalt bezeichnet er seine Gefühle für sie immer als Liebe, niemals als Verliebtsein. Dabei kennt er sie kaum, aber er liebt das idealistische Bild, das er sich von ihr hat. Leider entspricht sie diesem Bild ganz und gar nicht. Kurts Versuche, ihr näher zu kommen, werden immer drängender, und immer noch verdrängt er das Offensichtliche: Dass Lisa nicht die Art von Mädchen ist, für die er sie hält. Mit einer romantischen, aufopfernden Liebe, wie Kurt sie ihr schenken möchte, kann sie nichts anfangen.

Bei dem kurzen Exkurs, den der Erzähler mit uns Lesern in Lisas Gefühlswelt macht, wird schnell klar, dass sie gänzlich andere Ideale verfolgt. Um es genauer zu sagen, verfolgt sie gar keine Ideale. Torberg beschreibt sie als praktisch veranlagte Person, die nichts Nutzloses tut, gleichzeitig aber auch nicht berechnend ist. Sie lebt in den Tag hinein, sieht in der Liebe keinen Sinn und versucht einfach, ihr Leben mit so wenig Aufwand wie möglich angenehm zu gestalten ohne an die Zukunft zu denken. Lisa spürt zwar deutlich das Besondere an Kurts Zuneigung, die ganz anders ist als bei all den anderen Männern, mit denen sie sich bisher eingelassen hat, doch sie versteht ihn nicht. Einerseits mag sie Kurt, sie fühlt sich aber durch seine Gefühle in die Enge getrieben. Darum bleibt sie auf Distanz, was Kurt verzweifeln lässt.

Er steckt ja schon wegen der Schule mitten in einer Lebenskrise.
Die Matura zu machen bedeutet für ihn nur, den Maßstäben anderer zu entsprechen, er möchte die Schule nur beenden, um seinen kranken Vater nicht zu enttäuschen und es endlich hinter sich zu haben.
Obwohl er es sich nicht eingestehen möchte, zermürben ihn die erniedrigenden Quälereien von Gott Kupfer langsam, aber beständig. Streckenweise war es für mich während des Lesens richtiggehend schmerzhaft, mitzuerleben, wie selbstzerstörerisch Kurt teilweise agiert, um seine Selbstachtung nicht gänzlich zu verlieren. In seiner inneren Zerrissenheit kommt Kurt bis zum Ende des Schuljahres zu der Überzeugung, dass ihn auch nach der Schule nichts weiter als Fremdbestimmung und Ungerechtigkeiten erwarten werden.
Wie an einen Strohhalm klammert er sich an das einzig Gute in seinem Leben fest: Die besondere, reinen Art der Liebe, wie er sie für Lisa empfindet. Aber schließlich muss er sich eingestehen, dass er gar nicht Lisa als Person, sondern vielmehr seine bedingungslose Zuneigung zu ihr liebt.

Wir erleben in Kurt Gerber einen jungen Menschen voller Tatendrang und Idealismus, voller Wünsche und Hoffnungen. Dabei will er sich nicht auf Kompromisse einlassen, die halbe Wahrheit oder ein bisschen Liebe, das hat für Kurt keinen Wert. Und sein tief verankertes Gerechtigkeitsgefühl möchte gegen alle Missstände aufbegehren. Am härtesten geht er mit sich selbst zu Gericht, wenn er doch einmal zu feige war, um einem Mitschüler in Bedrängnis zur Seite zu stehen, oder wenn er gar von der Not eines anderen profitiert hat.
Mit dieser besonderen Gesinnung stößt er allerdings in seiner Umgebung, vor allem in der Schule auf taube Ohren. Und so sehr wir als Leser Kurts Bedürfnis nach Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Selbstverwirklichung und Liebe auch nachempfinden können, umso schmerzhafter wird für uns offensichtlich, dass er gegen die Härte und Kälte seiner Umwelt nicht ankommen kann und an ihr zerbrechen könnte.

Das Buch liest sich leicht und flüssig, trotz der Sprache aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts. Durch die bildlichen Beschreibungen Torbergs war es sehr einfach für mich, mich in die Zeit zurück zu versetzen, in der dieses Werk entstanden ist. Mit manchen alten Ausdrücken und Bezeichnungen hatte ich zwar so meine Schwierigkeiten, aber durch den Zusammenhang ergab sich dann doch der Sinn dahinter.
Die Geschichte von Kurt Gerber ist unglaublich mitreißend geschrieben, der Schreibstil Torbergs lässt den Leser tief eintauchen in Kurts Erlebniswelt, fast so, als würde man in Kurts Kopf oder Herz sitzen und seine Eindrücke teilen.

Das Buch wurde 1981 verfilmt, es wurden auch zahlreiche Theaterstücke dazu inszeniert.
Ich rate euch trotzdem, euch mit dem geschriebenen Werk zu beschäftigen. In dieser Geschichte geht es um verwirrende Liebesgefühle, verzweifelte Versuche, moralisch zu leben und um das Erleben von Unterdrückung aus allen Perspektiven der daran beteiligten. Ihr werdet das alles durch kein Medium derart tiefgründig verstehen können, wie durch diese 290 Seiten Papier.

Mein Fazit:

Torberg beschreibt in diesem Roman auf eindrucksvolle Weise, wie sehr die Menschen dazu bereit sind, sich aus Angst oder um weiterzukommen zu verbiegen und anzupassen, ihre Moral über Bord zu werfen und sich einer Tyrannei unterzuordnen.
Der Schüler Gerber sollte öfter gelesen werden, um sich der Engstirnigkeit und Kaltherzigkeit in unserer Gesellschaft bewusst zu sein und rechtzeitig dagegen zu wirken.
Es ist ein schönes Gefühl, dass dieses Buch bis heute zur Standardlektüre in deutschsprachigen Schulen gehört.

Viel Spaß beim Selberlesen!


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#Buchrezension #Klassiker

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Rezension zu "Der Schüler Gerber" von Friedrich Torberg

Der Willkür reife Leistung
buchwanderervor 2 Jahren

„…: es gibt ein großes, gräßliches Nie, gegen das wir nicht anrennen sollen, sonst senkt es sich, eine riesenhafte Wand, auf uns herab und zwingt uns zu Boden, und wenn wir gar zu nahe waren, zermalmt es uns…“ (S.115)

Zum Inhalt:


Kurt Gerber steht in seinem letzten gymnasialen Jahr, dem lange ersehnten und ebenso gefürchteten Abschlussjahr, dessen Krönung für die Würdigen das Zeugnis ihrer Reife bereithält. Vorausgesetzt – und daran scheint der Wert eines Schullebens gemessen zu werden – man wird in den Augen der Lehrerkollegiums für reif befunden.

Prof. Artur Kupfer ist Teil dieses Kollegiums und „er wußte, daß er, sowie er aus dem Machtbereich der Schule draußen war niemandem und mit nichts imponieren konnte.“ (S.31) Umso mehr lebt er diese schulische Macht über die ihm ausgelieferten Schüler aus, verteilt nicht nachvollziehbar Erfolg und Misserfolg, und genießt jedes (Schul-)Jahr aufs Neue die Leiden deren Ursache er in nicht unerheblichem Maße darstellt.

Gerber, der mit Abstand Begabteste der Klasse, wird in diesem achten Schuljahr noch von anderen schicksalshaften Zugkräften zerrissen: Sein Vater, dem er stets ein guter Sohn zu sein versucht, wird von einem Herzleiden getroffen, die große Liebe in seinem jungen Leben, Lisa Berwald, zerrinnt zwischen seinen Fingern, einen schalen Geschmack des Nicht-ernst-genommen-werdens hinterlassend und zu guter Letzt stellt sich die bohrende Frage ein: Wofür das Ganze? Wo lag letzten Endes der Sinn? „Man bangte sein tägliches Pensum herunter“ (S.61), aber wozu?

Dieses Wozu, diese Sinnfrage, deren inhaltlich schlüssige Beantwortung ihm letztendlich alle schuldig blieben, setzt sich in Gerbers Kopf, in seiner Seele fest. Solange bis in Stein gemeißelt fest stand: „Kupfer war Kismet.“ (S.21) und „Ich, Kurt Gerber, bin maßlos nebensächlich.“ (S.253) Dass diese lebensphilosophische Einstellung gepaart mit jugendlichem Sturm und Drang kein gutes Ende finden konnte, dessen wurden sich die Akteure, die Einfluss darauf gehabt hätten, erst zu spät bewusst.

So kulminiert und endet Kurt Gerbers Leben in den wenigen Zeilen einer Zeitungsmeldung: „Wieder ein Schülerselbstmord…“

Fazit:


Friedrich Torbergs Roman „Der Schüler Gerber hat absolviert“ erschien erstmals 1930, den literarischen Durchbruch des Autors markierend. Über weite Strecken mit unschwer erkennbaren autobiografischen Reminiszenzen stellt Torberg eine Maschinerie in die Anklagebank, die nach außen den getünchten Anschein pädagogischen Handelns zur Schau trägt, innerlich jedoch in mannigfaltiger Weise marode ist. Nicht die Vorbereitung junger Menschen auf ein Leben nach der Schule ist hier Ziel und Programm, sondern „neben der Vermittlung von Wissen auch die Brechung der Persönlichkeit der Schüler“1). „Die Maschinerie der Pein funktionierte selbständig und mit unentrinnbarer Präzision, ließ den zu Verarbeitenden nicht zur Besinnung kommen…“ (S.192)

Nicht selten erinnert der Grundtenor des Textes an Hesses „Unterm Rad“. Die stets aufs Neue aufkommende Hoffnung doch noch durch Leistung oder zumindest durch Ducken vor der Obrigkeit, durch Anpassung an ein längst als sinnentleert entlarvtes System persönlicher Pfründe, Animositäten und mehr als fragwürdiger Machtspiele, sein schulische soziales Überleben bis nach der Reifeprüfung zu sichern, wird ebenso schnell wie sie keimte erstickt.

Nicht wenige Leser dürften sich in den Zeilen Friedrich Torbergs wiederfinden – auf die eine oder andere Art. Und solange es „Pädagogen“ wie „Gott Kupfer“ gibt, solange ein Schulsystem sie duldet, wird es auch die Enden für junge Menschen geben, wie sie im „Schüler Gerber“ verstörend und leider keinesfalls unrealistisch elaboriert werden.

Zum Buch:


Die Beurteilung des Buches als Rahmen für Torbergs bewegenden Text muss für den vorliegenden Band ambivalent ausfallen: Zum einen ist die grafische Gestaltung der Buchdeckel – für die der schweizer Künstler Celestino Piatti firmiert –, sowie deren Stabilität, berücksichtigt man, dass es sich um ein Paperback handelt, durchweg gut gelungen resp. von angemessener Qualität.

Was jedoch die Verleimung der Seiten anbelangt und die saubere Ausführung des Drucks müssen doch erhebliche Abstriche gemacht werden, was schade ist und auch nicht nur auf das Alter des Buches zurückzuführen sind (Beispiele siehe hier). Typografisch bleibt der Text in einer klaren Linie, was das Lesen angenehm gestaltet. Auch der Bedruckstoff ist seitens der Haptik durchweg gut gewählt, mit dem Manko, dass er leicht zum Vergilben neigt.

Quelle:

1.) „Kindlers Neues Literaturlexikon“, Bd. 16, 1988/1998, S.707)

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Rezension zu "Der Schüler Gerber" von Friedrich Torberg

Hat mich weit weniger gepackt als der Film
mysticcatvor 3 Jahren

Nachdem ich die Verfilmung vom "Der Schüler Gerber" vor 15 Jahren gesehen habe, wollte ich auch das literarische Grundwerk dazu lesen.

Durch den Film kannte ich die Eckpunkte der Handlung bereits und tat mir mit der Sprache des Buches schwer. Ebenso sind die Emotionen bei mir nicht übergesprüngen, wodurch ich das Buch über weite Strecken langweilig fand.

Fazit: Entweder Buch oder Film.

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Friedrich Torberg wurde am 16. September 1908 in Wien (Österreich) geboren.

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