Friedrich Torberg Der Schüler Gerber

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Inhaltsangabe zu „Der Schüler Gerber“ von Friedrich Torberg

Mit seinem Debütroman ›Der Schüler Gerber‹, den er mit Hilfe seines Mentors Max Brod veröffentlichen konnte, errang Friedrich Torberg 1930 seinen ersten literarischen Erfolg. Es ist die Geschichte des begabten Schülers Kurt Gerber, der im letzten Jahr vor der Reifeprüfung dem herrschsüchtigen und sadistischen Mathematik-Professor Kupfer ausgeliefert ist. Kurt nimmt den ungleichen Kampf auf.

Das absolut beste Buch meiner Schulzeit!

— Lisa_Bauer

Wunderschönes Buch aus Schultagen

— Katharina_Wallgram

Hat mich weit weniger gepackt als der Film

— mysticcat

Hab es in der Schule gelesen und ich finde das es eigentlich recht gut geschrieben ist

— Saendy

Ich musste es für das Buch für die Schule lesen und es hat mir ehrlich gesagt ganz gut gefallen. (naja für ein Deutschunterricht Buch)

— Arya_

Torberg, dieses Sprachgenie! Wahnsinnig gut!

— LimitLess

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  • Naturalismus pur ...

    Bahnwärter Thiel

    Bellis-Perennis

    Bahnwärter Thiel ist eine Novelle von Gerhart Hauptmann aus dem Jahr 1887/88. Ort der Handlung ist eine kleine Siedlung in der Nähe der Stadt Erkner, an der Bahnlinie Berlin – Frankfurt/Oder. Bahnwärter Thiel, ein gewissenhafter und tief religiöser Mann, nimmt, nach dem Tod seiner geliebten ersten Frau Minna, die Magd Lena zur Frau. Diese Verbindung ist eine reine Zweckehe, da Thiel für Söhnchen Tobias eine Ersatzmutter und für sich eine Sexualpartnerin bzw. eine Wirtschafterin sucht.Lena übernimmt zusehends die Regie in Thiels Leben und als das gemeinsame Kind zur Welt kommt, flüchtet sich der Bahnwärter in eine beinahe schon religiöse Anbetung seiner verstorbenen Frau. Tobias wird von Lena misshandelt, doch wegen seiner sexuellen Hörigkeit traut sich Thiel nichts zu unternehmen, um Tobias zu schützen.Die Situation eskaliert als Tobias von einem herannahenden Zug erfasst und getötet wird. Lena und der Säugling sind in der Nähe und die Vermutung, dass Lena mit dem Unglück etwas zu tun haben könnte, liegt nahe. Der Leser wird allerdings im Unklaren gelassen, ob dies tatsächlich die Unglücksursache ist.Am Tage nach dem Unglück findet man Lena erschlagen und den Säugling mit durchgeschnittener Kehle im Bahnwärterhaus.Thiel selbst sitzt an der Unglücksstelle und hält Tobias’ Mütze in Händen. Meine Meinung:Eine sehr naturalistische Darstellung von religiösem Wahn, Abhängigkeiten und sexueller Hörigkeit. Die ganze Situation gleicht einem Albtraum, aus dem man nur schwer erwacht.Viele von uns haben dieses Werk von Gerhart Hauptmann in der Schule gelesen und oft nicht in guter Erinnerung. Mit ausreichender Distanz zum Unterricht und Zeitgeschehen, verdient diese Novelle eine zweite Chance. Fazit:Auch heute noch beklemmend zu lesen.

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    • 7

    Bellis-Perennis

    04. June 2017 um 12:46
    awogfli schreibt Oh das habe ich gehasst, aber ich muss dazu sagen, dass ich es mitten in der Pubertät im Deutschunterricht lesen musste, und das war definitv keine wirklich gute Idee.

    Wer nicht?! lach. Die allerschlimmste Lektüre war für mich, kurz vor der Matura: "der Schüler Gerber" von Friedrich Torberg. Kurt Gerber wird von seinem Mathe-Prof "Gott" Kupfer drangsaliert und ...

  • Hat mich weit weniger gepackt als der Film

    Der Schüler Gerber

    mysticcat

    24. February 2017 um 15:23

    Nachdem ich die Verfilmung vom "Der Schüler Gerber" vor 15 Jahren gesehen habe, wollte ich auch das literarische Grundwerk dazu lesen.

    Durch den Film kannte ich die Eckpunkte der Handlung bereits und tat mir mit der Sprache des Buches schwer. Ebenso sind die Emotionen bei mir nicht übergesprüngen, wodurch ich das Buch über weite Strecken langweilig fand.

    Fazit: Entweder Buch oder Film.

  • Großartiger Roman

    Der Schüler Gerber

    WildRose

    18. December 2014 um 18:55

    "Der Schüler Gerber" ist ein Buch, das tief unter die Haut geht. Die Geschichte des Gymnasiasten Kurt Gerbers, der von einem tyrannischen Lehrer permanent schikaniert und psychisch gequält wird und schließlich Selbstmord begeht, beschreibt Torberg mit einer erschreckenden Klarheit, jede Zeile des Romans steckt voller Weisheit, es fällt nicht schwer, sich mit dem Protagonisten zu identifizieren. Von seiner Aktualität hat das Buch nichts eingebüßt: Zwar wird immer wieder behauptet, die Schüler hätten heutzutage ja ohnehin keinen Respekt vor den Lehrern mehr, doch Suizid kommt unter Jugendlichen auch heute noch sehr häufig vor. Außerdem ist der Druck, dem junge Menschen heutzutage in der Schule ausgesetzt sind, enorm hoch, sodass recht viele Jugendliche psychisch erkranken oder sogar Suizidgedanken haben. "Der Schüler Gerber" ist ein Roman, der mehr ist als nur ein Roman. Er erzählt eine Geschichte,  die genauso tatsächlich hätte passieren können. Ähnliches wird sich wohl auch zugetragen haben, in vielen Klassenräumen dieser Erde. Torbergs scharfe Beobachtungsgabe, sein Sinn für Details, seine tiefschürfenden psychologischen Erkenntnisse und seine schonungslose Ehrlichkeit machen dieses Buch zu einem jener Romane, die man einfach lesen muss. Mich hat "Der Schüler Gerber" zum Weinen gebracht, denn die Verzweiflung Kurts, seine unglaubliche Einsamkeit in dem Klassenzimmer werden so realistisch und herzergreifend geschildert, dass man als Leser meint, mitten im Geschehen zu sein. Das Buch behandelt Themen, die unns alle betreffen. Es ist nicht nur ein Buch über einen verzweifelten Jugendlichen, der aus Angst vor den Ergebnissen seiner Maturaprüfungen Selbstmord begeht. Das Buch handelt vom Menschsein an sich, von den in uns vergrabenen Ängsten, Hoffnungen und der unendlichen Einsamkeit, die im Leben vieler Menschen präsent ist. "Der Schüler Gerber" sollte an jeder Schule Pflichtlektüre sein.

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  • Sehr Gut, setzen!

    Der Schüler Gerber

    LimitLess

    21. May 2013 um 12:44

    Kurt Gerber’s Geschichte wird von einem auktorialen, einem allwissenden, Erzähler geschildert. Es wird über Kurt erzählt und nicht von ihm. Zweimal wechselt Torberg die Person. Gleich am Anfang wird in die Welt von Artur Kupfer, dem Mathelehrer, eingetaucht und sein Leben und seine Gedanken dem Leser nähergebracht. Das andere Mal wird Lisa’s Situation dargestellt. Warum sie so handelt, wie sie handelt, und was sie über Kurt denkt. Diese beiden Abschweifungen geben einen wunderbaren Einblick in die zwei Personen, die in Kurt’s Leben für so viel Tragik sorgen. Das Buch ist sehr flüssig und leicht zu lesen. Torberg verwendet durchgehend wunderschöne Metaphern. „Dann schlichen sie sich heran und standen plötzlich wie träge Büffel mit gesenkten Hörnern da: die ersten schriftlichen Schularbeiten.“ Seite 62 Dass Torberg Österreicher war, erkennt man an den vielen, doch für Österreich typischen, Worten wie zum Beispiel „Matura“. Als Österreicherin, wie mir, fällt das einem kaum auf, da solche Wörter selbstverständlich sind und man sie ohne nachzudenken liest. Kurt ist eigentlich ein mittelmäßiger bis schlechter Schüler, trotz großer geistiger Intelligenz und Frühreife, der im Unterricht durch freche Aussagen auffällt. Man könnte meinen er ist der „Klassenclown“ im herkömmlichen Sinne. Von seinen Mitschülern bekommt er widersprüchliche Haltungen entgegengebracht. Die einen finden sein Verhalten lächerlich, die anderen sprechen von mutig. Kurt sieht dem ganzen Leben mit kritischem Blick entgegen und hebt sich von der Masse ab. Er ist sehr sensibel und versteht es, auch wenn es oft nicht so rüber kommt, sich in seinen Gegenüber einzufühlen und glaubt vor allem seine Liebe Lisa Berwald bis in ihr innerstes zu Verstehen. Er sieht sie jedoch nur mit einer rosaroten Brille und will das Offensichtliche nicht sehen. Lisa Berwald ist ein Mädchen, das bei ihren Mitmenschen sehr beliebt ist. Sie hat die Gabe nur durch ihre Anwesenheit eine bessere Laune unter den Anwesenden zu verbreiten. Sie ist jedoch sehr sprunghaft, was ihre Liebhaber betrifft und, vor allem, was die Sache mit Kurt anbelangt. Sie behandelt ihn, wie es ihr gerade gefällt und nützt seine Liebe zu ihr in gewissen Maßen aus, obwohl sie sich doch ein bisschen zu Kurt hingezogen fühlt. Sie hat die Schule im letzten Jahr verlassen um arbeiten zu gehen. Artur Kupfer ist ein Machthungriger Lehrer, der davon lebt einzelne seiner Schüler raus zu picken und diese bis zum letzten Rest zu quälen und zu schikanieren, um ihren Willen und ihre Persönlichkeit zu brechen. Nichts gibt ihm mehr Genugtuung und Zufriedenheit als das. Weil er so starken Einfluss hat, wird er von seinen Schülern auch Gott Kupfer genannt. Gott, weil er über jeden bestimmen kann und angeblich über den Dingen steht. Der Schüler Gerber war für mich ein sehr unterhaltsamer Roman mit einem ernsten Thema. Ich fand es sehr interessant, wie sich Kurt in seinem letzten Jahr am Gymnasium schlägt, da auch meine Matura erst ein Jahr her ist und die Erinnerungen daran noch sehr frisch. Am Anfang ist die Bedrohung durch Kupfer haarsträubend spürbar und man ist sich seiner gefährlichen Präsenz vollkommen bewusst. Das wird dadurch noch verstärkt, dass man einen tiefen Einblick in Kupfers Alltag bekommt und seine kranken Gedanken beschrieben werden. In der Mitte des Romans wird die Bedrohung Kupfers jedoch zurückgeschraubt und man denkt sich, was eigentlich so bedrohlich an ihm ist. Er ist doch nur irgendein Lehrer. Erst bei der Matura wird einem wieder bewusst, warum sich Kurt so vor ihm fürchtet. Nicht nur Kupfer ist auf eine kranke Art besessen von Kurt sondern auch Kurt von Lisa und irgendwann vermischen sich alle drei zu einem Strudel aus Demütigung, Verachtung und Verzweiflung, aus diesem Kurt am Ende nicht mehr auftauchen kann. Die Liebe zu Lisa stellt sich am Ende nur als hohler „Kitschroman“ heraus und Kurt glaubt endlich all jenen, die ihn vor Lisa gewarnt hatten. Die Entwicklung von Kurt von einem selbstbewussten, unabhängigen zu einem verzweifelten und in einen Abgrund stürzenden Schüler, ist gut nach zu vollziehen und innerhalb von zwölf Kapiteln, einem einzigen Schuljahr, bestens dargestellt. Zu den Stärken zählt auf jeden Fall die Intensität, mit der die Geschichte von Kurt erzählt wird. Er handelt in jeder Situation nachvollziehbar und durchgehend konsequent. Wenn man jedoch selbst gerade mitten in den Maturavorbereitungen steckt, könnte dieses Buch sich schleichend in deine Gedanken einnisten und die Angst vor den großen Prüfungen schüren. Die Zielgruppe, die der Roman ansprechen soll, erstreckt sich über eine große Altersspanne. Besonders interessant ist dieser Roman aber vor allem für Schüler kurz vor der Matura, also im letztenSchuljahr, oder welche, die die Matura noch nicht so lange hinter sich haben. Aber auch ältere Genrationen können sich durch „Der Schüler Gerber“ wieder in ihre eigene Schulzeit zurück versetzten, da sich vieles bis heute nicht geändert hat, oder erst jetzt anfängt, sich zu verändern. Für mich ist der Schüler Gerber ein Roman, der mit jedem Punkt überzeugt und zu Recht als Klassiker gehandelt wird.

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  • Rezension zu "Der Schüler Gerber" von Friedrich Torberg

    Der Schüler Gerber

    winter-chill

    08. July 2012 um 22:47

    Diese Geschichte ist absolut zeitlos und macht einen sprachlos und nachdenklich. Keinesfalls darf dieses Buch "nur" als Schullektüre abgestempelt werden, trotzdem sollten Lehrer gerade dieses Buch mit Schülern im Deutschunterricht lesen. Absolut empfehlenswert.

  • Rezension zu "Der Schüler Gerber" von Friedrich Torberg

    Der Schüler Gerber

    Geisterhoernchen

    14. October 2008 um 18:05

    Bedrückend gut!

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