Friedrich Weissensteiner Liebe in fremden Betten

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Inhaltsangabe zu „Liebe in fremden Betten“ von Friedrich Weissensteiner

Schon immer waren Liebe und Politik eng miteinander verwoben: Die Mächtigen setzten ihre Liebhaberinnen als Mittel zum Zweck ein, und manche Geliebte bestimmte das Staatsgeschehen mit. So bekannte sich Ludwig XV. öffentlich zu seiner einflussreichen Mätresse Madame de Pompadour, und der Geliebte der Zarin Katharina II. verhalf ihr sogar zum Thron. Dem bayerischen König Ludwig I. dagegen wurde die Leidenschaft zur Tänzerin Lola Montez zum Verhängnis und zwang ihn zur Abdankung. br> »Friedrich Weissensteiner versteht es meisterhaft, Geschichte und Privatleben der Mächtigen diskret, aber amüsant und informativ zu erzählen.« Zeitbühne

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    Liebe in fremden Betten

    Kopf-Kino

    23. February 2017 um 13:50

    In seiner Sammelbiographie 'Liebe in fremden Betten – Große Persönlichkeiten und ihre Affären' erzählt Weissensteiner sowohl informativ als auch angenehm flüssig die (Lebens-)Geschichte fünf Mächtiger, gibt Auskunft über deren Liebesleben und zeigt auf, wie engmaschig Politik und Liebe manchmal miteinander verwoben waren. Die Diskrepanz, die zwischen den Neigungen der Herzen und der politisch arrangierten Ehen bestand, wird hier besonders sichtbar. Das Buch gewährt – wie nebenbei - Einblicke in den Alltag der Hofgesellschaften, wodurch ebenfalls ein guter Überblick über die moralischen Maßstäbe jener Zeiten entsteht. Im Mittelpunkt des Buches stehen nicht nur die hochgestellten Persönlichkeiten, sondern ebenfalls die Favoritinnen, denen entweder kein Einfluss auf politische Entscheidungen gewährt wurde oder die sogar aktiv in die Politik eingriffen. Indem der Autor entschied, unter anderem politische Gegner und deren Machtinteressen zu porträtieren, schließen sich die Kreise geschickt, da hierbei zwei Seiten einer Medaille aufgezeigt werden und somit manch politischer Zusammenhang verständlich dargestellt wird. Hier noch rasch die Personenliste: ● Ludwig XV. von Frankreich Der am 15. Februar 1710 geborene Urenkel des Sonnenkönigs wurde von der Nachwelt lange Zeit als fauler und unfähiger Regent betitelt, was Weissensteiner in dieser Kurzbiographie entschieden verneint. Inmitten der vielen Affären, was ihm u.a. den Beinamen „Mätressenkönig“ einbrachte, ist die Beziehung zu seiner Mätresse Marquise de Pompadour die wohl bekannteste der bourbonischen Geschichte, nebst seiner Liebschaft mit Madame du Barry. Der Lebensweg dieser zwei Frauen werden auch hier durchleuchtet. Unter dem politischen Gesichtspunkt war er eine interessante Persönlichkeit, bevor er 1774 den Pocken erlag. ● Katharina II. von Russland Dieses Kapitel widmet sich dem steilen Weg der Fürstentochter Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst, die den Namen Katharina erhielt, auf den Zarenthron und ab dem 9. Juli 1762 Kaiserin von Russland, Herzogin von Holstein-Gottorf und Herrin von Jever war. Im Mittelpunkt steht sowohl ihre schwierige Ehe mit Zar Peter III. als auch ihre zahlreichen Liebhaber und Günstlinge sowie ihr politisches Wirken. ● Napoleon Bonaparte Von den einen geliebt, von den anderen gehasst: Der mit militärischem Talent ausgestattete General aus Korsika, der später revolutionärer Diktator und Kaiser von Frankreich, sowie der mächtigste Mann Europas werden sollte, hatte ein recht ungereimtes Liebesleben: Zum Unwillen seiner Familie ehelichte er seine große Liebe Joséphine, die nicht nur Augen für ihren Gatten hatte. Nach der Scheidung sollte die zweite Ehe mit Marie-Louise, die Napoleon seit Jahren verabscheute, die politischen Verhältnisse zwischen Frankreich und dem Kaisertum Österreich festigen. Neben seinen Ehen hatte Napoleon verschiedene Geliebte und bis zum Tod ein gebrochenes Herz. ● Clemens Wenzel Lothar Fürst Metternich Der 1773 in Koblenz geborene Clemens Wenceslaus Nepomuk Lothar Fürst von Metternich-Winneburg zu Beilstein war ein im Dienste von Österreich stehender Staatsmann und Diplomat, der auf dem Wiener Kongress eine tragende Rolle spielte, dreimal verheiratet war, zahlreiche Affären und uneheliche Kinder hatte. Im Gegensatz zu den anderen Kurzbiographien fand ich den Schreibstil plötzlich verändert, sogar „flapsig“ vor. So wird beispielsweise der Inhalt eines Briefes von Metternich lediglich mit den Worten „Nun ja.“ kommentiert. Näherte sich der Autor zuvor eher vorsichtig und weitgehend neutral den Mächtigen, glaubte ich hier reine Antipathie herauszulesen. ● Ludwig I., König von Bayern Dem Geschlecht der Wittelsbacher entstammend wurde Ludwig I. 1825 bayerischer König, aus dessen vorherige Prinzenhochzeit das Münchner Oktoberfest hervorging. Den Kopf verdrehte dem Förderer der Kunst und fleißigen Bauherrn (u.a. die Alte Pinakothek) die irische Tänzerin Lola Montez. Ihretwegen kam es an den Universitäten sogar zu großen Unruhen. Der Schreibstil ist einfach gehalten und weist eine rasche Leserlichkeit auf; Auszüge aus Briefen, Tagebüchern und anderen Dokumenten verleihen dem Ganzen eine greifbare Nähe und fügen sich gut ein. Die schwarz-weiß Abbildungen von Personen und Bauwerken und das Personenregister vervollständigen das Buch. Besonders gut gefiel mir die angehängte und übersichtliche Literaturauswahl, die somit dem interessierten Leser die Möglichkeiten einer Vertiefung in die „Materie“ bietet. Zusammengefasst fand ich den Einblick in die Privatsphäre der Mächtigen sowohl unterhaltsam als auch diskret gehalten und empfehle das Buch denjenigen, die sich einen Überblick über die oben genannten Personen verschaffen wollen.

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