Friedrich Wolf Märchen für große und kleine Kinder

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Inhaltsangabe zu „Märchen für große und kleine Kinder“ von Friedrich Wolf

Mehr als eine halbe Million Leser haben diese zauberhaften Märchen bereits erreicht. Unbeschadet können sie von neuen Generationen entdeckt und von älteren wiedergelesen werden. Wolf erzählt die phantastischsten Vorgänge mit einer Selbstverständlichkeit, als gehörten sie in unseren Alltag. Purzel Weißfell, die Möwe Leila oder der Specht Pit Pikus: Sie alle machen in ganz undidaktischer Art Mut zum Selbstbewußtsein, zur Toleranz oder zum Widerstand gegen Ungerechtigkeit und Dummheit.
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  • Rezension zu "Märchen für große und kleine Kinder" von Friedrich Wolf

    Märchen für große und kleine Kinder
    Dichterseele

    Dichterseele

    06. May 2011 um 00:33

    Als ich mir das Buch zum ersten Mal vornahm, legte ich es gleich wieder weg. Der Stil war mir zu aufgebauscht (nach einem Sturz zur körperlichen Ruhe gezwungen, habe ich es nun doch gelesen): Die Naturbeschreibungen sind umständlich breit getreten und werden ständig wiederholt, das Reflexivpronomen "sich" steht immer irgendwo vielzuweit hinten, die Zeiten wechseln ohne ersichtlichen Grund, mal wird in der Gegenwart erzählt, dann in der Vergangenheit. Der kleine Osterhase wird erst als sächliches Wesen beschrieben, in der dritten Geschichte entpuppt "es" sich als Weibchen - das ist dem Autor wohl spät eingefallen. Anfangs scheint es eine Häschen-Serie zu sein, dann wechseln plötzlich die Protagonisten - der Autor hat ziemlich konzeptlos aneinandergereiht, was ihm gerade einfiel. Die Erzählungen enden irgendwann im Nichts. Freilich enthalten diese Tier-Geschichten fabulöse Wahrheiten, die auf uns Menschen übertragbar sind, auch wird die Natur der Tiere liebevoll und exact beschrieben - da war zweifellos ein idealist am Werk, der seinen Lesern etwas Wertvolles vermitteln wollte. Stilistisch bleibt dieses "Märchenbuch" allerdings eine ungelenke Schwärmerei ohne dramaturgischem Bogen. Auf halb soviel Worte verdichtet würde es sich angenehmer lesen, ohne dabei auf schöne Naturbetrachtungen verzichten zu müssen. Inhaltlich versuchte da ein Erwachsener "kindlich" zu erzählen, ohne, dass ihm das gelungen wäre.

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