Undine

von Friedrich de la Motte Fouqué 
3,7 Sterne bei50 Bewertungen
Undine
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Nadja_Kosneys avatar

Schwerer Einstieg, aber gegen Ende hin wurde es doch noch ganz gut.

Hellena92s avatar

Weg mit Grimms Märchen! Her mit Undine!!!

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Inhaltsangabe zu "Undine"

Das Meerfräulein Undine ist ein Elementargeist – und damit weder ganz Natur noch ganz Geist. Durch die Liebe zu einem Menschen, dem jungen Ritter Huldbrand, erhält sie eine Seele und mit ihr Unsterblichkeit. Doch mit der Seele kommt auch das irdische Leid über sie. Fouqués 'Undine' spielt in einer phantastischen mittelalterlichen Welt. Das wohl schönste Kunstmärchen der Romantik ist ein Stück Weltliteratur und verzaubert seit zweihundert Jahren durch das Schicksal des anmutigen Mädchens aus dem Zwischenreich.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783866478732
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:128 Seiten
Verlag:Anaconda Verlag
Erscheinungsdatum:30.06.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 09.03.2018 bei Der Audio Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Hellena92s avatar
    Hellena92vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Weg mit Grimms Märchen! Her mit Undine!!!
    Weg mit Grimms Märchen und her mit Undine!!!

    "Er hegte die heimliche Hoffnung, endlich auch ganz in Tränen zu verrinnen, und ist nicht selbst manchem von uns andern in großem Leide der ähnliche Gedanke mit schmerzender Lust durch den Sinn gezogen?"


    Undine ist eine Erzählung von Friedrich de la Motte Fouqué. Sie erschien 1811 in seiner Zeitschrift Jahreszeiten und als Buch.

    Ritter Huldbrand durchreitet auf Geheiß seiner angebeteten Bertalda, der Pflegetochter eines Herzogs, einen Spukwald und erreicht eine Landspitze mit einem alten Fischerspaar und ihrer Adoptivtochter Undine. Die eines Tages als kleines Kind angespült wurde. Undine besitzt einen unwiderstehlichen, kindlichen Charme, der den Ritte Huldbrand alsbald umschmeichelt und in Besitz nimmt. Aufgrund der aufsteigenden Flut sind Undine und er, sowie die Fischersleute in dem kleinen Häuschen gefangen, als dann auch ein Pastor den Weg zu ihnen findet, vermählen sich Undine und Huldbrand.
    Mit der Vermählung wird Undine eine Seele gewährt die von dem Oheim Undines, Kühleborn.
    Als Undine in die Stadt kommt und auf das Schloss, trifft auch die Jungfrau Bertalda wieder auf Huldbrand und ist vor Eifersucht auf Undine zermürbt.

    Doch bald merkt Huldbrand, dass Undine nicht Mensch werden kann und immer irgendwie Meeresgeist bleiben soll und dies treibt ihn in die Arme Bertaldas, was von Kühleborn nicht toleriert werden kann und somit alles Mögliche anstellt, um Undine zu retten.


    Der Stil Fouqués ist wunderschön. Er schafft es mit seinen Formulierungen, auch wenn sie natürlich nicht mehr unserer Sprache gleichen, eine fantastische Welt zu basteln. Er ist der Natur sehr zugetan und schafft im Leser eine Liebe für die Natur, die Liebe und die Fantasie zu entfachen, die ich bei den heutigen Autoren häufig vermisse. Undine ist zudem ein so herzlicher Charakter, dass ich manchmal dachte, wenn sie ein Mensch wäre, würde sie sicher anders handeln. Ich stelle mir vor, dass dies auch der versteckte Apell der Geschichte ist. Wir werden mit Seele geboren und verkommen im Umgang mit Mitmenschen und der Umwelt. Undine bekommt erst mit ca. 19 eine Seele und lernt dadurch die Welt anders wahrzunehmen. Das sollten wir auch wieder!

    Die Zeichnungen in diesem Buch sind sehr passend. Weich, wunderschön und es dar auch interpretiert werden. Ich liebe so etwas!

    Ich könnte noch so viel mehr erzählen und schreiben, aber dies soll erst einmal reichen!
    Ich wünschte, dass jeder Grimms Märchen ins Bücherregal verbannt und statt dessen endlich mal ein schönes Märchen liest, dass nicht grausam ist, sondern liebevoll, fantastisch und berührend!

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    I-heart-bookss avatar
    I-heart-booksvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Wunderschön gezeichnete Geschichte
    Undine

    Am liebsten hab ich die Epochen Realismus und Romantik wenn es um Deutsche Literaturepochen geht. Vor allem Märchen und Sagen die in jener Zeit von den Grimm Brüdern oder eben auch von Autoren wie de la Motte Fouqué.

    Undine ist eine schaurig-schöne, wenn auch traurige Geschichte. Wer Märchen mag sollte sich diese Geschichte unbedingt nicht entgehen lassen!!

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    holmesfevers avatar
    holmesfevervor 4 Jahren
    Undine - eine melancholische Liebesgeschichte

    Ich beziehe mich bei meiner Rezension nur auf Undine, eine der erwähnten Geschichten oben im Klappentext, da ich eine andere Ausgabe eines kleinen Verlags besitze.

    Klappentext

    Das Meerfräulein Undine ist ein Elementargeist - und damit weder ganz Natur noch Geist. Durch die Liebe zu einem Menschen, dem jungen Ritter Huldbrand, erhält sie eine Seele und mit ihr Unsterblichkeit. Doch mit der Seele kommt auch das irdische Leid über sie. [...] Anaconda-Verlag

    Inhalt

    Angestiftet von seiner Angebeteten, der eitlen Berthalda, reitet Ritter Huldbrand nachts durch einen Spukwald und findet Unterschlupf bei einem alten Fischerpaar an einer Landspitze. Mit ihnen versteht sich der Ritter gut und lernt dort auch deren Findeltochter Undine kennen. Undine gewinnt ihn schnell lieb und möchte ihn nicht fortlassen. Ein Unwetter trennt die Vier vom Festland und so kommen sich Huldbrand und Undine näher. Als zufällig ein Geistlicher vorbeikommt, vollzieht er bald darauf die Trauung des jungen Paares. Er ermahnt Huldbrand sehr deutlich der Liebe, Treue und Vorsicht. Undine umgibt etwas Geheimnisvolles und sie versucht Huldbrand vieles zu erklären, zum Beispiel, dass sie ein Wasserwesen ist und dass ihr Vater an Land geschickt hat, damit sie eine Seele erhalte. Zudem erzählt sie von ihrem Onkel Kühleborn, der sie beobachtet. 

    Der Ritter führt seine schöne und junge Frau auf seine Burg und die Leute sind sehr angetan von ihr. Selbst die adlige Berthalda freundet sich mit ihr an und gewinnt die Rivalin lieb. Kühleborn verrät Undine ein Geheimnis über Berthalda, das sie daraufhin an ihrem Namenstag enthüllen will. Berthalda ist wie Undine ein Findelkind und in Wirklichkeit eine Fischerstochter. Berthalda ist sehr ungehalten über diese Nachricht und beschimpft ihre wirklichen Eltern, sodass sie die Gunst aller Anwesenden verliert. Von ihren Eltern und ihren Pflegeeltern verstoßen, bittet sie um Verzeihung und Undine nimmt sie bei sich auf. 

    Von nun an ist das glückliche Leben des jungen Paares vorbei. Huldbrand wendet sich immer mehr Berthalda zu und diese nimmt einen immer herrischeren Ton an. Undine lässt als Vorsichtsmaßnahme einen schweren Stein auf den Brunnen rollen, damit Kühleborn ihnen nichts antun kann, was sie Huldbrand erzählt. Sie bittet ihn, sie niemals in der Nähe von Wasser zu schelten, damit ihre Verwandten sie nicht ins Wasser herabziehen. Huldbrand ist gerührt, sieht Undines gutes Herz und ist ihr wieder gewogen. Berthalda, die das Wasser für ihre Haut wollte, ist verärgert über diese Entwicklung und läuft davon. Huldbrand will sie retten. Als Undine das hört, ist sie erschrocken und reitet hinterher, weil sie weiß, dass im Wald Kühleborn lauert und für die beiden zur Gefahr werden kann. Als Huldbrand Berthalda findet, haben sie ein vertrauliches Gespräch und wollen zurückkehren. Im letzten Moment kann Undine die beiden vor Kühleborn retten, in dessen Fänge sie unwissentlich geraten sind. 

    Nach einiger Zeit beschließen Berthalda, Undine und Huldbrand eine Fahrt über die Donau zu machen. Zunächst verläuft alles gut, doch Kühleborn demonstriert seine Macht und lässt das Wasser immer unruhiger werden, sodass Undine ihn immer wieder schelten muss. Nun entreißt er Berthaldas Goldkette, mit der sie am Wasser gespielt hat. Huldbrand ist wütend, doch noch kann er sich beherrschen. Erst als Undine aus dem Wasser eine schöne Korallenkette zieht und diese Berthalda als Ersatz schenken will, verwünscht er sie. Undine weint und sagt, dass sie jetzt fort muss. Sie bittet ihn inständig, ihr treu zu sein, damit sie ihn beschützen kann. Dann verschwindet sie im Wasser.

    Huldbrand ist zunächst traurig und träumt nachts von Undine, doch die Erinnerung verblasst immer mehr und er fasst den Entschluss, Berthalda zu heiraten, obwohl er nicht weiß, ob Undine nicht doch noch lebt. Im Traum warnt ihn Kühleborn, dass er ihn dann töten muss und Undine mahnt ihn zum Schutz, den Brunnen verschlossen zu halten, doch das hält ihn nicht von seinen Plänen ab. Auch dem Geistlichen von damals erscheint Undine, sodass dieser sich weigert, die Trauung zu vollziehen. Dennoch bleibt er in der Stadt. Bei der Hochzeit herrscht eine gedrückte Stimmung, da alle befürchten, Undine könnte jeden Augenblick auftauchen. Kurz vor der Hochzeitsnacht hat die eitle Berthalda den Wunsch, Wasser aus dem Brunnen für ihre Haut zu holen und lässt ihn öffnen. Undine steigt aus dem Brunnen heraus und geht zu Huldbrands Gemach. Als dieser sie erblickt, weiß er, dass sie ihn töten muss. Er bittet sie, ihn ein letztes Mal zu küssen und bei einem leidenschaftlichen Kuss stirbt er auch. Bei der Beerdigung erscheint später auch Undine. Man versucht sie zu vertreiben, doch sie bleibt. Nachdem sie kurz aus dem Blickfeld geraten ist, ist sie fort. Nur eine Wasserquelle umgibt jetzt das Grab.

    Personen

    Undine - sie ist ein neckisches und manchmal kindliches Wesen. Sie besitzt Macht über das Wasser, aber sie möchte unbedingt eine unsterbliche Seele haben, was bedeutet, dass sie einen Menschen heiraten muss. Dieser muss ihr absolut treu sein. Sie selbst besitzt ein gutes und weiches Herz, ist nicht nachtragend und auch nicht eifersüchtig als Huldbrand sich wieder in Berthalda verliebt. Im Gegenteil, ihre Liebe und Treue zu ihm ist so groß, dass sie ihn immer wieder beschützt und warnt, damit Kühleborn sich nicht an ihm rächt. Selbst nachdem er Berthalda geheiratet hat, tötet sie ihn nur widerwillig mit einem Kuss ohne ihm Vorwürfe zu machen. Zu Berthalda selbst hegt sie ein inniges Gefühl der Freundschaft, obwohl sie merkt, dass sie Huldbrands eigentliche Favoritin ist.

    Huldbrand - er ist ein abenteuerlustiger Ritter, der Berthalda verfallen ist. Zwar verliebt er sich in die neckische und liebenswerte Undine, die er bald darauf heiratet, doch ihr geheimnisvolles Wesen nervt ihn später mehr dass es ihn fesselt. Stattdessen fühlt er sich immer mehr zur eitlen, undankbaren und herrischen Berthalda hingezogen, für deren schlechte Eigenschaften er blind ist. Statt sie in ihre Schranken zu weisen, ergreift er Partei für sie und retten sie. Er kann Undine nicht treu sein und so geschieht eine Tragödie. Zunächst verflucht er Undine, dann schlägt er ihre Warnungen in den Wind und zuletzt heiratet er Berthalda ohne zu wissen, ob er überhaupt frei ist. Der letzte Kuss besiegelt seinen Tod. 

    Berthalda - sie ist als Findelkind bei Adligen aufgenommen worden und scheint viele Verehrer zu haben - ganz besonders Huldbrand. Sie ist hochmütig, herrisch, egoistisch und undankbar. Als sie ihre tatsächlichen Eltern kennen lernt, arme Fischer, will sie nichts mit denen zu tun haben und verschmäht sie. Damit zieht sie sich den allgemeinen Zorn zu. Sie bittet reumütig Undine, sie aufzunehmen, aber auf der Burg benimmt sie sich wie die Herrin und gewinnt Huldbrands Zuneigung. Später hat sie keine Skrupel, Huldbrand zu heiraten und entgegen aller Warnungen, öffnet sie aus purer Eitelkeit den Brunnen und besiegelt ihr Schicksal.

    Fazit

    Die Geschichte ist sehr traurig, aber irgendwie schön. Sie zeigt, dass Dreiecksbeziehungen niemals zum Erfolg führen können, dass die menschliche Natur Schwierigkeiten damit hat, bedingungslos und ewiglich eine andere Person zu lieben sowie damit, treu zu bleiben. Zudem, dass Menschen sich von eher von momentanen Gefühlen beeinflussen lassen als vom Verstand. Zwar darf man hier kein Pauschalurteil fällen, aber es sind durchaus sehr viele authentische und realistische Muster wieder zu erkennen. 

    Mir gefällt Undine besonders, da sie trotz aller Widerstände wahre Liebe zeigt, die nicht nach eigenen Interessen ausblickt. Sie liebt Huldbrand bis zuletzt und trotz aller Fehler bleibt sie ihm treu und hat nur sein Glück im Sinn. Trotz ungerechter Behandlung, zahlt sie es nicht mit gleicher Münze zurück. Sie glaubt an das Gute im Menschen und das macht sie liebenswert. 

    Da die Geschichte kurz ist, hat man sie schnell durch. Oft gibt es zwar verschachtelte Sätze und es ist nicht immer gleich ersichtlich, wer gerade spricht, aber man kann der Handlung folgen. Manche werden Schwierigkeiten mit den veralteten Begriffen haben, aber dennoch konnte ich mir beispielsweise vieles aus dem Zusammenhang erklären. 

    Ich finde, die Lektüre lohnt sich.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Ein schöner Klassiker

    Inhalt:

    Der Ritter Huldbrand muss, um einen Handschuh als Liebespfand seiner angebeteten Bertalda, der Pflegetochter des Herzogs, einen Wald durchqueren, in dem es Spuken soll. Am Ende des Waldes, kurz bevor die Nacht einbricht, kommt Huldbrand an einen Landspitze auf der ein altes Fischerpaar mit ihrer Tochter Undine lebt. Sie ist eine Schönheit und verzaubert Huldbrand mit ihrem Liebreiz und auch sie hat sich in den jungen Ritter verliebt. Undine ist aber kein Menschenkind, sondern die Tochter eines Wasserfürsten. Sie könnte alle Reichtümer haben, doch was ihr fehlt ist eine Seele. Die bekommt sie nur, wenn ein Mensch sie liebt und heiratet. Durch Ritter Huldbrand erfüllt sich ihr Wunsch. Nach der Hochzeitsnacht vertraut Undine dem Ehemann ihr Geheimnis an, der sie deswegen nicht weniger liebt. Die Idylle zerbricht, als der Ritter mit seiner jungen Frau in die Stadt zurückkehrt, denn dort wartet Bertalda.



    Meine Meinung:

    Ich wollte diese Erzählung schon vor längerer Zeit lesen, da es sich mit Meerjungfrauen bzw. Nixen beschäftigt. Ich wollte zuerst Undine lesen, um dann erst den zweiten Band der Mythica – Reihe zu kaufen, da dort auch Undine eine Rolle spielt und ich erst mal das Original lesen wollte. Ich muss zugeben ich habe etwas länger dafür gebraucht, weil ich oft durch Tests und Referate unterbrochen wurde und leider nicht nur bei diesem Buch, sondern auch bei den anderen Büchern die ich lese.

    Das Buch ist leicht verständlich geschrieben und wenn doch Begriffe auftauchen, die man nicht gleich versteht, kann man sie bei der Anmerkung (Ausgabe: Hamburger Leseheft Verlag) finden. Mir haben die Charaktere gefallen. Sie sind glaubwürdig und man kann sich gut in ihre Lage hinein versetzten. Man leidet bis zu einem gewissen Grad mit oder freut sich gemeinsam mit den Charakteren. Der Inhalt ist überzeugend und die Erzählung war recht unterhaltsam. Natürlich gibt es, wie bei vielen anderen Klassikern, keine wirkliche Spannung, wie zum Beispiel bei einem Thriller. Dies sollte man beachten, wenn man Undine bzw. andere Klassiker liest.

    Ich fand das Buch unterhaltsam. Es hat mir einige nette Lesestunden bereitet und ist eine schöne Lektüre für zwischendurch.

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    sabistebs avatar
    sabistebvor 6 Jahren
    Rezension zu "Undine" von Friedrich de la Motte Fouqué

    Der Ritter Huldbrand von Ringstettet muss, um einen Handschuh als Liebespfand seiner angebeteten Bertalda, der Pflegetochter des Herzogs, einen Wald durchqueren, in dem es Spuken soll und Bertalda anschießend berichten, welchen Wesen er begegnet ist. Am Ende des Waldes, kurz bevor die Nacht einbricht, kommt Huldbrand an einen Landspitze auf der ein altes Fischerpaar mit ihrer Findeltochter Undine lebt. Die Achtzehnjährige Undine ist eine Schönheit und ein wahrer Wildfang, sie verzaubert Huldbrand mit ihrem Liebreiz, was noch dadurch befördert wird, dass ein Unwetter ausbricht und die jungen Leute auf engem Raum gefangen sind. Gegen Ende dieser Abgeschiedenheit ehelicht Huldbrand Undine und auch, als sie ihm gesteht, dass ihr Name mehr als nur ein Name ist, sondern tatsächlich ihr Wesen beschreibt, steht er noch zu ihr. Aber in der fernen Reichsstadt wartet immer noch Bertalda auf ihn.

    Ein Klassiker und (urban) Fantasy Roman aus dem 1811. Urban Fantasy? Wie komme ich darauf? Ganz einfach, dieser Roman hat alles, was das heutige Urban Fantasy Genre ausmacht nur in teils gespiegelter Form. Ein natürlich attraktiver, reicher, adeliger junger Mann verliebt sich in eine wunderschöne Außenseiterin (in diesem Fall eine arme Fischerstochter). Er hat zwar keine schicken Autos, dafür aber ein edles Pferd und ein echtes Ritterschloss. Anders als in modernen urban Fantasy Romanen, die sich hauptsächlich an die weibliche Klientel richten, ist hier die Heldin das übernatürliche Wesen. Sie ist eine Undine, ein weiblicher, jungfräulicher (naja, bis nach der Hochzeitsnacht) Wassergeister, sie gehört damit zu den halbgöttlichen Elementargeistern der mythologischen Gattung Nymphe, die das Wasser verkörpern. Auch die Dreiecksgeschichte fehlt nicht, denn natürlich gibt Bertalda nicht auf, sie steht immer noch auch Huldbrand, so entspinnt sich die klassische urban Fantasy Dreiecksgeschichte, nur diesmal hat nicht die Frau die Qual der Wahl, sondern der Mann. Dazu noch eine kräftige Prise Magie und Zauberei, wie sich das für dieses Genre gehört, dazu noch ein paar unrealistische Zufälle und fertig ist der erste Prototyp des urban Fantasy Romans.
    Ja, der Roman ist zudem auch noch ein Klassiker, vielleicht werden es auch einige der heutigen Romane dieses Genres schaffen, Klassiker zu werden, was ich jedoch schwer bezweifle. Trotz seines klassischen Plots oder vielleicht gerade deswegen, fesselt die Geschichte immer noch. Sie ist immer noch sehr gut und spannend zu lesen und hat nichts von ihrem Charme eingebüßt.

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    sabistebs avatar
    sabistebvor 6 Jahren
    Rezension zu "Undine" von Friedrich de la Motte Fouqué

    Der Ritter Huldbrand von Ringstettet muss, um einen Handschuh als Liebespfand seiner angebeteten Bertalda, der Pflegetochter des Herzogs, einen Wald durchqueren, in dem es Spuken soll und Bertalda anschießend berichten, welchen Wesen er begegnet ist. Am Ende des Waldes, kurz bevor die Nacht einbricht, kommt Huldbrand an einen Landspitze auf der ein altes Fischerpaar mit ihrer Findeltochter Undine lebt. Die Achtzehnjährige Undine ist eine Schönheit und ein wahrer Wildfang, sie verzaubert Huldbrand mit ihrem Liebreiz, was noch dadurch befördert wird, dass ein Unwetter ausbricht und die jungen Leute auf engem Raum gefangen sind. Gegen Ende dieser Abgeschiedenheit ehelicht Huldbrand Undine und auch, als sie ihm gesteht, dass ihr Name mehr als nur ein Name ist, sondern tatsächlich ihr Wesen beschreibt, steht er noch zu ihr. Aber in der fernen Reichsstadt wartet immer noch Bertalda auf ihn.

    Ein Klassiker und (urban) Fantasy Roman aus dem 1811. Urban Fantasy? Wie komme ich darauf? Ganz einfach, dieser Roman hat alles, was das heutige Urban Fantasy Genre ausmacht nur in teils gespiegelter Form. Ein natürlich attraktiver, reicher, adeliger junger Mann verliebt sich in eine wunderschöne Außenseiterin (in diesem Fall eine arme Fischerstochter). Er hat zwar keine schicken Autos, dafür aber ein edles Pferd und ein echtes Ritterschloss. Anders als in modernen urban Fantasy Romanen, die sich hauptsächlich an die weibliche Klientel richten, ist hier die Heldin das übernatürliche Wesen. Sie ist eine Undine, ein weiblicher, jungfräulicher (naja, bis nach der Hochzeitsnacht) Wassergeister, sie gehört damit zu den halbgöttlichen Elementargeistern der mythologischen Gattung Nymphe, die das Wasser verkörpern. Auch die Dreiecksgeschichte fehlt nicht, denn natürlich gibt Bertalda nicht auf, sie steht immer noch auch Huldbrand, so entspinnt sich die klassische urban Fantasy Dreiecksgeschichte, nur diesmal hat nicht die Frau die Qual der Wahl, sondern der Mann. Dazu noch eine kräftige Prise Magie und Zauberei, wie sich das für dieses Genre gehört, dazu noch ein paar unrealistische Zufälle und fertig ist der erste Prototyp des urban Fantasy Romans.
    Ja, der Roman ist zudem auch noch ein Klassiker, vielleicht werden es auch einige der heutigen Romane dieses Genres schaffen, Klassiker zu werden, was ich jedoch schwer bezweifle. Trotz seines klassischen Plots oder vielleicht gerade deswegen, fesselt die Geschichte immer noch. Sie ist immer noch sehr gut und spannend zu lesen und hat nichts von ihrem Charme eingebüßt.

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    Nadja_Kosneys avatar
    Nadja_Kosneyvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Schwerer Einstieg, aber gegen Ende hin wurde es doch noch ganz gut.
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    alisa

    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Fuchurs avatar
    Hallo habe jetz bei Rezensionen mal den Inhalt des Kunstmärchens Undine aufgeschrieben und würde mich über Rückmeldungen, euere Ansichten zu diesen Märchen und euere Meinung zu Moral der Geschichte und Charakterisierung freuen danke schonmal
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