Fritz Habekuß

 3.7 Sterne bei 3 Bewertungen

Lebenslauf von Fritz Habekuß

Fritz Habekuß, geboren 1990 in Pritzwalk, Brandenburg, ist Redakteur der Zeit. Er berichtet weltweit von der Zerstörung der natürlichen Vielfalt und denjenigen, die dagegen kämpfen. In seinen Reportagen beschäftigt er sich grundsätzlich mit dem Verhältnis von Mensch und Natur. Für seine Arbeit wurde er unter anderem 2018 unter die Journalisten des Jahres gewählt und mit dem Holtzbrinck-Preis für Wissenschaftsjournalismus ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Fritz Habekuß

Cover des Buches Max Kersting. Einseitige Geschichten (ISBN: 9783775747882)

Max Kersting. Einseitige Geschichten

 (3)
Erschienen am 21.09.2020

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Rezension zu "Max Kersting. Einseitige Geschichten" von Fritz Habekuß

Wort-Bild-Bezüge mal anders
Booklove91vor 3 Stunden

Meine Meinung

"Max Kersting macht es anders: er streicht Wörter, ganze Sätze, manchmal sogar den Anfang oder das Ende seiner Geschichten durch. Als Leserin versucht man dann trotzdem zu erkennen, was er da geschrieben hat. Wenn es einem gelingt (Max Kersting ist ein sehr guter Durchstreicher), merkt man, wie ein einzelnes Wort einen Satz verändern kann oder ein einzelner Satz eine ganze Geschichte. Man liest dann noch einmal, wiegt die Wörter gegeneinander ab und probiert im Kopf eine andere Betonung
aus: geht beides, ist aber eine andere Geschichte." (ZITAT)

Aufmerksam bin ich nicht zuletzt wegen des Covers geworden. Für mich wirklich mal eine tolle unterhaltsame Abwechslung, die ich auf jeden Fall empfehlen kann.


Gefundenen Fotografien verleiht Kersting neuen Sinn mit seinen hinzugeschriebenen Sprech- und Gedankenblasen. Die neu entstehenden Wort-Bild-Bezüge sind ebenso heiter wie auf feinfühlige Weise unnachahmlich tiefsinnig. Diese Verbindung gilt umso mehr für sein neues, man könnte es ein »rein grafisches« Werk nennen. Dabei versteht Max Kersting Grafik hier in einem doppelten Wortsinn als Zeichnen und Schreiben, oder als Schriftbild. Schon Roland Barthes stellte das Fließen des Füllers dem Druck des Kugelschreibers gegenüber. Wie schillernde Embleme von Kerstings Kugelschreiber kratzen die kurzen, in herrlich ungelenker Handschrift verfassten Texte über das Papier und zugleich an jenem existenziellen Boden, auf dem sich unser tägliches Leben abspielt.



MAX KERSTING (*1983, Lippstadt) studierte in Düsseldorf Design und arbeitete als Werbetexter in Berlin. Die von ihm kommentierten, aufgefundenen Fotografien machten ihn und seinen eigenwilligen Stil schnell bekannt. Kersting lebt und arbeitet in Berlin.

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Rezension zu "Max Kersting. Einseitige Geschichten" von Fritz Habekuß

Ist das Kunst?
Flaventusvor 13 Tagen

Der erste Satz des Vorworts von Fritz Habekuß beschreibt sehr treffend dieses Buch: „Das Schönste an den Einseitigen Geschichten: dass sie unfertig sind.“ Es ist in jegliche Hinsicht ein skurriles Buch, denn es besteht hauptsächlich aus sehr kurzen handschriftlich verfassten Texten.

Handschriftlich?

Aus dem Klappentext entnimmt der Leser die Worte Grafik, Schriftbild, doppelter Sinn oder ungelenke Handschrift. Und genau das findet auch der Leser. Unlektorierte oder korrigierte Texte, die Max Kersting handschriftlich verfasst hat. Und diese Kurznotizen finden sich dann eingescannt (oder abfotografiert) in diesem Buch. Damit wird die „herrlich ungelenke Handschrift“ zur Kunst erhoben.

In seinem Vorwort gibt Max Kersting an, dass er in seinem Schreiben mittelmäßig sein möchte. Okay, so explizit hat er es nicht formuliert, sondern eher so, dass er sich zwischen literarischem „Müll“ und „eigentlich ziemlich gut“ geschrieben Texten bewegen möchte.

Tja, und nun fragt sich der Leser wie beides zusammenpasst. Eine Frage, die ich so nicht beantworten kann. Diese „einseitigen Geschichten“ bewegen sich in meinen Augen zwischen humorvoll witzig, interessanter Ansatz und überflüssig oder belanglos. Auf jeden Fall sind sie durchweg sehr kurz und bisweilen reduziert auf wenige Sätze oder Worte. Und manchmal untermalt mit kurzweiligen Skizzen.

Fazit

Ist es Kunst? Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Idee, die in diesem Buch verwirklicht wurde, hat sicherlich seinen Reiz, konnte mich jetzt aber nur phasenweise mitnehmen und begeistern. Ich empfehle auf jeden Fall einen Blick ins Buch, ob der gewählte Stil für den Leser ansprechend ist.


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Rezension zu "Max Kersting. Einseitige Geschichten" von Fritz Habekuß

Humor ist, wenn jemand lacht
MissStrawberryvor 14 Tagen

So ganz genau weiß ich leider einfach nicht, was ich von diesem Buch halten soll. Ja, die Idee ist cool und irgendwie auch witzig. Ja, die Texte haben alle „das gewisse Etwas“. Nur irgendwie keinen roten Faden. Für mich sind das Zettelschnipsel, die mal eben schnell zusammengesucht und zu einem Buch gemacht wurden. Die Idee mit der Handschrift, gekrakelt und durchgestrichen, pur und unverändert – ja, die ist nett. Aber kann auch gestellt sein. Vor allem aber strengt es mich beim Lesen echt enorm an. Das ist keine Schrift, die ich gut lesen kann und die Dauergroßbuchstaben nerven mich wirklich enorm. Wären die meisten Texte einfach nur gedruckt, hätte ich sehr viel mehr Freude daran gehabt. So ab und an mal eine Story „im Original“, also in dieser Zettelform, ja, fände ich toll – alle dagegen, das ist für mich echt eine Herausforderung!

 

Die Texte selbst kann man je nach eigener Gemütslage unterschiedlich einordnen. Es gibt melancholische, witzige, bissige, überdrehte Texte. Mit seinen Bildern trifft er meinen Humor sehr viel besser. Diese Texte finde ich sehr oft leider nur trashig und schlecht konstruiert. Als wären Max Kersting beim Schreiben die ursprünglichen Ideen abhandengekommen.

 

Das ist schade und das macht eine Bewertung schwierig, zumal hartgesottete Fans meist recht heftig reagieren, wenn eine Kritik daherkommt. Mir ist Lesen einfach zu wichtig, als dass ich damit gut klar komme, dass man hier nicht dranbleiben mag, sondern nach zwei, drei Texten besser aufhört und erst später weiterliest. Aber nur so konnte ich mich durch das Buch durcharbeiten.

 

Es sind so viele Texte, die ich total sinnbefreit finde. Liegt möglicherweise an mir. Gut möglich, dass ich sie einfach nicht verstehe. Dann gibt es wieder solche Kalauer wie „Klamotten“ und ich grinse breit. Nicht anders geht es mir mit den Zeichnungen, die auch ab und an eingestreut sind.

 

Je, nun – was tun? Was machen? Dummes Gesicht und guten Eindruck. Ich gebe drei Sterne.

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