Fritz J. Raddatz , Klaus Ensikat Bestiarium der deutschen Literatur

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Inhaltsangabe zu „Bestiarium der deutschen Literatur“ von Fritz J. Raddatz

Inzwischen ist es knapp hundert Jahre alt: Franz Bleis «Großes Bestiarium der Literatur», jenes legendäre Buch aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, das bei Rowohlt viele Auflagen erlebt hat. Ein neues Bestiarium tritt ihm jetzt an die Seite. Fritz J. Raddatz hat es verfaßt: mit dem nachlässigen Glanz liebevoller Parodie und dem scharfen Blick der Satire, mit Hellsicht, mit Witz, mit märchenhaften, ja phantastischen Pointen überall. Die Größen der deutschen Literatur erscheinen hier als Fabelwesen; der Leser trifft die nach Wien verirrte Möwe Jelinek, eine Meisterin der Resteverwertung, und die Trockenqualle Lenz, die, sobald zerrieben, Grundstoffe für die Farben Emil Noldes bildet. Der Enzensberger und der Goetz treten auf, Grass als Aal, der onanierende Pimpfe verschlingt, oder Martin Mosebach, der «Andenflamingo» genannte Vogel mit dem gravitätischen Gang. Ulla Hahn ist eine Schleichkatze, die Mayröcker ein Silberlöwe, der nicht brüllen kann, und der Ruge ein Seehase. Und das Habermas, eine possierlichaggressive Primatenart, kann sich durch besondere Ruflaute zum Clanherrscher aufschwingen. Raddatz gelingt ein genußreiches Portrait vieler wichtiger Autoren unserer Zeit: eine Sammlung dichter Leseerfahrung und Leselust, von Klaus Ensikat meisterhaft illustriert.
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    Bestiarium der deutschen Literatur
    dominona

    dominona

    24. April 2015 um 18:15

    Sartire vom Feinsten - vorausgesetzt man kennt die Schriftsteller, um die es geht. Die Zeichnungen unterstreichen das Ganze wunderbar und manch einer der Autoren darf sich sogar geschmeichelt fühlen, aber viele bekommen ihr Fett weg; sehr anspruchsvolle Literatur - ohne Vorwissen nicht zu meistern.