Fritz Leiber

 4 Sterne bei 44 Bewertungen
Autor von Hexenvolk, Herrin der Dunkelheit und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Fritz Leiber

Geboren als Fritz Reuter Leiber jr. † 5. September 1992 in San Francisco Er schrieb auch unter dem Pseudonym Francis Lathrop.

Alle Bücher von Fritz Leiber

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Fritz LeiberHexenvolk
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Hexenvolk
Hexenvolk
 (6)
Erschienen am 20.11.2008
Fritz LeiberDie Herren von Quarmall
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Die Herren von Quarmall
Die Herren von Quarmall
 (3)
Erschienen am 01.08.2005
Fritz LeiberSchwerter im Nebel
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Schwerter im Nebel
Schwerter im Nebel
 (3)
Erschienen am 01.02.1989
Fritz LeiberDie Schwerter von Lankhmar
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Die Schwerter von Lankhmar
Die Schwerter von Lankhmar
 (2)
Erschienen am 01.01.1973
Fritz LeiberDer unheilige Gral
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Der unheilige Gral
Der unheilige Gral
 (2)
Erschienen am 01.07.2004
Fritz LeiberSchwerter gegen den Tod
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Schwerter gegen den Tod
Schwerter gegen den Tod
 (2)
Erschienen am 01.01.1972
Fritz LeiberDer traurige Henker
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Der traurige Henker
Der traurige Henker
 (2)
Erschienen am 01.08.2006
Fritz LeiberSchwerter Gegen Zauberei,
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Schwerter Gegen Zauberei,
Schwerter Gegen Zauberei,
 (2)
Erschienen am 01.01.1973

Neue Rezensionen zu Fritz Leiber

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Nymphenbads avatar

Rezension zu "Hexenvolk" von Fritz Leiber

Die Überlagerung der wissenschaftlichen Methode mit der grassierenden Zauberei
Nymphenbadvor 6 Monaten

Wenige Schriftsteller des frühen 20. Jahrhunderts führten ein bewegteres Leben als Fritz Leiber.

Er war ein brillanter Schachspieler, Prediger, Lehrer, ein Meister im Fechten, Theaterschauspieler (vornehmlich für Shakespeare-Rollen), und hatte sogar einen Film mit Greta Garbo zusammen gedreht. Der große Wurf allerdings gelang ihm im Zusammenhang mit einem Spiel: Dungeons & Dragons, dem Klassiker des Rollenspiels, für das die bahnbrechende epische Heldengeschichte von Fafhrd und dem Grauen Mausling Pate stand. Bis heute sind deren Abenteuer die bekanntesten Geschichten des großen amerikanischen Autors.

Dabei legte Leiber den Fokus gar nicht so sehr auf das Schreiben, begann damit erst in seinem dreißigsten Lebensjahr, freilich unter dem Einfluss von Autoren wie Lovecraft (der sein Mentor wurde), Carl Jung, Robert Graves oder Joseph Campbell.

Sein Debüt, Conjure Wife (Die zaubernde Ehefrau; übersetzt mit "Hexenvolk", ungekürzt erschienen in der Edition Phantasia - siehe Artikelende) erblickte 1943 das Licht der Welt, und gilt heute als eines der einflussreichsten Werke moderner Horror-Literatur. Alle paar Jahrzehnte kommt es zu einer filmischen Adaption (1944, 1961 u. 1980). United Artist hat sich die Rechte an einer vierten Variante gesichert.

Der Roman beginnt mit John Saylor, einem Professor an einem kleinen College in New England, der sich, eher spontan und zufällig, etwas im Ankleidezimmer seiner Frau umsieht. Zwischen allerlei kosmetischen Artikeln findet er Friedhofserde, Paketchen voller Haar oder abgeschnittenen Fingernägeln, Beschwörungsformeln, die in ein Buch gekritzelt wurden, Hufnägel, ungewöhnliche Pflanzenextrakte ... und noch einiges mehr. Kurz gesagt: Tansy Sailor ist eine Hexe.

Sailors Frau überrascht ihn mitten in seiner Entdeckungsreise durch ihre magischen Utensilien. Während der nachfolgenden Konfrontation gibt sie ihre Besessenheit von Zauber und Magie zu. Die Ironie an der Sache ist, dass ihr Mann, Professor für Soziologie, ein engagierter Rationalist ist, der seine Karriere dem Entlarven primitiven Aberglaubens gewidmet hat, und der jetzt erfahren muss, dass seine Frau seine Forschungen und Exkursionen dazu in Anspruch genommen hat, ihr Arsenal an magischen Praktiken zu entwickeln. Die Gegenüberstellung verschiedener Versionen einer Wirklichkeitsauffassung ist eine der Freuden konzeptioneller Literatur (jene Non-realistische Tradition der Literatur), und Leiber macht in diesem Roman wirklich eine Menge aus den widersprüchlichen Welten. Die Überlagerung der wissenschaftlichen Methode mit der grassierenden Zauberei in der gleichen Erzählung, lässt die Darwin-versus-Kreationismus-Debatte wie einen Kaffeehaus-Streit wirken. Und obwohl sich Meister der Pulp Fiction wie Leiber in der Regel mehr mit Handlung als mit philosophischen Resonanzen beschäftigen, gelingt ihm die Überraschung, beides in einem kompakten Roman unterzubringen.

Unter dem Druck ihres Ehemanns, akzeptiert Tansy ihr Verhalten als pathologisch und stimmt der Vernichtung ihrer Utensilien zu. Eine schlechte Entscheidung! Gleich nach der flammenden Reinigung geschehen Professor Sailor die merkwürdigsten Dinge. Falsche Anschuldigungen werden vorgebracht, neue Gegnerschaften entstehen, alte Geheimnisse werden aus der Versenkung geholt. Noch schlimmer aber: das tödlichste Spiel von allen - Fakultätspolitik - richtet sich nun gegen ihn. Hat er einen Fehler bei der Beseitigung des ganzen Schutzzaubers begangen? Oder hat sein tadellos rationelles Denken Schaden durch die verrückten Überzeugungen seiner Frau genommen? Mittlerweile scheint sie glücklich ohne ein Leben mit Magie zu sein, und würde er mit ihr über seine zunehmenden Probleme sprechen, könnte sie das wieder zu ihrem ungesunden Verhalten zwingen. Aber trotzdem ...

Leiber entwickelt die Geschichte mit viel Geschick, hält in diesem Drama die Waage zwischen Humor und Ironie. Vierzig Jahre vor Updikes "Hexen von Eastwick" - das wie Leibers "Hexenvolk" in schöner Regelmäßigkeit für andere Genres bearbeitet wurde - fängt Leiber die pikanten Details einer Geschichte über Zauberei ein, die in einem modernen New England spielt. Fern also von jedem "Gothic-Touch" und 19. Jahrhundert-Geisterei.
Der Erfolg solcher Geschichten ist kaum verwunderlich, denn der Aberglaube hat unsere Welt nie wirklich verlassen. Fast zur gleichen Zeit mit dem Erscheinen von Updikes Buch, erklärte ein US-Gericht "Wicca" zu einer Religion, was "Hexerei" zu einer interessanteren Geschichte machte als andere New-Age-Bewegungen.

Erschienen ist dieses Buch in Joachim Körbers Edition Phantasia. Und dort natürlich auch die wirklich überragenden Abenteuer von Fafhrd und dem Grauen Mausling.

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Rezension zu "Hexenvolk" von Fritz Leiber

ein Roman über Hexen
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Der Hauptcharakter (ein Uni-Prof) und sein engeres Umfeld (andere Uni-Pros und deren Frauen) werden liebevoll und detailliert beschrieben - immer wieder erfährt man im Laufe der Geschichte Neues. Leiber hat mit einem wichtigen Moment der ganzen Geschichte praktisch ohne große Vorrede begonnen: er entdeckt, dass seine Frau okkultistische Figuren und Sprüche in ihrem Haus versteckt. Natürlich glaube er nicht daran, verbrennt die Puppen und es scheint sich erstmal nichts zu ändern. Aber er merkt, dass seine bisher gut verlaufende Karriere ins Stocken gerät...


Es dauert etwas, bis "Hexenvolk" wirklich spannend ist; aus heutiger Sicht dauert es mir deutlich zu lange. Aber wer durchhält, wird belohnt. "Hexenvolk" ist sowas wie die Essenz einer nicht-mittelalterlichen Hexengeschichte in klarer Form. Das ist Fritz Leieber schlichtweg beeindruckend gelungen.

Gerade gegen Ende winden sich sich Wendungen, vieles unerwartete passiert und auch auf den letzten Seiten wird noch mal alles rumgerissen. Wenn man im Hinterkopf hat, dass dieses Buch 70 Jahre alt ist, dann hat Leiber für damaligen Verhältnisse ein fast visionäres Buch geschrieben.




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thursdaynexts avatar

Rezension zu "Der traurige Henker" von Fritz Leiber

Rezension zu "Der traurige Henker" von Fritz Leiber
thursdaynextvor 7 Jahren

Leiber beschreibt seine beiden Helden in der Vorbemerkung als "Schurken durch und durch",
mit "einem Diamantsplitter wahren Abenteuergeists in sich".
Damit trifft er in´s Schwarze, zumindest was ihre Auffassung von Amüsement angeht.
Mein Amüsement wurde etwas getrübt durch die reifer werdenden, grübelnden und so unschurkisch moralisch, handelnden Kampfkünstler.
Sie werden erwachsen, gelangweilt von den alltäglichen,oberflächlichen Genüssen und nun zeigt sich, dass ihre Suche nach immer neuen Abenteuern, der gepflegten Langeweile der ihnen schal gewordenen Vergnügen entspringt.
Der Mausling kämpft, natürlich verzaubert von einem schönen Rattenedeldämchen, mit Impotenz , Fafhrd erfährt die Liebe einer intelligenten und faszinierenden Ghulin, verschusselt sich die Beziehung mit permanenter Untreue und leidet. ....
Allgemein drehen die Damen in " Der Traurige Henker" richtig auf und schubsen den grauen Mausling und Fafhrd böse herum.
Diese sind sehnsüchtig auf der Suche nach einem Sinn den sie nicht direkt benennen können und absolvieren ihre Abenteuer nebenbei, dabei wandelt sich ihre freundschaftliche Konkurrenz in eine reine, reife Freundschaft um.
Harte Schale weicher Kern, wobei weicher Kern beim Abenteuerlesen nahe an weichem "Helden" Keks schrammt , zumindest mir kam es beim Lesen manchmal so vor . Ich mag meine Schwertkämpferhelden gerne etwas hartschädeliger ohne Woody Allen Touch.
Ganz sicher ein Fantasy für die sensiblen Intellektuellen unter den Sword and sorcery fans
mit grandiosen Welten, undurchsichtigen Zauberern, unsichtbaren flugbegabten Feinden , dem Tod und anderen Göttern .
Etwas mehr Gemetzel, fiese Finten, und boshafte Dialoge hätte der Autor dem abenteuersuchendem Leser gönnen können.
In Band 2 gelang ihm dies einen Stern besser.
Dennoch , langes Lesevergnügen ist garantiert und was aus den Beiden wird ist in Band vier zu erfahren.

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Fritz Leiber wurde am 24. Dezember 1910 in Chicago (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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